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Lamarckismus, Darwinismus und die synthetische Evolutionstheorie - ein Überblick

Title: Lamarckismus, Darwinismus und die synthetische Evolutionstheorie - ein Überblick

Excerpt , 2013 , 18 Pages

Autor:in: Andreas Kolbenschlag (Author)

Biology - Evolution
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Der Evolutionsgedanke wird in vielen Bereichen der Wissenschaft – z. B. in der Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Ökonomie, Philosophie und Psychologie – herangezogen, um beispielsweise gesellschaftliche Entwicklungen respektive allmähliche, prozessuale Vorgänge zu erklären. Das Forschen nach dem Ursprung und der Entstehung der Arten ist jedoch sehr alt. Die griechischen Naturphilosophen, genauer: die „Vorsokratiker“, waren in der abendländischen Kultur wohl die ersten, die den Evolutionsgedanken aufgriffen. Das evolutorische Denken „avant la lettre“ half ihnen, das menschliche Dasein bzw. seine pro-zessuale Entstehung genauer zu definieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klassische Evolutionstheorien

2.1. Lamarcksche Evolutionstheorie

2.2 Darwinsche Evolutionstheorie

2.3. Lamarcks und Darwins Evolutionstheorie im Vergleich – ein Überblick

3. Die Synthetische Evolutionstheorie

4. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die wesentlichen historischen und modernen Evolutionstheorien. Ziel ist es, die zentralen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Modellen von Lamarck und Darwin herauszuarbeiten und die Synthetische Evolutionstheorie als moderne Weiterentwicklung einzuordnen, um ein tieferes Verständnis für die Mechanismen der Artenveränderung und biologischen Vielfalt zu vermitteln.

  • Historische Entwicklung des Evolutionsgedankens
  • Die Transformationstheorie von Lamarck
  • Differenzierung der Darwinschen Evolutionstheorie
  • Vergleichende Analyse von Lamarck und Darwin am Giraffen-Beispiel
  • Grundlagen und zentrale Elemente der Synthetischen Evolutionstheorie

Auszug aus dem Buch

2.1. Lamarcksche Evolutionstheorie

Der französische Botaniker und Zoologe Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829) entwickelte das erste umfassende Evolutionsmodell. In seinem großen Werk, der „Philosophie zoologique“ (1809), formulierte er seine Erkenntnisse. Lamarck war ein Exponent unter den ersten großen evolutorischen Naturforschern. Er löste sich von dem starren und damals prävalierenden Denken, der Überzeugung von der Schöpfungsgeschichte und von festgelegten, unveränderlichen Arten, das eine „scala naturae“ impliziert, und stellte dadurch die prozessuale Genese der Lebewesen, die von einfachen zu immer komplizierteren Lebensformen führt, in den Vordergrund. Sein Werk war initiativ und sehr bedeutend für den wissenschaftlichen Diskurs respektive für das evolutorische Denken, das sich im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts immer weiter durchsetzte.

Lamarcks Theorie basiert auf der Transformationstheorie, die er erstmals in seiner „Philosophie zoologique“ formulierte. Entdeckungen von Fossilien, die Beweise für die Evolution waren, lockerten die starre Typenlehre im 18. Jahrhundert auf. Lamarck war der Wegbereiter für Darwin und stellte eine Theorie auf, die besagt, dass Arten sich sukzessiv verändern und an Umwelteinflüsse assimilieren: „[seine Theorie hat] (…) gezeigt, dass die (…) Verschiedenheit [der Arten] (…) durch ihre Anpassung an die Existenzbedingungen zu erklären sei“. Die Assimilierung der Arten – die sukzessive und prozessual verläuft –, also die Anpassung an die Umweltbedingungen, ist ursächlich für die Veränderung der Arten bzw. für die Artenvielfalt. Die Veränderung der Arten bzw. die Anpassung an die Umwelt entsteht durch veränderte Bedürfnisse und Gewohnheiten, die zu einer Veränderung des Phänotyps führen. Diese Anpassungen entwickeln sich durch den „Gebrauch oder Nichtgebrauch“ von Körperteilen: Körperteile, die öfters benutzt werden, entwickeln sich stärker, im Gegenzug verkümmern selten benutzte Körperteile – der Organismus passt sich dadurch permanent den Umweltbedingungen an. Die neuen Eigenschaften, die durch die Anpassung an die Umwelt „entstehen“, werden an Nachkommen weitervererbt. Lamarck sieht in der Anpassung der Arten an die Umweltbedingungen und in der Vererbung, den dadurch neu „erworbenen“ Eigenschaften, die Hauptursachen der Artenvielfalt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Verankerung des Evolutionsgedankens in der Wissenschaft und führt in die Bedeutung von Darwins Werk für das moderne biologische Verständnis ein.

