Die Faszination des Teufels in der Rockmusik

Hintergrund- und Unterrichtsmaterialien für den Musikunterricht


Diplomarbeit, 2004
122 Seiten, Note: 1.2

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

A Theoretisch/ Wissenschaftlicher Teil

1 Einleitung
1.1 Persönliche Gedanken zur Themenwahl
1.2 Zum Aufbau und zur Vorgehensweise der Arbeit
1.3 Zusammenhänge der Kapitel

2 Hauptteil
2.1 Das Phänomen „Teufel“
2.2 Phänomenologie und Moral
2.3 Entwicklungsphasen der „Teufelsentstehung“
Das Alte Testament
Die Zeit des babylonischen Exils
Nach dem Exil: Apokryphe und pseudepigraphische Schriften
Das Neue Testament, die Kirchenväter und Apologeten
2.4 Das Erscheinungsbild des Teufels
2.5 Sexualität und Erotik
2.5.1 Hexen – Nützliche Sündenböcke
2.5.2 Die Schwarze Messe
2.6 Modest Petrowitsch Mussorgsky
2.6.1 „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“
a) Kurzanalyse: „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“
2.6.2 Walt Disney: FANTASIA
2.7 Rockmusik
2.7.1 Rock’n’Roll und Sexualität
2.7.2 Zwei Beispiele
2.7.2.1 Disco
a) Sexuelle Normen der Discokultur
b) “SATURDAY NIGHT FEVER”
2.7.2.2 Heavy Metal
a) Geschichte und Wurzeln des Heavy Metal
b) Merkmale des Heavy Metal
c) Außermusikalische Assoziationen mit Heavy Metal
d) DIMMU BORGIR
e) Das Erscheinungsbild von Heavy Metal-Musikern
2.8 Der Teufel in der Gegenwart 76
2.8.1 Teufel Heute
2.8.2 Vom Hexensabbat zu „Halloween“

3 Schluss
3.1 Persönliche Stellungnahme

B Methodisch/ Didaktischer Teil

I Vorwort

II Ideenbausteine

Literaturliste

Primärtexte

Sekundärtexte

Weitere Quellen

Film

Tonträger

Internet

Notenliteratur

Abbildungsnachweise (Abb. 1 – 43)

Beilagen:

- Begleit-Hörbeispiele (Midi, mp3-Dateien)

- Begleit-Videos (mp4)

Die Beilagen sind nicht enthalten, können jedoch nach dem Kauf beim Autor unter guido.bissig@ymail.com angefordert werden.

1. Einleitung

1.1 Persönliche Gedanken zur Themenwahl

Um einen Einblick zu erhalten, welche Stilrichtungen von Musik meine Oberstufen-schülerInnen hören, hatte ich als Lehrperson zu Beginn des neuen Schuljahres kurze Schülervorträge geplant, in welchen meine SchülerInnen ihre Lieblingsmusik(-gruppen) vorstellen durften.

Ein Schüler aus der 2. Oberstufenklasse entschloss sich, spontan mit dieser Vortrags-serie zu beginnen. Ich begrüsste sein Engagement und plante seinen Vortrag für die Musikstunde in der darauffolgenden Woche mit ein.

Eine Woche später suchte mich eine Schülerin aus derselben Klasse bereits vor Beginn der Lektion auf und fragte, ob sie während dem Musikvortrag das Klassenzimmer verlassen dürfe, mit der Begründung: „Ich kann und will so etwas nicht sehen!

Als ich nach dem Grund fragte erfuhr ich, dass der Schüler einen Vortrag über eine satanische Band geplant hatte. Wie sollte ich nun darauf reagieren? Wäre es besser ihm den Vortrag zu verbieten? Aber aus welchem Grund sollte ich das tun? Schliesslich hatte ich ja die Aufgabe gestellt, über seine persönliche Lieblingsgruppe zu berichten. Nach einigem Zögern entschloss ich mich, den Vortrag anzuschauen, erlaubte der Schülerin jedoch das Verlassen des Schulzimmers während dieser Zeit, was sie dann auch wirklich tat.

„DIMMU BORGIR“ - eine norwegische Black Metal-Band bildete den Gegenstand des Vortrages. Ich bemerkte, dass in der Klasse diese Band bei einigen SchülerInnen bereits bekannt war, wohingegen ich mich weder mit dieser Gruppe noch mit dem Thema Heavy Metal eingehend auseinandergesetzt hatte. So war ich gespannt auf den Vortrag, und erhoffte auch für mich persönlich interessante und weiterführende Ausführungen und Informationen zu erhalten.

Der Schüler hatte auf einem Plakat die Mitglieder der Band, Konzerttourneen und Informationen über Black Metal aufgeführt, zeigte eigene Fotos von Konzertbesuchen und berichtete über persönliche Erlebnisse, welche er dort machen durfte. Zusätzlich benutzte er als Anschauungsmaterial einige Fanartikel, welche grösstenteils entweder mit sexuell eindeutigen, oder aber mit okkulten, satanischen und gewalttätigen Abbildungen der Band versehen waren. Um einen Einblick einer Konzertatmosphäre zu geben, diente ihm ein Videoband eines LIVE-Auftritts von DIMMU BORGIR. (à Vgl. Begleit-Videos) Die darauffolgenden Reaktionen in der Klasse, waren enorm unterschiedlich: Einige SchülerInnen schauten weg und schüttelten den Kopf, andere wiederum hatten Spass und Freude über die Szenen, die in diesem Videoausschnitt gezeigt wurden und bekundeten dies mit lautem Grölen und Applaus. Nach Beenden des Vortrages diskutierten wir in der Klasse über dieses Thema. Ich wollte wissen, welche Meinung in der Klasse hauptsächlich vertreten war. Nach kurzem Zögern äusserten sich einige daraufhin sehr kritisch: „Was haben diese Teufelsanbeter mit Musik zu tun?“ oder „Das sind doch alles wirre Leute!

Aber auch Befürworter meldeten sich: „Das ist Musik, bei der ich alles vergessen und meine Gedanken hängen lassen kann.“ und „Das ist Musik mit Power!

Ich stellte mir die Frage, warum gerade Themen wie „Satanismus“ und „Okkultismus“ bei einigen SchülerInnen so sehr beliebt sind. Welche Erklärungen liessen sich wohl finden? Warum beschäftigen sich einige SchülerInnen sogar in ihrem Privatleben zum Teil sehr intensiv mit „Schwarzen Messen“, Satanischen Bands und Teufelsfragen? Sollte dieses Thema im Unterricht – und speziell im Musikunterricht – überhaupt behandelt werden?

Aufgrund des geschilderten Vorfalls, denke ich, dass dieses „Phänomen Teufel“ im Musikunterricht, auch auf gymnasialer Stufe auf jeden Fall Platz haben sollte. Zudem fiel mir nach kurzer Recherche auf, dass gerade der Themengegenstand „Teufel“ in der Musik vermehrt anzutreffen ist und sich in verschiedensten Themenkreisen wiederfinden lässt. Dies – und der Vorfall in meinem Musikunterricht – führten mich schliesslich auf das Thema meiner Diplomarbeit: Faszination „Teufel“ in der Rockmusik.

