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Die Weiterentwicklung von Zeichen- zu Kommunikationsmodellen und deren Modellierung

Titel: Die Weiterentwicklung von Zeichen- zu Kommunikationsmodellen und deren Modellierung

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Gena Rielli (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Disziplin, die sich systematisch mit allen Aspekten der Zeichenkommunikation befasst heißt Semiotik. Die Pragmatik hingegen untersucht die kontextabhängige Verwendung von Sprache. Also wann werden wie welche sprachlichen Mittel von wem und zu welchem Zweck gebraucht?
Die Hausarbeit behandelt dabei das Thema der Entwicklung von Zeichen- zum Kommunikationsmodell und welche Komponenten für die jeweiligen Modelle konstitutiv sind. Dazu befasst sich diese Hausarbeit zunächst mit dem Thema des sprachlichen Zeichens, wobei unterschiedliche Charakteristika verschiedener Zeichentypen und Zeichenmodelle vorgestellt werden. Im Hinblick auf die Zeichenmodelle wird Bezug auf Ferdinand de Saussure und dessen bilaterale Zeichenstruktur sowie auf Charles Kay Ogden und seinen Partner Ivor Armstrong Richards genommen. Das Modell von Ferdinand de Saussure wird deshalb vor das des semiotischen Dreiecks nach Odgen und Richards gestellt, da sein Modell auch zeitlich gesehen ein "Vorläufer" ist. In einem kurzen Vergleich werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Modelle herausgearbeitet. Im Anschluss daran wird sowohl das Modell von Karl Bühler erläutert, als auch dessen Weiterentwicklung durch Roman Jakobson. Anschließend werden auch diese Modelle kurz einer vergleichenden Betrachtung unterzogen. Ein abschließender Vergleich wird noch einmal einen Überblick über die Modelle liefern. Ein Fazit wird diese Hausarbeit abschließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Zeichenmodell nach Ferdinand de Saussure

3. Das semiotische Dreick von Odgen und Richards

4. Das Organonmodell nach Karl Bühler

5. Das Modell von Roman Jakobson

6. Abschließender Vergleich aller Modelle

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung von frühen Zeichenmodellen hin zu komplexen Kommunikationsmodellen, indem sie die konstitutiven Komponenten und Funktionen der Ansätze von Saussure, Ogden/Richards, Bühler und Jakobson vergleichend analysiert.

  • Grundlagen der Semiotik und Sprachwissenschaft
  • Struktur der Zeichenmodelle (bilateral vs. triadisch)
  • Dynamische Kommunikationsmodelle und ihre Funktionen
  • Vergleichende Analyse der Sprachmodelle
  • Bedeutung der Sprecher-Hörer-Interaktion

Auszug aus dem Buch

2. Das Zeichenmodell nach Ferdinand de Saussure

Der Schweizer Linguist Ferdinand de Saussure gilt als ein Vorläufer der Semiotik – und zugleich als Begründer der modernen Sprachwissenschaft. Sein grundlegendes Werk Cours de Linguistique Générale wurde nach seinem Tod veröffentlicht, indem er unter anderem erklärt, dass die menschliche Sprache das umfassendste und charakteristischste aller Zeichensysteme ist.

Mit seinem Zeichenmodell sollte die Natur des sprachlichen Zeichens („signe linguistique“) erläutert werden. Im Vordergrund seines Modells stehen zwei Aspekte: die bilaterale Struktur des Zeichens und seine mentalistische Konzeption. Ein Sprachzeichen nach Saussure besteht aus einer Einheit mit zwei Seiten und zwar aus einer semantischen und einer phonetischen Seite. Die erste Seite ist die äußerliche, wahrnehmbare, materielle Zeichenform, die mit dem Begriff Signifikant (signifiant Bezeichnendes, äußere Zeichenform) bezeichnet wird; die zweite beinhaltet einen nicht materiellen Zeicheninhalt, eine Vorstellung, und gleicht dem Begriff Signifikat (signifié Bezeichnetes, Zeicheninhalt). Das Zeichenmodell von Saussure wird in der Abbildung 1 dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Bedeutung von Zeichen und Kommunikation als Grundlage menschlichen Zusammenlebens definiert und das Ziel der Arbeit, die Entwicklung von Zeichen- zu Kommunikationsmodellen, umrissen.

