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Motive und Führungsverhalten

Wirksamkeit eines Leadership-Trainings hinsichtlich der Motive und des Führungsverhaltens, sowie Zusammenhänge zwischen dem Machtmotiv und des Führungsverhaltens.

Title: Motive und Führungsverhalten

Diploma Thesis , 2013 , 95 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Emmersberger (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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In der vorliegenden Studie wurde die Wirksamkeit zweier Trainingsinterventionen („Full-Range-Leadership-Training“ und „Superleadership-Training“) hinsichtlich der drei zentralen Motive (Macht, Leistung und Anschluss) und den fünf verschiedenen Führungsverhalten des Full-Range-Leadership-Modells und des Superleadership-Modells (Laissez-faire, transaktional, transformational, direktiv und Empowering Leadership) untersucht. Zudem wurde der Zusammenhang zwischen dem Machtmotiv und den beiden Führungsmodellen überprüft. Die Datenerhebung fand mittels einer Selbstbewertung durch Fragebögen an N = 72 Studenten statt. Die Ergebnisse lassen belegen, dass sowohl das Machtmotiv als auch das Leistungsmotiv durch eine Trainingsintervention gesteigert werden kann und dass ein Leadership- Training insbesondere zur Steigerung der transformationalen Führung führt. Außerdem konnte bestätigt werden, dass das Machtmotiv positiv mit den aktiven Dimensionen von Führungsverhalten in Verbindung steht.

Schlüsselwörter: Machtmotiv, Leistungsmotiv, Anschlussmotiv, Laissez-faire Führung, Transaktionale Führung, Transformationale Führung, Direktive Führung, Empowering Leadership

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Inhaltsverzeichnis

1. Motive

1.1 Anschlussmotiv (Need for Affiliation)

1.2 Leistungsmotiv (Need for Achievement)

1.3 Machtmotiv (Need for Power)

1.3.1 Sozialisiertes Machtmotiv

1.3.2 Personalisiertes Machtmotiv

2. Führungsverhalten - Leadership Behavior

2.1 Laissez-fair-Führung

2.2 Direktive Führung

2.3 Transaktionale Führung

2.4 Transformationale Führung

2.5 Empowering Leadership

3. Zusammenhänge - Führungsverhalten & Motive

4. Fragestellungen und Hypothesen

5. Methoden

5.1 Versuchsteilnehmer und -ablauf

5.2 Beschreibung der Trainingsinterventionen

5.3 Durchführung

5.4 Verwendete Verfahren

5.4.1 Personality Research Form (PRF)

5.4.2 Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ)

5.4.3 Empowering Leadership Scale (ELS)

5.4.4 Statistische Analysen zur Datenauswertung

6. Ergebnisse

6.1 T-Test bei gepaarten Stichproben

6.2 Korrelation nach Pearson

7. Zusammenfassung der Ergebnisse

8. Interpretation der Ergebnisse

9. Limitationen und Ausblick

10. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit zweier Leadership-Trainings (Full-Range-Leadership und Superleadership) in Bezug auf drei zentrale Motive (Macht, Leistung, Anschluss) sowie verschiedene Führungsstile. Das primäre Ziel ist die Überprüfung von Trainings-Effekten auf diese Variablen und die Analyse bestehender Zusammenhänge zwischen Motivausprägungen und dem Führungsverhalten.

  • Analyse der Basis-Motive: Macht, Leistung und Anschluss
  • Untersuchung von Führungsstilen (von Laissez-faire bis Empowering)
  • Experimentelle Überprüfung von Trainingsinterventionen
  • Zusammenhang zwischen Machtmotiv und aktiver Führung

Auszug aus dem Buch

1.3 Machtmotiv (Need for Power)

Die Menschheit ist schon immer von Macht fasziniert gewesen. Das Machtmotiv beschreibt das Bestreben, Einfluss auf andere Menschen, deren Gedanken, Emotionen und Verhalten auszuüben, um sich selbst stark und wirksam zu fühlen (Winter 1992). Selbst bei Schimpansen spielt Macht und Dominanz eine zentrale Rolle und laut Schmalt und Heckhausen (2010) scheint es ohne unterscheidbare Verteilung von Macht kein funktionierendes Sozialgebilde zu geben, das über längere Zeit lebensfähig wäre. Die Möglichkeiten der Einflussnahme sind geprägt von einem bewussten Abwägen von Kosten-Nutzen-Relationen und von unbewusster Demonstration von Macht durch Mimik und Gestik.

McClelland (1975) sieht in der Kontrolle über eine andere Person und der Stärke, die man dabei erlebt, das grundlegende Bedürfnis eines machtmotivierten Menschen. Allerdings ist allein das Gefühl Macht zu besitzen, das Gefühl sich stark zu fühlen wichtiger als andere zu beeinflussen. Einfluss auf andere auszuüben ist nur eine von vielen Möglichkeiten diesem Bedürfnis, sich stark zu fühlen, nachzukommen. Befriedigung des Machtmotivs kann bereits durch den Besitz von begehrten Machtquellen wie Status, Prestige, Besitz und Führungsposition erreicht werden. Nach Veroff (1957) spielt nicht nur die Aufrechterhaltung und Erwerb von Machtquellen eine Rolle, sondern auch die Angst vor Verlust der Machtquellen, also der eigenen Machtlosigkeit und Angst, Macht durch andere zu erfahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motive: Einführung in die Motivationspsychologie mit Fokus auf die drei Grundmotive Macht, Leistung und Anschluss sowie deren Messmöglichkeiten.

2. Führungsverhalten - Leadership Behavior: Darstellung relevanter Führungsmodelle, unterteilt in die "heroische" Phase (Full-Range-Leadership) und die "postheroische" Phase (Empowering Leadership).

3. Zusammenhänge - Führungsverhalten & Motive: Theoretische Verknüpfung der Motive mit den verschiedenen Stilen, um zu zeigen, wie eine ideale Führungspersönlichkeit agiert.

4. Fragestellungen und Hypothesen: Herleitung der wissenschaftlichen Vermutungen basierend auf der Literatur, insbesondere hinsichtlich der Wirksamkeit von Trainings auf Motive und Führungsstile.

5. Methoden: Detaillierte Beschreibung der Stichprobe, der durchgeführten Trainingsinterventionen und der eingesetzten psychologischen Testverfahren (PRF, MLQ, ELS).

6. Ergebnisse: Darstellung der statistischen Analysen mittels T-Tests und Korrelationsrechnungen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

7. Zusammenfassung der Ergebnisse: Kompakte Wiederholung der statistischen Befunde zur Wirksamkeit der Trainings und zur Korrelation zwischen Machtmotiv und Führung.

8. Interpretation der Ergebnisse: Wissenschaftliche Einordnung der Befunde in den bestehenden Forschungskontext und Erörterung der kausalen Zusammenhänge.

9. Limitationen und Ausblick: Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise und Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.

10. Konklusion: Abschließendes Fazit, das die Stabilität von Motiven betont und die Bedeutung von Führungstrainings für die Entwicklung effektiver Führungskräfte hervorhebt.

Schlüsselwörter

Machtmotiv, Leistungsmotiv, Anschlussmotiv, Laissez-faire Führung, Transaktionale Führung, Transformationale Führung, Direktive Führung, Empowering Leadership, Führungstraining, Selbstbild, Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, Führungskompetenz, Sozialisiertes Machtmotiv, Personalisiertes Machtmotiv.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen psychologischen Motiven und verschiedenen Führungsstilen sowie die Effektivität von Führungstrainings bei Studierenden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Motivationsforschung (Macht, Leistung, Anschluss) und die moderne Führungsforschung (Full-Range-Leadership-Modell und Superleadership).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ermitteln, ob durch gezielte Trainingsinterventionen die Ausprägung von Motiven sowie die Kompetenz in verschiedenen Führungsstilen bei den Probanden gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine experimentelle Studie mit einer Stichprobe von 72 Psychologiestudenten. Zur Datenerhebung wurden validierte Fragebögen (PRF, MLQ, ELS) verwendet und mittels SPSS statistisch ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Motiven und Führungsstilen, die Beschreibung des empirischen Untersuchungsdesigns, die statistische Ergebnisauswertung sowie die Diskussion der Resultate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Machtmotiv, Transformationale Führung, Empowering Leadership und Führungstraining definieren.

Warum spielt das Machtmotiv eine so zentrale Rolle in dieser Studie?

Das Machtmotiv ist laut McClelland entscheidend für effektive Führung, wobei zwischen einer sozialisierten Form (zum Wohle der Organisation) und einer personalisierten Form (egoistisch) unterschieden wird.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Trainierbarkeit von Führung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Führung durch gezielte Trainings, insbesondere durch Elemente von Self-Leadership und transformationaler Führung, entwicklungsfähig ist und Motive positiv beeinflusst werden können.

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Details

Title
Motive und Führungsverhalten
Subtitle
Wirksamkeit eines Leadership-Trainings hinsichtlich der Motive und des Führungsverhaltens, sowie Zusammenhänge zwischen dem Machtmotiv und des Führungsverhaltens.
College
University of Innsbruck  (Psychologie)
Grade
1,0
Author
Alexandra Emmersberger (Author)
Publication Year
2013
Pages
95
Catalog Number
V267307
ISBN (eBook)
9783656574576
ISBN (Book)
9783656574569
Language
German
Tags
Machtmotiv Leistungsmotiv Anschlussmotiv Laissez-faire Führung Transaktionale Führung Transformationale Führung Direktive Führung Empowering Leadership
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Emmersberger (Author), 2013, Motive und Führungsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267307
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