Die Faszination der Zuschauer am Wrestling


Seminararbeit, 2012

13 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die Popularität der WWE

2. Wrestling und sein Publikum
2.1 Die Zuschauerdemographie
2.2 Wrestling als Inversion des Wettkampfsports
2.3 Das Setup der Soap-Opera
2.4 Das Wrestling-Match als Thriller
2.5 Der Einzug in die Popkultur
2.6 Die Involvierung des Publikums

3. Der manipulative Charakter des Wrestlings

Literaturverzeichnis

1. Die Popularität der WWE

Die WWE (World Wrestling Entertainment) ist ein internationales Unternehmen der Superlative. Seit sie 2001 die Konkurrenz vom Markt verdrängt hat, hält sie eine quasi monopolartige Stellung unter den Wrestling-Promotionen. Ihr Programm, das über 7500 Stunden umfasst, wird in 30 Sprachen in über 145 Ländern ausgestrahlt und erreicht damit 600 Millionen Fernsehbildschirme weltweit.[1] Rund eine halbe Milliarde US-Dollar Umsatz erzielt die WWE jährlich und ist zudem „industry leader in virtually every statistic (e.g., television ratings, live event attendance, licensing revenue)“.[2] Mit wöchentlich 12 Millionen Zuschauern in den USA[3] ist eine ihrer Sendungen, WWE Raw, „consistently the top-rated regularly scheduled cable television program“.[4]

Ausgehend von dieser Popularität befasst sich der vorliegende Text mit der Relation zwischen Zuschauer und Wrestling und untersucht die Ursache für die Faszination dieser Unterhaltungsform.

Es sei angemerkt, dass im Folgenden ausschließlich die WWE betrachtet wird. Andere, weniger namhafte, Wrestling-Organisationen aus den USA oder auch aus anderen Ländern bleiben außen vor; Grund hierfür sind kulturelle und stilistische Unterschiede plus die unterschiedliche Gewichtung der beiden Komponenten Sport und Entertainment und damit einhergehend auch eine völlig veränderte Zuschauerstruktur.

2. Wrestling und sein Publikum

2.1 Die Zuschauerdemographie

„Wrestling is generally acknowledged as one of the two oldest sports known to man (running races is the other). Accounts of grappling are found in almost all ancient civilizations around the globe“.[5] Historisch gesehen reichen also die Ursprünge des Wrestlings, das aus öffentlichen, richtigen Kämpfen hervorgeht, weit zurück. Das moderne Wrestling, bzw. von der WWE als Sports Entertainment deklariert, beginnt mit dem öffentlichen Zugeständnis, dass die Matches inszeniert seien. Zuvor hauptsächlich Events für das Proletariat, öffnete dies den Markt für Zuschauer aus der Bildungsschicht, die Wrestling bewusst ironisch betrachteten.

Nichtsdestotrotz war es aber gelungen, „a spectacle that appealed to the ironists and blue-collar fans alike“,[6] zu kreieren. Ebenfalls prägend war die Verschiebung des Fokus von Live-Events zu TV-Übertragungen, die ihrerseits die Machart des Wrestlings veränderten und es ermöglichten, eine landesweite Fanbasis aufzubauen. Da die TV-Sendungen jedoch nur über Kabel zu empfangen waren, verschob sich das Wrestling-Publikum auch immer mehr in Richtung finanzielle Mittelschicht, die sich diese Form der Unterhaltung überhaupt leisten konnte. Die 80er Jahre, in denen die Wrestler immer mehr zu comicartigen Superhelden stilisiert und die Matches immer phantastischerer Natur wurden, womit v.a. männliche Kinder und Jugendliche angesprochen werden sollten, läuteten mit ihren schillernden Persönlichkeiten (allen voran Hulk Hogan) das goldene Zeitalter des Wrestling ein. Die WWF (der ehemalige Name der WWE) begann sich und seine Stars als Marken in der Popkultur zu etablieren und seine Shows und Storylines auf Großveranstaltungen wie WrestleMania (zum ersten Mal 1985 ausgetragen) auszurichten.

Aufgrund der Konkurrenz mit der WCW, der größten anderen Wrestling-Promotion zur damaligen Zeit, begann man in der WWF Mitte der 90 Jahre (eine Phase, die später als Attitude-Ära bezeichnet werden sollte) sein Image zu wandeln und ernstere, dunklere Themen anzusprechen, die „with greater portions of violence, innuendo and overt sexuality“[7] „young male educated adults“[8] ansprechen sollten (zum Teil entsprach dies auch den gealterten Kindern der 80er Jahre).

Seit 2008 setzt man wieder verstärkt auf familienfreundliche Unterhaltung; die Inhalte sind so gestaltet, dass sie ein TV-PG-Rating bekommen und damit nahezu unbedenklich für sämtliche Altersgruppen sind, was den Markt von der Altersgrenze nach unten hin vergrößert. Nichtsdestotrotz sind nur 18% des TV-Publikums in den USA jünger als 18 Jahre. Jeweils 24% sind in den Altersklassen 18-34 und 35-49 Jahren; die Zahl für 50+ Jahre liegt bei 30%. Insgesamt sind zwei Drittel der Zuschauer männlich und ein Drittel weiblich.[9] Von den Besuchern der Webseite WWE.com hat zwei Drittel „at least some college education and/or post graduate education [...] and a household income that is greater than $60,000“.[10]

[...]


[1] <http: corporate.wwe.com/company/overview.jsp="">, o.J. Zugriff am 14.08.12.

[2] Matthew J. Bernthal. „How Viewing Professional Wrestling May Affect Children.“<http: www.thesportjournal.org/article/effect-professional-wrestling-viewership-children="">, o.J. Zugriff am 15.08.12.

[3] <http: corporate.wwe.com/company/overview.jsp="">, o.J. Zugriff am 14.08.12.

[4] Matthew J. Bernthal.

[5] Scott M. Beekman. Ringside – A History of Professional Wrestling in America. Westport: Praeger Publishers, 2006. S.2

[6] Scott M. Beekman. S.124

[7] Dave Liss. „WWE – get the 'F' out.“<http: www.brandchannel.com/features_profile.asp?pr_id="98">, 2002. Zugriff am 17.08.12.

[8] Alex Kreit. „Professional Wrestling and its Fans – A Sociological Study of the Sport of Pro-Wrestling.“<http: www.solie.org/articles/pwandfans.html>, 1998. Zugriff am 17.08.12.

[9] <http: corporate.wwe.com/company/overview.jsp>, o.J. Zugriff am 14.08.12.

[10] <http: corporate.wwe.com/company/overview.jsp>, o.J. Zugriff am 14.08.12.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Faszination der Zuschauer am Wrestling
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Theaterwissenschaft)
Note
1,5
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V266756
ISBN (eBook)
9783656574255
ISBN (Buch)
9783656574231
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wrestling, WWE
Arbeit zitieren
Thomas Vasniszky (Autor), 2012, Die Faszination der Zuschauer am Wrestling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266756

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