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Kindersoldaten in El Salvador. Ihr Leben während und nach dem Bürgerkrieg (1981-1992)

Título: Kindersoldaten in El Salvador. Ihr Leben während und nach dem Bürgerkrieg (1981-1992)

Trabajo de Seminario , 2011 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: B.A. Loreen Leuschner (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación intercultural
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Weltweit sind schätzungsweise etwa 300.000 Kindersoldaten an bewaffneten Auseinandersetzungen beteiligt. Es kann mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, dass noch viel mehr Kinder, entweder auf Seiten der Regierung oder auf der der Rebellengruppen, am Kriegsgeschehen in ihrem Heimatland teilhaben. Viele von ihnen sind ,unsichtbar', weil ihre Existenz von denen, die sie einsetzen, in den meisten Fällen geleugnet wird.(...)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Weltweiter Einsatz von Kindersoldaten

3. Kindersoldaten in El Salvador

3.1. Gründe für den Beitritt zur Nationalen Befreiungsfront (FMLN)

3.2. Traumatisierungen

3.3. Demobilisierung und Reintegration von Kindersoldaten

3.4. Nachkriegsleben: Ex-Guerilleros als Bandenmitglieder

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Lebensbedingungen und Schicksale von Kindersoldaten während und nach dem Bürgerkrieg in El Salvador (1981-1992). Ziel ist es, die Beweggründe für den Eintritt in die bewaffneten Konflikte, die langfristigen traumatischen Folgen sowie die Schwierigkeiten der gesellschaftlichen Reintegration und den späteren Abrutsch in die Bandenkriminalität zu analysieren.

  • Globale Situation und UN-Definition von Kindersoldaten
  • Sozioökonomische Faktoren und Motive für den Beitritt zur FMLN
  • Psychologische Auswirkungen der Kriegsteilnahme auf Kinder
  • Ausschluss aus offiziellen Reintegrationsprogrammen nach 1992
  • Langzeitfolgen: Zusammenhang zwischen Kriegserfahrung und Bandengewalt

Auszug aus dem Buch

3.2. Traumatisierungen

Soldaten, welche bereits im Kindesalter der Armee beigetreten sind oder von ihr zwangsrekrutiert wurden und aktiv an bewaffneten Konflikten beteiligt waren, haben mit sehr großer Wahrscheinlichkeit schwere psychische Traumatisierungen davon getragen. Die von ihnen in der prägenden Kindheitsphase gemachten Kriegserfahrungen haben sowohl ihre Persönlichkeit als auch ihre Weltanschauung grundlegend verändert (Dickson-Gómez 2002, 327f.). Doch meist werden die seelisch-psychischen Auswirkungen ihrer schweren und grausamen Kindheit erst beim endgültigen Verlassen der Armee, bei der Rückkehr in die Gesellschaft, in Form von intrapsychischen Konflikten salient. Denn solange die Kinder in das Kriegsgeschehen involviert waren, wurden sie mit Waffen ausgerüstet, die ihnen ein Gefühl von Macht und Männlichkeit gaben (ebd., 329f.). Als sie jedoch nach Kriegsende plötzlich dazu angehalten wurden ihre Waffen abzulegen und ihre Bedürfnisse und Wünsche mit Worten und Gesten, anstatt mit Gewaltanwendung, zu kommunizieren, zeigten sich viele salvadorianische Kindersoldaten frustriert. Viele von ihnen werden auch heute noch von einem Gefühl der Machtlosigkeit heimgesucht, wenn es darum geht „die eigenen Wünsche ohne Waffe in der Hand durch[...]setzen“ zu wollen. Oftmals führt dies wiederum zu „Ausbrüchen von Zorn und Gewalt“, was die ehemaligen Kindersoldaten zu unberechenbaren Mitmenschen werden lässt (Brünger et al. 2009, 102).

Des Weiteren beeinflusste das Gefühl, auf sich selbst gestellt und ganz allein für das eigene Schicksal verantwortlich zu sein, besonders stark die Persönlichkeitsentwicklung der Kindersoldaten in El Salvador. Anders als andere Kinder, hatten die salvadorianischen Kindersoldaten niemanden, der ihnen Liebe und Zuneigung schenkte, da der jahrelange Bürgerkrieg ihre Mütter oftmals zu ‚psychischen Wracks’ verkommen lassen hat, und diese infolgedessen mit ihrer Mutterrolle stets überfordert waren (Dickson-Gómez 2002, 339). Ihre gesamte Kindheit wurde von einem nicht enden wollenden Katastrophenzustand überschattet, den sie in Übergangscamps, stets auf der Flucht vor den Regierungstruppen, versuchten zu überleben. In diesem 11 Jahre andauernden Bürgerkrieg waren die Kinder permanent von Gewalt umgeben, was dazu führte, dass deren Anwendung und Existenz allmählich als normal und legitim angesehen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die weltweite Problematik der Kindersoldaten ein und umreißt den spezifischen Fokus auf El Salvador sowie die methodische Herangehensweise.

