Ein wichtiges Ziel dieser Arbeit soll sein, die Besonderheit der Karstlandschaft aufzuzeigen.
Dabei werden vor allem die Voraussetzungen der Karstbildung näher erläutert. Darüber hinaus
werden ausgewählte Regionen des südlichen Afrikas wie beispielsweise die Tsingy der
Insel Madagaskar, sowie der Kegelkarst des Otavi-Berglandes vorgestellt und deren Besonderheit
für den jeweiligen Raum hervorgehoben. Auf Grund der vorgegebenen Rahmenbedingungen
habe ich mich auf die zuvor genannten Karstphänomene beschränkt. Eng verbunden
mit der Karstterminologie ist auch die Höhlenkunde, welche im letzten Abschnitt der vorliegenden
Arbeit thematisiert werden soll. Hierbei wird die Aufmerksamkeit auf drei bedeutende
Karsthöhlensysteme Südafrikas gelenkt. Auf Grund ihrer weit verbreiteten kuriosen Tropfsteinbildungen
zählen Karsthöhlen zu den imposantesten Höhlen weltweit (LESER 2009:325).
Die vorliegende Arbeit kann nicht die gesamte Thematik des Karstes abhandeln, sie soll jedoch
einen Überblick über die Theorie der Karstentstehung, sowie die wichtigsten Karstgebiete
des südlichen Afrikas geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Karstterminologie
3. Die Entstehungsbedingungen von Karst
3.1. Der Karst und seine chemischen Voraussetzungen
3.1.1 Lösungsverwitterung
3.1.2 Kohlensäureverwitterung
4. Ausgewählte Karstphänomene im südlichen Afrika
4.1 Der Kegelkarst des Otavi – Berglandes
4.2 Die Tsingy – „steinerne Wüste“
5. Verborgene Welten – Karsthöhlenverbreitung des südlichen Afrikas
5.1 Die Echo Cave
5.2 Die Sudwala Höhlen der Provinz Mpumalanga
5.3 Das Sterkfontein Höhlensystem
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die Besonderheiten von Karstlandschaften zu erläutern und dabei insbesondere den afrikanischen Raum in den Fokus zu rücken. Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Karstentstehung sowie spezifische Karstphänomene und bedeutende Höhlensysteme, um einen Überblick über dieses bisher wissenschaftlich wenig erforschte Gebiet zu geben.
- Grundlagen der Karstterminologie und Definitionen
- Chemische Voraussetzungen und Prozesse der Karstentwicklung
- Analyse ausgewählter Karstphänomene im südlichen Afrika (Kegelkarst, Tsingy)
- Untersuchung bedeutender Karsthöhlensysteme (Echo Cave, Sudwala, Sterkfontein)
Auszug aus dem Buch
4.2 Die Tsingy – „steinerne Wüste“
Die als „Tsingy“ benannte Gesteinsformation repräsentiert eine geologische Besonderheit der Insel Madagaskar. Es handelt sich hierbei um ein markantes, eher vegetationsloses Gebiet. Aufgrund der messerscharfen, eng nebeneinander stehenden Oberflächenstrukturen, die nach oben hin dünn bis spitz erscheinen und eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen können, erscheint das Gebiet als geradezu lebensfeindlich (SCHORN 2012:o.S.).
Passend erscheint der Name dieser Landschaft, der im Madagassischen „auf den Zehenspitzen gehen“ oder „wo man nicht barfuß laufen kann“ bedeutet (SCHORN 2012:o.S.).
In Millionen von Jahren hat dort ein Prozess aus Erosion und Verwitterung diese sehr spitzen und außergewöhnlichen Formen hervorgebracht, die auf der nachfolgenden Abbildung deutlich zu erkennen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Karstlandschaften und Definition der Zielsetzung der Arbeit, den Karst im südlichen Afrika zu untersuchen.
2. Die Karstterminologie: Definition des Begriffs Karst, ausgehend vom Ursprungsgebiet in Slowenien sowie der Beschreibung als geomorphologischer Landschaftstyp.
3. Die Entstehungsbedingungen von Karst: Erläuterung der notwendigen Voraussetzungen wie lösungsfähige Gesteine, Wasserwegsamkeit und chemische Verwitterungsprozesse.
4. Ausgewählte Karstphänomene im südlichen Afrika: Detaillierte Betrachtung spezifischer Karstformen wie dem Kegelkarst in Namibia und den Tsingy auf Madagaskar.
5. Verborgene Welten – Karsthöhlenverbreitung des südlichen Afrikas: Beschreibung der Höhlenentstehung und Vorstellung bedeutender Beispiele wie der Echo Cave, der Sudwala Höhlen und des Sterkfontein Höhlensystems.
6. Zusammenfassung: Resümee der theoretischen Erkenntnisse sowie der Besonderheiten der untersuchten afrikanischen Karstgebiete.
Schlüsselwörter
Karst, Verkarstung, Lösungsverwitterung, Kohlensäureverwitterung, Geomorphologie, Südliches Afrika, Kegelkarst, Tsingy, Karsthöhlen, Sterkfontein, Echo Cave, Kalkstein, Dolomit, chemische Verwitterung, Höhlenkunde.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt geomorphologische Prozesse der Karstbildung und deren spezifische Ausprägungen im südlichen Afrika.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Karstentstehung (Lösungs- und Kohlensäureverwitterung) sowie auf die Vorstellung bedeutender Karstlandschaften und Höhlensysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Einzigartigkeit und die Entstehungsbedingungen von Karstlandschaften im bisher wenig erforschten afrikanischen Raum aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse geographischer und geologischer Fachliteratur, um die theoretischen Konzepte und regionalen Fallbeispiele darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Entstehungsbedingungen, die Analyse von Oberflächenformen wie Kegelkarst und Tsingy sowie eine detaillierte Beschreibung bekannter Höhlensysteme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Karstphänomene, Lösungsverwitterung, Geomorphologie, Südliches Afrika und Höhlenbildung.
Welche Bedeutung haben die "Tsingy" auf Madagaskar?
Die Tsingy sind eine geologische Besonderheit, die durch Erosion und Verwitterung entstanden ist und aufgrund ihrer messerscharfen, hohen Oberflächenstrukturen als "steinerne Wüste" gilt.
Warum sind die Sterkfontein-Höhlen von besonderem Interesse?
Neben ihrer geologischen Bedeutung als Karsthöhlensystem sind sie aufgrund von Frühmenschenfunden in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden.
- Citar trabajo
- Josephin Arend (Autor), 2013, Karstphänomene des südlichen Afrikas, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266515