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Politische Philosophie im Islam des Mittelalters

Title: Politische Philosophie im Islam des Mittelalters

Term Paper , 2013 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Carolin Schwarz (Author)

Philosophy - Philosophy of the Middle Ages (approx. 500-1350)
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Diese Hausarbeit befasst sich Überblicksmäßig mit der politischen Philosophie des Islams im Mittelalter. Hierfür werden zwei Philosophen der Zeit miteinander verglichen: Averroës & Ibn Khaldūn.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Philosophie des Islam

3. Arabische Philosophen

3.1 Averroës (1126 -1198 n. Chr.)

3.1.1 Leben und Wirken

3.1.2 Politische Philosophie

3.2 Ibn Khaldūn (1332 – 1406 n. Chr.)

3.2.1 Leben und Wirken

3.2.2 Politische Philosophie

3.3 Vergleichen der politischen Philosophien

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die politische Philosophie im Islam des Mittelalters, indem sie die Ansätze von Averroës und Ibn Khaldūn analysiert und vergleicht, um die Frage zu beantworten, welche dieser Philosophien eine überlegene Staatstheorie darstellt.

  • Grundlagen der islamischen politischen Philosophie
  • Die Rolle des Kalifats als theoretisches Modell
  • Biographische Einordnung und philosophische Ansätze von Averroës
  • Verständnis von Herrschaft und Gesellschaft bei Ibn Khaldūn
  • Synthese von Religion, Philosophie und realpolitischen Gegebenheiten
  • Vergleich der Staatskonzeptionen im historischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Politische Philosophie

Aristoteles zōon politikon ist auch dem arabischen Philosophen Ibn Khaldūn ein Begriff. Auch für ihn braucht der Mensch Politik und Herrschaft. Allerdings begründet er das „[…] von Natur aus politische Lebewesen […]“ anders als der Grieche. Die politische Gemeinschaft ergibt sich bei Ibn Khaldūn aus Prozessen der Arbeitsteilung und ganz besonders aus dem Bedürfnis nach Sicherheit. Da der Mensch ein Mängelwesen ist, ergibt sich dieses starke Bedürfnis nach Sicherheit in der politischen Gesellschaft. Wie auch bei Aristoteles strebt das menschliche Individuum nach einem Leben in der Stadt, allerdings will der Mensch bei Ibn Khaldūn sein Bedürfnis nach Sicherheit befriedigen. Des Weiteren ist die Stadt nicht nur die Wiege der menschlichen Kultur sondern auch ihr Niedergang. Wissenschaft und Künste profitieren von der städtischen Gemeinschaft und werden von dem Zusammenleben befruchtet. Dennoch steht sie auch für den Verfall und den Niedergang von politischer Herrschaft.

Ibn Khaldūn setzt ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit bei dem Menschen voraus. Dieser Gedanke ist auch in der abendländischen Philosophie nicht unbekannt. Wenn man zum Beispiel den arabischen Philosophen und sein Werk mit Thomas Hobbes‘ „Leviathan“ (1651) vergleicht dann ergeben sich einige Gemeinsamkeiten. Bei beiden strebt der Mensch nach Sicherheit, Sicherheit vor anderen Menschen. Der Gedanke von der Feindschaft unter Menschen, trat schon bei früheren arabischen Philosophen auf, wie zum Beispiel bei Ibn Taimīya.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Begriff der politischen Philosophie und leitet zum Thema des islamischen Mittelalters über, mit Fokus auf Averroës und Ibn Khaldūn.

2. Politische Philosophie des Islam: Erläutert das Verhältnis von Religion und Staat im Islam sowie die Bedeutung des Kalifats als theokratische Herrschaftsform.

3. Arabische Philosophen: Dient als zentraler Teil der Arbeit zur detaillierten Vorstellung und Analyse der Denker Averroës und Ibn Khaldūn.

