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Die Kurt-Eisner-Gedenkplatte. Erinnerungsorte in München

Título: Die Kurt-Eisner-Gedenkplatte. Erinnerungsorte in München

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2012 , 38 Páginas , Calificación: 14 Punkte

Autor:in: Stephanie Dose (Autor)

Historia de Europa - Época de las guerras mundiales
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Die Arbeit setzt sich mit dem Leben Kurt Eisners und seinem Wirken in München auseinander. Sie ergründet, weshalb ein Ort der Erinnerung an ihn gestaltet wurde. Des Weiteren werden sein Leben und Wirken in einen historischen Zusammenhang gebracht, um die Auswirkungen seines Handelns als Ministerpräsident zu zeigen. So können die Hintergründe der Gedenkplatte genauer betrachtet werden.

Auch die Diskussionen um die Ortswahl, die Intention der Künstlerin Erika Maria Lankes und die Inschrift werden besprochen. Daraus ergibt sich eine Einordnung der Gedenkplatte in die theoretischen Konzepte des „Erinnerungsorts“ und des „Schauplatzes der Geschichte in Bayern“. Eine Befragung in München zeigt auf, wie präsent die Erinnerung an Kurt Eisner unter den Teilnehmenden ist.

Im Jahr 1918 erreichte eine Revolution in Bayern die Absetzung der Monarchie sowie die Ausrufung einer Republik. Sie entstand aus der Unzufriedenheit des Volkes über die schlechte Versorgung, sowie aus den Nöten, die die Bevölkerung nach dem Ersten Weltkrieg zu ertragen hatte. Kurt Eisner führte diese Revolution an.

Er gilt als Gründer des heutigen Freistaats Bayern, den er nach der Revolution in der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 proklamierte. Zur Erinnerung an ihn wurde im Jahr 1989 eine Gedenkplatte in der Kardinal-Faulhaber-Straße in München in den Gehweg eingelassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Kurt Eisner

I. Kurt Eisner und die Revolution 1918/1919 in München

1. Das Leben Kurt Eisners

2. Politisches Wirken in München

a) Revolution gegen die Monarchie

b) Aktivitäten als provisorischer bayerischer Ministerpräsident

II. Einordnung Eisners in den historischen Kontext

1. Die politische und gesellschaftliche Situation in München nach dem Ersten Weltkrieg

2. Mord an Eisner und Verurteilung Anton Graf von Arco auf Valley

3. Die politische und gesellschaftliche Situation nach Eisners Tod

C. Gedenken an Kurt Eisner

I. Die Kurt-Eisner-Gedenkplatte

1. Standort

2. Gegenstand der Erinnerung

3. Künstlerische Gestaltung und deren Wirkungsabsicht

4. Initiatoren

5. Problematiken der Gedenkplatte

II. Einordnung der Kurt-Eisner-Gedenkplatte als Erinnerungsort

1. Definitionen

2. Befragung auf dem Münchner Marienplatz

III. Die Schwierigkeiten des Erinnerns an Kurt Eisner in München

1. Formen des Erinnerns vor Errichtung der Gedenkplatte

2. Formen des Erinnerns nach Errichtung der Gedenkplatte

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Kurt-Eisner-Gedenkplatte in München als Erinnerungsort. Ziel ist es, die historische Bedeutung von Kurt Eisner für den Freistaat Bayern zu beleuchten, die Entstehungsgeschichte und gesellschaftliche Wahrnehmung des Denkmals zu untersuchen und zu hinterfragen, inwieweit die aktuelle Form des Gedenkens dem Wirken Eisners gerecht wird.

  • Biografie und politisches Wirken Kurt Eisners
  • Historische Einordnung des Attentats vom 21. Februar 1919
  • Analyse der Kurt-Eisner-Gedenkplatte in der Kardinal-Faulhaber-Straße
  • Diskussion um die Erinnerungskultur und den Status als "Erinnerungsort"
  • Empirische Untersuchung zur Bekanntheit von Eisner und dem Denkmal

Auszug aus dem Buch

3. Künstlerische Gestaltung und deren Wirkungsabsicht

Bei der Gedenkplatte handelt es sich um eine Reliefplatte, die in zwei Teile gegliedert ist. An der Stirnseite zur Straße befindet sich die Inschrift; der zweite, graphisch gestaltete Teil stellt die Silhouette eines am Boden liegenden Mannes dar. Der hervorgehobene Umriss soll Eisner symbolisieren und bildet den Rahmen für die im Inneren diagonal verlaufenden, ebenfalls hervorgehobenen Streifen. Von außen wird die Silhouette von weiteren Metallstreifen begrenzt, die senkrecht zu denen im Inneren des Umrisses liegen. Die Platte erstreckt sich über die gesamte Breite des Fußgängerweges und ist in ihrer Länge so bemessen, dass sie bei einem „normalen“ Gehen betreten werden muss. Durch ihre reliefartige Beschaffenheit hebt sie sich von der Pflasterung des übrigen Bürgersteiges ab.

Im Jahr 1988 schrieb die Stadt München einen Wettbewerb zur Gestaltung eines Denkmals für Kurt Eisner aus. Der Vorschlag der Künstlerin Erika Maria Lankes wurde vom Bauausschuss ausgewählt.

Bei der Gestaltung musste die Künstlerin auf die räumlichen Beschränkungen und verkehrstechnischen Gegebenheiten Rücksicht nehmen. Die kontroversen Diskussionen in Stadtrat in den Jahren 1985 bis 1988 über ein geeignetes Denkmal für Kurt Eisner lassen den Eindruck aufkommen, dass die verkehrstechnischen Gegebenheiten in der Kardinal-Faulhaber-Straße nur ein Vorwand waren, um ein Gedenken an dieser Stelle zu verhindern. Erika Maria Lankes entschied sich für eine Gestaltungsform, die an die Steingrabplatten erinnert, die in vielen Kirchen in den Boden eingelassen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung stellt den historischen Bezug zur Revolution 1918 her und erläutert die Motivation für die Untersuchung der Gedenkplatte sowie die methodische Vorgehensweise.

B. Kurt Eisner: Dieses Kapitel behandelt das Leben Kurt Eisners, sein politisches Wirken, die Umstände der Novemberrevolution sowie die politischen Folgen seines Mordes und das instabile politische Klima der anschließenden Zeit.

C. Gedenken an Kurt Eisner: Dieser Hauptteil analysiert die Gedenkplatte am Tatort, ihre künstlerische Intention, die kontroverse Entstehungsgeschichte sowie die theoretische Einordnung als Erinnerungsort und die Ergebnisse einer empirischen Befragung.

D. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Platte zwar ein Gedenken ermöglicht, aber aufgrund ihrer unauffälligen Gestaltung und des geringen Bekanntheitsgrades kritisch zu hinterfragen bleibt, und fordert eine aktivere Erinnerungskultur.

Schlüsselwörter

Kurt Eisner, München, Revolution 1918, Freistaat Bayern, Gedenkplatte, Erinnerungsort, Attentat, Novemberrevolution, Denkmalkultur, politische Geschichte, Erika Maria Lankes, Weimarer Republik, Erinnerungspolitik, Räterepublik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gedenkplatte für Kurt Eisner in der Münchner Kardinal-Faulhaber-Straße als Erinnerungsort und analysiert, wie in Bayern an den Gründer des Freistaats erinnert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Biografie Kurt Eisners, die politischen Umbrüche der Jahre 1918/1919 in München, die Geschichte der Gedenkplatte und die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Gedenkplatte eine angemessene Form des Gedenkens an den ersten bayerischen Ministerpräsidenten darstellt und wie die Bevölkerung diese Stätte wahrnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?

Neben einer umfassenden Literatur- und Quellenanalyse wurde eine eigene empirische Untersuchung mittels Befragungen auf dem Münchner Marienplatz durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Biografie Eisners, die historischen Hintergründe seines Mordes sowie eine detaillierte Untersuchung der Kurt-Eisner-Gedenkplatte unter Einbeziehung künstlerischer und politischer Aspekte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erinnerungskultur, Revolution, Freistaat, politischer Mord, Gedenkplatte und die politische Instabilität in Bayern nach dem Ersten Weltkrieg.

Warum gibt es so viele Kontroversen um die Gedenkplatte?

Die Kontroversen resultieren aus der schwierigen historischen Einordnung Eisners durch konservative Kreise sowie der künstlerischen Gestaltung als in den Boden eingelassene Platte, die teils als respektlos empfunden wird.

Welche Bedeutung hat das "Drauftreten" auf die Platte?

Die Künstlerin Erika Maria Lankes beabsichtigte mit dem Bodenbelag, dass Passanten die Platte betreten müssen, um durch dieses bewusste Ereignis auf das historische Geschehen an dieser Stelle aufmerksam zu werden.

Was ergab die Befragung zur Bekanntheit Kurt Eisners?

Die Umfrage zeigte ein erschreckend geringes Wissen über Kurt Eisner bei Passanten, was verdeutlicht, dass Eisner als historisches Symbol in der öffentlichen Wahrnehmung nur schwach verankert ist.

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Detalles

Título
Die Kurt-Eisner-Gedenkplatte. Erinnerungsorte in München
Curso
Wissenschaftspropädeutisches Seminar - Geschichte
Calificación
14 Punkte
Autor
Stephanie Dose (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
38
No. de catálogo
V266937
ISBN (Ebook)
9783668605282
ISBN (Libro)
9783668605299
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eisner Kurt Eisner 8. November 1918 Freistaat Bayern Gedenkplatte Kardinal-Faulhaber-Straße 21. Februar 1919 Anton Graf von Arco auf Valley Attentat Rats der Arbeiter Soldaten und Bauern Erhard Auer provisorischer bayerischer Ministerpräsident Vereinigte Staaten von Deutschland Sozialistenkongress in Bern Mord an Eisner Graf von Arco Erika Maria Lankes Ruth Oppl Wolfram P. Kastner Wolfram Kastner Etienne Francois Hagen Schulze Erinnerungsort Schauplatz der Geschichte in Bayern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Dose (Autor), 2012, Die Kurt-Eisner-Gedenkplatte. Erinnerungsorte in München, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266937
Leer eBook
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