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Franz Liszt "Die Hunnenschlacht". Kampf der Kulturen in der sinfonischen Dichtung

Titel: Franz Liszt "Die Hunnenschlacht". Kampf der Kulturen in der sinfonischen Dichtung

Essay , 2010 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sven Gerrlich (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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In dieser Hausarbeit geht es um Franz Liszts sinfonische Darstellung der Hunnenschlacht, einem Schlachtengemälde des Malers Wilhelm von Kaulbach. Diese sinfonische Dichtung entstand in den Jahren 1856/57, wurde am 29. Dezember 1857
im Weimarer Hoftheater uraufgeführt und ist Liszts elfte seiner insgesamt dreizehn sinfonischen Dichtungen. Sie ist für ein um Schlagwerk und Orgel/Harmonium erweitertes Sinfonieorchester geschrieben und schildert den Kampf zweier Kulturen, zwischen Römern und Hunnen, ein Kampf zwischen Christentum und Heidentum.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Liszts musikalische Darstellung der Hunnenschlacht

3. Interpretation im poetischen Kontext

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Franz Liszts elfte sinfonische Dichtung „Die Hunnenschlacht“ und deren musikalische Umsetzung eines Gemäldes von Wilhelm von Kaulbach. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Instrumentation, der dramaturgischen Formgestaltung sowie der Interpretation der musikalischen Symbole im Kontext der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Heidentum.

  • Analyse der instrumentalen Besetzung und ihrer Funktion
  • Struktureller Aufbau und dramaturgische Entwicklung des Werkes
  • Symbolik der musikalischen Themen (Hunnenthema vs. Choral)
  • Liszt als Wegbereiter der programmatischen Filmmusik
  • Künstlerische Symbiose zwischen bildender Kunst und Musik

Auszug aus dem Buch

Liszts musikalische Darstellung der Hunnenschlacht

Liszts elfte sinfonische Dichtung schreibt folgende Besetzung vor: Kleine Flöte, zwei Querflöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten in B, zwei Fagotte, vier Hörner, drei Trompeten in C, zwei Tenorposaunen, eine Bassposaune unisono mit Tuba, eine Pauke, Becken, sowie Streicher. Hinzu kommt die besondere Verwendung eines Harmoniums, oder ersatzweise der Orgel, das/die allerdings erst ab Takt 66 erklingt.

Der Beginn des Werkes steht in einem durch DV-Ketten verschleierten Es-Dur, geht dann über fis-Moll nach g-Moll, anschließend h–Moll, wieder Es-Dur, das schlussendlich in ein strahlendes C-Dur übergeht. Im Grunde genommen kann von einer Zweiteilung des Werkes gesprochen werden, denn nach etwa sechs Minuten Spieldauer, neun Takte nach Buchstabe I, wird der Charakter des Werkes in ein völlig neues Licht geworfen. Das zuvor noch kämpferische, oft martialisch daherkommende Meisterwerk Liszts, bekommt nun mit jetzt einsetzenden Harmonium/Orgel, das den Choral Crux Fidelis vorträgt einen feierlichen, leicht pompösen, gar erhabenen Gestus. Diese Zäsur soll den endgültigen Sieg der Römer symbolisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, skizziert den historischen und künstlerischen Hintergrund des Gemäldes von Wilhelm von Kaulbach und legt die Zielsetzung der Arbeit fest.

2. Liszts musikalische Darstellung der Hunnenschlacht: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Besetzung, des harmonischen Aufbaus, der Instrumentation und der dramaturgischen Entwicklung des Werkes, insbesondere der Rolle des Chorals Crux Fidelis.

3. Interpretation im poetischen Kontext: Dieser Abschnitt beleuchtet Liszts Auffassung der sinfonischen Dichtung und interpretiert die musikalischen Motive als Darstellung der kulturellen Konfrontation zwischen Römern und Hunnen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt Liszts innovative kompositorische Herangehensweise und stellt Bezüge zur späteren Entwicklung der Filmmusik her.

Schlüsselwörter

Franz Liszt, Hunnenschlacht, Wilhelm von Kaulbach, sinfonische Dichtung, Programmmusik, Crux Fidelis, Instrumentation, Spätromantik, Choral, Orgel, Filmmusik, Bildvertonung, Musikästhetik, Kampf der Kulturen, Orchester.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Franz Liszts sinfonische Dichtung „Die Hunnenschlacht“ in Bezug auf ihre Entstehung, ihren musikalischen Aufbau und ihre inhaltliche Aussagekraft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Verknüpfung von Musik und bildender Kunst, die instrumentale Gestaltung von Schlachtszenen und die symbolische Darstellung religiöser Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Liszt durch formale und instrumentale Mittel eine programmatische Aussage trifft und das Gemälde Kaulbachs musikalisch interpretiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine musikwissenschaftliche Werk- und Strukturanalyse, kombiniert mit einer historischen Kontextualisierung sowie einer Interpretation im poetischen Sinne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Beschreibung der Instrumentierung, der formalen Dramaturgie und der leitmotivischen Arbeit Liszts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Franz Liszt, sinfonische Dichtung, Programmmusik, Orchesterapparat und die thematische Gegenüberstellung von Heidentum und Christentum.

Welche Bedeutung kommt dem Harmonium/der Orgel im Werk zu?

Die Orgel oder das Harmonium markieren eine entscheidende Zäsur im Werk, indem sie den Choral „Crux Fidelis“ vortragen und den Sieg des Christentums sowie eine Friedensbotschaft symbolisieren.

Inwiefern unterscheidet sich die Vertonung eines Gemäldes von einer literarischen Vorlage?

Der Autor argumentiert, dass die Vertonung eines Gemäldes eine intensivere subjektive Empfindung beim Hörer auslösen kann, da das visuelle Objekt als konstante Referenz dient, während literarische Vorlagen oft einen größeren Interpretationsspielraum lassen.

Wie bewertet der Autor Liszts Bedeutung für die Musikgeschichte?

Der Autor sieht in der Vertonung der „Hunnenschlacht“ eine wegweisende kompositorische Leistung, die bereits Ansätze und Aspekte der späteren Filmmusik vorwegnimmt.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Franz Liszt "Die Hunnenschlacht". Kampf der Kulturen in der sinfonischen Dichtung
Hochschule
Hochschule für Musik Detmold  (Musikwissenschaftliches Seminar)
Veranstaltung
Franz Liszt
Note
1,3
Autor
Sven Gerrlich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
11
Katalognummer
V267633
ISBN (eBook)
9783656591078
ISBN (Buch)
9783656591092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
franz liszt hunnenschlacht kampf kulturen dichtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven Gerrlich (Autor:in), 2010, Franz Liszt "Die Hunnenschlacht". Kampf der Kulturen in der sinfonischen Dichtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267633
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Leseprobe aus  11  Seiten
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