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Darf‘s ein bisschen weniger sein?! Hochsensible Patienten in der Pflege

Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege

Title: Darf‘s ein bisschen weniger sein?! Hochsensible Patienten in der Pflege

Scientific Essay , 2014 , 36 Pages

Autor:in: Dipl. Pflegewirt Alexander Weber (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Diese Arbeit stellt das Phänomen der primären, angeborenen, Hochsensibilität vor. Sie beschäftigt sich nicht mit z.B. hochsensiblen Folgen von Traumata oder der erworbenen Schärfung übriger Sinne, etwa wenn einen Menschen krankheits- oder unfallbedingt Blindheit trifft.
Die angeborene Hochsensibilität wird im ersten Teil ausführlich beschrieben, zum besseren Kennenlernen des Themas. Teil II fokussiert mit praktischen Hinweisen, wie Bezugspersonen mit Hochsensibilität solcher umgehen können, die nicht (mehr) in der Lage sind, sich aus eigener Kraft zu helfen: Kinder, Pflegebedürftige und ältere Menschen. Sowohl einzelne Bezugspersonen als auch pflegende Einrichtungen können in diesem Buch Antwort finden auf die Fragen, wie man Bedürfnisse Hochsensibler befriedigt und ihre Stimmungslage unterstützt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Inhalt

2. Vorwort

3. Was ist Hochsensibilität?

3.1 Worin unterscheidet sich Hochsensibilität von Introversion?

3.2 Neurotizismus

4. Merkmale hochsensiblen Verhaltens

4.1 Weitere Merkmale:

5. Was ist der Konflikt?

5.1 Unerkannte Hochsensibilität hat körperliche und geistige Auswirkungen

5.2 Immer auf die Dicken! – Folgen von Stress

5.2.1 Cortisol

5.3 Hochsensibilität ist nicht salonfähig

5.4 Hochsensibilität wird erst nach Jahrzehnten bewusst wahrgenommen

6. Hochsensibilität ernst nehmen?

7. Wie mit der hochsensiblen Eigenschaft umgehen?

7.1 Hochsensibilität möglichst früh erfassen

7.1.1 Kleine Hochsensible

7.1.2 Erwachsene Hochsensible

7.2 Den richtigen Umgang mit der Hochsensibilität erlernen

7.2.1 Förderung emotionaler Kompetenz Betroffener

7.2.2 Förderung sozialer Kompetenz weniger sensibler Menschen

7.2.3 HSM untergruppiert

7.2.4 Hochsensibilität als Gabe erkennen und sie entfalten

7.3 Seelische Wunden professionell behandeln lassen

7.3.1 Medikamentöse Therapie

8. Wo liegt der Unterschied zwischen Hochsensibilität im Kindes- und Erwachsenenalter?

9. Schwierigkeiten, Hochsensibilität wissenschaftlich zu erfassen

9.1 Fehlende Grundlagenforschung

9.2 Hochsensibilität und Pflegewissenschaft

9.3 Paradigmenwechsel

10. Berücksichtigung hochsensibler Eigenschaften, eingebunden in pflegepraktische Aspekte nach den Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens nach M. Krohwinkel, unter Einbeziehung allgemeingültiger Lösungsvorschläge E. Arons

10.1 Kommunizieren können

10.2 Sich pflegen können

10.3 Essen und Trinken können

10.4 Sich kleiden können

10.5 Ruhen, schlafen, entspannen können

10.6 Sich beschäftigen, lernen, sich entwickeln zu können

10.7 Für eine sichere/fördernde Umgebung sorgen können

10.8 Soziale Kontakte, Beziehungen und Bereiche sichern und gestalten können

10.9 Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

11. Forschungsfragen

12. Nachwort

13. Weiterführende Literatur

14. Weiterführende Links

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen der primären, angeborenen Hochsensibilität in den Kontext der Kranken- und Gesundheitspflege zu stellen und praktische Ansätze für Bezugspersonen und Pflegekräfte zu entwickeln, um hochsensible Menschen adäquat zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

  • Grundlagen der Hochsensibilität und Abgrenzung zu verwandten psychologischen Konzepten.
  • Die Auswirkungen von Stress und Reizüberflutung auf hochsensible Individuen.
  • Herausforderungen in der pflegerischen Betreuung hochsensibler Kinder, Erwachsener und älterer Menschen.
  • Strategien zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenz im Umgang mit Hochsensibilität.
  • Integration hochsensibler Bedürfnisse in das pflegepraktische Modell nach M. Krohwinkel.

Auszug aus dem Buch

3. Was ist Hochsensibilität?

Die Aufnahmefähigkeit des Menschen lässt sich vergleichen mit einem Fischernetz: Das Netz wird durch das Wasser gezogen und nimmt mit, was drin hängen bleibt. Was durch die Maschen flutscht, schwimmt und krabbelt zurück in die Freiheit. – Irgendwann ist das Netz voll, wird an Bord gezogen, geleert und zurückgeworfen um den nächsten Fang einzusammeln. In gewissem Sinn „ruht“ das Netz an Bord um gereinigt und geordnet zu werden. Je enger die Maschen, desto schneller füllt es sich, und desto öfter muss es eingeholt werden.

Mit dem Menschen ist es wie mit dem Netz: Ist er „voll“ von Reizen und Eindrücken, muss er sich zurückziehen um diese verarbeiten zu können. Je mehr er aufnimmt, umso öfter und länger braucht er Zeit um das Erlebte zu verarbeiten. Das geschieht durch Erholung, träumen und Ruhe. Hat der Betroffene keine Möglichkeit dazu, verspannt er sich, wird nervös und schlimmstenfalls entlädt sich sein aufgestauter Unmut in einer „Explosion“. – Wie ein zu volles oder ungepflegtes Netz, das reißen kann und wieder geflickt werden muss.

