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Statistische Analyse des Rehabilitationsverhaltens von Karzinompatienten am Beispiel von Versicherungsnehmern der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Mettmann

Title: Statistische Analyse des Rehabilitationsverhaltens von Karzinompatienten am Beispiel von Versicherungsnehmern der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Mettmann

Thesis (M.A.) , 2005 , 38 Pages , Grade: gut

Autor:in: Dr. med. Gabriele Röhrig (Author)

Health - Public Health
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Untersucht wurde das Rehabilitationsverhalten von 9410 Karzinompatienten, welche bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Mettmann zwischen 1987 und 1996 versichert waren. Es handelt sich dabei sowohl um selbstversicherte als auch familienversicherte Mitglieder. Die Patienten wurden in vier Karzinomtypgruppen eingeteilt: Patienten mit Mammakarzinom, Karzinomen der oberen und unteren Luftwege (kurz „HNO“), Unterleibskarzinom oder Magen-Darm-Karzinom. Insgesamt zeigte die Geschlechterverteilung bei allen Rehapatienten ein Verhältnis von 2:1 mit doppelt so viel Männern als Frauen. Die Befunde zeigen, daß unter den männlichen Patienten die Tendenz, eine Rehabilitation in Anspruch zu nehmen, über die Altersgruppen sehr uneinheitlich ausgeprägt ist. In der untersten Altersgruppe ist sie deutlich schwächer als in der folgenden Altersgruppe der 40 bis 55- jährigen; hier ist die Tendenz am größten.
Weiterhin konnte gezeigt werden, daß die Unterschiede in der Inanspruchnahme von Rehaleistungen über die verschiedenen Krankheitsgruppen im betrachteten Zeitraum sich nicht sehr deutlich unterscheiden.
Auch eine schichtenspezifische Inanspruchnahme von Rehamassnahmen ließ sich nicht nachweisen in der betrachteten Population.
Dahingegen ließ sich die Tendenz aufzeigen, daß die Inanspruchnahme von Rehabilitationsmassnahmen, mit der Zahl der stationären Voraufenthalte in einem Krankenhaus der Akutversorgung zunimmt. Dies betrifft bei den Männern die Patienten mit Magen-Darm- und die mit HNO-Karzinomen. Bei den Frauen zeigt sich diese Tendenz nicht.
Zudem wurde das Rückkehrverhalten in das Berufsleben bei Rehabilitanden und Nicht-Rehabilitanden untersucht. Betrachtet wurden dabei zwei Patientengruppen: Patienten mit Krebserkrankungen (insgesamt 9410 Patienten) und Patienten mit Myokardinfarkt (insgesamt 6258 Patienten). Es konnte gezeigt werden, daß in beiden Gruppen signifikant mehr Patienten in das Berufsleben zurückkehrten, wenn eine rehabilitative Maßnahmen durchgeführt wurde. Zudem zeigte sich, daß in beiden Gruppen nach einer Rehabilitation mehr Männer als Frauen in das Berufsleben zurückkehrten.
Ein signifikanter Unterschied zwischen den sozioökonomischen Gruppen bezüglich der Rückkehr ins Berufsleben ließ sich nur bei den Karzinompatienten zeigen, nicht bei Infarktpatienten: es kehrten weniger ungelernte Arbeiter und weniger einfache Angestellte in das Berufsleben zurück als erwartet. Dafür kehrten signifikant mehr Facharbeiter in das Berufsleben zurück.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Methoden

Ergebnisse

Diskussion

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Rehabilitationsverhalten von Karzinompatienten anhand von Versichertendaten der AOK Mettmann im Zeitraum von 1986 bis 1995 und untersucht vergleichend die berufliche Wiedereingliederung nach Rehabilitationsmaßnahmen bei Karzinom- und Infarktpatienten.

  • Analyse der Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Diagnosegruppe.
  • Untersuchung des Einflusses der Akutversorgung auf das Rehabilitationsverhalten.
  • Vergleichende Bewertung der beruflichen Wiedereingliederung bei onkologischen und kardiologischen Patienten.
  • Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Rückkehr in das Berufsleben.
  • Identifikation von Prädiktoren für den Erfolg der beruflichen Rehabilitation.