Ich sah mich mit Fragen auseinandergesetzt, die es im Verlaufe der Arbeit immer wieder zu hinterfragen galt: Warum treten satanische Rituale beinahe immer mit Sexualität und/ oder Gewalt auf? Sind es in der heutigen Zeit nur mehr vermarktungstechnische Gründe, oder sollte es weitere Hintergründe dafür geben? Warum ist der Anblick einiger Mitglieder solcher satanischen Bands so furchterregend, und weshalb gestalten sie ihre Bühnenshows als regelrechte Horrorszenarien?...

Der Schwerpunkt dieser vorliegenden Arbeit soll sowohl eine Auseinandersetzung einzelner Kapitel als auch eine Reflexion über deren Verknüpfung verdeutlichen. D.h. Im Verlaufe der Arbeit soll ersichtlich werden, dass die einzelnen Kapitel in deutlichem Zusammenhang miteinander stehen und auch Ergänzungen persönlicher Erlebnisse der Leserin/ des Lesers mit dem Phänomen „Teufel“ zulassen. Als Übersicht dient die Grafik (à 1.3 Zusammenhänge der Kapitel).

1.2 Zum Aufbau und zur Vorgehensweise der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist primär eine Fülle von Ideen darzulegen, wie man dieses – zugegeben heikle Thema – im Musikunterricht zur Diskussion bringen könnte. Da dieser Themengegenstand auf geradezu alle Schulfächer (Deutsch, Geschichte, Religion...) ausgedehnt werden kann, soll dieser Aufsatz auch Ansporn zum fächerübergreifenden Unterricht sein.

Es sei zu Beginn gesagt, dass die Arbeit einen enormen zeitlichen Rahmen und darüber hinaus äusserst unterschiedliche Forschungsgebiete und -gegenstände umspannt. Ich bin aus Gründen des Umfanges gezwungen einige Gebiete teilweise oberflächlich anzuschneiden, aber auch ganz wegzulassen. Bewusst ausgeklammert wurden beispielsweise Märchen, Sagen und Mythen. Die Untersuchung von Teufelsgestalten, wie sie in diesen Bereichen vorkommen, sollen in dieser Arbeit nicht im Vordergrund stehen.

Die ersten drei Kapitel widmen sich grundsätzlichen Fragestellungen über das Phänomen „Teufel“, und untersuchen die Entwicklung der Teufelsgestalt in ihrem originären Herkunftsbereich, nämlich der Theologie. Es ergibt sich von selbst, dass gerade in diesem Teilgebiet enorm fokussiert werden musste, und das Ergebnis nur als ein kurzer Abriss teuflischer Charakteristika gedacht werden kann, der den Überlegungen der nachfolgenden Kapitel als Instrumentarium zugrunde liegen soll. In Anlehnung dieser Zusammenstellung gliedert sich das Kapitel (à 2.4 das Erscheinungsbild des Teufels) an, in welchem primär äusserliche Charakteristika des Teufels und typische Assoziationen mit dem Teufelsbild aufgezeigt werden sollen.

Auch im anschliessenden Kapitel (à 2.5 Sexualität und Erotik) wird in groben Zügen, die für mich wichtigsten und einleuchtendsten Punkte für die Beziehung zwischen dem Teufel und der Sexualität aus geschichtlichem Blickwinkel erhellt. Ein kurzer Rekurs auf die Zeit der Hexenverfolgungen ( à 2.5.1 Hexen – Nützliche Sündenböcke) und ein Text über die Anfänge der Schwarzen Messe ( à 2.5.2 Schwarze Messe) sollen verdeutlichen, warum Erotik und Zauberei als Hauptinstrumentarium des Teufels bezeichnet, ja sogar mit dem Teufel gleichgesetzt wurden.

Um eine Brücke zur Musik zu schlagen, beziehe ich mich im weiteren Verlauf der Arbeit auf die Programmusik Modest Petrowitsch Mussorgskys. Genauer gesagt auf sein Werk „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“. Biografische Daten des Komponisten, die Entstehungsgeschichte und eine Kurzanalyse über sein Werk, sollen eine interessante Verbindungsebene zwischen sinfonischer Dichtung und meinem Diplom-arbeitsthema aufzeigen.

Dass die erarbeiteten Erkenntnisse aber auch epochenunabhängige Gültigkeit und Wirksamkeit besitzen, erweist das Kapitel (à 2.7 Rockmusik), indem eine Verbindung zur Rockmusik deutlich gemacht wird. Als Beispiel dient die aus dem Schülervortrag genannte Black Metal-Gruppe „DIMMU BORGIR“. Es wird sich zeigen, dass die theoretisch/ geschichtlichen Ergebnisse der vorangegangenen Kapiteln, exempla-rische Parallelen zu dieser Musikgruppe aufzeigen.

Aber auch die Beziehung zwischen Film- bzw. Discomusik und der Orchesterfantasie „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ von Mussorgsky wird interessante Entsprech-ungen zeigen, wie das Beispiel „SATURDAY NIGHT FEVER“ mit John Travolta sichtbar macht.

Kurze Exkurse in die Geschichte der Rockmusik – sowohl in den Bereichen Disco und Heavy Metal – sollen ein weiteres Moment zur Verständlichkeit sein, können aber keinesfalls als vollständig angesehen werden.

Abschliessend versuche ich im letzten Kapitel (à 2.8 Der Teufel in der Gegenwart) einen Ansatz zur Themenfrage des Teufels in der heutigen Zeit zu finden. Ziel dieses Kapitels kann nicht sein, eine Antwort auf all die offenen Fragen zu geben. Ich möchte lediglich einige Gedankenanstösse vorbringen, von welchen ich denke, dass sie in der heutigen Zeit teilweise in Vergessenheit geraten sind. Als Beispiel möchte ich aufzeigen, wie die heutige Gesellschaft mit Bräuchen umgeht, welche vor mehr als zweitausend Jahren noch satanischen Ursprungs waren (à 2.8.2 Vom Hexensabbat zu Halloween), welche Gründe es geben könnte, warum gerade Satanssekten wieder solch grosse Popularität geniessen und welchen Einfluss die katholische Kirche auf das heutige Teufelsbild hat.

Zur bearbeiteten Theorie im ersten, wissenschaftlichen Teil, sind im zweiten, methodisch-didaktischen Teil einige Ideen und Anregungen für Lektionseinheiten angefügt. Diese Beispiele können einerseits eins zu eins umgesetzt werden, oder aber einen Anstoss zu selbst erarbeiteten Unterrichtseinheiten geben.

2. Hauptteil

2.1 Das Phänomen „Teufel“

Wie einleitend erwähnt, ist eine detaillierte und lückenlose Darstellung der Teufelsentwicklung nicht realisierbar. So hilfreich eine Aufzählung aller Facetten zur Teufelsentstehung nützlich wäre, so unmöglich ist dies jedoch aufgrund der Grösse des vorliegenden Themas. Um dennoch einen Einblick in dieses Gebiet zu erhalten, war es unumgänglich, mich auf einzelne, ausgewählte Aspekte zu beschränken, und diese zusätzlich zu fokussieren.