2. Das Zeichenmodell nach Ferdinand de Saussure: Das Kapitel erläutert Saussures bilaterale Zeichenstruktur, bestehend aus Signifikant (Lautbild) und Signifikat (Vorstellung), sowie die psychologische Natur des Sprachzeichens.

3. Das semiotische Dreick von Odgen und Richards: Es wird das triadische Modell vorgestellt, das durch die Einbeziehung des Referenten und des Konzepts (Thought) eine dynamische Verknüpfung zwischen Zeichen und Wirklichkeit herstellt.

4. Das Organonmodell nach Karl Bühler: Dieses Kapitel behandelt Bühlers Modell, das den Sprecher, den Hörer und den Gegenstand in den Mittelpunkt stellt und die drei Sprachfunktionen Ausdruck, Appell und Darstellung definiert.

5. Das Modell von Roman Jakobson: Jakobson erweitert das Bühler-Modell um drei weitere Funktionen (phatisch, metasprachlich, poetisch) und analysiert den Kommunikationsakt anhand von sechs Faktoren.

6. Abschließender Vergleich aller Modelle: Dieser Abschnitt bietet eine zusammenfassende Betrachtung der behandelten Modelle und hebt deren Bedeutung für die moderne Sprachwissenschaft sowie ihre jeweiligen Stärken und Limitationen hervor.

7. Fazit: Das Fazit resümiert den Fortschritt von statischen Zeichenmodellen hin zu dynamischen Kommunikationsmodellen und merkt kritisch an, dass auch komplexe Modelle wie die von Bühler und Jakobson Lücken bei der Berücksichtigung von Höflichkeitsaspekten aufweisen.

Schlüsselwörter

Semiotik, Sprachwissenschaft, Zeichenmodell, Kommunikation, Ferdinand de Saussure, Signifikant, Signifikat, Organonmodell, Karl Bühler, Roman Jakobson, Sprachfunktionen, Arbitrarität, Konventionalität, Kommunikationstheorie, triadisches Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische und theoretische Entwicklung von Modellen, die erklären, wie Zeichen Bedeutung transportieren und wie Kommunikation zwischen Individuen funktioniert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Semiotik, die Struktur des sprachlichen Zeichens, die Entwicklung vom statischen zum dynamischen Kommunikationsmodell sowie die Analyse von Sprachfunktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung von frühen Zeichenmodellen hin zu komplexen Kommunikationsmodellen nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie sich die konstitutiven Komponenten wie Sender, Empfänger und Referent in den Modellen verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse der theoretischen Modelle führender Linguisten durchgeführt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich ihrer Struktur und Anwendbarkeit herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert den Modellen von Ferdinand de Saussure, Ogden und Richards, Karl Bühler und Roman Jakobson inklusive ihrer jeweiligen Funktionen und Charakteristika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Semiotik, Sprachfunktionen, Kommunikationsmodell, Signifikant/Signifikat und die spezifischen Ansätze der genannten Linguisten charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Saussures Modell von dem von Ogden und Richards?

Saussure entwarf ein bilaterales, statisches Modell, während Ogden und Richards dies zu einem triadischen, dynamischen Modell weiterentwickelten, das den Zeichenbenutzer und den Referenten explizit einbezieht.

Warum wird Roman Jakobsons Modell als eine Erweiterung betrachtet?

Jakobson nimmt Bühlers Grundmodell als Ausgangspunkt und erweitert es um drei weitere Sprachfunktionen (phatisch, metasprachlich, poetisch), um den Kommunikationsakt noch präziser zu analysieren.

Welche Problematik wird im Fazit bezüglich der Modelle angesprochen?

Im Fazit wird kritisch angemerkt, dass die behandelten Modelle wichtige Aspekte wie die sprachliche Höflichkeit vernachlässigen und zudem oft nur einzelne Sequenzen statt komplexer Kommunikationsabläufe abbilden.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Weiterentwicklung von Zeichen- zu Kommunikationsmodellen und deren Modellierung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,0
Autor
Gena Rielli (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V267631
ISBN (eBook)
9783656592150
ISBN (Buch)
9783656592082
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Romanistik Karl Bühler Bühler Roman Jakobson Organonmodell Sprachwissenschaft 3. Das semiotische Dreick Odgen Richards Zeichenmodell Zeichen Ferdinand de Saussure Saussure Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gena Rielli (Autor:in), 2013, Die Weiterentwicklung von Zeichen- zu Kommunikationsmodellen und deren Modellierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267631
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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