Mensch-Computer-Kommunikation. David Link „LoveLetters_1.0“


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
31 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kurzbiografie zu David Link

2. LoveLetters_1.0
2.1 Historische Hintergründe
2.2 Erster Eindruck und Beschreibung der Installation
2.3 Generierung der Fragen zu LoveLetters_1.0
2.3.1 LoveLetters_1.0 – Verortung der Installation im „Brain“ von Christov-Bakargiev
2.3.2 Mensch-Computer-Kommunikation auf der documenta X-12
2.3.3 LoveLetters_1.0 – Diskussion über die zu vermittelnden Information der generierten Liebesbriefe
2.3.4 LoveLetters_1.0 – Und das Problem der künstlichen Intelligenz
2.3.5 LoveLetters_1.0 – Die veränderte Kommunikation durch den Computer und dessen Auswirkungen

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Nur zwei Jahre nach dem Ende der ersten documenta[1] in Kassel (1956) wurde in Deutschland der erste Röhrenrechner (Z22), welcher unter Konrad Zuse entwickelt wurde, in der Bundesrepublik Deutschland an der TU Berlin eingerichtet. Die documenta (13) greift nun erstmalig die Computerentwicklung in ihren Anfängen mit der Installation LoveLetters_1.0 von David Link auf, die mittels eines rekonstruierten Computers sowie eines dazugehörigen Programms Liebesbriefe generiert. Die hier vorliegende Arbeit befasst sich besonders mit diesem Werk, da es in den bisherigen Besprechungen zur documenta (13)[2] kaum Beachtung gefunden hat, obwohl es eine Thematik bedient, die wie kaum eine andere das heutige menschliche Leben bestimmt. Durch die Konfrontation mit den Anfängen der Computerkommunikation wird es dem Betrachter ermöglicht, sich mit dem wohl wichtigsten Arbeits- und Kommunikationsmittel unserer Zeit auseinanderzusetzen. Gerade der Computer hat die Kommunikation so verändert wie kein anderes technisches Gerät zuvor. Somit soll bei der Betrachtung von LoveLetters_1.0 besonders das Verhältnis von Mensch-Computer-Kommunikation im Mittelpunkt stehen. Im ersten Punkt der Arbeit wird zunächst der Künstler biografisch vorgestellt. Im Anschluss daran steht die Installation LoveLetters_1.0 im Mittelpunkt der Untersuchung. Dabei ist zunächst der geschichtliche Hintergrund zu beleuchten, bevor die ersten Eindrücke sowie die Installation an sich Beschreibung finden, worauf die Generierung der Fragen zum Kunstwerk erfolgt. Auf der Mikroebne stehen hierbei die generierten Liebesbriefe und die Frage nach den zu vermittelnden Informationen im Vordergrund. Da der Rezipient mit einem durch den Computer erstellten Liebesbrief konfrontiert wird, das heißt mit implizierten menschlichen Gefühlen, welche mittels Computer generiert und vermittelt werden, gilt es auf der Mesoebene das Phänomen der künstlichen Intelligenz zu diskutieren. Auf der Makroebne wird schließlich die heutige, durch den Computer veränderte, Kommunikation des Menschen sowie deren Auswirkung erörtert. Dabei finden im besonderen Maße die Werke des Kulturanthropologen Manfred Faßler Berücksichtigung, dem momentan besten Kenner für globale Netzentwicklungen und netzintegrierte Zeit- und Präsenzformate sowie nachgesellschaftliche Globalstrukturen.

Vor der Diskussion dieser Fragen soll die Installation jedoch in den Themenkreis der documenta (13) verortet werden. Zugleich gilt es noch einmal zu schauen, in welcher Weise die Thematik der Mensch-Computer-Kommunikation, die durch die Expansion des Internets in den 1990er Jahren ihre Veränderung erfuhr, auf der documenta X - 12 (1997/2002/2007) eine Rolle spielte. Dabei soll die Geschichte der documenten hier nicht im Vordergrund stehen, da u. a. Kimpel und Schwarz dies zu genüge bearbeitet haben.[3] Vielmehr wird das Augenmerk noch einmal auf ausgewählte Werke gerichtet, die sich mit der oben aufgestellten Thematik befassen und in denen Entwicklungsströme erkennbar werden.

