Aufgrund der verschärften Wettbewerbsbedingungen werden in dieser Arbeit die Bedeutung der Wettbewerberanalyse und zwei Methoden zur Untersuchung der Konkurrenten genauer erläutert.
Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst auf die theoretischen Grundlagen der Wettbewerberanalyse eingegangen. Dabei werden die Begriffe Wettbewerber- bzw. Konkurrentenanalyse und Wettbewerbs- bzw. Konkurrenzanalyse definitorisch voneinander abgegrenzt (siehe Abschnitt 2.1). Danach werden die Ziele, die mit der Wettbewerberanalyse erreicht werden wollen, aufgezeigt (siehe Abschnitt 2.2). Im
Anschluss wird erklärt in welche Phasen die Marketing-Planung aufgeteilt werden
kann und in welche dieser Phasen die Wettbewerberanalyse integriert ist (siehe
Abschnitt 2.3).
Der nächsten Teil der Arbeit stellt die Konkretisierung und Anwendung der
theoretischen Grundlagen dar (siehe Abschnitt 3). In diesem Zusammenhang
werden zwei verschiedene Methoden der Wettbewerberanalyse, die Analyse der
Konkurrenten nach Porter und das Benchmarking dargelegt (siehe Abschnitt 3.1 und 3.2).
Im Rahmen der Konkurrentenanalyse nach Porter wird behandelt, wie Informationen über Wettbewerber beschafft und anhand dieser sogenannte Reaktionsprofile erstellt werden können. Im Bereich des Benchmarking werden die unterschiedlichen
Formen näher betrachtet und das Benchmarking als Prozess interpretiert.
Zum Schluss wird anhand eines konkreten Beispiels in der Immobilienbranche die Anwendung des Benchmarking verdeutlicht (siehe Abschnitt 4).
Mit der genauen Untersuchung der Konkurrenten werden Stärken und Schwächen der Mitbewerber, sowie Strategien aufgedeckt. Dieses Wissen wird die zukünftigen Entscheidungen des eigenen Unternehmens wesentlich prägen und beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffliche Abgrenzungen
2.2 Ziele der Wettbewerberanalyse
2.3 Eingliederung der Wettbewerberanalyse in das Marketing
2.4 Identifikation der richtigen Konkurrenten
3. Methoden der Wettbewerberanalyse
3.1 Methode der Konkurrentenanalyse nach Porter
3.1.1 Informationsbeschaffung
3.1.2 Erstellung eines Reaktionsprofils
3.1.3 Gängige Reaktionsprofile nach Kotler
3.2 Benchmarking
3.2.1 Formen des Benchmarking
3.2.2 Benchmarking als Prozess
4. Beispiele für das Benchmarking in der Immobilienbranche
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Wettbewerberanalyse und verschiedene Methoden, um Unternehmen bei der strategischen Positionierung in einem gesättigten und globalisierten Markt zu unterstützen. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen der Wettbewerber- und Konkurrentenanalyse sowie des Benchmarkings zur Identifikation von Stärken, Schwächen und Marktchancen darzulegen.
- Methodische Grundlagen der Wettbewerber- und Konkurrentenanalyse
- Strategische Einordnung in die Marketing-Planung
- Analyseinstrumente nach Porter (Reaktionsprofile) und Kotler
- Grundlagen, Formen und Prozessgestaltung des Benchmarking
- Anwendungsbeispiele für Benchmarking in der Immobilienbranche
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Erstellung eines Reaktionsprofils
Solche Bestandsaufnahmen liefern ein aktuelles Bild des Konkurrenten, zielen jedoch in erster Linie darauf ab, nächste strategische Schritte von Wettbewerbern zuverlässig zu prognostizieren. In einem sog. Reaktionsprofil trägt Porter in vier Elementen zusammen, was den Konkurrenten motiviert (Ziele für die Zukunft), wie er sich verhält (Gegenwärtige Strategie), über welche Stärken und Schwächen er verfügt (Fähigkeiten) und trifft Annahmen des Wettbewerbers über sich selbst und die Branche im Allgemeinen.
