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Absicht und Unabsicht des polizeilichen Schusswaffengebrauchs

Title: Absicht und Unabsicht des polizeilichen Schusswaffengebrauchs

Seminar Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Pierre Malkowski (Author)

Ethics
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Summary Excerpt Details

Das Thema dieser Hausarbeit ist der beabsichtigte bzw. unbeabsichtigte Schusswaffengebrauch
bei der Polizei.
Die hier thematisierte „Absicht“ bezieht sich auf das hinter dem Schuss stehende Motiv,
also ob es sich um eine durch den Willen getragene Tat handelt oder nicht.
Dieses Thema gewinnt insbesondere dadurch an Bedeutung, dass es für keinen
Polizeibeamten auszuschließen ist, irgendwann in eine Situation zu geraten, in der die
Schusswaffe das einzige verbleibende adäquate Mittel ist, um den staatlichen Willen
durchzusetzen.
In dieser Arbeit werden u.a. ein Erklärungsmodell zur unbeabsichtigten Schussabgabe,
sowie ethische Ansätze zu der beabsichtigten als auch unbeabsichtigten Abgabe
erläutert. Daran angelehnt werden verschiedene Möglichkeiten dargelegt, um die Gefahr
eines unbeabsichtigten Schusses zu minimieren. Abschließend wird noch das weitere
Verfahren nach der Abgabe eines Schusses erläutert.
Ziel dieser Arbeit ist es, unter ethischen Gesichtspunkten und der Anwendung von
Bewertungsmodellen verschiedene Fragestellungen zum Thema der Schuld in den
Fällen der absichtlichen und des unabsichtlichen Schusses zu erläutern und das darauf
folgende Verfahren zu erläutern.
Zunächst werden jedoch die besondere Bedeutung des Themas und die gesetzlichen
Voraussetzungen für den Einsatz der Schusswaffe erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Eingrenzung des Themas

2. Die Ermächtigung zum Schusswaffengebrauch

3. Die beabsichtigte Schussabgabe

3.1 Absicht

3.2 Der Gesinnungsethiker

3.3 Der Verantwortungsethiker

4. Die unbeabsichtigte Schussabgabe

4.1 Abgrenzung zum unrechtmäßigen Schusswaffengebrauch

4.2 Ethische Bewertung

4.3 Bedeutung des Themas

5. Anforderungen an die Ausbildung

6. Nach dem Schusswaffengebrauch

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen und psychologischen Hintergründe des polizeilichen Schusswaffengebrauchs, wobei insbesondere die Unterscheidung zwischen beabsichtigter und unbeabsichtigter Schussabgabe sowie die damit verbundenen moralischen Fragestellungen im Vordergrund stehen.

  • Rechtliche Grundlagen und Ermächtigungen zum Schusswaffengebrauch.
  • Ethische Bewertung durch Gesinnungs- und Verantwortungsethik.
  • Analyse unbeabsichtigter Schussabgaben durch asthenische Affekte.
  • Bedeutung der polizeilichen Ausbildung zur Minimierung von Risiken.
  • Verfahrensweisen und psychologische Belastungen nach einem Schusswaffengebrauch.

Auszug aus dem Buch

3.1 Absicht

Absicht ist ein Begriff der in vielen Richtungen ausgelegt werden kann. Psychologisch gesehen versteht man unter Absicht den vom Bewusstsein in die wirkliche Welt getragene und dort in einer Handlung verwirklichten Willen eines Menschen. Diese Definition ist für das in dieser Arbeit bearbeitete Thema grundlegend. Angewendet auf den Fall einer Schussabgabe, ergibt sich dabei folgendes Bild. Der Polizist muss, um einen Schuss abzugeben, den Abzug der Waffe betätigen. Dies setzt einen Befehl zum Krümmen von Fingergliedern ausgehend vom Gehirn des Polizisten voraus.