1. Kurzbiografie zu David Link

David Link, 1971 in Düsseldorf geboren, ist Computer-Künstler, Programmierer und Medienarchäologe. Von 1993-1995 gründete er das Journal für Kunst und Philosophie ARTIC, bei welchem er auch als Editor tätig war. 1996-2002 studierte er an der Kunsthochschule für Medien in Köln. In dieser Zeit gründete er 1999 den Codelab, eine Künstlergruppe zur Realisierung von Medienkunstprojekten in Berlin und studierte seit 2000 Maschinenpoesie am Institut für Ästhetik an der Humboldt Universität Berlin sowie der Kunsthochschule Köln. 2004 promovierte er zum Thema „Poesiemaschinen/Maschinenpoesie – Zur Frühgeschichte computerisierter Texterzeugung“. Seit dem Wintersemester 2009/2010 ist er Professor für „Experimentelle Technologien im Kunstkontext“ an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Den Schwerpunkt seiner künstlerischen sowie wissenschaftlichen Arbeit bilden die computerbasierte Textgenerierung und die Archäologie algorithmischer Strukturen. 2001 entstand die „Poetry Maschine“. Dabei handelt es sich um eine interaktive Installation, die auf Texteingaben des Benutzers eigene Texte assoziativ generiert. In diesem Zusammenhang stützt sich die Maschine auf das Internet als Datenquelle. Sie gehört seitdem zur ständigen Sammlung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM). Ab 2005 entstanden Arbeiten wie „Chorus“. Der Betrachter sieht eine ellipsenförmige Laufschrift im Durchmesser von zehn Metern. Sie ist über den Köpfen der Gäste eines Cafés im ZKM platziert und greift scheinbar die Gespräche der jeweiligen Besucher auf. Für seine aktuelle Installation „LoveLetters“, welche 2009 im ZKM zu sehen war und nun auf der Documenta (13) ausgestellt ist, programmierte Link das erste Textgenerierende Programm (1952) nach, welches Liebesbriefe erzeugt. Darüber hinaus rekonstruierte er auch den Computer, welche das Programm ausführte: Die britische „Manchester Mark I“ sowie einen Fernschreiber, den Creed 7, auf denen der Liebesbrief ausgedruckt werden kann.[4]

2. LoveLetters_1.0

2.1 Historische Hintergründe

Zwischen August 1953 und Mai 1954 erschienen am Schwarzen Brett der Informatikabteilung der Universität Manchester seltsame Liebesbriefe. Diese, so stellte sich heraus, wurden mittels eines Programms generiert, welches von Christopher Strachey 1952 unter Zuhilfenahme eines integrierten Zufallsgenerators des Computers der Universität Manchester (Manchester Mark I) geschrieben wurde. Dabei wurde folgende Satzstruktur generiert: Du bist mein/e – Adjektiv – Substantiv – und Mein/e – [Adjektiv] – Substantiv – [Adverb] – Verb – Dein/e – [Adjektiv] – Substantiv. Die unterstrichenen Worte bilden hier die Grundstruktur, die unabänderlich ist, wohingegen die Worte in eckigen Klammern optional sind. Mithilfe dieser Software lassen sich rund 318 Milliarden Varianten der Liebesbriefe erstellen. Die Briefe wurden jeweils mit dem Akronym „M.U.C.“ unterschrieben, welches für „Manchester University Computer“ steht. Der erste Prototyp dieser Maschine wurde im Juni 1948 fertiggestellt.[5] Das größte Problem bei der Entwicklung stellte vor allem der Speicher dar. Dieser musste im Stande sein Daten schreiben, lesen, speichern und löschen zu können. Aus diesem Grund entwickelte Frederic Williams für die Manchester Mark I die Kathodenstrahlröhre (vergleichbar mit Fernsehröhren vor der Generation der Flachbildfernseher) zur Williamsröhre weiter. Auf der Röhre waren 1280 Leuchtpunkte zu sehen. Projizierte man einen Punkt durch diese Röhre, so änderte sich um diesen herum die Ladung und eine einfache Art von Speicher entstand. Dieser hatte jedoch, in Abhängigkeit vom verwendeten Leuchtstoff in der Röhre, nur einen kurzen Bestand, da die Ladung in der Röhre verloren ging. Somit musste jeder Punkt immer wieder neu beschrieben werden. Die Speicherleistung einer solchen Röhre lag bei 1024 Byte.[6] Setzt man dies in Relation zum IBM 701, dem ersten von IBM entwickelten wissenschaftlichen Rechner (1952), welcher mit 72 Williamsröhren als Speicher arbeitete und mit diesen 2048 Wörter zu jeweils 36 Bits speichern konnte,[7] so ergibt sich ein damaliges Speichervolumen von 28,5 Wörtern pro Röhre. Der Creed 7 wurde 1931 in Großbritannien entwickelt und war im Zweiten Weltkrieg an der Korrespondenz zwischen der britischen Regierung und dem Hitlerregime beteiligt.[8]

