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Kostenüberwälzung auf den Verbraucher beim Emissionshandel

Titel: Kostenüberwälzung auf den Verbraucher beim Emissionshandel

Seminararbeit , 2005 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dipl.-Volkswirt Alexander Noskin (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit bietet einen Einblick in die Überwälzungsproblematik im Rahmen des Emissionshandels. Zunächst wird das Phänomen der Überwälzung allgemein am Beispiel der Steuerlehre beleuchtet. Danach folgt eine Untersuchung der Überwälzungseffekte in der Empirie des Handels mit Verschmutzungsrechten. Dazu wird das US-amerikanische Acid Rain-Programm analysiert und der Emissionshandel in Europa betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überwälzung in der Theorie

2.1. Auswirkungen auf Markt, Haushalte und Gesamtwohlfahrt.

2.1.1. Steuerüberwälzung in Abhängigkeit von den Elastizitäten

a) gleiche Elastizitäten

b) unelastische Nachfrage

c) unelastisches Angebot

2.1.2. Steuerüberwälzung in Abhängigkeit von der Marktform

a) vertikale Marktmacht

b) horizontale Marktmacht

2.1.3. Fazit

2.2. Begriff der Steuerinzidenz

3. Das amerikanische Acid Rain-Programm

3.1. Vorstellung des Acid Rain-Programms

3.2. Überwälzung und Wettbewerbseffekte

3.2.1. Regulierte und kompetitive Märkte

3.2.2. Preise und Überwälzung in Abhängigkeit von Allokationsverfahren.

3.2.3. Preiserhöhungseffekte auf die Haushalte

4. Emissionsrechtehandel in der EU

4.1. kurze Vorstellung des europäischen Emissionrechtehandels

4.1.1. Grundkonzept

4.1.2. rechtlicher und organisatorischer Rahmen

4.2. Überwälzung und Wettbewerbseffekte.

4.2.1. Einfluss auf die Strompreise

4.2.2. Einfluss auf andere Branchen

a) Beispiel Zementindustrie

b) Beispiel Papierindustrie

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Problematik der Kostenüberwälzung im Kontext des Emissionshandels, mit der zentralen Forschungsfrage, in welchem Maße Unternehmen die Kosten für Emissionsrechte selbst tragen oder durch Preiserhöhungen auf andere Wirtschaftssubjekte überwälzen.

  • Theoretische Grundlagen der Steuerüberwälzung und Steuerinzidenz
  • Analyse des US-amerikanischen Acid Rain-Programms als empirisches Fallbeispiel
  • Untersuchung des europäischen Emissionsrechtehandels und seiner regulatorischen Rahmenbedingungen
  • Wettbewerbseffekte und Auswirkungen auf Strompreise sowie spezifische Industriezweige wie Zement und Papier

Auszug aus dem Buch

3.1. Vorstellung des Acid Rain-Programms

Saurer Regen ist wie der Treibhauseffekt ein ernstes Umweltproblem. Hauptursachen dafür liegen im Ausstoß von Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxiden (NOx), die in der Atmosphäre zu Schwefelsäure (H2SO4) und Salpetersäure (HNO3) oxidiert werden. Diese beiden Säuren sind im Wesentlichen für die pH-Wertabsenkung in den Niederschlägen verantwortlich.

Um eine nationale Beschränkung des Ausstoßes der oben genannten Gase zu erreichen, verabschiedeten die Vereinigten Staaten im Jahre 1990 das Clean Air Act, dass die Environmental Protection Agency (EPA) autorisierte, ein entsprechendes Programm ins Leben zu rufen. Dieses Programm, das als Acid Rain-Programm bekannt wurde, lief 1995 in der ersten Einstiegsphase an, mit dem Ziel, in der zweiten, restriktiveren Phase ab dem Jahr 2000 den SO2-Ausstoß der „pollution units“ (überwiegend Strom erzeugende Einrichtungen) auf die Hälfte des Ausstoßniveaus von 18,5 Millionen Tonnen aus dem Jahr 1980 zu senken.