Dieses Krümmen ist eine Handlung, die vom Gehirn befohlen wird. Also ist hier zunächst Absicht zu unterstellen. Allerdings ist es auch möglich, dass diese Handlung nicht willentlich, also nicht vom Bewusstsein getragen wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich der Schütze erschreckt. Dabei tritt ein natürlicher Reflex ein, der die Hand als Abwehr zur Faust zu ballt. Als Konsequenz löst sich ein Schuss aus Waffe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eingrenzung des Themas: Einleitung in die Thematik der beabsichtigten und unbeabsichtigten Schussabgabe bei der Polizei unter ethischer Perspektive.

2. Die Ermächtigung zum Schusswaffengebrauch: Darstellung der rechtlichen Eingriffsnormen und Voraussetzungen für den Einsatz unmittelbaren Zwangs nach dem Polizeigesetz.

3. Die beabsichtigte Schussabgabe: Untersuchung der verschiedenen ethischen Ansätze sowie der Definition von Absicht im Kontext polizeilichen Handelns.

4. Die unbeabsichtigte Schussabgabe: Analyse der Abgrenzung zwischen unrechtmäßigem Gebrauch und affektgesteuerten Schussabgaben sowie Einordnung der Risiken.

5. Anforderungen an die Ausbildung: Aufzeigen notwendiger Strategien zur Reduzierung von Schussabgaben in Extremsituationen durch Anpassung der Ausbildung.

6. Nach dem Schusswaffengebrauch: Erörterung der verfahrensrechtlichen Folgen und der psychologischen Belastungssituation für Polizeibeamte nach einem Schusswaffengebrauch.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der ethischen Modelle und Bestätigung der Notwendigkeit einer spezialisierten Ausbildung.

Schlüsselwörter

Schusswaffengebrauch, Polizei, Polizeigesetz NRW, Gesinnungsethik, Verantwortungsethik, Unbeabsichtigte Schussabgabe, Asthenische Affekte, Reflex, Einsatzethik, Schuldfrage, Strafverfahren, Dienstgruppenleiter, Fürsorgepflicht, Suizid by Cop, Ausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die polizeiliche Problematik des beabsichtigten sowie unbeabsichtigten Schusswaffengebrauchs und ordnet diesen in ethische und rechtliche Kontexte ein.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Ermächtigungsgrundlagen, die ethische Unterscheidung zwischen Verantwortungsethik und Gesinnungsethik sowie die psychologische Anfälligkeit für Reflexe in Stresssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, unter ethischen Gesichtspunkten die Schuldfrage in Fällen absichtlicher und unabsichtlicher Schussabgaben zu bewerten und Konsequenzen für die polizeiliche Ausbildung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse ethischer Bewertungsmodelle sowie die Auswertung empirischer Studien zur Häufigkeit und Ursache von Schusswaffengebräuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die rechtlichen Grundlagen, die psychologische Bedeutung von Absicht, die ethische Bewertung durch verschiedene Philosophiemodelle und das Verfahren nach einem Schusswaffengebrauch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind insbesondere Schusswaffengebrauch, Ethik, asthenische Affekte, Unabsicht, Einsatzethik und Fürsorgepflicht.

Welche Rolle spielt der Dienstgruppenleiter nach einem Schusswaffengebrauch?

Der Dienstgruppenleiter hat die schwierige Aufgabe, sowohl für den betroffenen Beamten zu sorgen und ihn zu betreuen, als auch bei der Wahrheitsfindung und im Strafverfahren als Zeuge zu agieren.

Warum wird das Experiment von Christopher Heim im Text angeführt?

Es dient dazu, empirisch zu belegen, dass in stressreichen Extremsituationen durch laute Störgeräusche unbeabsichtigte Schussabgaben (durch Erschrecken) signifikant häufiger auftreten.

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Details

Title
Absicht und Unabsicht des polizeilichen Schusswaffengebrauchs
College
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Gelsenkirchen
Grade
2,0
Author
Pierre Malkowski (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V266463
ISBN (eBook)
9783656569480
ISBN (Book)
9783656569336
Language
German
Tags
Polizei Schusswaffengebrauch Pistole Schießen Ethik Deontologie Teleologie Topic_Polizei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pierre Malkowski (Author), 2013, Absicht und Unabsicht des polizeilichen Schusswaffengebrauchs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266463
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