2.2 Erster Eindruck und Beschreibung der Installation

Nach dem Betreten des linken Flügels der Kasseler Orangerie war ich im Vergleich zur Leere des Untergeschosses im Fridericianum zunächst vollkommen visuell überfordert. Der teils abgedunkelte Raum war in Gänze mit technischen Apparaturen und Bauteilen bestückt. In der Mitte des Raumes stand eine riesige Druckmaschine, die noch mit Lettern bestückt wurde und dahinter eine Rechenmaschine Zuses (Z 23). Da ich von technischen Apparaturen, ihren Funktionsweisen und den Bereichen, die mit diesem in Verbindung stehen (Physik, Elektrotechnik, Maschinenbau usw.), wenig Kenntnisse habe, bemerkte ich zuerst die innere Abneigung gegenüber des Raumes. Meine anfängliche Euphorie, mich mit dem Werk von David Link auseinanderzusetzen, erlitt hier vorerst einen Rückschlag. Aus diesem Grund wandte ich mich zunächst meinem rechten Blickfeld zu, in dem einige Malereien und Aquarellen von Konrad Zuse zu sehen waren. Sie ermöglichten es mir, einen ersten Zugang zu diesem Ausstellungsraum zu gewinnen. Zwar erschienen z.B. die Gemälde von Weitem in ihrer Farbigkeit alles andere als mechanisch und technisch, dennoch bewogen sie mich zum Betreten der Räumlichkeiten. Bei näherer Betrachtung dieser konstruktivistischen/futuristischen Ölgemälde erwuchs in mir jedoch die Motivation, mich mit dieser komplexen Thematik zu befassen. Wenn Zuse sich als Autodidakt der Herausforderung der künstlerischen Arbeit stellte, welches als Hintergrundinformation auf dem Schild zu den ausgestellten Exponaten zu lesen war, warum sollte ich mich dem Themenfeld der Technik, den Maschinen und Computern verweigern? Somit ging ich in den vorderen linken Teil des Raumes, in dem Links Installation LoveLetters_1.0 ausgestellt war. Da ich mich bereits im Voraus etwas mit dem Werk beschäftig hatte, wusste ich über die Hintergründe Bescheid und konnte nicht mehr in Gänze unvoreingenommen die Installation betrachten. Ich wurde dennoch überrascht, als ich merkte, dass das Werk in modifizierter Form (als 2009 im ZMK) ausgestellt wurde.[9] Zuerst betrachtete ich das schwarze Brett, an welchem die vom Computer generierten Liebesbriefe zu lesen waren. Es war beeindruckend, die Zartheit und Sinnlichkeit der gewählten Worte aufzunehmen. Da ich jedoch bereits die historischen Hintergründe kannte und mir bekannt war, dass sie von einem Computer erstellt wurden, ging mir an dieser Stelle die Möglichkeit verloren, mich auf die Suche nach dem Urheber dieser Briefe einzulassen. Aus diesem Grund ging ich zu dem Konstrukt über, welches aus zwölf Williamsröhren bestand und mit ca. einem halben Meter Abstand zur Wand in den Raum ragte und sich zur Rechten des schwarzen Brettes befand. Auf der Vorderseite der Röhren blitzen grüne Lichtpunkte auf und verglommen wieder. Es war faszinierend zu sehen, wie diese Maschine unbeeindruckt von den Menschenmassen um sie herum, ihre Rechenprozesse ausführte (grüne Punkte blitzten immer wieder an anderen Stellen auf und verglommen wieder) und auf einem kleinen Monitor am Boden, welcher links des Röhrensystems installiert war, einen Liebesbrief generierte. Anders als am schwarzen Brett musste ich mich hier jedoch auf den Boden hocken, um ihn lesen zu können. Selbst in dieser Haltung bereitet es Mühe, den Text zu lesen. Um auf Augenhöhe zu gelangen, hätte ich mich hinlegen müssen, was jedoch aufgrund der vielen Besucher nicht möglich war. Es erweckte den Eindruck, dass an dieser Stelle weniger der Text selbst (im Vergleich zum schwarzen Brett), als der Vorgang der Textgenerierung im Mittelpunkt stand. Der Creed 7, welcher