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Über die Soziale Frage in Japan, 1868 - 1930

Title: Über die Soziale Frage in Japan, 1868 - 1930

Seminar Paper , 2004 , 28 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Friedrich Alexander Kurz (Author)

Orientalism / Sinology - Japanology
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit die ideologischen und sozio-ökonomischen Grundlagen der Wirtschaft im Modernen Japan und entwickelt daraus den besonderen, dem westlichen Muster nicht gleichenden, Charakter der Arbeiterproblematik in Japan.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

i. Ausgangspunkte

Hauptteil

a. Moderne

1. Iwakura

2. Wettbewerb

3. Effizienz

b. Tradition

1. Sakoku

2. Ie-Verantwortlichkeit

3. Familiarität

4. Workable Synthesis?

ii. Situtationen

a. Die Ländliche Gesellschaft

1. Konfrontation

2. Die Meiji-Landreform

3. Dekasegi

4. Markt und Wettbewerb

5. Laissez-Faire Kapitalismus

6. Pauperisierung

b. Leichte Industrie und Paternalismus

1. „Meijister-Kapitalismus“

2. Reservoir

3. Ausbeutung

4. Repression (?)

5. Schlechte Vorraussetzungen

c. Schwere Industrie und Paternalismus

1. Keine Zäsur

2. Watari Shokkou

3. Oyakata-System

4. Der Mittel-Meiji-Paternalismus

5. Urbanisierung

6. Slow-Down

7. Zweischneidige Politik

8. Der Taishou-Paternalismus

iii. Reaktionen

a. Chichibu und Fukushima

1. Jiyuutou

2. Gekka Jikken

3. Landhalter und Protestbewegung

4. Der legalistische Weg

5. Der agitative Weg

6. Ende der Jiyuutou

b. Imperium und Arbeiterbewegung

1. Der Russo-Japanische Krieg

2. Hibiya-Park, Ashio und Great Treason

3. Nation oder Klasse?

c. Yuuaikai, Kantou-Erdbeben, Weltwirtschaftskrise

1. New Social Base

2. Yuuaikai und Kantou-Erdbeben

3. Yuuaikai und Weltwirtschaftskrise

4. Die Rolle der Zaibatsu

5. Zaibatsu, Yuuaikai und Touyou-Streik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der sozialen Frage im Japan der Jahre 1868 bis 1930, wobei sie insbesondere die Auswirkungen der raschen Industrialisierung auf die ländliche und städtische Arbeiterschaft analysiert. Ziel ist es zu ergründen, wie das Spannungsfeld zwischen westlich orientierter Modernisierung und tradierten, konfuzianisch geprägten Gesellschaftsstrukturen die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Protestkultur der Arbeiter beeinflusste.

  • Die Transformation der ländlichen Gesellschaft und der Übergang zum Kapitalismus.
  • Die Etablierung paternalistischer Arbeitsbeziehungen in der leichten und schweren Industrie.
  • Die Analyse sozio-ökonomischer Konflikte und der Widerstandsbewegungen (z. B. Fukushima- und Chichibu-Aufstände).
  • Die Rolle von Ideologien und die Identifikation der Arbeiterschaft mit Staat und Imperium.
  • Die Entwicklung von Arbeiterorganisationen wie der Yuuaikai im Kontext der Weltwirtschaftskrise.

Auszug aus dem Buch

b) Tradition...

Es ist wohl, angesichts des Wohlstandsvorsprungs des Westens gegenüber dem Osten im imperialen Zeitalter, nicht falsch zu sagen, daß das japanische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sich wesentlich voneinander unterschieden und zudem das westliche im Wertschöpfungsprozess wesentlich erfolgreicher war, als das in Japan praktizierte.

Das japanische System hatte sich nicht paralell zum Westen von einer theozentrischen, religiösen, feudalistischen Ordnung wegbewegt, sondern war lange Zeit, bedingt vor allem durch die Sakoku-Politik (Abschottungspolitik) des Bakufu in seiner traditionellen Ordnung verharrt – während der Westen mit dem Beginn der Moderne in zunehmendem Tempo die geistigen Kleider der Feudalzeit ablegte: die Gesellschaft wurde tendenziell laizistisch anstatt ekklesiarchisch (mit der Renneissance), rationalistisch anstatt religiös (mit der Aufklärung) – und noch später kapitalistisch anstatt feudalistisch (mit der Industriellen Revolution).

