Die Arbeit behandelt die mögliche Einrichtung eines europäischen Währungsfonds. Diese Idee ist entstanden infolge der aktuellen Wirtschaftskrise in Griechenland, jedoch gab es bereits Jahre zuvor Pläne zur Einrichtung eines solchen Rettungspakts.
Bereits in den späten 70er Jahren hatte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt die Idee für einen solchen Fonds ins Rollen gebracht. Diese wurde jedoch lange auf Eis gelegt und könnte jetzt, 30 Jahre später, Wirklichkeit werden. Auf den nachfolgenden Seiten werden die aktuelle Lage und die politische Situation dargestellt. Des Weiteren wird von den Befürwortern und den Kritikern des Währungsfonds berichtet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Entstehung der Idee des Europäischen Währungsfonds
2 Geschichtlicher Hintergrund
2.1 Europäische Union
3 Europäischer Währungsfonds
3.1 Idee und Grundgedanke
3.2 Der Internationale Währungsfonds
3.3 Aufbau & Lösungsweg
3.4 Mögliche Ausweitung auf Europa
3.5 Kritik & Problemstellung
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die potenzielle Implementierung eines Europäischen Währungsfonds vor dem Hintergrund der griechischen Wirtschaftskrise und historischer europäischer Integrationsbemühungen.
- Historische Einordnung der Europäischen Union und des Währungssystems.
- Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) als organisatorisches Vorbild.
- Untersuchung der strukturellen Anforderungen an einen europäischen Rettungsfonds.
- Darstellung politischer Gegenpositionen und Kritikpunkte an einer Fiskalunion.
Auszug aus dem Buch
3.2 Der Internationale Währungsfonds
Der IWF wurde im Juli 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods (USA) gegründet. Bretton Woods, ist eine Kleinstadt im US-Bundesstaat New Hampshire. Ziel des in Washington D.C. beheimateten Fonds ist es, die Währungspolitik der 186 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen zu bewachen.
Der IWF gliedert sich in folgende Organe: Gouverneursrat, Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (IMFC), Exekutivdirektorium, Entwicklungsausschuss, Finanzstabilitätsforum. Erwähnenswert ist zudem, dass der heutige Bundespräsident Horst Köhler von 2000-2004 Geschäftsführender Direktor des IWF war.
Jedes der Mitgliedsländer des IWF bringt eine Einlage entsprechend dem Anteil des Landes an der Weltwirtschaft ein und bekommt dementsprechend Stimmrechte. Die Bundesrepublik Deutschland trat 1952 dem IWF bei. Die Staaten mit den größten Stimmrechten sind: USA 15,85%, Japan 6,84%, Deutschland 5,88%, Frankreich 4,86%, Vereinigtes Königreich 4,86% und China 4,42%. Die Beschlüsse im IWF werden durch eine 85%tige Mehrheit getroffen. Somit verfügen die USA und die EU-Staaten über eine Sperrminorität.
Vor allem bei Wirtschafts- und Finanzkrisen tritt der IWF in Erscheinung. Er soll verhindern, dass sich Krisen ausbreiten und evtl. sogar das ganze internationale Finanzsystem negativ betroffen wird. Er gibt neben kurzfristigen Krediten auch technischen Beistand bei der Umgestaltung der Wirtschaftspolitik von betroffenen Ländern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Idee eines europäischen Währungsfonds als Reaktion auf die aktuelle Wirtschaftskrise in Griechenland.
2 Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Europäischen Union und die Zielsetzungen des Europäischen Währungssystems (EWS).
3 Europäischer Währungsfonds: Dieser Hauptteil analysiert das Konzept eines Rettungsfonds, zieht den IWF als Vergleichsmodell heran und diskutiert die politische Kritik sowie die Herausforderungen der Ausweitung auf Europa.
4 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Idee noch in einem frühen Stadium ist und weitere politische Entscheidungen sowie die Ausgestaltung des Entwurfs abzuwarten bleiben.
Schlüsselwörter
Europäischer Währungsfonds, EWF, IWF, Wirtschaftskrise, Griechenland, Euro-Zone, Stabilitätspakt, Währungspolitik, Europäische Union, Finanzstabilität, Wirtschaftspolitik, Rettungspaket, Fiskalpolitik, Währungssystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und den politischen Hintergründen zur Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds zur Bewältigung von Finanzkrisen innerhalb der Euro-Zone.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der EU, das Vorbild des IWF, die Strukturpläne für einen EWF sowie die aktuelle Kritik von Politikern und Märkten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung der Machbarkeit und der notwendigen Voraussetzungen für die Gründung eines europäischen Währungsfonds zur finanziellen Absicherung der Mitgliedstaaten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung aktueller wirtschaftspolitischer Ereignisse des Jahres 2010 basiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Organe des IWF, die Strukturvorschläge von Wolfgang Schäuble sowie die spezifischen wirtschaftlichen Problemlagen in Griechenland und Portugal.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Europäischer Währungsfonds, Stabilitätspakt, Währungspolitik, Euro-Zone und finanzielle Krisenbewältigung.
Warum wird der Internationale Währungsfonds im Text als Vergleich herangezogen?
Der IWF dient als Organisationsmodell, da er bereits über erprobte Mechanismen zur Stabilisierung von Währungen und zur Kreditvergabe an krisengeschüttelte Staaten verfügt.
Welche Kritikpunkte äußern Politiker wie Angela Merkel zum EWF?
Die Kritik fokussiert sich darauf, dass deutsche Steuergelder nicht zur Lösung unsolider Haushaltspolitik anderer EU-Mitglieder genutzt werden sollten und fordert stattdessen Sanktionen oder den Ausschluss bei Verstößen.
Welche Rolle spielt Olli Rehn in diesem Zusammenhang?
Olli Rehn wird als EU-Währungskommissar beschrieben, der unter anderem für die Koordination der nationalen Wirtschaftspolitiken zuständig ist und die Pläne für den EWF aktiv unterstützt.
- Arbeit zitieren
- Andreas Fensterer (Autor:in), 2010, Sinn eines europäischen Währungsfonds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267822