Wer oder was ist nun aber der Teufel? Handelt es sich um eine konkret fassbare Figur, oder muss nach einem reinen Phantasieprodukt gesucht werden? Kann man überhaupt von und über den Teufel sprechen? Wären andere Begriffe wie „das Böse“ oder „der Schrecken“ treffender? Doch wären diese Begriffe dann tatsächlich einfacher zu beschreiben? Könnte mit dem „Teuflischen“ die Judenvernichtung unter Hitlers Regime im zweiten Weltkrieg gemeint sein, oder die terroristischen Anschläge auf das World Trade Center in New York vor zwei Jahren? Sind vielleicht Naturkatastrophen wie Erdbeben, Wirbelstürme oder Überflutungen als Betätigungs-feld des Teufels anzusehen, oder hat gar Hollywood das Image „vom Bösen“ am geeignetsten dargestellt; mit fabulösen, missgebildeten Schreckensfiguren, welche nur darauf aus sind, alles anzufallen, was ihnen in den Weg kommt?...

Diese Fragen – und es liessen sich noch viele weitere stellen – zeigen auf, wie ich mich zu Beginn der Arbeit gefühlt habe, und mit welchen Problemen ich mich vorerst auseinandersetzen musste, als ich mich entschloss, dieses Thema für meine Diplomarbeit auszuwählen.

Um eine „Teufelsgestalt“ überhaupt definieren zu können, wurde es also notwendig, einige idealtypische, „teuflische“ Charaktermerkmale herauszufiltern und in der Arbeit zu gliedern. Den Ursprung des Teufels lässt sich dabei in der Theologie und in der Religion finden. „Die Gestalt des Teufels taucht unter der Bezeichnung >Satan< bereits im Alten Testament auf, blickt also auf eine über dreitausend Jahre alte Existenz zurück.“[1]

Tatsächlich beginnt die Geschichte des Teufels buchstäblich bei „Adam und Eva“ und in den folgenden dreitausend Jahren rückt sie zunehmend in den Mittelpunkt des theologischen Interesses. Hinzu kommen zahlreiche kulturelle Einflüsse auf das Bild des Teufels: „Der Teufel ist jüdisch, christlich, heidnisch, abgöttisch, elbisch, riesenhaft, gespenstisch, alles zusammen.“[2]

Er entwickelt sich – wie noch zu zeigen sein wird – im Laufe seiner Geschichte vom Teil des Göttlichen zum (nahezu) ebenbürtigen Widerpart Gottes; daher ist die Bedeutung seiner jeweiligen Entwicklungsstadien auch nur dann einzuordnen, wenn klar wird, wen oder was der Teufel kontrastiert.

2.2 Phänomenologie und Moral

Von entscheidender Bedeutung für das religiöse Teufelsbild ist der Beginn des jüdischen Monotheismus etwa 1200 v. Chr. und die Entstehungszeit des Alten Testa-ments.

An die Stelle vieler übermenschlicher Wesen, denen positive und negative Erlebnisse der Menschen zugeschrieben wurden, tritt erstmals ein einziger allmächtiger Gott.

Gott, „Jahwe“ ist in dieser frühen Phase des sogenannten „Jahwismus“ eine „hell-dunkle Ganzheit“[3], Urheber von Gut und Böse gleichermassen.

Die Frage nach dem Teufel ruft damit zwangsläufig immer auch die Frage nach Gott hervor.

Gleichzeitig ist bei den Begriffen „Gut“ und „Böse“ eine deutliche Differenzierung vorzunehmen: Die phänomenologische Seite des „Guten“ bzw. „Bösen“ ist dabei von der moralischen strikte zu trennen:

In den Primitivreligionen bezeichneten die Eigenschaften „Gut“ und „Böse“ zunächst eher allgemeine Grunderfahrungen des Menschen mit seiner Umwelt; Unwetter, Ernteausfälle, kriegerische Auseinandersetzungen und ähnliches wurden auf die Seite des „Bösen“[4] übertragen, und entsprechend positive Erfahrungen rechnete man der „guten Seite“ zu.

Diese Erfahrungen schlussendlich auf imaginierte, übermenschliche Wesenheiten zu übertragen, stellt vermutlich auch den Anfang aller Religion dar.

„Der Glaube, dass der Luftbereich zwischen Himmel und Erde von überwollenden Dämonen oder bösen Geistern beherrscht wird, ist sehr alt; er dient dazu, die negativen Phänomene im Gegensatz zu den positiven – befruchtender Regen und Sonnenlicht – zu erklären.“[5]

Da nun durch die vorangetriebenen Wissenschaften, Phänomene immer mehr erklärbar gemacht wurden, verlagerten sich die Begriffe „Gut“ und „Böse“ sukzessive von diesem phänomenologischen in den moralischen Bereich. D.h. eine imaginierte, übermenschliche Wesenheit, welches beispielsweise für ein Unwetter (Phänomen!) „zuständig“ war, wurde nun immer mehr für die allgemeine Existenz von Unwettern (Moral!) verantwortlich gemacht.[6]

Als Beispiel zur Verdeutlichung sei die Geschichte von der Sintflut im Buch Genesis (Gen 6,5-7) angefügt, welche deutliche moralische Züge aufweist:

Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war. / Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. / Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen [...], denn es reut mich, sie gemacht zu haben.

Daraufhin vernichtet Jahwe alles Leben auf der Erde, mit Ausnahme Noahs und der Tiere auf seiner Arche. Hier ist die doppeldeutige Darstellung phänomenologischer (Sintflut!) und moralischer (Strafe!) Komponenten sehr deutlich erkennbar. Ein Beweis für die bereits erwähnte „helldunkle Ganzheit“. „In ihm (Jahwe; Anm. G.B.) sind Gott und Satan noch vereinigt.“[7]

Die Ansicht, nun Gott als Urheber von Positivem und Negativem aufzufassen, schaffte jedoch gerade bei der in Armut lebenden, theologisch ungebildeten Bevölkerungs-schicht einige Probleme der Akzeptanz. So ist es wenig erstaunlich, dass in ihr der Glaube an böse/ bzw. gute, jahwe-unabhängige Mächte fortlebte.[8]

Auch auf dem Gebiet der Sexualität lassen sich phänomenologische und moralische Aspekte untersuchen, und deshalb eine deutliche Ambivalenz finden: „Diese emotionale Wahrnehmung der Sexualität hat die Menschen bei dem Versuch, sie zu verstehen, angehalten, sie zu vergöttlichen oder zu verteufeln, ihre unleugbare Existenz und ihre Macht über den Menschen dem Wirken guter oder schlechter Kräfte zuzuschreiben.“[9]

Auf dieses Thema soll im à Kapitel 2.5 Sexualität und Erotik näher eingegangen werden.