Es wird versucht, die wahrscheinlichen Reaktionen der Wettbewerber auf Umwelteinflüsse und Veränderungen der Branche herauszuarbeiten. Die Grundproblematik bei der Erstellung solcher Profile besteht zunächst in der Auswahl der zu untersuchenden Konkurrenten. Neben bedeutenden existierenden Wettbewerbern kann es notwendig sein, auch potenzielle Wettbewerber zu untersuchen. Diese können Unternehmen sein, die in einer anderen Branchen tätig sind und Eintrittsbarrieren leicht übertreten könnten. Aber auch Zulieferer, die Geschäftsprozesse vorwärts oder rückwärts integrieren wollen, sollten näher analysiert werden. Aktuelle Wettbewerberunternehmen sind diejenigen, die „Leistungen anbieten, die zur Befriedigung der gleichen Kundenbedürfnisse dienen, wie die Produkte des eigenen Unternehmens.“ Besteht eine umfassende Kenntnis über die vier Elemente, erlaubt dies eine begründete Vorhersage des Reaktionsprofils von Wettbewerbern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Wettbewerbsbeobachtung vor dem Hintergrund globaler Märkte und zunehmender Digitalisierung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Wettbewerber-, Konkurrenten- und Wettbewerbsanalyse und ordnet diese systematisch in die Marketing-Planung ein.
3. Methoden der Wettbewerberanalyse: Das Kapitel erläutert detailliert die Konkurrentenanalyse nach Porter, inklusive der Informationsbeschaffung und Profilerstellung, sowie das Benchmarking als fortlaufenden Managementprozess.
4. Beispiele für das Benchmarking in der Immobilienbranche: Hier wird der Transfer der Benchmarking-Methodik auf die spezifischen Anforderungen der Immobilienwirtschaft und deren Akteure dargestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine systematische Wettbewerbsforschung für die dauerhafte Marktsicherung essenziell ist, wenngleich die Datenbeschaffung in der Praxis oft anspruchsvoll bleibt.
Schlüsselwörter
Wettbewerberanalyse, Konkurrentenanalyse, Benchmarking, Marketing-Planung, Strategische Unternehmensführung, Reaktionsprofil, Porter, Immobilien-Benchmarking, Wettbewerbsvorteile, Marktsituation, Branchenanalyse, Unternehmensführung, Strategieentwicklung, Differenzierung, Informationsbeschaffung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Beobachtung und Analyse von Wettbewerbern, um Unternehmen dabei zu helfen, in einem hart umkämpften Marktumfeld bestehen zu können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Definitionen von Wettbewerbsforschung, der praktischen Anwendung von Analyseinstrumenten nach Porter sowie der Implementierung von Benchmarking-Prozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Analyse der Konkurrenz strategische Sicherheit gewonnen und das eigene Unternehmen durch gezielte Anpassung gestärkt werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen und stellt Instrumente wie die Konkurrentenanalyse, Reaktionsprofile nach Porter sowie Benchmarking-Methoden (intern/extern) vor.
Was wird im Hauptteil detailliert besprochen?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifischen Analyse-Methoden inklusive ihrer prozessualen Anwendung und einen praktischen Anwendungsbezug zur Immobilienbranche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wettbewerberanalyse, Benchmarking, Strategie, Marktpositionierung, Konkurrenten, Marketing-Planung und Immobilienwirtschaft.
Welche Rolle spielen "Reaktionsprofile" laut Porter?
Reaktionsprofile dienen dazu, Ziele, Strategien, Fähigkeiten und Annahmen eines Konkurrenten zusammenzufassen, um dessen künftiges Verhalten in bestimmten Situationen vorhersehbar zu machen.
Warum ist Benchmarking in der Immobilienwirtschaft besonders?
Immobilien-Benchmarking muss die unterschiedlichen Interessen von Mietern, Eigentümern und Investoren (wie Miete, Rendite und Qualität) in Einklang bringen, was eine spezifische Anpassung der Kriterien erfordert.
Ist die Wettbewerberanalyse ein einmaliges Ereignis?
Nein, die Autoren betonen, dass eine dauerhafte Marktbeobachtung als kontinuierlicher Prozess im Unternehmen etabliert werden muss, um auf stetige Veränderungen reagieren zu können.
Was ist die größte Herausforderung bei der Datenerhebung?
Da viele Informationen über Konkurrenten nicht öffentlich zugänglich sind, ist die Beschaffung valider Daten oft schwierig und erfordert eine kritische Betrachtung der verfügbaren Informationsquellen.
- Quote paper
- M.Sc. Betriebswirtschaft - Marketing Management Simon Vogt (Author), 2013, Wettbewerberanalyse. Ziele, Methoden und Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266617