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Selbstevaluation an Schulen. Bedeutung und Potenziale für schulische Selbststeuerung und Qualitätssicherung

Title: Selbstevaluation an Schulen. Bedeutung und Potenziale für schulische Selbststeuerung und Qualitätssicherung

Term Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Franziska Letzel (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf schulischen Selbstevaluationsprozessen. Diese gewannen in der Vergangenheit vor allem an Bedeutung, da es an der Akzeptanz externer Evaluation häufig mangelt – sie wird als Störung, als Eingriff in die eigene berufliche Sphäre empfunden. Selbstevaluationen hingegen bieten den Schulen, vor allem gefühlt, mehr Eigenständigkeit und Freiheit. Doch trotzdem Evaluationen und insbesondere auch Selbstevaluationen von den Schulen eingefordert werden, besteht immer noch eine starke Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Eine Ursache dafür wird vor allem in der mitunter sehr verbreiteten Skepsis gegenüber Evaluationen gesehen – sie sind für Lehrkräfte und auch Schulleitungen nicht selten ein angstbesetzter Bereich, der gedanklich in erster Linie mit zusätzlichen Kosten, hohem Aufwand und einem deutlichen Mehr an Stress im ohnehin stressigen Alltag des Schulpersonals verbunden wird. Das Selbstevaluation aber nicht notwendigerweise sehr komplex und aufwendig sein muss und zudem einen nicht zu unterschätzenden Gewinn für die Einzelschule bedeuten kann, soll die vorliegende Arbeit verdeutlichen. Ziel ist es, den Mehrwert selbstevaluativer Verfahren für die Schulen hervorzuheben sowie einfache, praktische und effektive Methoden zur Selbstevaluation aufzeigen. Zu diesem Zweck erfolgt in Kapitel 2 zunächst eine klare Bestimmung des Begriffs „Selbstevaluation“, um darauf aufbauend die Funktionen und Potenziale eben jener im Schulalltag darzustellen. Im Anschluss daran werden die Voraussetzungen für schulische Selbstevaluationsprozesse beleuchtet und in diesem Zusammenhang einige Kriterien für den Erfolg eines solchen Verfahrens aufgestellt. Kapitel 3 befasst sich dann stärker mit der praktischen Umsetzung im Schulalltag und beinhaltet eine Beschreibung einfacher Zugänge und Wege zu schulischer Selbstevaluation sowie die konkrete Darstellung eines ausgewählten Beispiels, dem ISQ-Evaluationsportal. Abgerundet wird die vorliegende Arbeit in Kapitel 4 durch eine differenzierte Betrachtung der Probleme und möglicher Fehlerquellen im Zusammenhang mit schulischer Selbstevaluation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kern schulischer Selbstevaluation

2.1. Begriffsklärungen

2.2. Die Bedeutung von Selbstevaluation im Schulkontext

2.3. Voraussetzungen und Erfolgskriterien

3. Umsetzung schulischer Selbstevaluation

3.1. „Keep it small and simple“

3.2. Das ISQ-Selbstevaluationsportal

3.2.1. Inhalte und Aufbau des SEP

3.2.2. Potenziale und Wirkungen

4. Probleme und Fehlerquellen schulischer Selbstevaluation

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Mehrwert selbstevaluativer Verfahren für Schulen aufzuzeigen und dabei einfache, effektive Methoden zur praktischen Umsetzung im Schulalltag darzustellen. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Selbstevaluation trotz verbreiteter Skepsis und wahrgenommener Belastung erfolgreich als Instrument der Qualitätssicherung und Schulentwicklung etabliert werden kann.

  • Grundlagen und Definitionen der schulischen Selbstevaluation
  • Funktionen und Potenziale der Selbstevaluation im schulischen Kontext
  • Kriterien für den erfolgreichen Einsatz selbstevaluativer Prozesse
  • Praktische Methoden der Evaluation nach dem "Keep it small and simple"-Prinzip
  • Analyse des ISQ-Selbstevaluationsportals als konkretes Anwendungsbeispiel
  • Identifikation von Problemen und Fehlerquellen wie "Endlosevaluation" oder "Fassadenevaluation"

Auszug aus dem Buch

3.1. „Keep it small and simple!”

Mittlerweile ist Evaluation aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Trotzdem stößt sie immer noch an vielen Stellen auf Skepsis und Widerstand (vgl. Hornsteiner 2004, S. 190). Dies liegt vor allem darin begründet, dass Schulleitung und Lehrkräfte Evaluation häufig in erster Linie mit Aufwand, Stress und zweifelhafter Kosten-Nutzen-Relation in Verbindung bringen. Dies trifft insbesondere auf Selbstevaluationen zu, da Verantwortung und Durchführung hier eindeutig bei der Einzelschule liegen. Man denkt sofort an umfangreiche Verfahren, welche mit einem hohen Zeit- und Kapitalbedarf sämtliche Aspekte einer Schule untersuchen und schreckt schon allein bei der Erwähnung des Begriffs „Evaluation“ zurück. Diese Reaktion ist nachvollziehbar, jedoch nur bedingt begründet.

Richtig ist, dass bei jeglichen Evaluationsverfahren stets die gesamte Schule im Fokus stehen sollte und besonders relevante Bereiche nicht außen vor bleiben können (vgl. Burkard & Eikenbusch 2006, S. 191). Jedoch ist es gerade in Hinblick auf die verbreitete Skepsis und die Berührungsängste unter den Beteiligten sinnvoll, Schritt für Schritt vorzugehen und sich langsam an das Feld der Selbstevaluation heranzutasten. Bevor eine Schule dann vielleicht später zu systematischen und umfangreichen, mithin extern konzipierten Verfahren kommt, ist es ratsam, mit überschaubaren und zu bewältigenden Maßnahmen zu beginnen, ganz nach dem Prinzip „Keep it small and simple“ (Burkard & Eikenbusch 2006, S. 191).

