Johann Nicolaus Tetens über den Ursprung der Sprachen und der Schrift


Hausarbeit, 2009

22 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Problemgeschichtliche Verortung

2. Der Ursprung der Sprache und der Schrift bei Tetens
2.1 Problemstellung
2.2 Anthropologie
2.3 Wahrnehmung undNachahmung
2.4 Die Bedeutung der Gemeinschaft
2.5 Genese der Begriffe
2.6 Interkulturelle und interpersonelle Unterschiede

3. DieEntstehungder Schrift

4. Der Nutzen der Etymologie für die Ursprungsfrage

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Problemgeschichtliche Verortung

Das Zeitalter der Aufklärung zeichnet sich durch das Bestreben aus, sowohl die Gesellschaft als auch das Selbstverständnis des Menschen zu reformieren. In ihrem Selbstverständnis[1] grenzt sich die Aufklärung von früheren Epochen ab und macht sich die Klarheit des Verstandes und somit die Kritik irrationalen Denkens zum Programm. Das vernunftgemäße Denken soll jedoch nicht zum Selbstzweck verkommen, stattdessen soll daraus selbstbestimmtes Handeln resultieren. Mündige Bürger sollen sich von Autoritäten wie Staat und Kirche emanzipieren und ein kritisches Bewusstsein gegenüber sich selbst und ihrer Umwelt entwickeln.

Die Grundlage dafür bildet die ,,illusionsfreie Erkenntnis der Wirklichkeit, die sich auf nachvollziehbare Beobachtungen und Überlegungen stützt .“[2]

Obgleich Aufklärung und Wissenschaft jedoch keineswegs gleichgesetzt werden können, trugen die Erklärungsmodelle der Wissenschaften zuweilen dem Wunsch nach Selbstvergewisserung des Menschen in dem Punkt Rechnung, an dem die Abkehr von religiöser Deutungshoheit offene Fragen hinterlassen hatte.

Der Aufschwung der Wissenschaften und dadurch beförderte Forschungsreisen bewirken indes ein verstärktes Interesse an der Erd- und Entwicklunsgeschichte, die auch zur Auseinandersetzung mit der nationalen Kultur anregt. In Deutschland erwachsen daraus Bestrebungen, das Deutsche als eine dem Lateinischen gleichwertige (Wissenschafts-)Sprache zu etablieren, was sich unter anderem in der Arbeit an Lexika und Grammatiken zum Zwecke der Normierung niederschlägt.[3] Davon abgesehen lag zu jener Zeit sprachtheoretischen Überlegungen ein eher anthropologisches als linguistisches Erkenntnisinteresse zugrunde und das Wesen der Sprache wurde überwiegend im Hinblick auf das Denk- und Erkenntnisvermögen erforscht. Im 17. Jahrhundert herrscht die Meinung vor, die Sprache diene allein der Kommunikation und sei vom Denken unabhängig.

René Descartes spricht der Sprache in seinem Discours de la méthode (1637) noch ihre konstitutive Funktion für das Denken ab und sieht sie lediglich als sinnlich wahrnehmbares Anzeichen des Vernunftgebrauches an[4]. Tetens folgt hingegen dem britischen Empirismus, wenn er davon ausgeht, dass die Gegenstände der Erkenntnis durch die Sinneseindrücke in das Bewusstsein gelangen und so zu Vorstellungen werden, die den Begriffen vorausgehen. Für ihn ist das Erkennen jedoch kein Vorgang der Rezeptivität, stattdessen erfordert es die Selbsttätigkeit des Verstandes.[5]

Nach TETENS spiegelt sich dies in der deutschen Formulierung des „Erfahrungen Machens“ wieder, die den Akt der Verarbeitung eines vorgegebenen Materials betont.[6] Anders als Lockes „white paper, void of all characters, without any ideas“[7] wird das Bewusstsein nach Tetens nicht bloß mit Inhalten aus der Wahrnehmung bestückt, sondern erfasst und ordnet die Sinneseindrücke in Strukturen aus Begriffen und Urteilen.

