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Die Musik Tom Waits' in Robert Wilsons The Black Rider

Titel: Die Musik Tom Waits' in Robert Wilsons The Black Rider

Seminararbeit , 2011 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Thomas Vasniszky (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Absicht dieses Textes ist es, die Musik von Tom Waits in einen Gesamtzusammenhang mit dem Libretto von William S. Burroughs und der visuellen Umsetzung des Regisseurs, in Person von Robert Wilson, zu setzen.
Dabei werden einzelne, wichtige Aspekte (teilweise dient der Songtext als Basis) der jeweiligen Musikstücke für sich analysiert, ehe eine Konklusion erfolgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Musik als Drittel einer Gesamteinheit

2. Analyse der Musik

2.1 Der Tenor der Handlung

2.2 Die Ausgangssituation

2.3. Eine mögliche Lösung?

2.4 Wendepunkt und Trägödie

3. Die Musik zwischen Eigenständigkeit und perfekter Symbiose

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die musikalische Gestaltung von Tom Waits im Rahmen der Theaterproduktion The Black Rider unter der Regie von Robert Wilson. Ziel ist es, die Musik nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in einen Gesamtzusammenhang mit dem Libretto von William S. Burroughs und der visuellen Inszenierung zu setzen, um deren dramaturgische Funktion für den Handlungsverlauf aufzuzeigen.

  • Analyse der musikalischen Untermalung als erzählerisches Element
  • Wechselwirkung zwischen Songtexten und Bühnengeschehen
  • Die Rolle der Musik bei der Exposition und Charakterisierung der Figuren
  • Dramaturgische Funktion der Musik beim Aufbau und der Zuspitzung des Konflikts
  • Das Spannungsfeld zwischen Eigenständigkeit der Musik und ihrer Funktion im Gesamtkunstwerk

Auszug aus dem Buch

2.4 Wendepunkt und Trägödie

Dieses Mal werden ihm die Kugeln jedoch nicht geschenkt. Peg Leg gibt ihm sechs, doch die siebte sei Eigentum des Teufels. Obwohl er in Gospel Train eindeutig gewarnt wird („Don't listen to the devil /Satan will fool you”13), bleibt Wilhelm keine andere Wahl. Er spielt das Spiel mit; in Anlehnung an den Song könnte man sagen, er steigt auf den Zug mit auf.

Es kommt, wie es kommen muss. Am entscheidenden Tag feuert Wilhelm jene Kugel, die vom Teufel gelenkt wird, ab; diese trifft und tötet Käthchen. Ihr Leben wurde ausgelöscht. Ihre materielle Präsenz wird durch die Black Box auf der Bühne entfernt. Der Teufel hat sie sich geholt. Die Schauspieler spielen die Szene in Slow Motion und entsprechend theatralisch fällt die musikalische Untermalung aus.

Alle, abgesehen von Wilhelm, verlassen die Bühne und er bleibt allein zurück – als Fall für die Irrenanstalt, genauso wie Georg Schmid, vor dessen Schicksal er doch so eindringlich gewarnt wurde. Er singt Lucky Day, dessen Melodie das Erste war, was das Publikum zu hören bekam. So schließt sich also der Kreis. Von Anfang an war Wilhelm determiniert, an genau diesem Punkt anzukommen. Ein dunkler Teil seines Unterbewusstseins scheint dies schon gewusst zu haben, deshalb verabschiedet er sich mit „So don't cry for me“.14 Irgendwie muss das Leben ja, trotz der Tragödie, weitergehen und dass er sich dem Großteil seiner Kleidung während der Nummer entledigt, lässt sich als Abstreifen der Vergangenheit interpretieren (insbesondere da der Schlussteil starke Überschneidungen mit der Biographie William Burroughs’ aufweist).

Wir sehen noch einmal alle Attraktionen vorbei ziehen, ehe Peg Leg die Bühne für sich alleine hat. Der Entertainer bedankt sich für das Zusehen seines Spektakels. Er allein entscheidet, wann die Show vorbei ist und lässt sich zu einem letzten Lied (The last Rose of Summer) hinreißen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Musik als Drittel einer Gesamteinheit: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Absicht, die Musik von Tom Waits mit dem Libretto und der Regie von Robert Wilson zu verknüpfen.

2. Analyse der Musik: Hier wird der Handlungsverlauf in vier Unterabschnitten musikalisch analysiert, um die Entwicklung von der Exposition bis zum tragischen Ende nachzuvollziehen.

3. Die Musik zwischen Eigenständigkeit und perfekter Symbiose: Das Kapitel reflektiert die stilistische Vielfalt der Musik und ihre ästhetische Funktion innerhalb des Gesamtkunstwerks sowie ihre Bedeutung über die Aufführung hinaus.

Schlüsselwörter

The Black Rider, Tom Waits, Robert Wilson, William S. Burroughs, Musiktheater, Dramaturgie, Theaterwissenschaft, Analyse, Inszenierung, Musical Fable, Gesamtkunstwerk, Freischütz-Rezeption, Symbolik, Handlung, Tragödie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Musik von Tom Waits innerhalb der Theaterproduktion The Black Rider, die unter der Regie von Robert Wilson entstand.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Verknüpfung der musikalischen Elemente mit dem Libretto von William S. Burroughs und der visuellen Inszenierung durch Wilson sowie die dramaturgische Bedeutung der Songs für den Plot.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die musikalischen Stücke in den Gesamtzusammenhang des Stücks zu setzen und ihre Funktion für die Entwicklung der Charaktere und des Konflikts zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine inhaltliche und dramaturgische Analyse, die primär auf einer Videoaufzeichnung der Originalinszenierung am Hamburger Thalia-Theater basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der Musik, beginnend beim Tenor der Handlung über die Ausgangssituation und mögliche Lösungen bis hin zum finalen Wendepunkt und der Tragödie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie The Black Rider, Tom Waits, Robert Wilson, Musiktheater, Dramaturgie und Gesamtkunstwerk charakterisiert.

Wie integriert die Musik die historische Vorlage des "Freischütz"?

Die Musik nimmt durch Themen wie den "Jäger" und die "Vergänglichkeit" Bezug auf die romantische Vorlage, transformiert diese jedoch in ein modernes, düsteres musikalisches Gewand, das an ein Zirkus- oder Varieté-Spektakel erinnert.

Welche Bedeutung hat die Figur des Peg Leg für die musikalische Erzählung?

Peg Leg agiert als zentraler Entertainer und Teufelsfigur, dessen Interaktion mit Wilhelm musikalisch den Rahmen für den tragischen Pakt bildet, der schließlich zum Schicksal der Hauptfigur führt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Musik Tom Waits' in Robert Wilsons The Black Rider
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Theaterwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Thomas Vasniszky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V266753
ISBN (eBook)
9783656574262
ISBN (Buch)
9783656574224
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Robert Wilson The Black Rider William S. Burroughs Tom Waits
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Vasniszky (Autor:in), 2011, Die Musik Tom Waits' in Robert Wilsons The Black Rider, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266753
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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