Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: International Organisations

Die UNO. Gestern, heute, morgen

Inwiefern ist die UNO in der internationalen Gemeinschaft bei Friedens- und Sicherheitsmissionen noch notwendig?

Title: Die UNO. Gestern, heute, morgen

Term Paper , 2011 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alice Greschkow (Author)

Politics - Topic: International Organisations
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die United Nations Organization, kurz UNO, ist seit dem Zweiten Weltkrieg eine der wichtigsten trans- und international agierenden Institutionen im Einsatz für die Einhaltung der Völkerrechtes sowie den Schutz und Aufbau von Frieden in Krisenregionen überall auf der Welt. 193 Mitgliedsstaaten (vgl. UN, Stand: 14.08.11) sind gemeinsam aktiv, um die Sicherheit auf der Welt zu erhalten und auszubauen.
Nach vielen erfolgreichen Missionen, der unersetzbaren Rolle bei der Entschärfung von Konflikten und der Förderung von Dialog in der Vergangenheit, scheint es, als würde die UNO vor den gegenwärtigen Veränderungen der internationalen Politik und der Konfliktstrukturen zunehmend an Bedeutung verlieren und keine passenden Lösungskonzepte bieten.
Im Rahmen des Seminars „Friedenssicherungs- und Staatsbildungsmissionen der internationalen Gemeinschaft“ behandelt diese Hausarbeit unter dem Thema „Die UNO: gestern – heute – morgen“ die Frage, inwiefern die UNO in Bezug auf Friedens- und Staatsbildungsmissionen überhaupt noch notwendig ist.
Um den Sachverhalt zu veranschaulichen, werden zunächst Grundlagen der UNO vorgestellt, um zu verdeutlichen, welche Ziele die UNO hat sowie mit welchen Instrumenten und Methoden sie bei der Durchsetzung dieser Ziele vorgeht. Darauffolgend wird erklärt, wie die jeweiligen friedenserhaltenden, bzw. –konsolidierenden Maßnahmen zu verstehen sind und welche die gegenwärtigen Herausforderungen in der internationalen Politik sind, auf die sich die UNO einstellen muss. Daraufhin werden kurz die Aktivitäten der UNO während des Kalten Krieges geschildert, anschließend die Missionen seit dem Zusammenbruch des Ost-West-Konflikts, um dann einen Ausblick in die Zukunft zu wagen unter Beachtung der Faktoren, die verändert werden müssen, um die Arbeit der UNO effektiv zu gestalten.
Abschließend werden die Erkenntnisse in einem Fazit zusammengefasst und bewertet.
Selbstverständlich können im Rahmen einer Hausarbeit nicht alle komplexen Aspekte vertieft behandelt werden, besonders, da es kein einzelnes konkretes Fallbeispiel zu behandeln gibt. Jedoch gilt es einen Überblick über die Strukturen und Methoden der UNO zu erschaffen, der sowohl Wichtigkeit und Brisanz, als auch kausale Schlussfolgerungen herausstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Publikation

1. Einleitung

2. Grundlagen des Wirkens der UNO

2.1 Ziele und Prinzipien

2.2. Methoden und Instrumente für die Durchsetzung von Frieden und Sicherheit

2.3. Peacekeeping, peacebuilding, peacemaking, peace enforcement: Definitionen und Differenzen

2.4. Gegenwärtige Herausforderungen

3. Zwischenfazit

4. Die UNO gestern: Ursprüngliche Grundgedanken und Arbeitsweisen

5. Missionen der UNO von 1990 bis heute

5.1. Erfolgreiche Missionen

5.2. Gescheiterte Missionen

6. Die UNO morgen?

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Relevanz der Vereinten Nationen (UNO) im Bereich internationaler Friedens- und Sicherheitsmissionen. Angesichts veränderter globaler Konfliktstrukturen und historischer Rückschläge analysiert die Autorin, ob die ursprünglichen Konzepte der Organisation noch zeitgemäß sind oder grundlegende Reformen sowie eine Anpassung der Arbeitsweisen erforderlich machen.

  • Historische Entwicklung und Gründungsprinzipien der UNO.
  • Differenzierung der Einsatzformen: Peacekeeping, Peacemaking und Peacebuilding.
  • Herausforderungen durch asymmetrische Konflikte und Terrorismus.
  • Evaluation ausgewählter Friedensmissionen seit 1990.
  • Diskussion über notwendige institutionelle Reformen und globale Governance.

Auszug aus dem Buch

2.3. Peacekeeping, peacebuilding, peacemaking, peace enforcement: Definitionen und Differenzen

An dieser Stelle werden kurz die wichtigsten Kennzeichen der Friedens- und Sicherheitsmissionen der UNO und deren Differenzen genannt, ohne dabei zu vertieft ins Detail zu gehen, um den Rahmen dieser Hausarbeit nicht zu überschreiten. Im Deutschen ist die begriffliche Differenzierung sehr schwer, deswegen werden Grundbegriffen aus dem Englischen verwendet.

Peacekeeping definiert die UNO als sicherheits- und friedenserhaltende Maßnahme, die auf den Prinzipien des Konsensus der Beteiligten, der Unparteilichkeit und dem Verzicht auf Gewalt (außer zur Selbstverteidigung) basiert. Die eingesetzten Truppen, die sog. Blauhelme, unterstützen strukturelle politische Entwicklungen, wie bspw. Wahlen, schützen Zivilisten und Menschenrechte und fördern die Versöhnung von Konfliktparteien. (Vgl. UNO, Stand 14.08.11)

Die Art des Peacekeepings hat sich nach dem Kalten Krieg gewandelt - wohingegen einst die beiden Großmächte sich gegenüberstanden und Ziel der Blauhelme war, beobachtend zu agieren und diplomatische Räume zu erschaffen, sind die Konflikte inzwischen viel komplexer, oftmals auch grausamer, und von anderen Motiven getrieben. Dieses erschwert die Arbeit des Peacekeepings, besonders vor dem Hintergrund, dass die Handlungsgrenzen theoretisch eingehalten werden müssen, was praktisch jedoch schwer zu legitimieren und umzusetzen ist (vgl. Karns/ Mingst 2006: 96f.).