Hochsensible Menschen werden als solche beschrieben, denen „Filter“ fehlen, um die zu vielen und überflüssigen Eindrücke von sich abzuhalten. Vielleicht vergleichbar mit der von mir beschriebenen Maschengröße: Was klein und unwichtig erscheint, fällt durch die Maschen einfach wieder heraus. HSM nehmen vergleichsweise mehr Informationen auf und verarbeiten diese tiefer. Das macht sie auf der einen Seite besonders empfindsam, auf der anderen Seite aber auch leichter erregbar.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Was ist Hochsensibilität?: Das Kapitel erläutert das Konzept der Hochsensibilität mittels des Fischernetz-Vergleichs und verdeutlicht die höhere Reizaufnahme und tiefere Verarbeitung von Informationen.

4. Merkmale hochsensiblen Verhaltens: Hier werden die spezifischen physiologischen und psychologischen Anzeichen einer hochsensiblen Persönlichkeit dargestellt.

5. Was ist der Konflikt?: Dieses Kapitel beleuchtet, wie unerkannte Hochsensibilität zu körperlichem und geistigem Leidensdruck durch chronischen Stress führt.

6. Hochsensibilität ernst nehmen?: Es wird argumentiert, dass hochsensible Gefühle als subjektive Realität anerkannt und nicht durch vorschnelle Ratschläge abgewertet werden sollten.

7. Wie mit der hochsensiblen Eigenschaft umgehen?: Dieses Kapitel bietet praktische Ansätze für Betroffene und Außenstehende, um Hochsensibilität als Gabe zu begreifen und im Alltag zu bewältigen.

8. Wo liegt der Unterschied zwischen Hochsensibilität im Kindes- und Erwachsenenalter?: Der Autor diskutiert die Rolle der Selbstreflexion und die Schwierigkeiten bei der Erziehung hochsensibler Kinder in einem oftmals überfordernden Umfeld.

9. Schwierigkeiten, Hochsensibilität wissenschaftlich zu erfassen: Hier wird die Problematik der mangelnden empirischen Validierung diskutiert und die Herausforderung für die Pflegewissenschaft aufgezeigt.

10. Berücksichtigung hochsensibler Eigenschaften, eingebunden in pflegepraktische Aspekte nach den Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens nach M. Krohwinkel, unter Einbeziehung allgemeingültiger Lösungsvorschläge E. Arons: Das Hauptkapitel bietet eine detaillierte Übertragung hochsensibler Bedürfnisse auf die pflegepraktischen Aktivitäten des täglichen Lebens.

Schlüsselwörter

Hochsensibilität, HSM, Reizüberflutung, Pflegewissenschaft, Stress, Psychosomatik, Emotionale Kompetenz, Selbstmanagement, M. Krohwinkel, E. Aron, Pflegepraxis, Neurotizismus, Empfindsamkeit, Lebensqualität, Bedürfnisorientierte Pflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt das Phänomen der angeborenen Hochsensibilität und deren Auswirkungen auf den Alltag sowie insbesondere auf die pflegepraktische Betreuung von Menschen, die in Abhängigkeit stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Hochsensibilität, der Umgang mit Stress und Reizüberflutung sowie die notwendige Sensibilisierung von Pflegepersonal für die spezifischen Bedürfnisse hochsensibler Patienten.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für hochsensible Menschen in der Pflege zu schaffen, um durch angepasste Rahmenbedingungen deren Lebensqualität und Stabilität zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Ansätze finden Anwendung?

Die Arbeit verknüpft psychologische Erkenntnisse über Hochsensibilität mit pflegetheoretischen Aspekten nach Monika Krohwinkel sowie den praktischen Lösungsvorschlägen von Elaine Aron.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Anwendung hochsensibler Bedürfnisse auf die Aktivitäten des täglichen Lebens in der Pflege, von der Kommunikation bis hin zur Gestaltung der Umgebung.

Welche Keywords charakterisieren das Werk?

Charakterisierende Begriffe sind Hochsensibilität, Reizüberflutung, Pflegepraxis, emotionale Kompetenz, Stressbewältigung und Lebensqualität.

Warum ist eine spezielle Kommunikation für hochsensible Pflegebedürftige wichtig?

Hochsensible Menschen nehmen Signale und Umgebungsreize intensiver wahr; eine behutsame und erklärte Kommunikation verhindert Überreizung und fördert das Vertrauen zum Pflegepersonal.

Welche Rolle spielt die Biographiearbeit bei hochsensiblen Patienten?

Die Biographiearbeit hilft dabei, individuelle Eigenarten und Auslöser für Stress besser zu verstehen, was eine gezieltere Krisenintervention und Pflegeplanung ermöglicht.

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Details

Title
Darf‘s ein bisschen weniger sein?! Hochsensible Patienten in der Pflege
Subtitle
Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege
Author
Dipl. Pflegewirt Alexander Weber (Author)
Publication Year
2014
Pages
36
Catalog Number
V266800
ISBN (eBook)
9783656575979
ISBN (Book)
9783656575962
Language
German
Tags
Gesundheitspflege Krankenpflege Altenpflege Hochsensible Menschen Sensible Menschen Senioren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Pflegewirt Alexander Weber (Author), 2014, Darf‘s ein bisschen weniger sein?! Hochsensible Patienten in der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266800
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