Der Einstieg in die Selbstevaluation kann zudem auch mit Vorhaben unternommen werden, die zunächst gar nicht als Evaluation empfunden werden. Geeignet ist dafür zum Beispiel die Methode der Zukunftswerkstatt, welche kein explizites Evaluationsverfahren darstellt, jedoch geeignet ist, große Teile des Kollegiums zu Reflexion und zum eigenen Erkunden zu motivieren (vgl. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung NRW & Thüringer Kultusministerium 1999, S. 74). Selbiges trifft auf die Methode des Runden Tischs zu, bei der Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft zu klassen- oder stufeninternen Diskussionen bestimmter Themen eingeladen werden (vgl. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung NRW & Thüringer Kultusministerium 1999, S. 77).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Selbstevaluation als Reaktion auf gestiegene Qualitätsanforderungen und die Stärkung der schulischen Eigenverantwortung.

2. Der Kern schulischer Selbstevaluation: Hier werden zentrale Begriffe definiert sowie die vielfältigen Funktionen, Potenziale und notwendigen Voraussetzungen für erfolgreiche Selbstevaluationsprozesse dargelegt.

3. Umsetzung schulischer Selbstevaluation: Dieses Kapitel stellt praxistaugliche Methoden vor, darunter das Prinzip „Keep it small and simple“ und das spezifische Instrument des ISQ-Selbstevaluationsportals.

4. Probleme und Fehlerquellen schulischer Selbstevaluation: Der Text analysiert kritische Faktoren, wie etwa mangelnde methodische Kompetenz, Überforderung durch "Endlosevaluation" oder die Tendenz zur "Fassadenevaluation".

5. Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Selbstevaluation trotz ihrer Grenzen als unverzichtbare Ergänzung zur externen Evaluation zur Qualitätssicherung beitragen kann.

Schlüsselwörter

Schulische Selbstevaluation, Qualitätsentwicklung, Schulentwicklung, ISQ-Selbstevaluationsportal, Unterrichtsqualität, Selbstevaluation, Evaluation, Schulleitung, Lehrkräfte, Qualitätssicherung, Feedback, Schulpraxis, Bildungspolitik, Methodenkompetenz, Schulkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der schulischen Selbstevaluation als Instrument zur systematischen Untersuchung und Verbesserung der Arbeit von Einzelschulen und Lehrkräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die begriffliche Einordnung, der Nutzen für die Schulentwicklung, die praktische Umsetzung, Fehlerquellen sowie die Rolle spezifischer Online-Instrumente wie dem ISQ-Portal.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Mehrwert selbstevaluativer Verfahren für Schulen hervorzuheben und gleichzeitig effektive, niederschwellige Methoden aufzuzeigen, um die Akzeptanz und Kompetenz der Schulen im Bereich der Evaluation zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer Konzepte, wissenschaftlicher Studien zu Evaluationsverfahren und der Untersuchung spezifischer Praxisbeispiele im deutschen Schulsystem.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Darstellung einfacher Evaluationswege nach dem "Keep it small and simple"-Prinzip, die detaillierte Vorstellung des ISQ-Selbstevaluationsportals und eine kritische Auseinandersetzung mit potenziellen Fehlerquellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Selbstevaluation, Qualitätsentwicklung, Schulentwicklung, Unterrichtsqualität und Schulleitung charakterisieren.

Was unterscheidet das ISQ-Selbstevaluationsportal von anderen Instrumenten?

Im Gegensatz zu groß angelegten, schulweiten Systemen wie SEIS ermöglicht das ISQ-Portal der einzelnen Lehrkraft einen individuellen Zuschnitt der Befragung auf den eigenen Unterricht, was die Hemmschwelle senkt und den direkten Bezug zur eigenen Praxis stärkt.

Warum existiert oft Skepsis gegenüber Selbstevaluationen an Schulen?

Die Skepsis rührt meist aus der wahrgenommenen Arbeitsbelastung, der Angst vor unvorhersehbaren Konsequenzen sowie der Sorge, dass Evaluationen als Störung oder zusätzlicher Stressfaktor empfunden werden.

Wie kann die Gefahr der sogenannten "Fassadenevaluation" vermieden werden?

Durch eine offene Fehlerkultur, die Förderung der diagnostischen Kompetenz der Lehrkräfte und die Erkenntnis, dass Evaluation der Unterstützung dient und nicht primär einer fehlerlosen Selbstdarstellung.

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Details

Title
Selbstevaluation an Schulen. Bedeutung und Potenziale für schulische Selbststeuerung und Qualitätssicherung
College
Dresden Technical University  (Erziehungswissenschaft)
Course
Seminar Schul- und Unterrichtsreform durch ergebnisorientierte Steuerung
Grade
1,7
Author
Franziska Letzel (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V267549
ISBN (eBook)
9783656586289
ISBN (Book)
9783656586319
Language
German
Tags
selbstevaluation schulen bedeutung potenziale selbststeuerung qualitätssicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Letzel (Author), 2013, Selbstevaluation an Schulen. Bedeutung und Potenziale für schulische Selbststeuerung und Qualitätssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267549
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