In den Primitivreligionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Entwicklungsphasen der „Teufelsentstehung“

Bereits kurz nach Entstehung des Judentums taucht ein theologisches Grundproblem auf, welches sich bis in die Gegenwart gehalten hat: „unde malum“ – woher kommt das Böse? Diese Frage ist für die Entstehung des Teufels von zentraler Bedeutung und soll im Verlaufe dieser Arbeit immer wieder hinterfragt werden.

Ich werde mich in diesem Kapitel auf vier zeitliche Abschnitte beschränken, bei welchen angenommen werden kann, dass sie im Wesentlichen die Grundsteine des abendländischen Teufelsbildes aufzeigen.[10]

Es ist allerdings zu erwähnen, dass die Teufelsentstehung damit jedoch keineswegs abgeschlossen ist. Das Mittelalter, die Reformation und besonders das Zeitalter der Inquisition sind für das abendländische Teufelsbild zweifellos von grosser Bedeutung, lassen jedoch nach den Kirchenvätern keine wirklichen Veränderungen mehr erkennen.

Das Alte Testament

Zwar existiert bereits in den ältesten Schriften des Alten Testaments eine Gestalt mit dem Namen „Satan“, jedoch in einer Jahwe untergeordneten Rolle. Satan hat dort lediglich die Funktion eines Anklägers, Lästerers, Verleumders, Versuchers und Neiders – im Auftrag Jahwes handelnd. Er fungiert quasi als „himmlicher Staatsanwalt“[11]. Aus diesem Grund muss „Satan“ noch nicht als Eigenname, sondern eher als eine Funktionsbeschreibung[12] verstanden werden. Er gilt noch nicht als einem Jahwe entgegenstehenden, negativen Prinzip, und spielt deshalb bis zu diesem Zeitpunkt für die Beantwortung der Frage nach der Herkunft des Bösen noch keine Rolle.

Die Zeit des babylonische Exils

Bis zum Beginn des sechsten Jahrhunderts v. Chr. ist Jahwe in der Vorstellung der Juden den Menschen direkt zugänglich.[13] Nun aber folgt ein zweiter, wichtiger Punkt in der Entstehungsgeschichte des Teufels: Die babylonische Gefangenschaft.

Die Verschleppung ins Exil (586-538 v. Chr.) bedeutet (die bis zu diesem Zeitpunkt) grösste Katastrophe für das Judentum. Die Unterwerfung des Gottesvolkes wiederum hat erhebliche Auswirkungen auf dessen Gottesbild: Mit der Vorstellung eines nahen Gottes ist die Verschleppung des Gottesvolkes sicherlich nicht zu vereinbaren. Aus dieser Situation heraus ergab sich eine Veränderung der Gottesvorstellung: Jahwe „entfernt sich nun immer mehr von den Gläubigen und wird zu einer in den Himmel gerückten Gestalt [...]. Es entwickelt sich eine abstrakte Gottesvorstellung, die die politische Unterdrückung ertragen hilft, das Bedürfnis der Gläubigen nach unmittelbarem Kontakt zur Gottheit aber nicht mehr erfüllen kann.“[14]

Zwischen Jahwe und den Menschen entsteht eine Kluft, die mit Einflüssen der persischen und babylonischen Religion aufgefüllt wird:

Während der Gefangenschaft, kommt es für das Judentum zu intensiven Kontakten mit der babylonischen Dämonologie[15] einerseits, und mit der persischen Religion, dem Parsismus[16] andererseits. Beide prägen die jüdische Religion nachhaltig.

Der Parsismus geht von einem grundsätzlichen Dualismus aus: „Im Mittelpunkt der iranischen Mythologie stehen zwei Schöpfungen – eine erschaffen von Ahura Mazda, die andere von Ahriman. Als ‚gute Schöpfung’ und ‚böse Schöpfung’ stehen sie in Opposition zueinander.“[17] Dieser Dualismus gibt letztendlich den Ausschlag dafür, dass sich der Teufel aus der Sphäre Gottes lösen und zu einem (nahezu) autonomen Gott werden kann.

Der für den Parsismus zentrale Streit zwischen dem guten und dem bösen Prinzip beeinflusst die theologisch gebildete, jüdische Schicht so sehr, dass sie nebst Jahwe, ein böses Grundprinzip annimmt.[18] Es entwickelt sich Gottes Gegenspieler: Satan („satan = anfeinden, befehden, verfolgen).“[19]

In Analogie zum Parsismus beginnt der Jahwismus, die Welt nicht mehr allein als durch Jahwes Willen geprägt, sondern als Ergebnis des Widerstreits zwischen Jahwe und seinem Widersacher – eben Satan – zu begreifen. Dies markiert wesentlich den Abspaltungsprozess des Teufels aus dem Göttlichen.[20]

Daraus werden wiederum Zwischenwesen nötig, die der Kommunikation zwischen den Gläubigen und Gott dienen sollen. So „werden die göttlichen Kräfte und Eigenschaften Jahwes zu Hypostasen, d.h. zu eigenständig handelnden Wesenheiten, und Jahwe nach dem Vorbild orientalischer Königshöfe immer stärker von einem Hofstaat von Zwischenwesen und Geistern umgeben [...][21]

Jahwe werden dabei die Engel zugeordnet, Satan ist Herr über die Dämonen, welche ihren Ursprung in der babylonischen Dämonologie haben.

Fazit dieses Abschnitts: Erst durch das Exil wird Satan selbständig. Er erhält eigene Autorität und wird zum Vater der Lüge.

Eine Weiterentwicklung des parsischen Dualismus, könnte im Neuen Testament zu finden sein. Als teuflischen Aufenthaltsort, wird dort die „Hölle“ angesehen, demgegenüber steht das Paradies und dazwischen die menschliche Welt.

Nach dem Exil: Apokryphe und pseudepigraphische Schriften

Durch Einflüsse anderer Kulturen und Religionen durchläuft das Judentum zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und der Zeitwende eine erhebliche Umgestaltung, die sich insbesondere auf die Entwicklung des Teufelsbildes nachhaltig auswirkt. Das Judentum spaltet sich in eine orthodoxe, d.h. in streng am traditionellen Jahwismus festhaltende, und eine „reformierte“ Strömung. In der reformierten Strömung gelangen Einflüsse anderer, ausserjüdischer Religionen und Kulte, und führen in der Folge zu Unstimmigkeiten.

„Diese Uneinigkeit verstärkt eine [...] pessimistisch-dualistische Weltsicht des Juden-tums und führt zur Entstehung zahlreicher Schriften, die unter Bezugsnahme auf das Alte Testament die Herkunft des Bösen und der Gottlosigkeit mit Dämonenwirken erklären.“[22]

Diese sogenannten apokryphen und pseudepigraphischen Schriften[23], sind für die Entwicklung des Teufelsbildes von entscheidender Bedeutung:

Jüdische Intellektuelle interpretieren die vorexilischen Texte um, und versuchen in diesen Schriften, neue Hinweise auf das zweite, „böse Prinzip“ zu finden. Als Beispiele können der Sündenfall (à 2.5 Sexualität und Erotik) oder die Geschichte vom Engelssturz genannt werden. Weil man sich nun intensiver mit dem bösen Prinzip beschäftigt, erhält es dadurch auch ein erhebliches Gewicht.