sich in einem kleinen, verglasten Schaukasten befand, war schräg zwischen schwarzen Brett und dem Konstrukt aus Williamsröhren drapiert. Anders als bei der ersten Ausstelleung von LoveLetters_1.0 (2009, ZKM), wurde der Fernschreiber durch seine Verglasung zum schweigen gebracht. Er wirkte losgelöst von der restlichen Installation und erinnerte mich, neben der ihn bereits innewohnenden Vergangenheit (Kommunikationsmittel zwischen Großbritannien und dem Hitlerregime), zugleich an die vorausgegangene Ausstellung von LoveLetters_1.0. Er erweckte in mir den Eindruck, dass es bei der Modifizierung von LoveLetters_1.0, im Vergleich zu 2009, nicht mehr darum ging, dass der Rezipient sich autodidaktisch mit der Funktionsweise des Computers auseinandersetzt und somit selbst Liebesbriefe generieren und ausdrucken kann. Vielmehr schien durch die Abkoppelung des Creed 7 sich die Deutungsebene zu spezifizieren. Der Betrachter nimmt die passive und der Computer die aktive Rolle ein. Doch gerade aus der Passivität heraus, nicht abgelenkt durch die eigene Handlung, wird es ermöglicht sich vollkommen auf die Thematik der Installation einzulassen (was hier in nächsten Abschnitten getan werden soll). Zuletzt widmete ich meine Aufmerksamkeit einem Computer mit modernen Flachbildschirmen, welcher sich auf der rechten Seite der Williamsröhren befand. Auf diesen wurde dem Besucher einerseits ermöglicht, die historischen Hintergründe zu diesem Projekt nachzuvollziehen, andererseits die Möglichkeit geboten, die originalen Notizbücher der Erbauer der Manchester Mark I zu studieren. Hier erfuhr ich, dass das Röhrenkonstrukt den Speicher der Maschine darstellte. Angesichts der Tatsache, dass ich den ganzen Tag mit meinem kleinen Ipod, dessen Speicher nicht größer als ein Microchip ist, die verschiedenen Kunstwerke zu dokumentieren versuchte, wurde mir hier die Flüchtigkeit der Zeit und die Schnelllebigkeit ins Bewusstsein gerufen. In diesem Moment ergab der Raum an sich einen völlig anderen Eindruck. Bei der Überlegung, dass zwischen der Entwicklung der Guttenbergschen Druckmaschine (ins Bewusstsein gerufen durch diejenige Druckmaschine, welche in der Mitte des Raumes stand) und den ersten programmierten Maschinen 500 Jahre lagen und es gerade einmal ein Zehntel der Zeit dauerte, einen solch überproportionierten Speicher, wie ihn Link hier präsentierte, auf die Größe einer Fingerkuppe zu reduzieren, konnte eigentlich nur die Frage aufkommen: Was kommt als nächstes? Wo sind die Grenzen dieser Entwicklung? Darüber hinaus wurde mir beim Lesen der Notizbücher bewusst, dass ich das technischen Wissen, welches hinter dieser Maschine steckte, in keinster Weise fassen konnte. Schaut man dabei, wie komplex unsere Computer mit samt ihren Programmen heute geworden sind, wird uns unser Unwissen über Dinge, die wir im alltäglichen Gebrauch nutzen, aufgezeigt. Wissen wir eigentlich was wir benutzen? Sind wir leere Konsumenten, welche die Dinge nicht hinterfragen? Gänzlich vollgepackt mit visuellen Eindrücken, Fragen und Nichtwissen, welches sich auftat, konnte ich die Raumsituation nur noch per Foto festhalten. Nach diesem Erlebnis traten Christov-Bakargievs Ausführungen zur documenta (13) noch einmal ins Bewusstsein, sich auf Themen wirklich einzulassen,[10] was im Folgenden getan werden soll.

[...]


[1] Für das Wort „Dokumenta“ finden sich verschiedene Schreibweisen. In dieser Arbeit findet die gängigste Schreibweise in der hier verwendeten Literatur Verwendung: „documenta“.

[2] Vgl. beispielhaft Kunstforum International Bd. 217 (2012) und vgl. artspezial documenta 13 (2012).

[3] Für die documenta X und documenta 11 Vgl. Kimpel, Harald: documenta. Die Überschau, Köln 2002; vgl. Schwarze, Dirk: Meilensteine 50 Jahre documenta. Kunstwerke und Künstler, Berlin 2005. Für die documenta 12 vgl. http://dirkschwarze.net/documenta-12/ (Zugriff am: 30. 05. 2012).

[4] Vgl. http://www.medienkunstnetz.de/kuenstler/link/biografie/ (Zugriff am: 30. August 2012), http://www02.zkm.de/you/index.php?option=com_content&view=article&id=98%3Aloveletters10&catid=35%3Awerke&Itemid=82&lang=de (Zugriff am: 30. August 2012), http://www.hgb-leipzig.de/index.php?WWW_HGB=aab35bb27b790085db3db10aa481eadc&a=aktuell&b=presse&c=prarch&&pressid=250 (Zugriff am: (30. August 2012).

[5] Vgl. Link, David/Geoff, Cox: Machine Heart, in: 100 Notes – 100 Thoughts No. 37 (2012), S. 6f.

[6] Zur genaueren Funktionsweiße und Weiterentwicklung der Williamsröhre vgl. Link, David: Enigma Rebus: Prolegomena to an Archaeology of Algorithmic Artefacts, in: Interdisciplinary Science Reviews, Vol. 36 (2011), S. 3-23, hier S. 12ff.

[7] Vgl. http://www-03.ibm.com/ibm/history/exhibits/701/701_feeds.html (Zugriff am: 30. August .2012).

[8] Zur genauen Geschichte und Entwicklung des Creed 7 vgl. http://www.vmarsmanuals.co.uk/newsletter_articles/creed7b.pdf (Zugriff am: 30. August 2012).

[9] Die Ausstellung von LoveLetters_1.0 im ZMK bestand aus zwei Teilen. Zum einen aus der Installation selbst und zum anderen aus einem Computer, auf dem der Besucher die historischen und technischen Hintergründe studieren konnte. Die Installation war dabei in einem vom Ausstellungsraum, durch einen eigens konstruierten, fast quadratischen Raum, abgetrennt. In diesem befanden sich zwölf von der Wand abstehenden Williamsröhren (Speicher des Computers) vor denen ein Schaltpult installiert war. Zur Rechten Seite des Pultes war der Creed 7 aufgestellt. Über diesem quadratischen Raum war auf der linken Seite eine Projektionsleinwand befestigt, auf der die generierten Liebesbriefe abgebildet wurden. An der rechten, äußeren Seite des quadratischen Raumes befand sich Tisch, auf dem zwei Monitore installiert waren. Auf diesen war es möglich die historischen/technischen Hintergründe zur Installation zu studieren. Die Installation selbst setzte auf die Interaktion zwischen dem Betrachter und dem Computer. Der Rezipient war angehalten, durch autodidaktische Bedienung des Schaltpultes, selbst Liebesbriefe auf dem Computer generieren zu können. Wenn der Besucher hinter die Funktionsweise des Computers gestiegen war, konnte er sogar den Brief mit seinen eigenen Namen unterschreiben lassen und auf dem Creed 7 ausdrucken. Die Generierung wurde neben der Projektionsleinwand im Ausstellungsraum, noch auf einem großen Bildschirm im öffentlichen Raum ersichtlich (der genaue Ort lässt sich jedoch aus Links Beschreibungen nicht entnehmen).

Vgl. http://www.alpha60.de/loveletters/2009_zkm/ (Zugriff am: 30. Mai 2012).

[10] Vgl. Christov-Bakargiev, Carolyn: Welcher Ideen stehen hinter der Kunst? Zwei Interviews mit der Künstlerischen Leiterin, in: art spezial (2012a), S. 96-99.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Mensch-Computer-Kommunikation. David Link „LoveLetters_1.0“
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Kunst- und Musikwissenschaft)
Veranstaltung
documenta (13)
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V266775
ISBN (eBook)
9783656570912
ISBN (Buch)
9783656570882
Dateigröße
890 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
David Link, documenta 13, Medien, Kulturantropologie, Kommunikation, Computer, Christov-Bakargiev, documenta
Arbeit zitieren
Sebastian Gärtner (Autor), 2012, Mensch-Computer-Kommunikation. David Link „LoveLetters_1.0“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266775

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