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Rollentheoretische Aspekte in der Sozialisationstheorie

Title: Rollentheoretische Aspekte in der Sozialisationstheorie

Intermediate Examination Paper , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Insa Schmidt (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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In der vorliegenden Arbeit sollen die rollentheoretischen Aspekte behandelt werden, die in der Sozialisationstheorie von großer Bedeutung sind. Zunächst wird die Rollentheorie nach Ralf Dahrendorf anhand des „Homo Sociologicus“ dargestellt. Dabei wird der Mensch in der Gesellschaft dargestellt. Außerdem wird die Bedeutung und die Funktion von sozialen Rollen eingegangen. Des weiteren wird die Definitionsproblematik bezüglich der Kategorien soziale Rolle und Status aufgezeigt und die Kritik Dahrendorfs an der Soziologie verdeutlicht. Anschließend werden Begriffsbestimmungen bezüglich der Rollen und verschiedene Rollenkonzepte von Jürgen Habermas, Lothar Krappmann und Hans Paul Bahrdt zu diesem Thema angeführt, die Unterschiede zum konventionellen Rollenkonzept aufweisen und dieses kritisieren bzw. modifizieren. Dabei ist das Konzept des Interaktionismus von großer Bedeutung. Schließlich werden die Ansichten von Habermas, Krappmann und Bahrdt mit denen von Dahrendorf verglichen und in diesem Zusammenhang die Kritik am strukturell- funktionalen Rollenkonzept unterstrichen.

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Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.1. Der „Homo Sociologicus“ und seine Bedeutung in der Sozialisationstheorie

2.1.1. Der Mensch und die Gesellschaft

2.1.2. Soziale Rollen, ihre Bedeutung und Funktionen

2.1.3. Sozial Rolle und Status als Doppelbegriff

2.1.4. Kritik an der Soziologie

2.2. Weitere Theorien und Kritik anderer Soziologen

2.2.1. Kritik und Erweiterung des Rollenschemas nach Jürgen Habermas

2.2.2. Verschiedene Rollenkonzepte nach Lothar Krappmann

2.2.3. Begriffsbestimmungen der sozialen Rolle nach Hans Paul Bahrdt

2.3.Vergleich von Dahrendorf mit Habermas, Krappmann und Bahrdt

2.3.1. Vergleich von Dahrendorf mit Habermas

2.3.2. Vergleich von Dahrendorf mit Krappmann

2.3.3. Vergleich von Dahrendorf mit Bahrdt

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die rollentheoretischen Aspekte in der Sozialisationstheorie zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung der Rollentheorie nach Ralf Dahrendorf und deren kritische Reflexion durch Ansätze des Interaktionismus im Zentrum der Forschungsfrage.

  • Grundlagen des „Homo Sociologicus“ nach Dahrendorf
  • Strukturell-funktionale versus interaktionistische Rollenkonzepte
  • Kritik an der Vernachlässigung der individuellen Interpretationsgabe
  • Sozialisationsprozesse als Lebensthema der Rollenaneignung
  • Moralische Aspekte der Rollensoziologie

Auszug aus dem Buch

2.1.1.Der Mensch und die Gesellschaft

Die Soziologie ist die Wissenschaft von dem Menschen, der eingebettet ist in seine Umwelt. Jedoch kann die Soziologie keineswegs den ganzen Menschen als solches zum wissenschaftlichen Objekt haben. Vielmehr wird er im Zusammenhang mit der Gesellschaft gesehen.

