Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Mobbing unter Schülern“ als ein schulisches Gewaltphänomen, das ein aktuelles Thema in den Medien darstellt und immer häufiger öffentlich diskutiert wird. Mobbing findet in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft statt und ist in den letzten Jahren zu einem „Modebegriff“ geworden (vgl. Kasper 1998, S.21). Mobbing unter Kindern und Jugendlichen lässt sich im Kontext Schule besser beobachten und bearbeiten, da sie sich durch eine feste Struktur auszeichnet, in der jedes Kind sowie jeder Jugendliche eine bestimmte Position einnimmt (vgl. Schallenberg 2004, S. 11f). So nimmt auch beim Mobbing jeder Einzelne eine bestimmte Rolle ein. Mobbing wird also zunehmend als Gruppenphänomen betrachtet, in der nicht nur Täter und Opfer eine Rolle spielen, sondern auch andere Gleichaltrige, die passiv beim Mobbing beteiligt sind. Gewalt gab es schon immer an Schulen, doch verändert haben sich nach Kohn die Wahrnehmung sowie die Intensität von Gewalt, welche sich zunehmend erweitern (vgl. Kohn 2012, S. 12).
Im zweiten Kapitel wird das Phänomen „Mobbing in der Schule“ aufgegriffen. Zu Beginn wird kurz dargestellt, um was es sich bei dem Begriff „Mobbing“ handelt. Weiter wird die Verbreitung in Schulen anhand einer Studie in den Blick genommen und die Ursachen sowie die Folgen von Mobbing näher betrachtet.
Im dritten Kapitel geht es um die Kooperation von Schule und Jugendhilfe in Form von Schulsozialarbeit. Zunächst werden hier mehrere Definitionen gegenübergestellt und erläutert, um was es sich dabei handelt. Danach wird auf den rechtlichen Rahmen der Schulsozialarbeit im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) beziehungsweise Achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und den Schulgesetzen eingegangen. Anschließend werden die Aufgaben der Schulsozialarbeit vorgestellt.
Im vierten Kapitel geht es schließlich um die Mobbingprävention und in wieweit die Schulsozialarbeit in Bezug auf Mobbing tätig werden kann. Dabei wird zunächst der Begriff der Prävention erklärt und definiert. Schließlich wird nach den allgemeinen Handlungsmöglichkeiten der SchulsozialarbeiterInnen auf die Methode des „No Blame Approach“ näher eingegangen.
In der vorliegenden Arbeit werden folgende Fragen bearbeitet: Wie verbreitet ist Mobbing? Welche Ursachen und Folgen ergeben sich? Warum ist die Kooperation von Schule und Jugendhilfe in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung und was kann die Schulsozialarbeit dagegen tun, um eine nachha
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mobbing unter Schülern
2.1 Was ist Mobbing?
2.2 Häufigkeit von Mobbing in der Schule
2.3 Ursachen von Mobbing
2.4 Folgen von Mobbing
3. Schulsozialarbeit
3.1 Definitionen von Schulsozialarbeit
3.2 Rechtliche Grundlagen der Schulsozialarbeit
3.3 Aufgaben der Schulsozialarbeit
4. Mobbingprävention der Schulsozialarbeit
4.1 Der Begriff Prävention
4.2 Was die Schulsozialarbeit tun kann
4.3 Die Methode des „No Blame Approach“
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Mobbing als schulisches Gewaltphänomen, analysiert dessen Ursachen und Folgen sowie die zentrale Rolle der Schulsozialarbeit bei der Prävention und Bewältigung von Konflikten.
- Phänomenologie und Verbreitung von Mobbing an Schulen
- Ursachen und psychische sowie soziale Folgen von Mobbing
- Rechtliche Grundlagen und Aufgaben der Schulsozialarbeit
- Präventionsansätze und Handlungsebenen der Schulsozialarbeit
- Die Methode des "No Blame Approach" als Interventionsstrategie
Auszug aus dem Buch
2.1 Was ist Mobbing?
Der Begriff Mobbing leitet sich aus dem Englischen „to mob“ ab und bedeutet übersetzt „anpöbeln“, „jemanden angreifen“ oder sogar „über jemanden herfallen“.