„In der auf das Exil folgenden Periode erfährt die Beschreibung Satans als Ursprung allen Übels eine neue Ausprägung, wobei es sich noch nicht um einen absoluten Dualismus handelt. Der Satan-Mythos wird in Beziehung zur Sünde von Adam und Eva gesetzt und darüber hinaus zur Rebellion der Engel, wie sie in der Genesis (1.Mose 6,1 ff.) angedeutet wird [...].“[24]

In den apokryphen und pseudepigraphischen Schriften bleibt Satan jedoch lediglich eine Randfigur. Die Schriften konzentrieren sich hauptsächlich auf den Vorgang der Abspaltung des Teufels vom Göttlichen[25], sowie auf das ganze unübersichtlich gewordene Dämonenreich. Vermutlich sind in der Vielfalt der Dämonen, die in diesen Schriften als Urheber des Bösen genannt werden, auch die Gründe dafür zu suchen, dass in späteren Zeiten der Teufel zum Träger nahezu jeder negativen Charaktereigenschaft wird.

Deutlicher zeigt das Buch Hiob[26] den Wandel im Teufelsbegriff vom Satan als Funktionsbezeichnung hin zum Satan als handelnder Akteur. Nach dem Buch ist Satan aus eigenem Antrieb der Urheber des Übels:

Es geht um eine Wette. Die Kontrahenten sind die beiden höchsten Mächte im Universum: Gott als Prinzip des Guten und sein Gegenspieler Satan als das Prinzip des Bösen. Der Einsatz ist ein hoher Preis: Ein Menschenleben! Das Leben eines guten und gerechten Mannes. Das ist der Handlungsrahmen des Hiobbuches. Die Hiobsgeschichte gipfelt in einem der grössten religiösen Probleme des Monotheismus überhaupt – der Rechtfertigung Gottes.

Die Rahmenhandlung der Geschichte spielt im Himmel. Die Gottessöhne kamen zusammen, um vor dem Herrn hinzutreten. Hinter diesem Bild steht die Vorstellung einer Ratsversammlung himmlischer Wesen, die den Hofstaat Gottes bilden. Unter ihnen war auch Satan. Als der Herr ihn fragte, woher er komme, antwortete dieser: „Die Erde habe ich durchstreift, hin und her.“ Sogleich erkundigte sich Gott bei Satan, ob ihm bei dieser Gelegenheit nicht auch Hiob aufgefallen sei. Seinesgleichen, freute sich der Herr, gebe es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen: „Er fürchtet Gott und meidet das Böse.“ Der Satan teilte Gottes Begeisterung für Hiob nicht ganz. „Geschieht es ohne Grund“, fragte er, „dass Hiob Gott fürchtet?“ Er wies darauf hin, dass Gott Hiob mit Wohlergehen und Reichtum gesegnet habe. Würde er ihm dies alles nehmen, behauptete Satan, würde Hiob den Herrn gewiss verfluchen. Gott nahm die Herausforderung an und gestattete ihm, Hiobs ganzen Besitz wegzunehmen. Man werde sehen, was geschehe.

[...] Hiob war ein reicher Mann im Lande Uz[27], hatte sieben Söhne und drei Töchter sowie eine grosse Menge Vieh. [...] Eines Tages kam ein Bote zu Hiob und meldete ihm, ein Teil seiner Herden sei von räuberischen Nomaden gestohlen. Kaum hatte er die Nachricht vorgetragen, erschienen zwei weitere Boten und berichteten, dass der restliche Teil der Herden ebenfalls geraubt und durch Feuer vom Himmel verzehrt sei. Als nächste Katastrophenmeldung kam die Mitteilung, soeben seien alle Söhne und Töchter umgekommen. Ein gewaltiger Wind aus der Wüste habe das Haus einstürzen lassen, in dem sie zusammensaßen und aßen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1

Hiobs Rinder und Esel werden vertrieben (Hiob 1,13). Buchmalerei, Frankreich, um 1600.

Zum Zeichen der Trauer zerriss Hiob sein Gewand. Dann fiel er zur Erde nieder und betete: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn.“ Trotz allen Unglücks kam kein gotteslästerliches Wort über die Lippen des schwer geschlagenen Mannes.

Einige Zeit danach trat Satan im Himmel erneut vor den Herrn. Und wieder lobte Gott Hiobs Frömmigkeit. Obwohl sich sein Schicksal so grausam gewendet hatte, hielt er trotzdem an seiner Rechtschaffenheit fest. Doch Satan gab nicht auf: Wenn man zur Abwechslung einmal an Hiobs Gebein und Fleisch rühren würde, dann sei es aus mit seiner Frömmigkeit. Der Herr erklärte sich auch mit dieser Probe einverstanden und gestattete Satan, Hand an Hiob zu legen. Nur sein Leben musste er ihm lassen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2

Hiobs Kinder werden getötet (Hiob 1,20). Buchmalerei, Frankreich, um 1600.

Satan schlug den Leidgeprüften mit bösartigen Geschwüren vom Scheitel bis zu den Fusssohlen. Hiob setzte sich in einen Aschenhaufen und schabte sich die juckende Haut mit einer Scherbe. Zu allem Überfluss machte ihm noch seine Frau Vorhaltungen wegen seiner Frömmigkeit. „Lästere Gott und stirb“, empfahl sie ihm zynisch. Doch Hiob blieb seiner Gesinnung treu. Drei Freunde besuchten ihn, die von seinem Unglück gehört hatten. Sie wollten Hiob trösten. Als sie ihn sahen, waren sie so sehr über seinen Zustand entsetzt, dass sie sieben Tage und sieben Nächte vor Erschütterung kein Wort sprechen konnten. Doch dann entspann sich eine rege Diskussion. Nach Ansicht der drei Freunde musste es einen Grund für Hiobs Leiden geben. Sie gingen davon aus, dass Hiob gesündigt haben musste, möglicherweise auch unbewusst. Der Disput nahm zunehmend schärfere Formen an, Hiob verteidigte sich immer leidenschaftlicher. Er beharrte strikte auf seiner Untadeligkeit und forderte sogar Gott heraus, ihm eine Schuld nachzuweisen. [...] Dann aber kam die entscheidende Wende. Gott selbst erschien in einem Gewittersturm und sprach zu Hiob. Er kündete ihm von den Wundern und von der Weisheit seiner Schöpfung. Da erkannte Hiob seine Vermessenheit, mit Gott rechten zu wollen: „So habe ich denn im Unverstand geredet über Dinge, die zu wunderbar für mich und unbegreiflich sind ... jetzt aber hat mein Auge dich geschaut. Darum widerrufe ich und atme auf, in Staub und Asche.“ [...] Hiob wurde geheilt, bekam wieder zehn Kinder, sogar doppelt soviel Besitz wie zuvor und konnte noch in einem langen Leben die Geschenke des Herrn geniessen.[28]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3

Hiob im Elend, von seinem Weibe verspottet. Graphik, kolorierter Holzschnitt, 16. Jahrhundert.