Die Gesellschaft ist im Leben des Menschen von elementarer Bedeutung. Sie prägt sein Verhalten in entscheidender Weise und niemand kann sich ihr entziehen. Sie findet sich in allen Lebensbereichen des alltäglichen Lebens. Man besucht verschiedene Schulen, wählt einen Beruf, ist Mitglied in bestimmten Vereinen oder der Kirche, verhält sich einigen Menschen gegenüber anders als anderen, erzieht seine Kinder nach bestimmten Regeln; und all dies geschieht im Kontext der Gesellschaft. Dahrendorf (1971, S17) spricht daher von „der Tatsache der Gesellschaft, an die wir so oft und so intensiv gemahnt werden, dass sie sich mit gutem Grund auch als die ärgerliche Tatsache der Gesellschaft beschreiben lässt “. Die Gesellschaft stellt die vermittelnde Kraft zwischen Mensch und der Welt dar. Daher muss man nach den Elementen einer bestimmten Wissenschaft forschen, deren Aufgabe ist, den Menschen in Gesellschaft darzustellen (Dahrendorf, 1971, S.17f).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung rollentheoretischer Aspekte für die Sozialisationstheorie ein und skizziert den Vergleich zwischen Dahrendorf und weiteren Soziologen.

2.1. Der „Homo Sociologicus“ und seine Bedeutung in der Sozialisationstheorie: Dieses Kapitel expliziert das Konzept des Menschen als Rollenträger in der Gesellschaft und diskutiert die soziologische Kritik an dieser Konstruktion.

2.2. Weitere Theorien und Kritik anderer Soziologen: Hier werden die Erweiterungen und Modifikationen des Rollenschemas durch Habermas, Krappmann und Bahrdt dargestellt.

2.3.Vergleich von Dahrendorf mit Habermas, Krappmann und Bahrdt: In diesem Abschnitt werden die Ansätze der genannten Soziologen systematisch mit dem Konzept von Dahrendorf konfrontiert.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Kritik am konventionellen Rollenkonzept zusammen und betont die Notwendigkeit, den Menschen als soziales, aber handlungsfähiges Wesen zu begreifen.

Schlüsselwörter

Sozialisationstheorie, Rollentheorie, Homo Sociologicus, soziale Rolle, Rollenhandeln, Interaktionismus, Rollenkonflikt, Bezugsgruppe, Sanktionen, Rollendistanz, Identität, Sozialpsychologie, Konformität, Verinnerlichung, Strukturfunktionalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht rollentheoretische Aspekte innerhalb der Sozialisationstheorie und setzt sich kritisch mit dem Modell des „Homo Sociologicus“ von Ralf Dahrendorf auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte sozialer Rollen, der Prozess der Verinnerlichung, die Bedeutung von Erwartungen sowie die Kritik an der strukturell-funktionalen Rollentheorie durch interaktionistische Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beschränkungen des klassischen Rollenmodells aufzuzeigen und durch alternative, interaktionistische Ansätze zu ergänzen, um die Handlungsfähigkeit und Individualität des Menschen in der modernen Gesellschaft besser abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Literaturrecherche und dem systematischen Vergleich soziologischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Dahrendorfschen Modells, die kritischen Analysen durch Habermas, Krappmann und Bahrdt sowie den direkten Vergleich dieser Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Rollenkonformität, Interaktionismus, Sozialisation, Identitätsbildung und das Paradox des „doppelten Menschen“.

Wie unterscheidet sich die interaktionistische Perspektive von der strukturell-funktionalen?

Während die strukturell-funktionale Theorie die Rolle als vorgegebene Normenstruktur betrachtet, betont der Interaktionismus die interpretative Leistung der Individuen und das gemeinsame Aushandeln von Rollen in konkreten Situationen.

Warum kritisiert Dahrendorf die moderne Soziologie selbst?

Dahrendorf wirft der Soziologie vor, durch die Konstruktion des „Homo Sociologicus“ den autonomen Menschen aus den Augen verloren und die Soziologie zu einer moralisch fragwürdigen, technokratischen Wissenschaft gemacht zu haben.

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Details

Title
Rollentheoretische Aspekte in der Sozialisationstheorie
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Course
Sozialisationstheorien
Grade
1,0
Author
Insa Schmidt (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V26692
ISBN (eBook)
9783638289528
ISBN (Book)
9783638717557
Language
German
Tags
Rollentheoretische Aspekte Sozialisationstheorie Sozialisationstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Insa Schmidt (Author), 2004, Rollentheoretische Aspekte in der Sozialisationstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26692
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