Diese Arbeit untersucht und analysiert die Datengewinnung sowie die Nutzung der Daten durch das Statistische Bundesamt für die Erstellung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) sowie dem Verbraucherpreisindex (VPI) innerhalb Deutschlands. Die begriffliche Darstellung und Abgrenzung wird erörtert. Neben der Darstellung einiger Daten und Ergebnissen werden die Erhebungsmerkmale und Berechnungsgrundlagen kritisch gewürdigt. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf den Verbindungsmerkmalen von Einkommens- und Verbrauchsstichprobe zu dem Verbraucherpreisindex. Der Zusammenhang beider Themen wird herausgearbeitet und der Bezug zum Mikrozensus hergestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Darstellung der statistischen Konzepte
2.1 Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe
2.1.1 Datengewinnung und Erhebungsinhalte
2.1.2 Definition der Haushalte
2.1.3 Das Stellvertreterprinzip
2.1.4 Abgrenzung zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
2.1.5 Quote
2.1.6 Ergebnisse 2008
2.2 Der Verbraucherpreisindex
2.2.1 Warenkorb
2.2.2 Die Erfassung und Auswertung von Preisen
2.2.3 Das Wägungsschema
2.2.4 Die Indexberechnung (Laspeyres-Index)
2.2.5 Entwicklung und Ausblick
2.3 Verbindungen zwischen Zensus, EVS und VPI
3. Fazit
3.1 Allgemeines Fazit
3.2 Kritikäußerungen und Potentiale
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) sowie den Verbraucherpreisindex (VPI) als zentrale statistische Instrumente in Deutschland, analysiert deren methodische Hintergründe und beleuchtet die kritische Bedeutung der Datenqualität für fundierte politische Entscheidungen.
- Methodische Grundlagen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe
- Prozesse und Berechnungsverfahren des Verbraucherpreisindex
- Interdependenzen zwischen Zensus, EVS und VPI
- Kritische Würdigung der Datenerhebungsmethoden
- Bedeutung statistischer Daten für die Wirtschaftspolitik
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Datengewinnung und Erhebungsinhalte
Es handelt sich bei der EVS um eine Querschnittserhebung, wobei die Teilnahme freiwillig ist. Anders als bei der Datengewinnung für den Mikrozensus können sich die Haushalte freiwillig bewerben, um aktiv an dieser Datenerhebung teilzunehmen. Somit basiert die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe auf keiner Zufallsstichprobe. Für den Aufwand erhalten die Haushalte eine grundsätzliche Aufwandsentschädigung zwischen 70 und 85 Euro.
Der maximale Stichprobenumfang der Erhebung liegt bei 0,3% aller Gesamthaushalte. Die Grundlage für die Anzahl der Gesamthaushalte lieferte das Ergebnis des Mikrozensus aus dem Jahr 1987 (vor der Wiedervereinigung Deutschlands), da zwischen 1987 und 2011 keine weitere Totalerhebung durch die Volkszählung stattfand. Entsprechend der dort ermittelten Haushaltsanzahlen wird der maximale Stichprobenumfang berechnet.
Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten und dabei trotzdem die hohen Kosten dieser Befragung im Rahmen zu halten, liegt das gesetzte Ziel des Stichprobenumfangs bei 0,2%, d.h. jeder fünfhundertstel Haushalt sollte im Rahmen der EVS befragt werden.
Durch die geringe Teilnehmerzahl aus dem Jahr 2008 wurde dieses Ziel nicht erreicht. Auf der Grundlage der Mikrozensusergebnisse aus dem Berichtsjahr 2006 wurden rund 38,8 Mio. Haushalte als Grundgesamtheit benannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe sowie des Verbraucherpreisindex als Grundlagen politischer Entscheidungen in Deutschland ein.
2. Darstellung der statistischen Konzepte: Dieses Kapitel erläutert detailliert die Erhebungsmethoden, Haushaltldefinitionen und Berechnungsverfahren der EVS und des VPI sowie deren methodische Verknüpfungen.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt die Bedeutung amtlicher Statistiken kritisch und diskutiert Verbesserungspotentiale der Erhebungsmethoden.
Schlüsselwörter
Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, EVS, Verbraucherpreisindex, VPI, Wirtschaftspolitik, Statistik, Haushalte, Warenkorb, Laspeyres-Index, Mikrozensus, Datenerhebung, Haushaltsbuch, Preisentwicklung, Inflation, Repräsentativität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Funktionsweise der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe sowie des Verbraucherpreisindex in Deutschland und deren Rolle bei wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen die Datengewinnung der EVS, der Aufbau des Warenkorbs für den VPI, die statistische Indexberechnung und die Abhängigkeiten dieser Erhebungen voneinander.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, die statistischen Grundlagen für die Wirtschaftspolitik darzustellen und kritisch zu hinterfragen, um die Bedeutung akkurater Daten für politische Entscheidungen hervorzuheben.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Darstellung, die amtliche Statistiken des Statistischen Bundesamtes und wissenschaftliche Literatur als Grundlage nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der statistischen Konzepte (EVS und VPI) sowie eine Untersuchung der Verbindungen zwischen Zensus, EVS und VPI.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie EVS, VPI, Warenkorb, Laspeyres-Index, Datenerhebung und Wirtschaftspolitik charakterisiert.
Warum ist das "Stellvertreterprinzip" bei der EVS so entscheidend?
Es dient dazu, bei Mehrpersonenhaushalten einen repräsentativen Ansprechpartner zu definieren, der volljährig ist und den größten Beitrag zum Haushaltsnettoeinkommen leistet.
Warum wird der VPI regelmäßig auf Basis der EVS-Daten angepasst?
Um ein aktuelles Wägungsschema zu gewährleisten, das die realen Konsumausgaben der Haushalte und veränderte Verhaltensmuster widerspiegelt.
Welche Rolle spielt die Freiwilligkeit der Teilnahme bei der EVS?
Die Freiwilligkeit erschwert die Stichprobengewinnung und führt dazu, dass bestimmte Haushaltstypen, wie einkommensstarke Haushalte, unterrepräsentiert sein können, was die Aussagekraft beeinträchtigt.
Wie unterscheidet sich der Laspeyres-Index methodisch von anderen Verfahren?
Der Laspeyres-Index verwendet einen festen, in der Basisperiode ausgewählten Warenkorb und gewichtet Preisvergleiche mit den Mengen aus dieser Basisperiode.
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- Keven Lass (Author), 2013, Verbraucherpreisindex: Darstellung und Analyse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266812