2. Weltweiter Einsatz von Kindersoldaten: Dieses Kapitel beleuchtet die globale Situation der Kindersoldaten, kritisiert die mangelnde internationale Definitionshoheit und thematisiert die verbreitete Ausbeutung von Kindern in Konflikten.

3. Kindersoldaten in El Salvador: Der Hauptteil analysiert die spezifischen Lebensumstände, Traumatisierungen und die mangelnde politische Integration der Kindersoldaten im Kontext des salvadorianischen Bürgerkriegs.

3.1. Gründe für den Beitritt zur Nationalen Befreiungsfront (FMLN): Hier werden die ökonomischen Notlagen, der Schutzgedanke und das Bedürfnis nach Rache als primäre Rekrutierungsfaktoren identifiziert.

3.2. Traumatisierungen: Das Kapitel beschreibt die psychologischen Langzeitfolgen der Kriegserlebnisse und wie diese die Identitätsbildung und das Sozialverhalten der Betroffenen nachhaltig schädigen.

3.3. Demobilisierung und Reintegration von Kindersoldaten: Es wird der systemische Ausschluss der ehemaligen Kindersoldaten aus offiziellen Friedens- und Reintegrationsprojekten kritisch aufgearbeitet.

3.4. Nachkriegsleben: Ex-Guerilleros als Bandenmitglieder: Abschließend wird dargelegt, wie Perspektivlosigkeit und Traumatisierung ehemalige Kindersoldaten häufig in die Strukturen krimineller Jugendbanden treiben.

4. Schluss: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Lebenswege salvadorianischer Kindersoldaten und stellt diese in den größeren Kontext der sozialen Folgen von Kriegen.

Schlüsselwörter

Kindersoldaten, El Salvador, Bürgerkrieg, FMLN, Reintegration, Traumatisierung, Guerilla, Rekrutierung, Bandenkriminalität, Mara Salvatrucha, Gewaltprävention, Friedensabkommen, Jugendbanden, Psychosoziale Hilfe, Armut.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht das Schicksal von Kindern, die während des salvadorianischen Bürgerkriegs (1981-1992) als Soldaten für die FMLN oder als unfreiwillige Helfer agierten, sowie deren Leben nach dem Krieg.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Motive der Rekrutierung, die psychischen Folgen des Krieges, das Scheitern der offiziellen Reintegrationsmaßnahmen und der Zusammenhang zwischen Kriegserfahrung und heutiger Bandenkriminalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische Lebenswirklichkeit salvadorianischer Kindersoldaten zu beleuchten und aufzuzeigen, warum eine gesellschaftliche Reintegration nach dem Friedensschluss 1992 weitgehend scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Fallstudien, Berichten von Hilfsorganisationen sowie der filmischen Aufarbeitung des Themas.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rekrutierungsgründe, der psychischen Traumata, des Ausschlusses von staatlichen Hilfsprogrammen und der sozialen Folgen wie der Einbindung in kriminelle Gangs.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselwörter sind Kindersoldaten, El Salvador, Bürgerkrieg, Traumatisierung, Reintegration und Bandenkriminalität.

Welche Rolle spielten NGOs bei der Reintegration der Kinder?

Da das staatliche Reintegrationsprogramm die Kinder zunächst ausschloss, boten NGOs psychosoziale Unterstützung und Therapiesitzungen an, die jedoch aufgrund kultureller Hürden nur begrenzt nachhaltigen Erfolg zeigten.

Warum neigen ehemalige Kindersoldaten in El Salvador oft zur Kriminalität?

Durch das Aufwachsen in Guerilla-Camps fehlte vielen die schulische Bildung und berufliche Ausbildung. Angesichts von Armut und sozialer Stigmatisierung boten Gangs wie die MS-13 eine Form von Ersatz-Struktur, Respekt und ökonomisches Überleben.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Kindersoldaten in El Salvador. Ihr Leben während und nach dem Bürgerkrieg (1981-1992)
Universidad
Technical University of Chemnitz  (Germanistik und Kommunikation)
Curso
Migration und Gesundheit
Calificación
1,0
Autor
B.A. Loreen Leuschner (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
15
No. de catálogo
V266730
ISBN (Ebook)
9783656569206
ISBN (Libro)
9783656569251
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kindersoldaten El Salvador Bürgerkrieg Gesundheit FMLN Guerilla Reintegration UN 1981-1992
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Loreen Leuschner (Autor), 2011, Kindersoldaten in El Salvador. Ihr Leben während und nach dem Bürgerkrieg (1981-1992), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266730
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