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Kino und Videofilm in Madagaskar, Ghana und Nigeria

Titre: Kino und Videofilm in Madagaskar, Ghana und Nigeria

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Dominik Meise (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Kernthema der vorliegenden Hausarbeit ist das afrikanische Kino in den Ländern Ghana, Nigeria und Madagaskar. Durch eine die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den aktuellen Entwicklungen soll die Frage herausgearbeitet werden, ob „afrikanisches Kino“ überhaupt existiert.
Unter dem recht offenen Begriff „afrikanisches Kino“ wird allgemein das Filmschaffen in Afrika ab dem Ende der Kolonialzeit verstanden. Davon allerdings kommt nicht sehr viel in unserer westlichen Welt an. Im Gegensatz zu Filmen aus Europa, Amerika und Asien finden wir so gut wie keine afrikanischen Filme in deutschen Kinos oder in den Regalen eines DVD Handels. Johannes Rosenstein beschreibt in seinem Werk „Die Schwarze Leinwand – Afrikanisches Kino der Gegenwart“ die Assoziation, die wir mit afrikanischem Kino haben als „Ahnungslosigkeit“. Auch bei mir ist es nicht anders, trotz meinem Studium der Filmwissenschaften und einem großen Interesse an Film als Medium. Mit dieser Hausarbeit möchte ich mich an das Thema „Film in Afrika“ wagen – und Einblicke in das in unseren Augen geheimnisvolle, Filmschaffen in Afrika bekommen. Dabei kann diese Arbeit nicht das komplette Schaffen Afrikas darstellen, da dieses natürlich weitaus umfangreicher und komplexer ist, als der Rahmen dieser Hausarbeit zulässt. Deshalb werde ich mich im Hauptteil auf drei verschiedene Länder – Ghana, Nigeria und Madagaskar – konzentrieren und deren Filmgeschichte sowie aktuelle Situation des Films darstellen.
Die beiden ehemaligen britischen Kolonien Ghana und Nigeria besitzen eine ereignisreiche Filmgeschichte und eine aufstrebenden Videoindustrie und haben damit eine Art Vorbildfunktion in Afrika. Die ehemalige französische Kolonie Madagaskar ist ein Gegenbeispiel zu Ghana und Nigeria, stellt jedoch eine Interessante Position im Gesamtbild des afrikanischen Kinos dar.
Bevor ich zum Hauptteil komme, werde ich im Folgenden zuerst näher auf den Begriff „afrikanisches Kino“ eingehen. Abschließend werde ich dann im Fazit noch einige persönliche Gedanken zu der Entwicklung des afrikanischen Films äußern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kino und Videofilm in Afrika – ein Überblick

3. Das Filmschaffen in drei afrikanischen Ländern

3.1. Ghana – Aufstieg und Fall des Kinos

3.2. Nigeria – ein afrikanisches Hollywood?

3.3 Madagaskar – die Abwesenheit des Kinos

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das afrikanische Kino am Beispiel der Länder Ghana, Nigeria und Madagaskar, um der Frage nachzugehen, ob und wie der Begriff „afrikanisches Kino“ in der Realität existiert. Dabei wird die historische Entwicklung der Filmindustrie sowie der aktuelle Trend zum Videofilm analysiert, um ein tieferes Verständnis für die Medienlandschaft auf dem afrikanischen Kontinent außerhalb westlicher Sehgewohnheiten zu gewinnen.

  • Historische Entwicklung des Films während und nach der Kolonialzeit.
  • Die Bedeutung der lokalen Videofilmproduktion und deren wirtschaftliche Relevanz.
  • Vergleich der strukturellen Bedingungen in Ghana, Nigeria und Madagaskar.
  • Herausforderungen für Kinoproduktionen und der Aufstieg des informellen Videomarktes.
  • Dezentrierung der westlich geprägten Perspektive auf „afrikanisches Kino“.

Auszug aus dem Buch

3.2. Nigeria - Ein afrikanisches Hollywood?

Mit seinen rund 110 Millionen Einwohnern ist Nigeria die „wirtschaftlich und militärisch unangefochtene Regionalmacht“ der 1975 gegründeten Wirtschaftsgemeinschaft afrikanischer Staaten (ECOWAS). Wie Ghana ist Nigeria eine ehemalige britische Kolonie und verfügte ebenfalls über eine „Colonial Film Unit“. Nach der Unabhängigkeit 1960 überließen die ehemaligen Kolonialherren dem Land den Fundus an Kameras, Kopierwerken und Filmstudios.

Nigeria verfügte schon früh nach seiner Unabhängigkeit über eigenes Fernsehen, allerdings ging der Direktor einen ähnlichen Weg wie Sam Aryetey in Ghana. Er vertraute fast ausschließlich auf ausländische Produktionen, „da er seinen Landsleuten die künstlerische Leistung nicht zutraute.“ Da sich das Publikum mit den ausländischen Sendungen und Filmen nicht identifizieren konnte, fand das Fernsehprogramm nur wenig Anklang bei den Einwohnern.

Das Filmschaffen in Nigeria wird bis heute von der Nigerian Film Corporations (NFC), welche sich aus der Film Unit entwickelte, und der National Film Distribution Company (NFDC) geleitet. Die NFC sollte eigentlich für die Produktion nigerianischer Filme verantwortlich sein, da diese aber kaum Publikum fanden, beschränkt sie sich heute auf die Vertriebs- und Quotenregelung der Kinos (auf zehn ausländische Filme müssen Kinobetreiber einen nigerianischen in ihr Programm aufnehmen). Die NFDC organisiert Import, Vertrieb und Verleih von Filmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Existenz des afrikanischen Kinos in Ghana, Nigeria und Madagaskar.

2. Kino und Videofilm in Afrika – ein Überblick: Untersuchung der Begriffsdefinition „afrikanisches Kino“ und Analyse der aktuellen Probleme wie Infrastrukturmangel und die Bedeutung des Videobooms.

3. Das Filmschaffen in drei afrikanischen Ländern: Detaillierte Darstellung der Filmgeschichte und aktuellen Situation in den drei Beispielstaaten.

3.1. Ghana – Aufstieg und Fall des Kinos: Betrachtung der Entwicklung von der kolonialen Film Unit über die Verstaatlichung bis hin zum Aufschwung der lokalen Videoindustrie.

3.2. Nigeria – ein afrikanisches Hollywood?: Analyse der nigerianischen Filmindustrie, der dominierenden Rolle des „Nollywood“-Videomarktes und der kulturellen Identifikation durch lokale Produktionen.

3.3 Madagaskar – die Abwesenheit des Kinos: Darstellung der Filmgeschichte Madagaskars ohne koloniale Film-Strukturen und der Herausforderungen für eine nationale Filmproduktion.

4. Fazit: Resümee über die Lebendigkeit des afrikanischen Films und Plädoyer für einen erweiterten Blickwinkel abseits westlicher Standards.

Schlüsselwörter

Afrikanisches Kino, Ghana, Nigeria, Madagaskar, Videofilm, Nollywood, Filmgeschichte, Kolonialzeit, Medienproduktion, lokale Identität, Filmindustrie, Wirtschaftsgemeinschaft afrikanischer Staaten, kultureller Austausch, Filmfestival, Dokumentarfilm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Filmschaffen auf dem afrikanischen Kontinent, konkret fokussiert auf Ghana, Nigeria und Madagaskar.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Kinos, der Einfluss kolonialer Strukturen und der aktuelle Aufstieg der lokalen Videofilm-Industrien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob der Begriff „afrikanisches Kino“ gerechtfertigt ist und welche Rolle lokale Filmproduktionen für die Bevölkerung spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine auf Literaturrecherche basierende Analyse der Filmgeschichte und aktueller Entwicklungen im Mediensektor der betrachteten Länder.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen Filmgeschichten von Ghana, Nigeria und Madagaskar beleuchtet und die Transformation von traditionellem Kino zum Videofilm detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Afrikanisches Kino, Nollywood, lokale Videoproduktion und nationale Identität charakterisiert.

Warum spielt der Videomarkt in Nigeria eine so bedeutende Rolle?

Der Videomarkt ist für die nigerianische Bevölkerung zentral, da er kostengünstig produziert wird und Themen behandelt, mit denen sich die Menschen identifizieren können.

Warum unterscheidet sich die Situation in Madagaskar von Ghana und Nigeria?

Madagaskar war keine englische Kolonie und verfügte daher nicht über eine von den Kolonialherren installierte „Film Unit“, was eine andere Ausgangslage für die Filmgeschichte schuf.

Wie bewertet der Autor die Zukunft des afrikanischen Films?

Der Autor sieht das afrikanische Kino als lebendig an und prognostiziert, dass bei anhaltendem Wachstum des Videomarktes zunehmend Filme internationale Aufmerksamkeit erlangen werden.

Welche Herausforderungen behindern die Filmproduktion in den untersuchten Ländern?

Zu den Haupthindernissen zählen eine schwierige ökonomische Lage, mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten, fehlende Infrastruktur und politische Instabilitäten.

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Résumé des informations

Titre
Kino und Videofilm in Madagaskar, Ghana und Nigeria
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Ethnologie und Afrikastudien)
Cours
Madagaskar - Geschichte, Gesellschaft, Politik
Note
1,7
Auteur
Dominik Meise (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
13
N° de catalogue
V266850
ISBN (ebook)
9783656571551
ISBN (Livre)
9783656571629
Langue
allemand
mots-clé
Kino Video Filmindustrie Film Afrika Madagaskar Ghana Nigeria Nollywood
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominik Meise (Auteur), 2013, Kino und Videofilm in Madagaskar, Ghana und Nigeria, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266850
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Extrait de  13  pages
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