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Neue Tendenzen in der Bildnismalerei. Die Portraits Robert Campins

Titel: Neue Tendenzen in der Bildnismalerei. Die Portraits Robert Campins

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 36 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Luise Schendel (Autor:in)

Kunst - Malerei
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter den bedeutendsten europäischen Kunstzentren des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit nehmen die Niederlande eine einzigartige Sonderstellung ein. Hier gedieh beispielsweise die Tafelmalerei, wie wohl sonst nirgendwo: Anfänglich deutlich von bedeutenden italienischen Malern beeinflusst, erreichten die niederländischen Künstler eine Kunstfertigkeit, die in solch berühmten und bedeutenden Werken wie der ‚Arnolfini-Hochzeit’ ihren Niederschlag fand. Deren Künstler, Jan van Eyck, nun, hatte bei einem brillanten Meister gelernt, der bis heute für sein großes künstlerisches Talent, seine Akribie und sein Gespür für naturgetreue Abbildungen bekannt ist – Robert Campin.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die frühe niederländische Malerei

2. Die Portraits Campins

2.1. Die Entwicklung des Portraits vor Campin

2.2. Diptychen und Einzelportraits

2.2.1. Ein Ehepaardiptychon

2.2.1.1. Das Damenbildnis

2.2.1.1.1. Die Dargestellte

2.2.1.1.2. Die Kleidung der Portraitierten

2.2.1.1.3. Die Londoner Dame in ihrem künstlerischen und zeitlichen Umfeld

2.2.1.2. Das Männerbildnis

2.2.1.2.1. Der Dargestellte

2.2.1.2.2. Die Kleidung des Dargestellten

2.2.1.2.3. Der Dargestellte in seiner zeitlichen und künstlerischen Umgebung

2.2.1.3. Das Ehepaardiptychon als Einheit

2.2.2. Das Einzelportrait

2.2.2.1. Der feiste Mann

2.2.2.2. Die Kleidung des feisten Mannes

2.2.2.3. Die Madrider und die Berliner Fassung

2.2.2.4. Zur Identifikation des Feisten

2.2.2.5. Die Bildnisse des feisten Mannes in ihrer zeitlichen und räumlichen Umgebung

3. Robert Campin, seine Werkstatt und die Portraits

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Portraitkunst von Robert Campin und seiner Werkstatt, mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklung hin zu einem ungeschönten, realistischen Ausdruck. Ziel ist es, die Zuschreibung der Werke zu klären und die künstlerische Einbettung der Portraits in das frühe 15. Jahrhundert zu beleuchten.

  • Entwicklung und Wandel der altniederländischen Portraitmalerei.
  • Analyse der Werkstattpraxis Campins am Beispiel von Diptychen und Einzelportraits.
  • Untersuchung von Identifikation und Individualität der Dargestellten.
  • Vergleich der künstlerischen Handschriften bei zugeschriebenen Werken.

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1.1. Die Dargestellte

So offenbart das Portrait der Frau ein, in höchstem Maße plastisches- beinahe bildhauerisch geformtes Gesicht, bei dem die Wirkung von Licht und Schatten und die klaren Konturen das Profil stark herausarbeiten.10 Das Gesicht der Frau kennzeichnen große mandelförmige, braune Augen, die aber nur halb geöffnet sind und auf die Passivität und ausgeglichene Gemütshaltung der Dargestellten schließen lassen. Der, leicht von unten, nach rechts gewandte Blick sucht konsequent, aber verhalten- beinahe demütig- sein Ziel außerhalb der eigenen Bildgrenzen. Der Empfänger scheint der, zum Diptychon gehörige Mann zu sein. Zum einen verwehrt die Frau dem Betrachter auf diese Art ihre Aufmerksamkeit und grenzt ihn als unaufgeforderten, stillen Beobachter aus der eigenen Bildwirklichkeit aus. Hier konstatierte bereits Otto Pächt, dass hier „das Angeschaut- werden dargestellt sei, nicht das Schauen“11. Zum anderen überwindet ihr Blick die räumliche Trennung der Portraits und geht aus der Realität des Gemäldes in den realen Raum über, um im Bildnis des Mannes und dessen Realität seinen Blick zu treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die frühe niederländische Malerei: Einführung in die kunstgeschichtliche Bedeutung der Niederlande und die Rolle von Robert Campin als Lehrer von Jan van Eyck.

2. Die Portraits Campins: Zentrale Analyse des Bestands, der Zuschreibungsproblematik und der Entwicklung des Portraits von der Antike bis zum 15. Jahrhundert.

2.1. Die Entwicklung des Portraits vor Campin: Beleuchtung der historischen Herleitung von Profilportraits und der Bedeutung von Herrscherbildnissen.

2.2. Diptychen und Einzelportraits: Untersuchung der zwei dominierenden Portraitformen im Schaffen Campins und seiner Werkstatt.

2.2.1. Ein Ehepaardiptychon: Analyse eines spezifischen Diptychons und der Zuschreibung an Campin sowie die stilistische Einordnung.

2.2.1.1. Das Damenbildnis: Detailbetrachtung des weiblichen Portraits im Diptychon hinsichtlich Ausstrahlung und künstlerischer Technik.

2.2.1.1.1. Die Dargestellte: Untersuchung der physiognomischen Merkmale und der psychologischen Wirkung des Blickes der Dame.

2.2.1.1.2. Die Kleidung der Portraitierten: Analyse der Kleidung, des Schleiers und der stofflichen Beschaffenheit im Kontext der Mode.

2.2.1.1.3. Die Londoner Dame in ihrem künstlerischen und zeitlichen Umfeld: Vergleichende Betrachtung mit anderen Werken Campins und van der Weydens.

2.2.1.2. Das Männerbildnis: Analyse des männlichen Pendants im Diptychon und dessen Rolle als Ergänzung zum Damenbildnis.

2.2.1.2.1. Der Dargestellte: Charakterisierung der Gesichtszüge und des Ausdrucks des männlichen Modells.

2.2.1.2.2. Die Kleidung des Dargestellten: Betrachtung der Kleidung als Mittel der Raumfüllung und Ausdruck des sozialen Status.

2.2.1.2.3. Der Dargestellte in seiner zeitlichen und künstlerischen Umgebung: Einordnung in den künstlerischen Kontext und Vergleich mit ähnlichen Männerbildnissen.

2.2.1.3. Das Ehepaardiptychon als Einheit: Synthese der Beobachtungen zur gemeinsamen Wirkung und Entstehungsgeschichte des Paares.

2.2.2. Das Einzelportrait: Untersuchung des Einzelbildnisses eines Mannes in zwei identischen Fassungen.

2.2.2.1. Der feiste Mann: Detailanalyse der physiognomischen Besonderheiten und des Ausdrucks des Dargestellten.

2.2.2.2. Die Kleidung des feisten Mannes: Analyse der Kleidung und deren Beitrag zur Repräsentation des Individuums.

2.2.2.3. Die Madrider und die Berliner Fassung: Vergleich der beiden Versionen und Diskussion über Originalität und Kopie.

2.2.2.4. Zur Identifikation des Feisten: Erörterung der Hypothesen zur Identität des Modells, etwa Robert de Masmines.

2.2.2.5. Die Bildnisse des feisten Mannes in ihrer zeitlichen und räumlichen Umgebung: Abschließende Einordnung in das Werkverhältnis zu Rogier van der Weyden.

3. Robert Campin, seine Werkstatt und die Portraits: Fazit über die künstlerische Leistung und das Erbe der Campinschen Schule.

Schlüsselwörter

Robert Campin, altniederländische Malerei, Ehepaardiptychon, Einzelportrait, Dreiviertelprofil, Realismus, Rogier van der Weyden, Werkstatt, physiognomische Analyse, Memorialkultur, Portraitmalerei, 15. Jahrhundert, Bildnisidentifikation, Naturalismus, Individuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Portraits Robert Campins und seiner Werkstatt, um deren künstlerische Entwicklung und Zuschreibung innerhalb der altniederländischen Malerei zu ergründen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Portraits, die Analyse von Diptychen und Einzelportraits sowie der Vergleich mit Werken von Schülern wie Rogier van der Weyden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Portraits – von der Kleidung über die Lichtsetzung bis hin zur physiognomischen Charakterisierung – die Zuschreibung der Werke zu präzisieren und das Streben nach individuellem Realismus darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische, vergleichende Bildanalyse und bezieht dendrochronologische Datierungen sowie den Vergleich mit zeitgenössischen Quellen und anderen Kunstwerken ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ehepaardiptychons und des sogenannten Einzelportraits des "feisten Mannes", jeweils unter Berücksichtigung von Kleidung, Gesichtsanalyse und dem künstlerischen Umfeld.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Naturalismus, Dreiviertelprofil, Werkstattpraxis, individuelle Charakterisierung und die Einbindung in die Memorialkultur sind für diese Arbeit maßgeblich.

Welche Hypothese wird zum "feisten Mann" aufgestellt?

Die Arbeit diskutiert, ob es sich um den burgundischen Hofbeamten Robert de Masmines handeln könnte, kommt jedoch zu dem Schluss, dass eine eindeutige Identifizierung mangels stichhaltiger Beweise schwierig bleibt.

Was sagt die Autorin über die Zuschreibung der Werke an Campin?

Die Arbeit zeigt auf, dass nicht alle zugeschriebenen Portraits direkt von Campins Hand stammen müssen, sondern häufig auf eine Zusammenarbeit mit talentierten Werkstattmitarbeitern oder Schülern wie van der Weyden hinweisen.

Warum ist das "Dreiviertelprofil" so relevant?

Das Dreiviertelprofil markiert eine Abkehr von der mittelalterlichen Profilansicht und ermöglichte im 15. Jahrhundert eine individuellere und plastischere Darstellung der Portraitierten.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neue Tendenzen in der Bildnismalerei. Die Portraits Robert Campins
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Kunsthistorisches Seminar und Kustodie)
Note
1,0
Autor
M.A. Luise Schendel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
36
Katalognummer
V266614
ISBN (eBook)
9783656569039
ISBN (Buch)
9783656569015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neue tendenzen bildnismalerei portraits robert campins
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Luise Schendel (Autor:in), 2009, Neue Tendenzen in der Bildnismalerei. Die Portraits Robert Campins, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266614
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Leseprobe aus  36  Seiten
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