Mit Interesse verfolgt Tetens die Diskurse über das Wesen der Sprache an der Berliner Akademie der Wissenschaften. Ihr Präsident Pierre Louis Moreau de Maupertuis hatte 1756 seine Dissertation sur les différents moyens dont les hommes se sont servis pour exprimer leurs idées verlesen, eine empirische Untersuchung der Sprachgenese, deren Ursprung er in natürlichen Lauten (wie etwa von Tieren) und konventionellem Zeichengebrauch sieht.[8]

Der Theologe, Demograph und Ökonom Johann Peter Süßmilch reagiert auf diese Schrift noch im selben Jahr mit seinem Versuch eines Beweises, dass die erste Sprache ihren Ursprung nicht vom Menschen, sondern allein vom Schöpfer erhalten habe, der aber erst 1766 gedruckt wurde.

Der dadurch befeuerte Diskurs um den Ursprung der Sprache, der „an und für sich ein Kontinuum des menschlichen Fragens darstellt“[9] führt 1769, angeregt durch Johann David Michaelis, zu der Preisfrage „En supposant les hommes abandonnés à leurs facultés naturelles, sont-ils en etat d'inventer le langage? Et par quels moyens parviendront-ils d'eux- mêmes a cette invention?“. Die zu dieser Zeit hohe Anzahl von 31 Einsendungen lässt die Relevanz der Sprachursprungsfrage zu jener Zeit erahnen,[10] sollte ihre Klärung doch zum Verständnis des Wesens der Sprache und ihrer Bedeutung für das Denkvermögen des Menschen beitragen.

Tetens anonym herausgegebener Beitrag „Über den Ursprung der Sprachen und der Schrift“ wurde (ebenso wie Herders Siegerschrift „Abhandlung über den Ursprung der Sprache“) 1772 gedruckt, wobeijedoch unklar ist, ob sein Beitrag überhaupt eingereicht wurde.

Im Folgenden werden Tetens Sprachverständnis und seine Überlegungen zum Sprachursprung anhand seines sprachphilosophischen Hauptwerkes „Über den Ursprung der Sprachen und der Schrift“, des 11. Versuch der „Philosophische Versuche über die menschliche Natur und ihre Entwicklung“ nebst Anhang „Einige Anmerkungen über die natürliche Sprachfähigkeit des Menschen“ und der beiden Aufsätze über die Etymologie herausgearbeitet.

2. Der Ursprung der Sprache und der Schrift bei Tetens

Während Tetens im 11. Versuch das anthropologische Fundament seiner Forschung skizziert, bilden die „Anmerkungen“ und die „Ursprungsschrift“ einen Themenkomplex, der mit den Überlegungen zum Nutzen der Etymologie für die Sprachursprungsfrage eng verknüpft ist. Mit allgemein- und entwicklungspsychologischen Methoden versucht Tetens die angeborenen Fähigkeiten des Menschen von den erworbenen Fähigkeiten zu unterscheiden. Insbesondere befasst er sich mit den determinierenden Trieben (wie dem Trieb zum Selbsterhalt) und optional entwickelbaren Anlagen wie Vernunft und Sprachvermögen, die von der Umwelt abhängig sind und somit nicht notwendig zur Reife gelangen müssen.

2.1 Problemstellung

Im Auftakt seiner Ursprungsschrift stellt Tetens fest, dass die Preisfrage der Berliner Akademie nur zu leicht zu beantworten sei, könnte man denn von einer von der Sprache unabhängigen Vernunft ausgehen. Der Mensch hätte dann vorsprachliche, vernünftige Gedanken fassen und sie durch Mienenspiel und - anders als Tiere - auch durch Gebärden kommunizieren können, bis er auf die Sprache als bequemste und ökonomischste Form der Zeichenübermittlung gekommen wäre. Zunächst verneint Tetens dies, setze vernünftiges Denken doch die Sprache stets voraus, doch weicht er später von dieser Annahme ab.

Bei der Beantwortung der Preisfrage muss, so Tetens, entsprechend berücksichtigt werden, was die angeborenen Fähigkeiten des Menschen konkret sind und ob der Mensch sich ohne Anleitung durch andere, höhere Erkenntniskräfte entwickeln und dadurch autark eine Sprache ausbilden und etablieren kann.

Typisch für den Sprachursprungsdiskurs ist der sich anschließende Verweis auf Erfahrungen mit „wilden Kindern“, die entweder aufgefunden oder als solche zu Forschungszwecken gehalten wurden sowie „wilden Völkern“ mit vermeintlich geringerem Entwicklungsgrad.[11] Im Vergleich mit „unseren Leibnizen und unseren Newtons“ lasse sich die Bandbreite an „Modifikationen der menschlicher Natur“ erkennen, wodurch eine Einschätzung dessen möglich wird, was der Mensch von Natur aus ist und wohin er sich entwickeln kann.[12]

Tetens versteht die Preisfrage im Sinne eines Modellversuches[13], der die Entwicklung einer Gruppe junger Menschen untersucht, die ohne menschliche Zuwendung und Anweisung aufgewachsen sind und nur so lange ernährt wurden, bis sie sich selbst ohne fremde Hilfe Nahrung beschaffen konnten. Da ein neugeborenes Kind ohne „ Wartung“ umkomme, sei eine Grundversorgung in diesem Gedankenexperiment unvermeidbar, auch wenn diese einen äußeren Impuls ergibt, der die Entwicklung beeinflusst. Jener muss als Störvariable im Versuchsaufbau bestehen bleiben, dieses Mangels ist sich Tetens bewusst - er bezeichnet einen statu mere naturali aber ohnehin als Fiktion.[14]

2.2 Anthropologie

In der Ursprungsschrift unterscheidet Tetens zwischen angeborenen Trieben zur Verrichtung von Dingen und Vermögen oder Anlagen, etwas erlernen oder werden zu können.

Die Triebe zur Ernährung, Bewegung und Vermehrung, als „körperliche[...J mechanische[...]

Instinkte“ zwingen durch unangenehme Empfindungen zum Tätigsein, so lange bis sie befriedigt werden.

Dem Menschen zueigen sind darüber hinaus die Empfindlichkeit als das Vermögen, Eindrücke aus der Umwelt mit Gefühl aufzunehmen und ein Gefühl innerer Wirksamkeit sowie das bildende Dichtungsvermögen. Den Hang zur Nachahmung teilt der Mensch mit dem Tierreich, allerdings hat die Nachahmung beim Menschen sowohl beim Nachahmenden als auch in der Rezeption eine andere Qualität, weswegen bereits Aristoteles den Menschen als zoon mimetikotaton bezeichnet.[15]

Nachahmung setzt eine lebhafte Vorstellung des Nachzuahmenden, eine (physische) Flexibilität in der Darstellung und ein Verständnis typischer Bewegung oder Verwendung dessen voraus, was imitiert werden soll. Daraus ergibt sich ein fließender Übergang zum bildenden Dichtungsvermögen, welches den Menschen befähigt, schöpferisch tätig zu sein und Gegebenes zu Neuem zu verbinden.

Nach Tetens ist diese Anlage zur Kreativität jedoch schwächer ausgebildet, als die Empfindungs- oder Einbildungskraft und wird durch Trägheit und Gewohnheit an ihrer Entfaltung gehindert, sofern kein neuer Impuls neue Bedürfnisse weckt, die nicht mit bereits vorhandenen Mitteln bedient werden können.[16]

Das Alleinstellungsmerkmal des Menschen ist das Vernunftvermögen. Nur er kann Ideen fassen, urteilen und Schlüsse ziehen. Im zweiten und dritten Abschnitt des 11. Versuches und im dritten Kapitel der Ursprungsschrift unternimmt Tetens eine Abgrenzung der menschlichen Natur von der tierischen, wobei er Rousseaus, Reimarus und Leibniz Konzepte der Perfektibilität aufgreift.

Im Gegensatz zum Tier verfügt der Mensch über die Freiheit, seine Anlagen nach eigenem Ermessen entwickeln und sich entsprechend über bloßes Triebverhalten hinwegsetzen zu können.[17] Ähnlich dem Herderschen Sphärenbegriff[18] nennt Tetens diesen Handlungsspielraum einen ,,ausgedehnten Wirkungskreis“, der sich aus der Vielseitigkeit des Menschen ergibt, da dieser nicht durch markante Merkmale und Eigenschaften zu einem bestimmten Lebensvollzug determiniert sei. Aus diesem Mangel erwächst seine Freiheit, die jedoch einen Anpassungszwang mit sich bringt. Trotz dieser Einschränkung stehen dem Menschen mehrere Optionen offen, was dem Tier verwehrt bleibt.

Als genuin menschliche Eigenschaften nennt Tetens neben der Freiheit im Handeln die Sprachfáhigkeit, Überlegungskraft und Vernunft, sowie eine besondere Begabung zur Nachahmung.[19] Während im „wilden Zustande“ viele der geistigen Fähigkeiten ungenutzt bleiben, betrifft dies im „gesitteten“ Zustand den „großen Vorrat von mechanischen Fähigkeiten“.[20]

Wenn den Tieren doch das Vermögen zum Fühlen zueigen ist, ergibt sich die Frage, warum ihnen die Ausbildung einer vorstellenden und denkenden, produktiven Seele verwehrt bleibt. Tetens erklärt dies mit der intensiven, einseitigen Wahrnehmung der Tiere, die ihre Besinnung[21] behindere, während der Mensch durch den höheren Grad an Selbsttätigkeit seiner Seele eine günstigere Disposition zum Empfinden habe.[22] Höher entwickelten Tieren wird zwar ein gewisser Grad an Selbsttätigkeit ihrer Seele und sogar die Fähigkeit zuerkannt, sich Vorstellungen machen zu können, doch den qualitativen Sprung zum vernünftigen oder produktiven Denken leisten sie nicht.

Zu Beginn des 11. Versuches schreibt Tetens der menschlichen Seele das Grundvermögen zum „fühlen, vorstellen, denken, bewegen oder wollen“[23] zu, sie kann nicht nur sich selbst verändern, sondern auch aus sich „herauswirken“.[24] Beeinflusst werden diese Äußerungen der Seele, die erst ab einer gewissen Entwicklungsstufe beobachtbar sind, durch die innere Selbsttätigkeit der Seele. Mit steigender Selbsttätigkeit wird aus der fühlenden eine vorstellende und zuletzt eine denkende Seele. Dennoch kann das Gefühl nicht als Grundkraft der Seele angenommen werden, es ist lediglich ihre erste beobachtbare Äußerung, die Tetens eben auch den Tieren zuerkennt.

Die Seele ist hierbei das durch das Selbstgefühl empfindbare und beobachtbare Ich, wobei Tetens drei Daseinsformen für denkbar hält: die Seele als immaterielles Wesen, als zusammengesetztes Wesen aus immateriellem Anteil und körperlichem „Werkzeug“ oder als rein körperliches Organ.[25]

Der Mensch wird also bestimmt als empfindsames, sich selbst bewusstes, vernünftiges Wesen, das zumindest teilweise über seine Triebe herrschen und seinen Willen auf andere als solche

[...]


[1] SCHNEIDERS bctont, dass dcr Bcgrift'„Autklarung" nur im Dcutschcn Vcrwcndung findct, wahrcnd z.B. in Frankrcich das 18. Jh. ak siecle de lumiere (vom lumen naturale odcr lumen rat ion ir> bczcichnct und in England erst scit dem 19. Jh. von cincm Age of Enlightenment gcsprochcn wird, ohnc dass dort cin cntsprcchcndcs Selbstverstandnis dcr „Autklarcr" vorgchcrrscht habc. Entsprcchcnd rat cr davon ab, den Terminus „Aulklarung" grcnzubcrschrcitcnd zu gcbrauchcn, da cr untcrschicdlichc Entwicklungcn in den curopaischcn Landcrn nivdliere. Schncidcrs, Werner [Hrsg.]: Lcxikon dcr Aulklarung. Dculschland und Europa (Bcck'schc Rcihc, 1445), Vcriag C. H. Bock oHG, Munchcn, 2001, S. 48

[2] Ebd.S. 13

[3] Vgl. Stcinmctz, Jutta: Wicdcrcntdcckcn - Aufdcckcn: Johann Peter SQBmilchs "Vcrsuch cincs Bcwciscs, daB die crstc Sprachc ihrcn Ursprung nicht vom Mcnschcn, sondcrn allcin vom Schopfcr crhaltcn habc" (1766) als(sprach-) wisscnschaftlichc Arbeit dcr Aulklarungszcit, Wchrhahn Vcriag, Hannover-Laatzcn, 2003, S. 14.

[4] Vgl. Kim, Dae Kweon: Sprachtheorie im 18. Jahrhundert. Herder, Condillac und Süßmilch (Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft, 73), Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert, 2002, S. 44.

[5] Tetens formuliert die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis zwar noch nicht so explizit wie Kant, erkennt dem Verstand aber anders als seine Vordenker bereits eine aktive Rolle zu. Sein Hauptwerk „Philosophische Versuche über die menschliche Natur und ihre Entwicklung“ (1777) soll Kant beim Verfassen seiner „Kritik der reinen Vernunft“ maßgeblich beeinflusst haben. So greift er die tetenssche Konzeption der Selbsttätigkeit des Verstandes auf und unternimmt die prominente Differenzierung zwischen produktiver und reproduktiver Einbildungskraft. Obwohl Tetens Leistung von Zeitgenossen durchaus gewürdigt wurde, galt sie bald als durch Kant überarbeitet und letztlich überholt. Vgl. Uebele, Wilhelm: Johann Nicolaus Tetens nach seiner Gesamtentwicklung betrachtet mit besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zu Kant. Unter Benützung bisher unbekannt gebliebener Quellen (Kantstudien - Ergänzungshefte, 24), Verlag von Reuther & Reichard, Berlin, 1912, S. 2ff

[6] Vgl. Tetens, Holm: Der Eiderstedter Philosoph Johann Nicolaus Tetens. In: Nordfriesisches Jahrbuch, 44, 2009, S. 27.

[7] Locke, John: An Essay concerning human undstanding, II, i, §2

[8] Kim, Dae Kweon: Sprachtheorie im18. Jahrhundert, S. 101.

[9] Steinmetz, Jutta: Wiederentdecken - Aufdecken, S. 10.

[10]

[11] Tetens, Johann Nicolaus: Über den Ursprung der Sprachen und der Schrift. Eingel. und hrsg. von Hannelore Pallus. Akademie-Verlag GmbH, Berlin, 1966, S. 3ff.

[12] Ebd.S.5.

[13] Im Schlusswort kommt Tetens auf das Thema "Kinderversuche" zurück. In der Praxis wären von solchen zwar neue Erkenntnisse über die Natur des Menschen zu erwarten, allerdings keine über die Entstehung der Sprache, die nicht auch schon frühere Versuche gezeigt hätten. Außerdem müsste die Stichprobe und Anzahl der Versuche eine Größenordnung haben, die durch den Zweck, die eigene Neugier zu befriedigen, nicht gerechtfertigt werde.

[14] Vgl. Tetens, Johann Nicolaus: Über den Ursprung der Sprachen und der Schrift, S. 6f.

[15] Tetens, Johann Nicolaus: Über den Ursprung der Sprachen und der Schrift, S. 8.

[16] Ebd. S.11f.

[17] Ebenso wie das Tier ist er dabei seiner Umwelt unterworfen, kann diese aber im Gegensatz zum Tier durch Ortswechsel verändern.

[18] Ebd. S. 21f.

[19] Tetens, Johann Nicolaus: Philosophische Versuche über die menschliche Natur und ihre Entwicklung. Erster Band. Besorgt von Wilhelm Uebele. Verlag von Reuther & Reichard, Berlin, 1913, S. 727.

[20] Tetens, Johann Nicolaus: Über den Ursprung der Sprachen und der Schrift, S. 16.

[21] Den Begriff der „Besonnenheit“ entfaltet Herder ausführlicher.

[22] Tetens, Johann Nicolaus: Philosophische Versuche, S. 737.

[23] Ebd.S.716.

[24] Ebd. S. 717.

[25] Ebd. S. 726.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Johann Nicolaus Tetens über den Ursprung der Sprachen und der Schrift
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Tetens: Philosophische Versuche über die menschliche Natur
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V267279
ISBN (eBook)
9783656572305
ISBN (Buch)
9783656572275
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Johann, Nicolaus, Tetens, Ursprung, Sprache, Schrift, Ursprach, Sprachursprung, Etymologie, Sprachgenese, Aufklärung, Herder
Arbeit zitieren
Mona Dreisow (Autor), 2009, Johann Nicolaus Tetens über den Ursprung der Sprachen und der Schrift, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267279

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