Die zentrale Erkenntnis des Hiobbuches war somit formuliert: Dem Menschen ist der Einblick in das Handeln Gottes verwehrt, er kann sich diesem nur demütig unter-werfen.

Hinsichtlich der Frage nach der Charakterisierung des Teufels lässt sich folgende Schlussfolgerung finden:

„Das Buch Hiob beschreibt den Satan als übernatürlichen Boten und Mitglied an Gottes königlichem Hof. [...] Hiobs Satan (spielt Gott gegenüber) eine gegnerische Rolle. Hier gibt Gott selbst zu, dass der Satan ihn angestachelt habe, gegen Hiob zu agieren (2,3)“[29]

Doch auch die ursprüngliche Rolle des Satans als Ankläger oder „himmlischer Staatsanwalt“ wird in diesem Text offensichtlich: Er steht Gott nicht offen feindlich gegenüber, äussert aber doch in zynischer Form Zweifel an seiner Schöpfung. Sein Menschenbild ist voller Pessimismus. Er erwartet nichts Gutes vom Menschen und will ihm schaden. Er ist hier also der Feind und Prozessgegner des Menschen. Es ist denkbar, dass Armut, Krankheit und Tod auch deshalb als die Folgen teuflischen Wirkens angesehen wurden.

Zudem sind die schlechten Nachrichten, die Hiob zu Beginn seiner Geschichte erhalten hat, längst sprichwörtlich geworden. Man spricht noch heute ganz allgemein von Hiobsbotschaften, wenn sich unerwartete Unglücksmeldungen Schlag auf Schlag häufen.

Das Neue Testament, die Kirchenväter und Apologeten

Von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Teufelsbildes sind ferner das Neue Testament sowie die Schriften der Kirchenväter und Apologeten[30]. In diese Phase von der Zeitwende bis zum hl. Augustinus (†430) fällt die theologische Grundsteinlegung des Christentums. Allerdings darf man sich die Entstehung des Christentums nicht als linearen Prozess vorstellen:

„Zur Zeit der Niederschrift des Neuen Testaments setzt sich das Christentum aus verschiedenen jüdischen, heidenchristlichen und christlich-orientalischen Strömung-en zusammen, die sich im griechisch-römischen Reich entfalten und einander zugleich beeinflussen und bekämpfen. [...] Dieses ringen um die richtige Lehre wird von Auseinandersetzungen mit einer feindlichen, andersgläubigen Umwelt begleitet.“[31]

Hinsichtlich des Teufelsbildes ergibt sich folgende Ausgangslage: Der Teufel erhält im Neuen Testament eine Vielzahl neuer Charakteristika. Nur die wichtigsten sollen hier kurz erwähnt werden. Es ist anzunehmen, dass die grundsätzlichen Aussagen der apokryphen und pseudepigraphischen Schriften zum Teufelsbild in der Bevölkerung bekannt waren. Zu bemerken ist jedoch, dass der Teufel zwischen dem Alten und dem Neuen Testament eine Umformung durchgemacht hat. Sein Macht- und Einflussbereich ist erheblich gestiegen. Dem Bösen wurde nun definitiv ein eigener Bereich zugestanden und durch die Heterogenität des Christentums verstärkt.

„Die Vielfalt des Dämonenglaubens, wie sie uns vom Mittelalter bis in die heutige Zeit überkommen ist, hat ihre Grundlagen im Neuen Testament. In seinen Texten zeichnet sich [...] ein bedrückendes Bild des Bösen ab, das auf die unterschiedlichsten historischen Quellen zurückgeht. Schon die spätjüdische Engelslehre weist eindeutig Einflüsse iranischer Tradition auf, die in den neutestamentarischen Teufel übergehen, [...]“[32]

Nebst quantitativ häufigerem Erscheinen im Neuen Testament, verändert sich der Teufel aber auch qualitativ:

Satan erscheint im Neuen Testament als Feind der Frommen. Er wird spezifisch der erbitterte Feind Christi und Widersacher der Christusgläubigen, die er zum Abfall zu verleiten sucht. Mit der Versuchung Christi, zeigt der Teufel deutlich die (bereits im Alten Testament entworfene) Rolle des „Versuchers“.

„Im Neuen Testament ist der aus dem Himmel gestürzte Satan [...] der Sammelbegriff für die Bedrohung des [christlichen, Anm. G.B.] Glaubens.“[33]

Er ist auch in der Lage, sein wahres Wesen zu verbergen. Diese Tarnkünste und die Allgegenwart (in Form der Nicht-Christen) macht ihn zur Bedrohung des jungen Christentums: „Die Welt ist das ‹Medium des Teufels›, und Satan ist der Gott dieser Welt.“[34]

Dies ist vermutlich ein Grund dafür, dass später – im Mittelalter und in der frühen Neuzeit – nahezu alles (und jede/r!) in Verbindung mit dem Teufel gebracht werden konnte. (Vgl. à Kapitel 2.5.1 Nützliche Sündenböcke – Hexen)

Einen weiteren wichtigen Bestandteil im Wesen des Teufels stellt sicherlich der Antichrist dar: „Die Definition des Antichrist ist vieldeutig: Er wird in den Texten als Teufel selbst dargestellt oder als Sohn des Teufels (filius diaboli), als ein Mächtiger der Erde erfüllt vom Bösen (rex iniquus), als eine gegen den Messias und den beim Jüngsten Gericht triumphierenden Christus stehende Gestalt oder als ein Mensch, in dem sich der Teufel inkarniert.“[35]

Von diesen Hintergründen lässt sich auch die Vielzahl unterschiedlichster Namen und Bezeichnungen für den Teufel erklären, die teilweise bereits durch die nachexilischen Schriften bekannt sind. Doch all diesen Namen ist gemeinsam, dass sie ein, für die Menschen gefährliches Wesen beschreiben: Teufel (von diabolos), Satan (hebräisch: der Widersacher, Verfolger, Feind, Prozessgegner, Ankläger), der Versucher, Belial (Beliar), Beel Zebul (Beelzebub), Samael, Azazel, Drache, (alte) Schlange, Mastema, Malkiresha, der (böse) Feind, Gott dieser Welt, Fürst dieser Welt usw.

Gerade diese Umschreibungen und Metaphern zeigen, dass eine gewisse Scheu besteht, den Teufel überhaupt auf einen Namen festzulegen und erklärt sich aus genannter Heterogenität der christlichen Religion. Diese Scheu lässt sich bis in die heutige Zeit verfolgen.

In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten steht das junge Christentum vor zwei Herausforderungen: Die Ausdeutung des Christuswirkens und die christliche Missionierung von Andersgläubigen, sprich die Verbreitung der neuen Religion. Eine Beeinflussung des Christentums durch heidnische Strömungen ist dabei sehr wahrscheinlich.