Auszug aus dem Buch

Sozialer Gradient bei Tumorerkrankungen

Das Vorliegen eines sozialen Gradienten im Zusammenhang mit Krebserkrankungen zu Ungunsten der unteren sozialen Schichten wurde bereits von Geyer beschrieben (54, 55). In den uns vorliegenden Daten machen Krebserkrankte 2,3% aller Versicherten aus. In Bezug auf die Prävalenz von Krebserkrankungen von ca 1% in der deutschen Gesamtbevölkerung zeigt sich in unserer Population eine doppelt so hohe Erkrankungsrate. Zieht man das regionale Umfeld der Versicherten mit in Betracht, welches in einer überwiegend industriell geprägten Region liegt (Industrieregion Ruhrgebiet) und berücksichtigt die Tatsache, daß der größte Teil der Versicherten als Arbeiter oder Handwerker in der Produktionsindustrie tätig ist, so läßt sich hier eine Bestätigung des sozialen Gradienten im Zusammenhang mit Krebserkrankungen ableiten. Inwiefern die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung erhöht anmutende Prävalenz von signifikanter Bedeutung sein kann, sollte Objekt weiterer Untersuchungen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Beschreibt die Etablierung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland und den hohen Forschungsbedarf im Bereich der onkologischen Rehabilitation aufgrund eines begrenzten Literaturhintergrunds.

Einleitung: Umreißt die Entwicklung der onkologischen Rehabilitation sowie die Problematik der beruflichen Wiedereingliederung und stellt die zentralen Fragestellungen der Arbeit vor.

Methoden: Erläutert die Datengrundlage von über 416.000 Versicherten der AOK Mettmann, das Auswahlverfahren der Karzinompatienten sowie die angewandten statistischen Auswertungsverfahren.

Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung zur Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen und vergleicht die Rückkehrquoten in das Berufsleben zwischen Karzinom- und Infarktpatienten.

Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse unter Berücksichtigung des historischen Kontextes der Datenerhebung und vergleicht sie mit bestehenden Forschungsergebnissen.

Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zum Rehabilitationsverhalten und zum Rückkehrverhalten in das Berufsleben prägnant zusammen.

Schlüsselwörter

Medizinische Rehabilitation, Onkologische Rehabilitation, Kardiologische Rehabilitation, Berufliche Wiedereingliederung, Karzinompatienten, Myokardinfarkt, Versichertendaten, Inanspruchnahme, Sozialer Status, Epidemiologie, Qualitätssicherung, Altersgruppen, Erwerbsfähigkeit, Gesundheitswesen, Rückkehrrate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Rehabilitationsverhalten von Karzinompatienten und vergleicht dieses mit der beruflichen Wiedereingliederung von Patienten nach einem Myokardinfarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Inanspruchnahme von medizinischen Rehabilitationsleistungen und die Faktoren, die eine erfolgreiche Rückkehr in das Berufsleben beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das primäre Ziel ist die statistische Auswertung des Rehabilitationsverhaltens sowie die Identifikation von Einflussfaktoren auf die berufliche Wiedereingliederung bei onkologischen Patienten im Vergleich zu kardiologischen Patienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden deskriptive Statistiken (Häufigkeitsverteilungen, Mittelwertberechnungen) sowie Verfahren der prüfenden Statistik, insbesondere die logistische Regression und der Chi-Quadrat-Test, angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse von Alters-, Geschlechts- und Sozialdaten der Patienten sowie dem Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme von Reha-Maßnahmen und der Rückkehr in das Berufsleben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören onkologische Rehabilitation, berufliche Wiedereingliederung, Versichertendaten und soziale Faktoren bei Krebserkrankungen.

Welchen Einfluss hatte der historische Zeitraum der Daten auf die Ergebnisse?

Da die Daten aus einer Zeit stammten, in der die onkologische Rehabilitation noch ein junges Feld war, konnte die Etablierungsphase dieses Zweiges signifikant die beobachteten Muster in der Inanspruchnahme beeinflussen.

Wie unterscheidet sich die Rückkehrrate bei onkologischen und kardiologischen Patienten?

Die Analyse zeigt, dass in beiden Gruppen signifikant mehr Patienten in das Berufsleben zurückkehren, wenn sie eine Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch genommen haben.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Wiedereingliederung?

Ja, in beiden untersuchten Gruppen kehren nach einer Rehabilitation signifikant weniger Frauen als Männer in das Berufsleben zurück.

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Details

Title
Statistische Analyse des Rehabilitationsverhaltens von Karzinompatienten am Beispiel von Versicherungsnehmern der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Mettmann
College
Medical University Hanover  (Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung)
Grade
gut
Author
Dr. med. Gabriele Röhrig (Author)
Publication Year
2005
Pages
38
Catalog Number
V267523
ISBN (eBook)
9783656623489
ISBN (Book)
9783656623519
Language
German
Tags
Sekundärdatenanalyse Versicherungsdaten Rehabilitationsverhalten Karzinompatienten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. med. Gabriele Röhrig (Author), 2005, Statistische Analyse des Rehabilitationsverhaltens von Karzinompatienten am Beispiel von Versicherungsnehmern der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Mettmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267523
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