Exemplarische Kulturlandschaften


Seminararbeit, 2009

8 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsangabe:

1. Einleitung

2. Gärten und ihre Bedeutung
2.1 Spezialfall: Botanischer Garten

3. Entwicklung von Kulturlandschaften
3.1 Schutz durch die UNESCO

4. Wahrnehmung unserer Umwelt
4.1 Die Spaziergangswissenschaft

5. Resümee

6. Quellenangaben

1. Einleitung

Seit je her macht sich der Mensch die Natur zu nutze. Er sucht Schutz und baut Häuser, er sucht Nahrung und baut Obst und Gemüse an. Dazu rodet er Wälder, bestellt Äcker und bepflanzt Gärten.

Das jahrzehntelange Eingreifen in die Natur hinterlässt Spuren und erfordert innovative Gestaltung und Entwicklung, um zukünftig unsere Umwelt zu schützen und im Einklang mit ihr zu leben.

Die Hauptaussage des Referats und dieser Hausarbeit ist, dass Kulturlandschaften Abbildungen sind vom menschlichen Verständnis von Natur.

Dieses Verständnis ist abhängig von gegebenen Örtlichkeiten und der jeweiligen Zeitepoche der gestaltenden Gesellschaft. Im Anlegen von Gärten kehrt der Mensch sein Innerstes nach Außen und zeigt der Gesellschaft sein Wissen und auch den Wunsch nach Erkenntnis, Erholung oder Macht.

Die Arbeit zeigt eine kurze Übersicht über den Ursprung von Gärten und somit über die Entwicklung von Kulturlandschaften.

In der heutigen Zeit wird die Frage gestellt, wie wir unsere Umwelt sehen und was wir, zwischen Stadt und Land, noch als Natur wahrnehmen. Ich werde kurz erläutern, wie sich diese Wissenschaft mit dem kontemplativen, also genauem „Hinsehen“ beschäftigt, um unsere Umgebung wieder zurück in unsere Köpfe zu holen.

„ Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, die Religion zum Handeln, weil wir mit unseren Willensentscheidungen nicht warten können, bis die Erkenntnisse vollständig, und bis wir allwissend geworden sind.”

( Max Planck )

2. Gärten und ihre Bedeutung

Die etymologische Bedeutung des Wortes Garten, leitet sich von Gerte ab. Es soll die Umfriedung eines Stück Landes durch Gerten,- und Weidenzäune beschreiben. Auch in der Bibel wird von einem besonderen Garten gesprochen, dem Paradies, welches ebenso eingezäunt war.

In diesem abgegrenzten Bereich werden nun seit dem Mittelalter Pflanzen für verschiedene Zwecke angebaut. Die Geschichte des Gartens reicht jedoch bis ins Altertum, vor rund 5000 Jahren zurück. Überliefert wurde sie z.B. durch Aufzeichnungen auf Papyrus oder auf Keilschrifttafeln der Sumerer. Die Gründe zur Anlegung eines Gartens unterschieden sich in den jeweiligen Kulturen.

Die alten Ägypter errichteten z.B. Gartenanlagen um die Grabstätten ihrer verstorbenen Pharaonen zu schmücken. Sie galten als Opfergabe um die Götter milde zu stimmen und um, zusammen mit Nahrung, Gold und Edelsteinen, den Toten einen gebührenden Aufenthalt im Jenseits zu gewährleisten.

Ab der Zeit des Mittelalters wich man dann von der reinen religiösen Bestimmung des Gartens ab und betrieb auch Nutz-, Zier-, und Kräutergärten.

Burg-, und Schlossherren demonstrierten ihre Macht, indem sie in ihren riesigen Garten- und Parkanlagen riesige Fontänen aufstellten und indem sie die Natur, mit Geradlinigkeit und Beschnitt unter ihre Kontrolle zwangen. Fürsten profilierten sich untereinander und protzten mit seltenen Gewächsen aus fernen Ländern.

Klöster sammelten anhand ihrer Pflanzenanlagen Informationen über Medizin, -und Heilmittelkunde. Sie schrieben ihr Wissen nieder und tauschten dieses untereinander aus. Krankenhäuser, jedoch vor allem Universitäten pflegten den „Hortus Medicus“, den ersten Botanischen Garten, und nutzten ihn als medizinischen Lehrgarten.

2.1 Spezialfall: Botanischer Garten

Der erste deutsche Botanische Garten entstand bereits 1580 in Leipzig. Aus einem Apothekergarten des alten Klosters wurde eine Lehranlage für die Medizinstudenten der hiesigen Universität. Nun kann nicht jeder Garten ein „Botanischer Garten“ sein. Das Resource Center der Organisation BGCI; Plants

for the Planet untersucht die Kriterien, welche vorhanden sein müssen, um den Unterschied von einem Garten zu einem Botanischen Garten auszumachen.

Zu diesen Kriterien zählen unter Anderem, die Ausschilderung und Dokumentation der gesammelten Pflanzen, die wissenschaftliche Auslegung und das permanente Überwachen der Anlage, sowie der internationale Austausch von Materialien und Informationen.

In der internationalen Agenda für Botanische Gärten lautet die Definition wie folgt:

„ Botanic gardens are institutions holding documented collections of living plants for the purposes of scientific research, conservation, display and education.“

(Botanische Gärten sind Einrichtungen, welche kontrollierte Sammlungen lebendiger Pflanzen beherbergen, zum Zweck des wissenschaftlichen Arbeitens, der Konservierung, zur Ansicht und zur Bildung.) (vgl. www.bgci.org)

Thomas Heyd spricht davon, dass es drei verschiedene Arten der Zweckdienlichkeiten gibt. Zum einem nutzen Menschen den Botanischen Garten seit Jahren als Raum des Schutzes für bedrohte Pflanzenarten und zum anderen gilt er als Ort der Erholung und Besinnung. Ebenso auch als Platz für Interaktion zwischen Mensch und Natur, wobei großer Wert darauf gelegt wird, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten. Er befindet Botanische Gärten als wertvolles Modell um das Verhältnis von Natur und Kultur darzustellen und um einen Beitrag zu leisten für das Verständnis des Wertes von Kulturlandschaften.

(vgl. Heyd, S.165ff)

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Exemplarische Kulturlandschaften
Hochschule
Brandenburgische Technische Universität Cottbus  (Lehrstuhl für Interkulturalität)
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V267700
ISBN (eBook)
9783656582731
ISBN (Buch)
9783656582694
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kulturwissenschaft, Botanische Gärten, Kulturlandschaften, Unesco, Spaziergangswissenschaft, Promenadologie
Arbeit zitieren
Doreen Kutschke (Autor), 2009, Exemplarische Kulturlandschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267700

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Exemplarische Kulturlandschaften



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden