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Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“. Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau

Titel: Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“. Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau

Essay , 2010 , 6 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jens Goldschmidt (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay wird dargestellt, welche Rolle die Familie in Vicki Baums "Liebe und Tod auf Bali" inne hat, und inwiefern daraus Rückschlüsse auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau in der damaligen Zeit gezogen werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau in Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“

1.1 Einleitung: Der Kontext des balinesischen Dorflebens

1.2 Das Frauenbild und die hierarchische Unterordnung

1.3 Zweckmäßigkeit der Ehe und väterliche Selektion

1.4 Innerfamiliäre Dynamiken und die Rolle des Vaters

1.5 Fruchtbarkeit versus Arbeitskraft: Das Beispiel Sarna

1.6 Die Perspektive auf den Deutschunterricht

Zielsetzung & Themen

Das Essay untersucht die sozio-kulturellen Strukturen im Bali des 19./20. Jahrhunderts anhand von Vicki Baums Roman „Liebe und Tod auf Bali“. Im Zentrum stehen dabei die Hierarchien innerhalb der bäuerlichen Gesellschaft sowie die spezifischen Geschlechterrollen und die Funktionalität familiärer Bindungen.

  • Gesellschaftliche Abhängigkeit und Unterordnung der Bauern gegenüber dem Fürstenstand.
  • Die Rolle der Frau als Arbeitskraft und Objekt in polygamen Strukturen.
  • Der Einfluss väterlicher Entscheidungen auf die Partnerwahl und Ehe.
  • Die Bewertung des Romans als pädagogisches Lehrmaterial für den Deutschunterricht.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau in Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“

In ihrem 1937 erschienenen Buch schildert Vicki Baum die exotische Kultur und das intakte, von Ritualen bestimmte Leben eines balinesischen Dorfes. Es wird dabei sowohl über das Leben der einfachen Bauern und Fischern auf Bali, als auch über das der Fürsten und Radjas berichtet. In der balinesischen Gesellschaft gilt wie auch in anderen Gesellschaften des 19./20. Jahrhundert, dass die Bauern den Fürsten und Großgrundbesitzern Untertan sind und einen großen Teil ihrer Ernten und Güter an sie abgeben müssen. Dazu gehört auch, dass die Bauern ihre Kinder an den Fürstenhof abzugeben haben, wenn dies von einem Fürsten so befohlen wird. Das Leben der Bauern ist also von einer permanenten Fügung geprägt. Bis auf Entscheidungen, die unmittelbar mit dem Familien- und Arbeitsleben der Bauern zu tun haben, ist ihr Leben fremdbestimmt. Im Wesentlichen beschränkt sich die Aufgabe der Bauern in der balinesischen Gesellschaft darauf, ein Stück Land zu bebauen - ansonsten sind sie Eigentum des Fürsten.

Das Frauenbild ist im Allgemeinen von einer hierarchischen Unterordnung geprägt, was im Laufe des Buches an einer Vielzahl von Textstellen deutlich wird. Beispielsweise in der Beschreibung Putuhs, der drei Frauen besessen hatte, von denen ihnen insgesamt fünf Kinder geboren wurden (S. 9). Insbesondere die Fürsten und Radjas leben in Polygamie, was beispielsweise auf Seite 38 deutlich wird, wenn von Nebenfrauen die Rede ist. Oder auf Seite 65, wo die Frauen des Onkels erwähnt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau in Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“: Das Kapitel analysiert die Machtstrukturen im balinesischen Dorfleben, in dem die Bauern den Fürsten untertan sind und ihr Leben von Fremdbestimmung und rituellen Zwängen geprägt ist.

1.1 Einleitung: Der Kontext des balinesischen Dorflebens: Dieser Abschnitt führt in die sozialen Bedingungen des Romans ein und verdeutlicht die Abhängigkeit der einfachen Landbevölkerung vom Adel.

1.2 Das Frauenbild und die hierarchische Unterordnung: Hier wird die Behandlung der Frau als Besitztum und ihre Rolle in polygamen Ehen der Herrschenden beleuchtet.

1.3 Zweckmäßigkeit der Ehe und väterliche Selektion: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Ehen primär durch Väter und unter ökonomischen Gesichtspunkten arrangiert werden, statt durch romantische Liebe.

1.4 Innerfamiliäre Dynamiken und die Rolle des Vaters: Die Untersuchung des Vertrauensverhältnisses zwischen Vätern und ihren Kindern sowie die unterschiedliche Wertschätzung von Söhnen und Töchtern steht hier im Fokus.

1.5 Fruchtbarkeit versus Arbeitskraft: Das Beispiel Sarna: Das Kapitel behandelt den Konflikt zwischen einer Frau als Arbeitskraft und ihrem Wert als Mutter eines Sohnes im Kontext gesellschaftlicher Erwartungen.

1.6 Die Perspektive auf den Deutschunterricht: Abschließend wird diskutiert, für welche Altersgruppen die Lektüre aufgrund ihrer komplexen Themen und Gewaltdarstellungen geeignet ist.

Schlüsselwörter

Bali, Vicki Baum, Geschlechterrollen, Polygamie, Hierarchie, Fremdbestimmung, Deutschunterricht, Arbeitskraft, bäuerliche Strukturen, Familienzusammenhalt, Radja, Literaturanalyse, Soziokulturelle Bedingungen, Tradition, Unterdrückung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert soziokulturelle Aspekte wie Familienstrukturen und Geschlechterrollen in Vicki Baums Roman „Liebe und Tod auf Bali“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Unterordnung der Bauern, die Rolle der Frau in der balinesischen Gesellschaft sowie die Funktionalität von Eheschließungen.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Abhängigkeiten und ökonomische Faktoren die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Rolle der Frau im Roman bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Textstellen aus dem Roman heranzieht, um die sozialen Verhältnisse zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der hierarchischen Struktur der Gesellschaft, der väterlichen Entscheidungsgewalt über Ehen und der spezifischen Behandlung von Frauen als Arbeitskraft oder Objekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Hierarchie, Polygamie, Fremdbestimmung, Gesellschaftsstruktur und Literaturdidaktik geprägt.

Wie steht der Autor zur Eignung des Buches für den Unterricht?

Der Autor hält das Buch für jüngere Schüler für zu komplex und in den Gewaltdarstellungen zu brutal, empfiehlt es jedoch für ältere Jugendliche im fächerübergreifenden Kontext.

Wie wird das Verhältnis zwischen den Eheleuten im Roman dargestellt?

Das Verhältnis ist primär von Zweckmäßigkeit geprägt, wobei die Arbeitskraft der Frau für den Haushalt und das Prestige des Mannes eine zentrale Rolle spielen.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“. Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Autorinnen der „Golden Twenties“ - Vicki Baum, Irmgard Keun und Marieluise Fleißer
Note
2,0
Autor
Jens Goldschmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
6
Katalognummer
V267375
ISBN (eBook)
9783656583608
ISBN (Buch)
9783656583592
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vicki baums liebe bali rolle familie verhältnis mann frau essay
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Goldschmidt (Autor:in), 2010, Vicki Baums „Liebe und Tod auf Bali“. Die Rolle der Familie und das Verhältnis zwischen Mann und Frau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267375
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  6  Seiten
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