„Mobbing beschreibt einen Zustand, in dem ein oder mehrere Individuen wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg negativen Handlungen von einem oder mehreren Individuen ausgesetzt sind“ (Kohn 2012, S. 27). In Kohns Definition zeigt sich, dass mit Mobbing keine gelegentlichen Streitereien oder alterstypischen Rangeleien gemeint sind, sondern es bestehen wiederholte und länger andauernde Schikanen.
Eine andere Definition stammt von Gebauer: „Mobbing ist ein aggressiver Akt und bedeutet, dass ein Schüler oder eine Schülerin über einen längeren Zeitraum von Mitschülern belästigt, schikaniert oder ausgegrenzt wird“ (Gebauer 2009, S. 126).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert Mobbing unter Schülern als aktuelles Gewaltphänomen und skizziert den Aufbau der Untersuchung von den Ursachen bis hin zu Interventionsmöglichkeiten.
2. Mobbing unter Schülern: Dieses Kapitel definiert Mobbing, beleuchtet dessen Verbreitung durch aktuelle Studien und analysiert die vielfältigen Ursachen und gravierenden Folgen für betroffene Kinder.
3. Schulsozialarbeit: Es werden Begriffsdefinitionen, der rechtliche Rahmen im SGB VIII sowie die zentralen Aufgabenfelder der Schulsozialarbeit als Unterstützungsinstanz dargestellt.
4. Mobbingprävention der Schulsozialarbeit: Hier werden präventive Handlungsansätze auf verschiedenen Ebenen erarbeitet und die spezifische "No Blame Approach"-Methode zur Konfliktlösung vorgestellt.
5. Fazit: Die Schlussbetrachtung unterstreicht die Notwendigkeit öffentlicher Diskussionen, der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe sowie einer konsequenten, respektvollen Schulkultur.
Schlüsselwörter
Mobbing, Schule, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Prävention, Gewalt, No Blame Approach, Sozialpädagogik, Schüler, Konfliktmanagement, Schulklima, Gruppendynamik, Intervention, Kinder- und Jugendhilfegesetz, Sozialisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit Mobbing unter Schülern als schulisches Gewaltphänomen und untersucht die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit, diesem Problem durch präventive und intervenierende Maßnahmen zu begegnen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mobbing, der Analyse der Auswirkungen auf Schüler, der rechtlichen Verankerung der Schulsozialarbeit sowie praktischen Strategien zur Mobbingprävention.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe dazu beitragen kann, ein schulisches Umfeld zu schaffen, das von Respekt geprägt ist, und wie Mobbing nachhaltig reduziert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung bestehender Studien und Fachliteratur zur Mobbingprävention und Schulsozialarbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Phänomens Mobbing, die Beschreibung der Schulsozialarbeit als Unterstützungssystem und die detaillierte Vorstellung von Präventionsmethoden an Schulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mobbing, Prävention, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Schulklima und No Blame Approach charakterisieren.
Warum ist das Lehrer-Schüler-Verhältnis laut der Autorin so entscheidend?
Ein partnerschaftlicher Interaktionsstil der Lehrkräfte ist essenziell, um Mobbing frühzeitig zu erkennen und durch ein positives Klassenklima der Entstehung von Gewalt entgegenzuwirken.
Was ist das Besondere an der „No Blame Approach“-Methode?
Diese Methode verzichtet bewusst auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen, um stattdessen mit den beteiligten Schülern gemeinsam lösungsorientierte Wege zur Unterstützung des Opfers zu erarbeiten.
- Quote paper
- Tatjana Müller (Author), 2013, Tatort Schule. Mobbing unter Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267582