3.1 Averroës (1126 -1198 n. Chr.): Porträtiert das Leben und Wirken von Averroës und analysiert sein Bestreben, Platon und aristotelische Logik mit islamischen Glaubenssätzen zu harmonisieren.

3.1.1 Leben und Wirken: Skizziert den Lebenslauf des in Cordoba geborenen Philosophen und seine Rolle als Kommentator des Aristoteles.

3.1.2 Politische Philosophie: Untersucht Averroës' Interpretation von Platons Politeia und seinen Vorschlag einer Philosophen-Kalifen-Herrschaft.

3.2 Ibn Khaldūn (1332 – 1406 n. Chr.): Betrachtet das Leben des Historikers und Philosophen Ibn Khaldūn, der sich insbesondere mit dem Aufstieg und Zerfall von Reichen befasste.

3.2.1 Leben und Wirken: Beschreibt den Werdegang von Ibn Khaldūn als Gelehrter in Nordafrika und Ägypten sowie die Bedeutung seiner Autobiographie.

3.2.2 Politische Philosophie: Analysiert Ibn Khaldūns Konzepte der 'asbiya und die zyklische Natur von Herrschaft und Sicherheit.

3.3 Vergleichen der politischen Philosophien: Gegenüberstellung der Konzepte von Averroës und Ibn Khaldūn hinsichtlich ihres Umgangs mit religiösen und weltlichen Machtstrukturen.

4. Fazit: Reflektiert die Wandelbarkeit politischer Philosophie und resümiert, dass die Bewertung der „besten“ Theorie von zeitlichen und kulturellen Rahmenbedingungen abhängt.

Schlüsselwörter

Politische Philosophie, Islam, Mittelalter, Averroës, Ibn Khaldūn, Kalifat, Theokratie, Religion, 'asbiya, Herrschaftsform, Staatstheorie, Platon, Aristoteles, Macht, Sicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Konzepte der politischen Philosophie innerhalb des islamischen Mittelalters anhand der zwei zentralen Denker Averroës und Ibn Khaldūn.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Konzept des Kalifats, die Vereinbarkeit von rationaler Philosophie und Offenbarungsreligion sowie die Analyse von Herrschaftsformen im historischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die politischen Philosophien von Averroës und Ibn Khaldūn zu vergleichen und zu prüfen, inwieweit diese Ansätze eine ideale oder funktionale Staatsführung beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse der Primär- und Sekundärliteratur, um die Theorien der beiden Philosophen systematisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Philosophen, deren biographische Hintergründe sowie die detaillierte Ausarbeitung ihrer jeweiligen politischen Denkmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Politische Philosophie, Kalifat, 'asbiya, Theokratie und die Gegenüberstellung von religiöser und weltlicher Autorität.

Inwiefern beeinflusste Platon die politischen Vorstellungen von Averroës?

Averroës orientierte sich stark an Platons Politeia, wobei er eine Philosophen-Kalifen-Herrschaft vorschlug, die eine Vereinigung von philosophischer Vernunft und religiösem Gesetz anstrebt.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Ibn Khaldūn bezüglich der Religion?

Im Gegensatz zu Averroës versucht Ibn Khaldūn nicht zwingend, Religion und Philosophie zu verschmelzen; er sieht Religion eher als einen gesellschaftsbildenden Katalysator, der vor allem in der Gründungsphase von Reichen eine Rolle spielt.

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Details

Title
Politische Philosophie im Islam des Mittelalters
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Philosophie)
Course
Aristoteles‘ NE und ihre arabische Diskussion (MS)
Grade
2,7
Author
Carolin Schwarz (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V267050
ISBN (eBook)
9783656573715
ISBN (Book)
9783656573685
Language
German
Tags
Averroës Ibn Khaldūn politische Philosophie politische Philosophie des Islam Aristoteles Kalifat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Schwarz (Author), 2013, Politische Philosophie im Islam des Mittelalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267050
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