In Japan allerdings, wo die Feudalzeit auch nach der Revolution 1868 noch lange Zeit greifbare Reben heiterer Erinnerungstrauben trug, war die „Präzedenz ..., der geistig ethischen Werte über den wirtschaftlichen“ im Kleinen, wie im Großen Ideal. Hier war ein solcher gesellschaftlicher Paradigmenwechsel geschichtlich nicht annähernd so zwingend wie er das im Westen gewesen war.

Das Tokugawa-Ethos war unter anderem das Resultat der Notwendigkeit für das Bakufu der Tokugawa den Staat stabil und friedlich zu halten, so daß ihre Herrschaft nicht gefährdet werden würde: So, „As part of their system of control the Tokugawa shoguns ritualized and formalized class relation to a very high degree.“

Zusammenfassung der Kapitel

i. Ausgangspunkte: Beleuchtung der theoretischen und historischen Basis, insbesondere die Gegenüberstellung westlicher Fortschrittsdenken und japanischer Traditionsbindung.

Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der sozio-ökonomischen Situationen und der daraus resultierenden paternalistischen Industriestrukturen in Japan.

ii. Situtationen: Analyse der Veränderungen in der ländlichen Gesellschaft und der industriellen Arbeitswelt, unterteilt in leichte und schwere Industrie.

iii. Reaktionen: Darstellung der historischen Aufstände, der Rolle der Arbeiterorganisationen und der Reaktion auf nationale und internationale Krisen.

Schlüsselwörter

Soziale Frage, Japan, Industrialisierung, Paternalismus, Meiji-Zeit, Tokugawa-Ethos, Arbeiterschaft, Landreform, Kapitalismus, Yuuaikai, Protestbewegung, Klassenkampf, Modernisierung, Zaibatsu, Arbeitsbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Entwicklung der sozialen Frage in Japan zwischen 1868 und 1930, insbesondere im Hinblick auf den Wandel von einer feudalen Gesellschaft hin zu einem industrialisierten Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen den Wandel der Landwirtschaft, die Auswirkungen der Industrialisierung, das System des Paternalismus und die Entstehung der japanischen Arbeiterbewegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Analyse, inwiefern die japanische Modernisierung trotz der Einführung westlicher Wirtschaftsformen in einer traditionellen, hierarchischen Sozialstruktur verankert blieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen und wirtschaftsgeschichtlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konkreten sozialen Umbrüche in der ländlichen Gesellschaft sowie die Unterschiede zwischen der leichten und schweren Industrie hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Kontrollmechanismen der Arbeitgeber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Paternalismus, Meiji-Restauration, soziale Frage, Industrialisierung und die japanische Arbeiterbewegung.

Welche Bedeutung hatte das Oyakata-System?

Das Oyakata-System diente der indirekten Kontrolle der Arbeiter durch Vorarbeiter, die als Vermittler zwischen Management und Arbeiterschaft fungierten und an traditionelle feudale Hierarchien anknüpften.

Warum blieben revolutionäre Arbeiterbewegungen in Japan lange Zeit erfolglos?

Dies lag primär an der starken Identifikation der Arbeiter mit dem nationalen "höheren Ziel" und dem Imperium sowie an der erfolgreichen Strategie des Paternalismus, die einen echten Klassenkampf durch Kompromissbereitschaft und vermeintliche soziale Vorteile verhinderte.

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Details

Title
Über die Soziale Frage in Japan, 1868 - 1930
College
LMU Munich  (Japan-Zentrum des Departements für Asienstudien)
Course
Wirtschaft und Gesellschaft Japans II - Meiji, Taishou, Shouwa
Grade
2.0
Author
Friedrich Alexander Kurz (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V26731
ISBN (eBook)
9783638289771
ISBN (Book)
9783638649148
Language
German
Tags
Soziale Frage Japan Wirtschaft Gesellschaft Japans Meiji Taishou Shouwa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friedrich Alexander Kurz (Author), 2004, Über die Soziale Frage in Japan, 1868 - 1930, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26731
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