Peacebuilding ist im Rahmen der 2006 entstandenen Peacebuiliding Commission ist als friedenskonsolidierende Maßnahme nach Beendigung eines Konfliktes zu verstehen. Ziel dabei ist es, strukturelle Hilfe zu leisten, bis reguläre Entwicklungshilfe geleistet werden kann, um den Konflikt währenddessen nicht erneut aufflammen zu lassen (vgl. UNO, Stand 14.08.11). Für eine dauerhafte und nachhaltige Friedenssituation müssen sich Peacekeeping und Peacebuilding zunehmend einander annähern, um auch die Effektivität zu erhöhen (vgl. Gareis/ Varwick 2002: 116).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der UNO ein und stellt die Forschungsfrage, inwieweit die Organisation bei heutigen Friedens- und Staatsbildungsmissionen noch notwendig ist.

2. Grundlagen des Wirkens der UNO: Das Kapitel erläutert das Konzept der kollektiven Sicherheit, die Instrumente der UNO sowie die methodische Abgrenzung zwischen Friedenssicherung und -durchsetzung.

3. Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen, insbesondere das Dilemma zwischen dem Souveränitätsanspruch der Staaten und den Erfordernissen globaler Sicherheitsstrukturen.

4. Die UNO gestern: Ursprüngliche Grundgedanken und Arbeitsweisen: Es wird die Entstehungsgeschichte der UNO betrachtet und untersucht, wie sich die Arbeitsweise im Kontext des Kalten Krieges und der anschließenden Krisenherde entwickelt hat.

5. Missionen der UNO von 1990 bis heute: Hier erfolgt eine exemplarische Analyse erfolgreicher sowie gescheiterter Missionen wie UNAMSIL oder UNPROFOR, um Schwachstellen in den bisherigen Interventionsstrategien aufzuzeigen.

6. Die UNO morgen?: Dieser Abschnitt diskutiert notwendige Reformen, wie die Effizienzsteigerung der Sicherheitsratsstrukturen und eine verstärkte Kooperation mit lokalen Akteuren, um zukünftige Krisen bewältigen zu können.

7. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung, indem es die Notwendigkeit der UNO als Dialogforum betont, während es gleichzeitig die Herausforderungen einer notwendigen Modernisierung hervorhebt.

Schlüsselwörter

UNO, Vereinte Nationen, Friedenssicherung, kollektive Sicherheit, Peacekeeping, Peacebuilding, Sicherheitsrat, internationale Konflikte, Global Governance, Staatsbildung, Menschenrechte, Intervention, Völkerrecht, Souveränität, Reformbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Vereinten Nationen in der internationalen Politik, insbesondere im Hinblick auf deren Handlungsfähigkeit und Notwendigkeit bei Friedens- und Staatsbildungsmissionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die historischen Grundlagen der UNO, die Differenzierung von Interventionsmethoden (Peacekeeping vs. Enforcement) sowie die Bewertung von UN-Missionen seit 1990 unter dem Aspekt veränderter globaler Bedrohungslagen.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern ist die UNO in der heutigen internationalen Gemeinschaft bei Friedens- und Sicherheitsmissionen überhaupt noch notwendig?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung vorhandener wissenschaftlicher Fachliteratur sowie eine Auswertung von Fallbeispielen vergangener UN-Missionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Ziele, Methoden, Terminologien), eine historische Einordnung der Arbeitsweise und eine praxisorientierte Analyse gescheiterter und erfolgreicher Missionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie kollektive Sicherheit, Friedensmissionen, Reformbedarf der Vereinten Nationen und internationale Konfliktprävention definiert.

Welche Rolle spielten die Ereignisse in Srebrenica und Ruanda für die Argumentation?

Diese Ereignisse werden als Paradebeispiele für das Scheitern klassischer Peacekeeping-Mandate angeführt, bei denen die bürokratischen Hürden und die mangelnde Handlungsbefugnis der UNO tödliche Folgen hatten.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Vetorechts im Sicherheitsrat?

Das Vetorecht wird kritisch als Instrument der Blockade betrachtet, das die Handlungsfähigkeit der Organisation bei globalen Krisen massiv einschränkt und Reformbemühungen verhindert.

Warum ist laut der Arbeit eine stärkere Zusammenarbeit mit INGOs wichtig?

Da INGOs oft unabhängig von nationaler Souveränität vor Ort tätig sind, verfügen sie über spezialisiertes Wissen und Strukturen, die der UNO bei der Konfliktprävention und Stabilisierung helfen können.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die UNO. Gestern, heute, morgen
Subtitle
Inwiefern ist die UNO in der internationalen Gemeinschaft bei Friedens- und Sicherheitsmissionen noch notwendig?
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,3
Author
Alice Greschkow (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V266969
ISBN (eBook)
9783656576372
ISBN (Book)
9783656576365
Language
German
Tags
gestern inwiefern gemeinschaft friedens- sicherheitsmissionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alice Greschkow (Author), 2011, Die UNO. Gestern, heute, morgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266969
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint