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Der Corporate Governance-Gedanke in Deutschland: Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für die Unternehmenspraxis

Title: Der Corporate Governance-Gedanke in Deutschland: Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für die Unternehmenspraxis

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirtin Sylvia Berghänel (Author), Nefert Gabra (Author)

Business economics - General
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Der Corporate-Governance-Gedanke hat seinen Ursprung im angloamerikanischen Rechtsraum und hielt in den neunziger Jahren auch in Deutschland Einzug. Zahlreiche existenzbedrohende Krisen renommierter Unternehmen wie der Metallgesellschaft, der Leasinggesellschaft FlowTex oder des Holzmann Baukonzerns sorgten für Aufregung und lösten in Deutschland heftige Diskussionen über die immer wiederkehrenden Themen Bankenmacht und Aufsichtsräte aus. Insbesondere verstärkten sich die Zweifel an der Effizienz und Professionalität der Aufsichtsräte, da sie neben Wirtschaftsprüfern und Banken die bestehenden Risikosituationen in den Unternehmen nicht rechtzeitig erkannt hatten. Forderungen nach einer stärkeren Kontrolle und Haftung von Unternehmensorganen wurden laut.
Aufgrund der rapide beschleunigenden Globalisierung der Finanzmärkte „…konkurrieren unsere Unternehmen heute mit Kapitalnachfragern weltweit, … und der Einfluss internationaler institutioneller Anleger und Ihrer Erwartungen haben erheblich zugenommen“ . Für diese wie auch für nationale Anleger und Investoren ist eine Kontrolle und Transparenz der Leitung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften absolut entscheidend. Mit Hilfe des DCGK soll das Vertrauen der Stakeholder – d.h. der Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter, Kreditgeber, Lieferanten und der Öffentlichkeit – gestärkt und somit der Standort Deutschland attraktiver werden.

In diesem Werk sind die Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensüberwachung sowie die Inhalte und Adressaten des deutschen Corporate Governance Kodex ausführlich erläutert. Abschließend wird die Bedeutung des Kodex für die Unternehmenspraxis anhand des Mannesmann-Prozesses tiefgreifend dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Notwendigkeit eines Corporate Governance Kodex in Deutschland

1.2 Die Stakeholder-Orientierung in Deutschland

1.3 Definition Corporate Governance

2 Entstehung und Entwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex

2.1 Überblick

2.2 Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensüberwachung

2.2.1 Beginn der externen Abschlussprüfung

2.2.2 Publizitätsgesetz

2.2.3 Bilanzrichtlinien-Gesetz

2.2.4 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

2.3 Erste Kodizes zum Thema Corporate Governance

2.3.1 Combined Code

2.3.2 OECD Principles of Corporate Governance

2.3.3 German Panel on Corporate Governance

2.3.4 German Code of Corporate Governance

2.4 Entstehung des ersten DCGK

2.4.1 Regierungskommission Corporate Governance

2.4.2 Kommission Deutscher Corporate Governance

2.4.3 Viertes Finanzmarktförderungsgesetz

2.4.4 Transparenz- und Publizitätsgesetz

2.5 Bisherige Änderungen

2.5.1 Modifikationen des DCGK

2.5.2 10-Punkte-Programm

3 Der Deutsche Corporate Governance Kodex

3.1 Adressaten

3.2 Inhalte

4 Bedeutung des DCGK für die Unternehmenspraxis

4.1 Schwachpunkte des deutschen Überwachungssystems

4.2 Umsetzung des DCGK

4.3 Fallbeispiel – Der Mannesmann-Prozess

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert den Ursprung, die historische Entwicklung sowie die praktische Relevanz des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Hinblick auf eine effektive Unternehmensführung und -überwachung in Deutschland.

  • Historische Entstehung und internationale Einflüsse auf den DCGK.
  • Unterschied zwischen Shareholder-Value und Stakeholder-Orientierung.
  • Die Rolle gesetzlicher Maßnahmen wie KonTraG und TransPuG.
  • Analyse von Schwachstellen im deutschen Überwachungssystem.
  • Einfluss des DCGK auf die Unternehmenspraxis und das Anlegervertrauen.
  • Aufarbeitung des Mannesmann-Prozesses als Fallbeispiel für Governance-Defizite.

Auszug aus dem Buch

1.1 Notwendigkeit eines Corporate Governance Kodex in Deutschland

Der Corporate-Governance-Gedanke hat seinen Ursprung im angloamerikanischen Rechtsraum und hielt in den neunziger Jahren auch in Deutschland Einzug. Zahlreiche existenzbedrohende Krisen renommierter Unternehmen wie der Metallgesellschaft, der Leasinggesellschaft FlowTex, Schneider oder des Holzmann Baukonzerns sorgten für Aufregung und lösten in Deutschland heftige Diskussionen über die immer wiederkehrenden Themen Bankenmacht und Aufsichtsräte aus. Insbesondere verstärkten sich die Zweifel an der Effizienz und Professionalität der Aufsichtsräte, da sie neben Wirtschaftsprüfern und Banken die bestehenden Risikosituationen in den Unternehmen nicht rechtzeitig erkannt hatten. Forderungen nach einer stärkeren Kontrolle und Haftung von Unternehmensorganen wurden laut.

