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Umsatzrealisation nach IFRS im Vergleich zum HGB

Titel: Umsatzrealisation nach IFRS im Vergleich zum HGB

Bachelorarbeit , 2013 , 90 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Vivian Ziegenhagen (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schwerpunkt dieser Arbeit soll es sein die Änderungen, die sich durch den Standardentwurf ED/2011/6 für die IFRS-Rechnungslegung ergeben, zu untersuchen und kritisch zu würdigen. Verstärktes Augenmerk wird dabei auf die Auswirkungen und Problemfelder, die aus den Änderungen hervorgehen gelegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Prinzipien und Begriffe der Umsatzrealisation - Grundprinzipien deutscher und internationaler Rechnungslegung

2.1 Umsatzrealisation nach HGB

2.1.1 Grundsätze / Prinzipien

2.1.2 Umsatzerlöse

2.1.3 Bestimmung des Realisationszeitpunktes

2.2 Umsatzrealisation nach IFRS

2.2.1 Grundsätze / Prinzipien

2.2.2 Umsatzerlöse und Umsatzausweis

2.2.3 Umsatzrealisation bei Erträgen nach IAS 18

2.2.3.1 Umsatzrealisierung beim Verkauf von Gütern

2.2.3.2 Umsatzrealisierung bei Dienstleistungsgeschäften

2.2.3.3 Umsatzrealisierung bei der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten

2.2.4 Umsatzrealisation bei Langfristfertigung nach IAS 11

3 Standardentwurf ED/2011/6

3.1 Hintergründe und Entwicklung

3.2 Anwendungsbereich des ED/2011/6

3.3 Umsatzrealisierung nach den Kernprinzipien

3.3.1 Vertragsidentifizierung

3.3.2 Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags

3.3.3 Determinierung des Transaktionspreises

3.3.4 Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtung

3.3.5 Umsatzrealisierung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung

3.3.5.1 Kontinuierliche Erfüllung von Leistungsverpflichtungen über einen Zeitraum

3.3.5.2 Erfüllung von Leistungsverpflichtungen zu einem Zeitpunkt

3.4 Neuerungen durch den ED/2011/6

3.5 Reflexion branchenübergreifender Problemfelder und Würdigung wesentlicher Auswirkungen

3.5.1 Reflexion des fünfstufigen Modells der Umsatzrealisierung

3.5.1.1 Vertragsidentifizierung

3.5.1.2 Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags

3.5.1.3 Determinierung des Transaktionspreises

3.5.1.3.1 Variable Vergütungsbestandteile

3.5.1.3.2 Zeitwert des Geldes

3.5.1.3.3 Nicht-monetäre Gegenleistungen

3.5.1.3.4 Einbringlichkeit der Forderungen

3.5.1.4 Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtung

3.5.1.5 Umsatzrealisierung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung

3.5.2 Weitere branchenübergreifende Auswirkungen der Umstellung bei der Umsatzrealisierung

3.5.2.1 Brutto- / Netto-Umsatzausweis

3.5.2.2 Vertragsanbahnungskosten

3.5.2.3 Vertragsanpassungen

3.5.2.4 Belastende Verträge

3.5.2.5 Lizenzverträge

3.5.2.6 Gewährleistungen

3.5.2.7 Finanzkennzahlen

3.5.2.8 Anhangangaben

3.6 Reflexion branchenspezifischer Problemfelder und Würdigung wesentlicher Auswirkungen

3.6.1 Telekommunikation

3.6.2 Software

3.6.3 Bauwirtschaft sowie Anlagen- und Maschinenbau

3.6.4 Automobilindustrie und Luftfahrt

3.6.5 Einzelhandel und Konsumgüter

3.6.6 Pharma / Biotechnologie

3.6.7 Dienstleistungen

4 Besonderheiten bestimmter Vertragsarten

4.1 Bilanzierung von Mehrkomponentenverträgen

4.1.1 Bilanzierung nach HGB

4.1.1.1 Vorsichtsprinzip

4.1.1.2 E-DRS 17

4.1.1.3 Rechtsprechung des BFH

4.1.1 Bilanzierung nach IAS / IFRS

4.2 Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen

4.2.1 Bilanzierung nach HGB

4.2.1 Bilanzierung nach IAS / IFRS

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die kritische Untersuchung und Würdigung der Änderungen, die sich durch den Standardentwurf ED/2011/6 für die IFRS-Rechnungslegung ergeben. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei insbesondere auf die Identifikation von Auswirkungen und Problemfeldern in der Unternehmenspraxis, die durch die Einführung eines neuen, prinzipienbasierten Modells zur Umsatzrealisation entstehen.

  • Vergleich der Umsatzrealisationskonzepte nach HGB und IFRS
  • Analyse des fünfstufigen Modells des Standardentwurfs ED/2011/6
  • Untersuchung branchenübergreifender Problemfelder (z. B. Mehrkomponentenverträge)
  • Reflexion branchenspezifischer Auswirkungen in Industrien wie Telekommunikation, Software und Bauwirtschaft
  • Diskussion über potenzielle Prozess- und Systemanpassungen in Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Vertragsidentifizierung

Als erstes wird die Identifizierung des Vertrags vorgenommen.156 Nach ED/2011/6.14 müssen folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein, damit die Vorschriften des Standardentwurfs auf einen Vertrag Anwendung finden:157

a) Der Vertrag weist wirtschaftliche Substanz auf. Das bedeutet, dass der Vertrag rechtlich wirksam sein muss. Weiterhin beeinflusst der Vertrag den künftigen Cash-flow.158

b) Die Vertragsparteien haben zugestimmt ihre Vertragspflichten zu erfüllen.159

c) Die Rechte der Vertragsparteien sowie die Zahlungsbedingungen bezogen auf die zu übertragenden Güter und Dienstleistungen sind identifizierbar.160