„Die Christen entdecken ihn (den Teufel, Anm. G.B.) als Trug und Chaos im Universum der heidnischen Gottheiten, die allgemein als konkrete Erscheinungsformen des Bösen in der Welt betrachtet wurden. [...] wenngleich sie (die christliche Welt, Anm. G.B.) viele Einflüsse daraus in Kultus, Glaubenssätzen und Heiligenbeschreibungen übernimmt; sie folgt damit einer ambivalenten Hass-Liebe, Anziehung-Abwehr, die für die ersten Jahrhunderte bezeichnend ist.[36]

Es lässt sich feststellen, dass die Kirchenväter den Teufel als einen festen Religionsbestandteil vorfinden und in der Folgezeit – der sogenannten Patristik – auch für die christliche Orthodoxie als Glaubensinhalt etablieren und ausweiten.

Neue Teufels-Charakteristika fügen die Kirchenväter zwar keine mehr hinzu, doch interpretieren sie die vorchristliche Dämonologie unter christlichen Gesichtspunkten um, um schlussendlich auf diese Weise eine christliche Dämonenlehre zu schaffen. Diese christliche Auslegung des vorchristlichen Teufelsbildes bedeutet einen bedeutsamen Schritt in der Teufelsentstehung: „Der christlich-theologische Teufel erfährt in der Patristik eine recht weitgehende Ausbildung gegenüber den neutestamentlichen Aussagen; er wird menschlich vorgestellt und als Geist-Wesen mit grossen und dem Menschen überlegenen Eigenschaften ausgestattet; sein Wirken gewinnt beschreibbare Konturen [...]“[37]

Inhaltlich haben die Aussagen der Patristik zum Teufel zwei Schwerpunkte: Die Unkeuschheit und der Ungehorsam gegen Gott. Mit anderen Worten: Alles was sich nicht mehr integrieren lässt, wird dämonisiert. Die Dämonisierung richtet sich dabei konkret gegen alle Gegner und Feinde der neuen Religion.

2.4 Das Erscheinungsbild des Teufels

Um sich ein „fassbares Bild“ vom Teufel machen zu können, müsste die Figur „Satan“ (wie jede andere Figur auch) eigentlich ein „Äusseres“ haben. Jedoch ebenso wenig wie der Teufel auf seiner inhaltlichen Entwicklung eine kontinuierliche Entstehungs-geschichte aufweist, kann er mit einer „bildhaften“ Tradition aufwarten. Demzufolge kann – wie seine inhaltliche Entstehung – auch sein Aussehen als ein „Sammelbecken unterschiedlichster Einflüsse“[38] bezeichnet werden.

Zudem ist zu bemerken, dass jede bildliche Darstellung einer Gottheit – jüdischer Ansicht nach – ein „teuflischer“ Akt an sich darstellt: „Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgend etwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“[39] Dies erklärt auch, warum man Abbildungen des Teufels vermehrt in ausserjüdischen Kulturen auffinden kann.

„Satan ist ein Geschöpf der Theologie, der praktischen Ideologie und der Politik, sowie von schlecht miteinander verknüpften bildlichen Traditionen. Der Höllen-herrscher, der rebellische Engel, der Widerpart Michaels bei der Seelenwägung, die bösartige Mikrobe und der Provokateur – sie haben bildlich kaum etwas miteinander zu tun. Ohne eine feste Ikonographie [=Aussehen, Anm. G.B.] konnte aus dem Teufel ein Godzilla werden, ein entstellter Pan, ein pelziges Ärgernis mit oder ohne Flügel, mit oder ohne Hörner, mit gespaltenen Hufen oder ohne, wütend oder komisch. Wenn der Teufel eine Mikrobe sein konnte oder ein gefallener Engel, wie konnte er dann ein Gesicht haben? Er konnte es nicht, denn er war [...] eine Abstraktion.“[40]

Aus diesem Zitat ist ersichtlich, dass ein einheitliches Bild vom Teufel nicht existieren kann. Auch der Ruf des „Meisters der Tarnung und Verstellung“ rechtfertig sich aufgrund dieser Erkenntnis.

Entscheidende Einflüsse für die äussere Gestalt des Teufels scheint vermutlich der Hirtengott Pan zu haben. Pan war in der griechischen Mythologie der „Waldgott“, Sohn des Hermes. Auf Abbildungen tritt er als bocksbeiniger und gehörnter Gott der Hirten und Jäger in Erscheinung. Oftmals bläst er auf der Hirtenflöte. Sein Erscheinen bewirkte bei den Menschen Schrecken und plötzliche Angstzustände. Aus diesen Angstzuständen, die Pan einflösste, entwickelte sich schliesslich auch das heutige Wort Panik.

Die Verbindung von Pan mit dem Bild des Ziegenbocks lässt sich wiederum aus folgendem geschichtlichen Hintergrund erklären:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4

Pan und eine Ziege

In vorexilischer Zeit existierte in Palästina ein heidnischer Brauch, bei dem zwei Ziegenböcke ausgewählt wurden. Dabei wurde einer der beiden (durch das Los) zum Träger alles Positiven erklärt und geopfert, dem anderen aber wurde symbolisch alles Negativen aufgeladen. Das Tier wurde also im wahrsten Sinne des Wortes zum „Sündenbock“.

Hieraus wird ersichtlich, dass bereits in vorexilischer Zeit, der (Ziegen-)Bock mit dem Dämonisch-Teuflischen assoziiert, ja sogar als Chiffre oder Symbol für den Teufel angesehen wurde.

Die Vorstellung vom Aussehen des Teufels wandelte sich schlussendlich grundlegend in der Neuzeit: Da der Satan als „ernstzunehmender, gefährlicher Gegner angesehen werden muss“[41], sind Vorstellungen von phantastischer oder tierischer Gestalt, wie sie auf den folgenden Abbildungen zu sehen sind, nur mehr schwer nachzuvollziehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5

Abbildung 5 zeigt eine Darstellung des Teufels in phantastischer Gestalt. (Ausschnitt aus dem Mosaik im Baptisterium, Florenz; 13. Jahrhundert.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6

„Dein Sünd dich bschuldt

Dein Gwissen Zügnuss halt“.

Malerei im Chor der Beinhauskapelle in Unterschächen (Uri, Schweiz), um 1700. Der Teufel mit dem Buch wird wegen seiner grünen Farbe von den Einwohnern von Unterschächen „Grastyfel“ genannt. Er soll die seltsame Eigenschaft haben, bei gewissen Vorkommnissen lebendig zu werden und die Leute zu erschrecken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7

Phantastische Darstellung des Teufels aus dem Film „FANTASIA“ (à Vgl. Filmausschnitt) von Walt Disney.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8

Moderne Illustration des Teufels

Bei moderneren Teufelsdarstellungen weichen Hörner, Fell, Reisszähne und sogar der Bocksfuss einer menschlichen Gestalt, welche aber auch wiederum einige charakte-ristische Merkmale aufweist: Der „moderne“ Teufel (Abb. 8) ist hochgewachsen und schlank, teilweise sogar abgemagert. Dieser ausgemergelte Körper könnte ein Anzeichen auf die Unkeuschheit und Fleischeslust sein!

