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Die Bedeutung der kimonischen Ära für die Ausweitung des Machtbereichs Athens innerhalb des Delisch-Attischen Seebundes

Title: Die Bedeutung der kimonischen Ära für die Ausweitung des Machtbereichs Athens innerhalb des Delisch-Attischen Seebundes

Term Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit ist eine kurze Darstellung der athenischen Politik unter
Kimon, dem Sohn des Miltiades. Sie umfasst im groben Rahmen den
Zeitraum von der Gründung des Delisch-Attischen Seebundes bis zu den
Reformen des Ephialtes. Schwerpunkt des Aufsatzes bildet die Persönlichkeit
Kimons, der als Oberbefehlshaber des griechischen Bündnisses Athens
Machtbereich ausweitete und sich innenpolitisch zur einer der führenden
Figuren entwickeln konnte. Neben der Darstellung der sogenannten
kimonischen Ära soll ferner ein Zusammenhang zwischen dem Schaffen
Kimons und dem Seebund als Institution hergestellt werden. Anhand der
Interpretation einiger besonderer Militärsiege soll hervorgehoben werden,
welche Richtung die Entwicklung der Seebundspolitik in dieser Periode
einschlug.
Beginnend mit der Gründung des Delisch-Attischen Seebundes, wird zunächst
ein Überblick zur innerathenischen Situation nach dem Sieg gegen die Perser
im Jahr 478 gegeben. Diese einführenden Informationen schließen mit einer
kurzen Anmerkung zur Position der Strategen in der damaligen Zeit ab und
leiten über zum Hauptteil, der im Wesentlichen Kimons Person, seine
militärische und soziale Tätigkeit in der athenischen Polis und sein Verhältnis
zu Sparta näher beleuchtet. Dem Leser wird auf diese Weise eine kurze
Charakterisierung Kimons dargelegt, deren Zweck darin liegen soll, die
Handlungen des Strategen in den geschichtlichen Rahmen einzubetten. Vor
allem soll an dieser Stelle geklärt werden, auf welche Weise es Kimon gelang,
zu seinem enormen Einfluss bei der Bevölkerung zu gelangen, wie er diese
Machtposition über die Jahre halten konnte, und wie er sich gegenüber dem
eigenen Volk, aber auch gegenüber Fremden verhielt.
Der politische Untergang Kimons wird, die Chronologie der Ereignisse
berücksichtigend, zum Ende hin behandelt. Anhand einzelner Ereignisse soll
dabei erörtert werden, welche Faktoren zum Prestige- und damit zum
Machtverlust Kimons beigetragen haben. Diese abschließende
Zusammenfassung setzt die wichtigsten Fakten des Erörterten in Bezug
zueinander und hebt noch einmal die Kernpunkte des Aufsatzes hervor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Die Gründung des Delisch-Attischen Seebunds

2. Die Bedeutung der Strategen in Athen am Beispiel Kimons

3. Kimons militärische Erfolge und ihre Auswirkungen auf die Seebundspolitik

3.1 Die Eroberung von Eion, Skyros und Karystos

3.2 Naxos und Thasos und die Schlacht am Eurymedon

4. Das soziale Wirken Kimons

5. Kimons Einstellung gegenüber den Peloponnesiern und sein politischer Untergang

5.1 Zur Beziehung zwischen Athen und Sparta

5.2 Die Opposition gegen Kimon

5.3 Aufstand der Heloten im Jahr 494 v. Chr.

III. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die politische Rolle Kimons während der nach ihm benannten Ära im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. Dabei steht die Untersuchung im Vordergrund, wie Kimon als militärischer Führer den Machtbereich Athens innerhalb des Delisch-Attischen Seebundes systematisch ausweitete und welche innen- sowie außenpolitischen Faktoren letztlich zu seinem politischen Untergang führten.

  • Die Entstehung und Transformation des Delisch-Attischen Seebundes von einem Verteidigungsbündnis zu einem Instrument athenischer Hegemonie.
  • Die militärische Strategie und politische Einflussnahme Kimons auf die Entwicklung des athenischen Machtanspruchs.
  • Die Wechselwirkung zwischen Kimons sozialem Wirken in der athenischen Bürgerschaft und seiner machtpolitischen Position.
  • Die Analyse der athenisch-spartanischen Beziehungen sowie der innerathenischen Opposition unter Ephialtes und Perikles.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Eroberung von Eion, Skyros und Karystos

Bereits 476 v. Chr. konnte unter Kimons Führung Eion eingenommen werden, eine Stadt an der thrakischen Küste, die zu dieser Zeit in persischer Hand war. Die Eroberung der Stadt und die Beseitigung des persischen Vorpostens entsprach der Zielsetzung aller Bündnispartner, hatte man den Seebund doch zur Abwehr der Persergefahr gegründet. Es darf aber nicht übersehen werden, dass Athen mit dieser Militäraktion auch ein eigenes Interesse verfolgte, nämlich die Festigung und Sicherung der Getreideroute in die Nordägäis.

Noch im gleichen Jahr, so berichtet Thukydides, wurde Skyros eingenommen, eine östlich von Euboia gelegene Insel. Der Feldzug stellte einerseits einen militärischen Sieg für den Bund dar, andererseits besaß die Operation speziell für Athen auch einen hohen ideologischen Wert.

Da man durch die Einnahme von Skyros die Bedrohung durch die Doloper bannte, die als Piraten gefürchtet durch die Ägäis streiften und die Insel zu dieser Zeit besiedelten, war der Sieg für alle Bündnispartner von großem Vorteil. Auch aber war die Insel für Athen ein weiterer wichtiger strategischer Stützpunkt zur Sicherung der Handelwege ins schwarze Meer. Wie bereits erwähnt war die Operation auch vom religiös-geschichtlichen Standpunkt aus gesehen von großer Bedeutung. Überlieferungen zufolge war der athenische Held und Staatsgründer Theseus auf der Insel Skyros ermordet worden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt den zeitlichen Rahmen der Arbeit von der Gründung des Delisch-Attischen Seebundes bis zu den Reformen des Ephialtes und stellt die zentrale Bedeutung der Persönlichkeit Kimons heraus.

1. Die Gründung des Delisch-Attischen Seebunds: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung des Bündnisses im Jahr 478/477 v. Chr. als Reaktion auf die Distanzierung Athens von den peloponnesischen Interessen.

2. Die Bedeutung der Strategen in Athen am Beispiel Kimons: Hier wird die wachsende Bedeutung des Strategenamtes beleuchtet, welches durch Kimon eine Verknüpfung von militärischer Führung und politischer Integration in die Polis erfuhr.

3. Kimons militärische Erfolge und ihre Auswirkungen auf die Seebundspolitik: Der Abschnitt erläutert den Zusammenhang zwischen militärischen Expansionen und der wachsenden eigennützigen Ausrichtung des Seebundes.

4. Das soziale Wirken Kimons: Das Kapitel analysiert, wie Kimon durch Gönnertum und die geschickte Instrumentalisierung militärischer Siege die Unterstützung der breiten Bürgerschicht sicherte.

5. Kimons Einstellung gegenüber den Peloponnesiern und sein politischer Untergang: Hier wird der Konflikt zwischen Kimons spartafreundlicher Haltung, der aufkommenden Opposition und dem letztlichen Machtverlust durch das Scherbengericht beschrieben.

III. Zusammenfassung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Seebund Mitte der 460er Jahre zum reinen Machtinstrument Athens wurde und Kimon eine neue, an die veränderten Bedingungen angepasste Form der politischen Führung repräsentierte.

Schlüsselwörter

Kimon, Athen, Sparta, Delisch-Attischer Seebund, Strategen, Persergefahr, Theseus, Eion, Skyros, Karystos, Naxos, Thasos, Ephialtes, Perikles, Machtbereich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine historische Analyse der athenischen Politik unter Kimon zwischen 478 und 462 v. Chr. und untersucht dessen Einfluss auf die Entwicklung des athenischen Machtanspruchs innerhalb des Seebundes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die militärische Expansion Athens, die Transformation des Seebundes, Kimons soziales Gönnertum sowie das spannungsreiche Verhältnis zwischen Athen und Sparta.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Kimons Person und dem Schaffen des Seebundes als Institution aufzuzeigen und die Faktoren für seinen Prestige- und Machtverlust zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Interpretation historischer Ereignisse, primär unter Heranziehung antiker Autoren wie Thukydides und Plutarch sowie moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die militärischen Erfolge (u.a. Eion, Skyros), das soziale Wirken zur Festigung der Macht und die politischen Auseinandersetzungen mit der Opposition um Ephialtes und Perikles.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Kimon, athenische Hegemonie, Delisch-Attischer Seebund, innere Opposition und die Auseinandersetzung mit der spartanischen Politik.

Warum war die Überführung der Gebeine des Theseus politisch so bedeutsam?

Die Überführung stärkte Kimons religiös-ideologische Legitimation, festigte seine uneingeschränkte Machtstellung und sicherte ihm den Rückhalt in der athenischen Bevölkerung.

Inwiefern beeinflusste das Erdbeben von 465/64 v. Chr. Kimons Untergang?

Das Erdbeben löste den Helotenaufstand aus, führte zu einem Hilferuf Spartas, dessen Scheitern und die daraus resultierende öffentliche Schmach die innenpolitische Opposition gegen Kimons sparta-freundlichen Kurs massiv stärkten.

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Details

Title
Die Bedeutung der kimonischen Ära für die Ausweitung des Machtbereichs Athens innerhalb des Delisch-Attischen Seebundes
College
LMU Munich  (Historisches Seminar)
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V26735
ISBN (eBook)
9783638289801
Language
German
Tags
Bedeutung Ausweitung Machtbereichs Athens Delisch-Attischen Seebundes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2003, Die Bedeutung der kimonischen Ära für die Ausweitung des Machtbereichs Athens innerhalb des Delisch-Attischen Seebundes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26735
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