Da die wirtschaftliche Betrachtungsweise bei der Identifizierung ausschlaggebend ist, muss beurteilt werden, ob rechtlich unabhängige Verträge für Zwecke der Umsatzrealisierung zusammenzufassen sind.161 Eine Zusammenfassung der Verträge kommt in Betracht, wenn diese inhaltlich zusammenhängen bzw. sich inhaltlich ähneln.162 Ein inhaltlicher Zusammenhang ist anzunehmen, sofern mehr als zwei Einzelverträge mit demselben Kunden zeitgleich oder in zeitlicher Nähe abgeschlossen wurden, diese die gleichen wirtschaftlichen Ziele aufweisen und gleichzeitig bzw. nacheinander erfüllt werden.163 Weiterhin kann eine inhaltliche Verknüpfung bei entsprechenden technischen Interdependenzen sowie Preisinterdependenzen vorliegen.164 Unter Preisinterdependenz ist zu verstehen, dass der Preis eines Vertrages nicht ohne einen weiteren Vertragsschluss angeboten worden wäre.165 Der überarbeitete Standardentwurf bringt faktisch einen neuen Typ von Mehrkomponentenverträgen hervor.166

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Umsatzrealisation für den Unternehmenserfolg dar und skizziert das Ziel der Arbeit, die Änderungen durch den Standardentwurf ED/2011/6 zu untersuchen.

2 Prinzipien und Begriffe der Umsatzrealisation - Grundprinzipien deutscher und internationaler Rechnungslegung: Dieses Kapitel erläutert die konzeptionellen Unterschiede zwischen dem HGB, das primär auf Gläubigerschutz abzielt, und den IFRS, die sich an der Entscheidungsnützlichkeit für Investoren orientieren.

3 Standardentwurf ED/2011/6: Das Kernkapitel analysiert den Entwurf ED/2011/6, sein Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisierung sowie die branchenübergreifenden und branchenspezifischen Konsequenzen für Unternehmen.

4 Besonderheiten bestimmter Vertragsarten: Hier wird der spezifische Umgang mit Mehrkomponentenverträgen und langfristigen Fertigungsaufträgen nach HGB und IFRS verglichen.

5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der zunehmenden Komplexität und des erhöhten Ermessensspielraums durch den Standardentwurf.

Schlüsselwörter

Umsatzrealisation, IFRS, HGB, ED/2011/6, Rechnungslegung, Leistungsverpflichtung, Mehrkomponentenvertrag, Fertigungsauftrag, asset-liability-approach, Bilanzierung, Standardentwurf, Abschlussadressaten, Teilgewinnrealisierung, Erfolgsrealisierung, IASB

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konzepte der Umsatzrealisation im HGB und in den IFRS, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Entwicklungen durch den Standardentwurf ED/2011/6.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Bilanzierung von Mehrkomponentenverträgen, langfristige Fertigungsaufträge und die kritische Analyse der neuen Anforderungen an die Umsatzrealisierung unter IFRS.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen des Standardentwurfs ED/2011/6 auf die IFRS-Rechnungslegung zu untersuchen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für Unternehmen kritisch zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse der bestehenden Standards (HGB/IFRS) und reflektiert die Neuregelungen des ED/2011/6 anhand von Fachliteratur, Diskussionspapieren und konkreten Praxisbeispielen aus verschiedenen Branchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert das Fünf-Schritte-Modell des ED/2011/6 sowie die spezifischen Problemfelder in Branchen wie Telekommunikation, Software, Bauwirtschaft und Automobilindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Umsatzrealisation, IFRS, HGB, Leistungsverpflichtung, Mehrkomponentenvertrag und der Standardentwurf ED/2011/6.

Warum ist das "asset-liability-approach" so bedeutsam für den ED/2011/6?

Dieser Ansatz bildet das theoretische Fundament des neuen Standardentwurfs, da Erträge und Aufwendungen nur dann erfasst werden dürfen, wenn sie tatsächlich einen Vermögenswert oder eine Schuld im Sinne des Rahmenkonzepts begründen.

Welche Herausforderungen entstehen für die IT-Systeme von Unternehmen?

Durch die neuen Anforderungen, etwa bei der Aufteilung des Transaktionspreises auf diverse Leistungsverpflichtungen oder der ständigen Erfassung von Einzelveräußerungspreisen, benötigen Unternehmen flexiblere Systeme und eine deutlich aufwendigere Datenpflege.

Wie verändert der Entwurf die Behandlung von Vertragsanbahnungskosten?

Im Gegensatz zur bisherigen Praxis sollen diese Kosten künftig als Vermögenswert erfasst und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden, sofern sie wieder erwirtschaftet werden können, was die Bilanzierungspraxis vieler Unternehmen erheblich verändern wird.

Welche Rolle spielt das Kontrollprinzip in der neuen Umsatzrealisierung?

Das Kontrollprinzip ersetzt den bisherigen Risiko-/Chancen-Ansatz. Der Umsatz wird erfasst, sobald der Kunde die Verfügungsmacht über das Gut oder die Dienstleistung erlangt hat, was eine konzeptionelle Neuausrichtung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umsatzrealisation nach IFRS im Vergleich zum HGB
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
2,0
Autor
Vivian Ziegenhagen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
90
Katalognummer
V266926
ISBN (eBook)
9783656571674
ISBN (Buch)
9783656571650
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umsatzrealisation ifrs vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vivian Ziegenhagen (Autor:in), 2013, Umsatzrealisation nach IFRS im Vergleich zum HGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266926
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  90  Seiten
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