Es war die erste umfassende Anwendung des theoretischen Konzeptes handelbarer Umweltlizenzen. Die EPA wurde dabei zur Institution, die den Ablauf des Programms steuert und überwacht. Es werden jährlich eine bestimmte Menge Emissionszertifikate („Allowances“) herausgegeben, die dem Besitzer SO2-Ausstoßrechte gewähren. Am Ende einer Verpflichtungsperiode müssen die Emittenten für ihre Emissionen Emissionsrechte in entsprechender Höhe vorweisen, um nicht sanktioniert zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des globalen Klimawandels ein und erläutert die Relevanz der Kostenumwälzung bei neuen Systemen wie dem Emissionsrechtehandel.

2. Überwälzung in der Theorie: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Aspekte der Steuerüberwälzung unter verschiedenen Marktformen und Elastizitäten sowie den Begriff der Steuerinzidenz.

3. Das amerikanische Acid Rain-Programm: Es wird das Acid Rain-Programm der USA als erstes umfassendes Anwendungsbeispiel für handelbare Umweltlizenzen analysiert, inklusive der Wettbewerbseffekte und Preiswirkungen.

4. Emissionsrechtehandel in der EU: Das Kapitel betrachtet den europäischen Emissionsrechtehandel, dessen rechtlichen Rahmen und die spezifischen Auswirkungen auf Strompreise und Branchen wie Zement und Papier.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einordnung der Überwälzungsprozesse als legitime und notwendige Lastenteilung beim Klimaschutz.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, Kostenüberwälzung, Steuerinzidenz, Acid Rain-Programm, Kyoto-Protokoll, Zertifikate, Strompreise, Grandfathering, Marktformen, Wettbewerbseffekte, CO2-Emissionen, Zusatzlast, Zementindustrie, Papierindustrie, Allokationsverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Frage, wie Unternehmen die finanziellen Belastungen durch den Emissionshandel handhaben und inwieweit diese Kosten an Verbraucher weitergegeben werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Steuerüberwälzung, dem empirischen Beispiel des Acid Rain-Programms in den USA und dem aktuellen Emissionsrechtehandel in Europa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen der Kostenüberwälzung auf den Verbraucher zu identifizieren und zu analysieren, wie unterschiedliche Allokationsverfahren die Preise beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Modelle aus der Steuerlehre sowie die Analyse von Fallbeispielen und Simulationsdaten, um Überwälzungsprozesse und Wohlfahrtseffekte zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Überwälzung, die detaillierte Betrachtung des US-Acid Rain-Programms und eine Analyse der Auswirkungen des europäischen Emissionshandels.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kostenüberwälzung, Emissionshandel, Steuerinzidenz, Wettbewerbseffekte und Marktallokation beschreiben.

Was besagt das "Auction Paradox"?

Das Auction Paradox beschreibt den Umstand, dass ein Unternehmen bei einem kostenpflichtigen Erwerb von Emissionsrechten insgesamt besser dastehen kann, als wenn es diese durch bestimmte Gratis-Zuteilungsverfahren erhält.

Wie unterscheidet sich die Betroffenheit der Zement- und Papierindustrie?

Die Papierindustrie ist stärker von der Überwälzung betroffen, da sie eine elastischere Nachfrage aufweist und die Stromkosten einen signifikanten Anteil an ihren Produktionskosten ausmachen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kostenüberwälzung auf den Verbraucher beim Emissionshandel
Hochschule
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  (Institut für Wirtschaftstheorie und Operations Research)
Note
2,3
Autor
Dipl.-Volkswirt Alexander Noskin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
24
Katalognummer
V267960
ISBN (eBook)
9783656584247
ISBN (Buch)
9783656584551
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emissionshandel Emissionsrechte Überwälzung Kosten Verbraucher CO2
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Volkswirt Alexander Noskin (Autor:in), 2005, Kostenüberwälzung auf den Verbraucher beim Emissionshandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267960
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Leseprobe aus  24  Seiten
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