Typische Farben des Teufels in menschlicher Gestalt sind rot und schwarz: Schwarz weil der Teufel als Engel der Dunkelheit im Gegensatz zu Licht und Helligkeit steht, rot weil damit Assoziationen von Blut, Erotik, Zorn und Aggression verbunden werden, also Komponenten, die in den Bereich des „Teuflischen“ eingeordnet werden können.

[...]


[1] Fournier Pascal, Der Teufelsvirtuose, Eine kulturhistorische Spurensuche, Freiburg im Breisgau, 2001, S. 16.

[2] Grimm Jacob: Deutsche Mythologie, Darmstadt 1965 (unveränderter Nachdruck der 4. Ausgabe, Berlin 1876), Bd. II, Abschn. XXXIII, Artikel „Teufel“, S. 824.

[3] Stählin, Friedrich: Der Teufel in Glaube und Dichtung, Utting 1977, S. 7.

[4] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, Diederichs Verlag, München 1993, S. 19: “Es gibt zwei Möglichkeiten, auf (diesen) Konflikt Mensch/ Natur oder Mensch/ Geschichte zu reagieren: Man geht die negativen Ereignisse mittels des Verstandes an und verändert sie, indem man sie dem menschlichen Einflussbereich zuweist, oder man [...] projiziert sie auf ein [...] mythisches Bild, welches das Böse [...] erklärt.“

[5] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, Diederichs Verlag, München 1993. S. 361.

[6] Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Frankfurt a. M. 1971, S. 11: „Die [...] Gottheiten sind nicht mehr unmittelbar mit Elementen identisch, sie bedeuten sie.“

[7] Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 32.

[8] Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 17: „So existiert neben dem offiziellen Kult eine lebendige israelitische Volksreligion, die den Glauben an dämonische Mächte und Naturgottheiten beibehält.“

[9] Rotter, Ekkehart: Venus – Maria – Fatima: Wie die Lust zum Teufel ging, Düsseldorf / Zürich 1996, S. 11.

[10] Vgl. Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 19.

[11] Vgl. Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 32.

[12] Vgl. Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 33.

[13] Haag, Abschied vom Teufel, S. 38f.: „In der älteren Zeit hatte Israel seinen Gott als den stets Nahen empfunden, mit dem die Menschen unbefangen verkehrten. [...] In den frühen Schriften des Alten Testaments redet Gott selbst mit den Menschen.“

[14] Haag, Abschied vom Teufel, S. 19.

[15] Die babylonischen Dämonologie geht von der Existenz vieler übermenschlicher Wesenheiten aus, welche das Geschick der Menschen beeinflussen. Dies führt zur jüdischen Vorstellung; zwischen Gott und den Menschen gäbe es eine erhebliche Anzahl von Zwischenwesen – die Engel.

[16] =Zoroastrismus; (nach dem Religionsstifter Zarathustra)

[17] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, München 1993, S. 51.

[18] Neumann, Almut: Verträge und Pakte mit dem Teufel. Antike und mittelalterliche Vorstellungen im „Malleus maleficarum“, St. Ingbert 1997, S. 15: Der ursprüngliche Jahwismus [...] kennt weder den Teufelsbund noch den Teufel. Der Teufel entwickelt sich erst, als die monotheistische Stammesreligion Israels dualistische Elemente aufnimmt [...].“

[19] Schärf, Rikwah: Die Gestalt des Satans im Alten Testament, in: Jung, C.G.: Studien über psychologische Phänomenologie, Zürich 1948, S.153-319, S. 175.

[20] Vgl. hierzu Schärf, Rikwah: Die Gestalt des Satans im Alten Testament, in: Jung, C.G.: Studien über psychologische Phänomenologie, Zürich 1948, S. 153-319.

[21] Neumann, Almut: Verträge und Pakte mit dem Teufel. Antike und mittelalterliche Vorstellungen im „Malleus maleficarum“, St. Ingbert 1997, S. 19f.

[22] Neumann, Almut: Verträge und Pakte mit dem Teufel. Antike und mittelalterliche Vorstellungen im „Malleus maleficarum“, St. Ingbert 1997, S. 25

[23] Die apokryphen und pseudepigraphischen Schriften entstanden hauptsächlich im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. Man versteht darunter allgemein diejenigen Schriften, welche vorexilische Texte des Alten Testaments neu (und unter radikal veränderten Vorzeichen) erzählen, interpretieren oder ergänzen.

[24] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, München 1993, S. 181.

[25] Haag, Abschied vom Teufel, S. 40.

[26] Haag beispielsweise datiert das Buch Hiob auf das 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr. (Haag, Abschied vom Teufel)

[27] Das Land Uz ist historisch nicht bekannt, gemeint ist vermutlich die Gegend von Edom südlich des Toten Meeres.

[28] Eckl, Christian: Bibel, Die bekanntesten Geschichten des Alten Testaments, Gerstenberg Verlag, 2001, S. 244f

[29] Pagels, Elaine: Satans Ursprung, Berlin 1996, S. 75.

[30] Apologeten sind Verfasser von Verteidigungsschriften [Apologien]; hier von solchen für das Christentum.

[31] Neumann, Almut: Verträge und Pakte mit dem Teufel. Antike und mittelalterliche Vorstellungen im „Malleus maleficarum“, St. Ingbert 1997, S. 31.

[32] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, München 1993, S. 199.

[33] Neumann, Almut: Verträge und Pakte mit dem Teufel. Antike und mittelalterliche Vorstellungen im „Malleus maleficarum“, St. Ingbert 1997, S. 32.

[34] Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 42.

[35] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, München 1993, S. 239.

[36] Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, München 1993, S. 47.

[37] Mahal, Günther: Mephistos Metamorphosen. Fausts Partner als Repräsentant literarischer Teufelsgestaltung, Göppingen 1982, S. 56.

[38] Fournier, Pascal: Der Teufelsvirtuose, Eine kulturhistorische Spurensuche, Rombach Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau, 2001, S. 71.

[39] 2. Gebot [Ex 20,4]

[40] Link, Luther: Der Teufel. Eine Maske ohne Gesicht, München 1997, S. 209.

[41] So propagiert es beispielsweise Martin Luther (Vgl. Di Nola, Alfonso: Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte, München 1993, S. 245.)

Ende der Leseprobe aus 122 Seiten

Details

Titel
Die Faszination des Teufels in der Rockmusik
Untertitel
Hintergrund- und Unterrichtsmaterialien für den Musikunterricht
Hochschule
Hochschule Luzern
Note
1.2
Autor
Jahr
2004
Seiten
122
Katalognummer
V267636
ISBN (eBook)
9783656583264
ISBN (Buch)
9783656583257
Dateigröße
4308 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Alle zugehörigen Musik- und Hörbeispiele können beim Autor nach dem Kauf per Mail angefordert werden.
Schlagworte
faszination, teufels, rockmusik, hintergrund-, unterrichtsmaterialien, musikunterricht
Arbeit zitieren
Guido Bissig (Autor), 2004, Die Faszination des Teufels in der Rockmusik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267636

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