Aufgrund der rapide beschleunigenden Globalisierung der Finanzmärkte „…konkurrieren unsere Unternehmen heute mit Kapitalnachfragern weltweit, … und der Einfluss internationaler institutioneller Anleger und Ihrer Erwartungen haben erheblich zugenommen“. Für diese wie auch für nationale Anleger und Investoren ist eine Kontrolle und Transparenz der Leitung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften absolut entscheidend. Mit Hilfe des DCGK soll das Vertrauen der Stakeholder – d.h. der Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter, Kreditgeber, Lieferanten und der Öffentlichkeit – gestärkt und somit der Standort Deutschland attraktiver werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Erläutert die Ursprünge des Corporate-Governance-Gedankens in Deutschland und grenzt die Stakeholder-Orientierung vom Shareholder-Value-Konzept ab.

2 Entstehung und Entwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex: Detaillierte Betrachtung der gesetzlichen Maßnahmen und früherer Kodizes, die zur Entwicklung und Etablierung des ersten DCGK führten.

3 Der Deutsche Corporate Governance Kodex: Beschreibt die Zielgruppe des Kodex und gibt einen Überblick über die wesentlichen Inhalte sowie die Rechte und Pflichten der Organe der Aktiengesellschaft.

4 Bedeutung des DCGK für die Unternehmenspraxis: Untersucht Schwachpunkte des Überwachungssystems, analysiert den Umsetzungsgrad des Kodex in der Praxis und behandelt den Mannesmann-Prozess als Fallbeispiel.

5 Schlussbetrachtung: Fasst den Status quo zusammen und betont, dass die reine Verabschiedung von Regeln nicht ausreicht, sondern Corporate Governance aktiv im Unternehmen gelebt werden muss.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, DCGK, Unternehmensführung, Unternehmenskontrolle, Aufsichtsrat, Vorstand, Stakeholder-Orientierung, Shareholder-Value, KonTraG, Transparenz, Anlegerschutz, Mannesmann-Prozess, Compliance, TransPuG, Publizitätsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, der Entwicklung und der Bedeutung des Deutschen Corporate Governance Kodex für die Praxis der Unternehmensführung und -überwachung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen verschiedenen Kontrollmodellen, die Historie der deutschen Regelwerke, der Einfluss internationaler Standards sowie die praktische Anwendung und Schwachstellen des aktuellen Systems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch den DCGK das Vertrauen in den deutschen Kapitalmarkt gestärkt werden soll und inwiefern der Kodex dazu beiträgt, Transparenz und Professionalität in der Unternehmensüberwachung zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um den rechtlichen und ökonomischen Rahmen zu definieren, kombiniert mit einer Auswertung aktueller Studien zum Umsetzungsgrad des Kodex und einer fallbezogenen Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung der Corporate Governance-Regeln, die konkreten Inhalte und Adressaten des Kodex sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der gelebten Unternehmenspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Corporate Governance, DCGK, Unternehmensüberwachung, Transparenz und Anlegerschutz kennzeichnen.

Warum ist der Mannesmann-Prozess als Fallbeispiel so wichtig?

Der Fall Mannesmann verdeutlicht die Defizite in der Überwachung und die mangelnde Transparenz bei Vorstandsvergütungen, die den Anstoß für strengere regulatorische Anforderungen und die Notwendigkeit von Compliance gaben.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Aktionäre?

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Macht der Aktionäre in Deutschland durch Verflechtungen oft eingeschränkt ist, der DCGK jedoch darauf abzielt, durch Informationsrechte und Transparenz deren Rolle und Einfluss zu stärken.

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Details

Title
Der Corporate Governance-Gedanke in Deutschland: Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für die Unternehmenspraxis
College
Heilbronn University of Applied Sciences  (Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung)
Course
Betriebswirtschaftliches Seminar
Grade
1,3
Authors
Diplom-Betriebswirtin Sylvia Berghänel (Author), Nefert Gabra (Author)
Publication Year
2004
Pages
38
Catalog Number
V26790
ISBN (eBook)
9783638290272
ISBN (Book)
9783638937412
Language
German
Tags
Corporate Governance-Gedanke Deutschland Entstehung Entwicklung Bedeutung Unternehmenspraxis Betriebswirtschaftliches Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirtin Sylvia Berghänel (Author), Nefert Gabra (Author), 2004, Der Corporate Governance-Gedanke in Deutschland: Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für die Unternehmenspraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26790
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