2. Klassische Evolutionstheorien: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Lamarcks Transformationstheorie sowie Darwins differenzierte Evolutionstheorie und vergleicht beide Ansätze anhand des Giraffen-Beispiels.

3. Die Synthetische Evolutionstheorie: Hier wird die Verknüpfung von Darwins Selektionslehre mit der Genetik beschrieben, um die heutige moderne Evolutionsbiologie und ihre wesentlichen Faktoren wie Mutation und Rekombination zu erklären.

4. Reflexion: Der abschließende Teil würdigt die Bedeutung des Darwinschen Werkes für die heutige Gesellschaft und diskutiert die anhaltende wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Debattenkultur um den Ursprung des Lebens.

Schlüsselwörter

Evolution, Lamarckismus, Darwinismus, Synthetische Evolutionstheorie, Transformationstheorie, Natürliche Selektion, Artenvielfalt, Genpool, Populationsgenetik, Mutation, Rekombination, Gendrift, Isolation, Adaption, Deszendenztheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen wissenschaftshistorischen Überblick über die Entwicklung der Evolutionstheorien, von den ersten Modellen bis hin zum modernen Stand der synthetischen Evolutionsbiologie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich zwischen Lamarck und Darwin sowie der Darstellung der modernen Erweiterungen, die Erkenntnisse der Genetik und Populationsbiologie integrieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die klare Differenzierung und systematische Einordnung der verschiedenen Evolutionstheorien, um ein fundiertes Verständnis für die Ursachen der Artenvielfalt zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer Konzepte, ergänzt durch die historische Einbettung und die kritische Auseinandersetzung mit Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der klassischen Theorien (Lamarck/Darwin), deren Vergleich sowie die Erläuterung der Synthetischen Evolutionstheorie mit ihren spezifischen Evolutionsfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Evolution, Selektion, Artenvielfalt, Lamarckismus, Darwinismus, Genpool und die synthetische Synthese der Biologie.

Wie unterscheidet sich Lamarcks Ansatz grundlegend von dem Darwins?

Während Lamarck davon ausging, dass Lebewesen erworbene Merkmale durch Gebrauch oder Nichtgebrauch aktiv an Nachkommen weitergeben, setzte Darwin auf die natürliche Selektion von zufälligen, vorteilhaften Variationen.

Was genau bedeutet der Begriff „Synthetische Evolutionstheorie“?

Sie bezeichnet die moderne Erweiterung des Darwinismus, welche die Erkenntnisse der klassischen Genetik und der Populationsbiologie vereint, um die Mechanismen der Evolution umfassend zu erklären.

Welche Rolle spielt das „Giraffen-Beispiel“ in diesem Text?

Es dient als anschauliches Modell, um den Gegensatz zwischen Lamarcks Theorie der bewussten Anpassung und Darwins Selektionstheorie anhand der Halslänge von Giraffen zu illustrieren.

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Details

Title
Lamarckismus, Darwinismus und die synthetische Evolutionstheorie - ein Überblick
Author
Andreas Kolbenschlag (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V267463
ISBN (eBook)
9783656578031
ISBN (Book)
9783656578024
Language
German
Tags
lamarckismus darwinismus evolutionstheorie überblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Kolbenschlag (Author), 2013, Lamarckismus, Darwinismus und die synthetische Evolutionstheorie - ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267463
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