Erstellung eines Einarbeitungskonzepts für Gesundheits- und Krankenpflegeschüler einer Station im Krankenhaus


Projektarbeit, 2012

26 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Vorstellung der Projektidee
1.2 Krankenpflegegesetz 1985 vs. Krankenpflegegesetz
1.3 Begriffsdefinition
1.3.1 Definition: Projekt
1.3.2 Definition: Matrix - Projektorganisation

2 Projektdefinition
2.1 Ist - Analyse der derzeitigen Einarbeitungssituation
2.2 Projektziele
2.3 Projektauftrag

3 Projektplanung
3.1 Projektstrukturplan
3.1.1 Arbeitspakete
3.2 Ressourcen- und Kostenplanung
3.3 Akteure im Projekt
3.3.1 Projektleiter
3.3.2 Projektteam

4 Projektdurchführung
4.1 Projektcontrolling
4.2 erstes Teamtreffen
4.3 zweites Teamtreffen
4.4 grafische Darstellung des Konzeptes
4.5 drittes Teamtreffen

5 Projektabschluss
5.1 Präsentation des Konzeptes
5.2 Abschluss des Projektes

6 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Projektauftrag

Abb. 2: Projektstrukturplan als Chart

Abb. 3: erweiterte Aufgabentabelle

Abb. 4: Projektkostenplan

Abb. 5 Ausschnitt der erweiterten Aufgaben - Tabelle mit möglicher Trenddarstellung

1 Einleitung

Die Situation in deutschen Krankenhäusern hat sich im Vergleich zu früheren Zeiten drastisch gewandelt. Charakteristisch dafür ist die zunehmende Verkürzung der Liegezeiten bei Anstieg der Fallschwere und einsetzendem Personalabbau sowie der immer grö ßr werdende Fachkräftemangel. Ebenfalls bezeichnend für den Wandel in den Krankenhäusern ist das vor acht Jahren neu in Kraft getretene Krankenpflegegesetz, welches die Krankenpflegeausbildung grundlegend verändert hat (vgl. Pape 2011: 8). Das vorliegende Projekt ist eine Hausarbeit zum Thema „Erstellung eines Einarbeitungskonzeptes für Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -Schüler“. Es ist ein „theoretisches“ Projekt, bei dem es zu einer wissenschaftlich durchdachten Projektkonzeption kam.

Im ersten Kapitel wird die Projektidee vorgestellt, daran folgt der Vergleich zwischen dem Krankenpflegegesetz von 1985 und dem Krankenpflegegesetz von 2004. Die letzten beiden Punkte des ersten Kapitels stellen Begriffsdefinitionen dar, zum einen vom Begriff Projekt und vom Begriff Matrix-Projektorganisation.

Das zweite Kapitel beinhaltet die Projektdefinition, welche besteht aus der Ist - Analyse der derzeitigen Einarbeitungssituation, der Festlegung der Projektziele und der Erarbeitung und Gestaltung des Projektauftrages.

Die Projektplanung ist das dritte Kapitel und umfasst sechs Punkte. Zuerst wird der Projektstrukturplan definiert und grafisch dargestellt mit seinen Arbeitspaketen. Diese sind die kleinste Planungseinheit in einem Projekt und werden in einem Unterpunkt näher beleuchtet. Die Ressourcen- und Kostenplanung schliß mit Darstellung eines Projektkostenplanes, an. Da Projektarbeit auch immer Arbeit im Team bedeutet, widmet sich der nachfolgende Punkte den Akteuren im Projekt, mit seinen zwei Unterpunkten Projektleiter und Projektmitarbeiter.

Kapitel vier ist die Projektdurchführung, welche theoretisch dargestellt wird, weil es anders bei einem „theoretischen‘Projektiichtn öglich ist. Das Projektcontrolling ist der erste Punkt der Projektdurchführung und setzt sich fort in erstes Teamtreffen, zweites Teamtreffen, grafische Darstellung des Konzeptes und drittes Teamtreffen.

Der Projektabschluss mit der Präsentation des Konzeptes und der theoretisch erklärte Abschluss des Projektes sind das fünfte Kapitel.

Das letzte Kapitel der vorliegenden Hausarbeit ist die Zusammenfassung und der Ausblick.

1.1 Vorstellung der Projektidee

Das Krankenhaus ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg, welches über 274 stationäre und 20 teilstationäre Patientenbetten verfügt.

([Intemetseite des Krankenhauses] Abruf 15.07.2012)).

Die XY Schule bildet Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und Schüler aus, welche einen Teil ihrer praktischen Ausbildung im Krankenhaus absolvieren. Die Station des Krankenhauses, ist eine chirurgische Station, auf welcher Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -Schüler eingesetzt werden.

Hintergrund des geplanten Projektes ist die verbesserungswürdige Einarbeitungssituation der Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler, welche in der vergangenen Zeit immer wieder zu Frust auf allen Seiten geführt hat, zu optimieren. Auch für die anstehende Re - Zertifizierung nach KTQ 5.0 ist eine qualitativ bessere Einarbeitung wünschenswert.

Idee des Projektes ist in Teamarbeit ein Einarbeitungskonzept für Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler der Station zu entwickeln, welches eine optimale Einarbeitung, auf Basis eines Einarbeitungskonzeptes, ermöglicht.

Es soll ein Tool geschaffen werden, um die Gesundheits- -und Krankenpflegeausbildung qualitativ zu verbessern, denn diese hat sich in der vergangenen Zeit drastisch gewandelt.

Viele Faktoren haben den Wandel in der Krankenpflegeausbildung mit beeinflusst, ein grundlegender ist die Gesetzesänderung, auf welche im Punkt 1.2 eingegangen wird.

1.2 Krankenpflegegesetz 1985 vs. Krankenpflegegesetz 2004

Krankenpflege soll zu einer eigenständigen Profession werden, die Krankenpflege hat sich auf den Weg gemacht. Fachlich, methodisch und sozial kompetent soll der zukünftige Pflegende sein (vgl. Ritter 2011: 9).

Das Berufsbildungsgesetz regelt die meisten Ausbildungen, in der Gesundheits- und Krankenpflege existiert ein bundeseinheitliches Krankenpflegegesetz, welches die Ausbildung regelt. Nach drängender und jahrelanger Kritik von Berufs- und Interessenverbänden wurde das Krankenpflegegesetz zum 01.01.2004 novelliert (vgl. Schladitz 2010: 11). Das neue Krankenpflegegesetz, welches am 16.07.2003 beschlossen wurde, ist heute schon wieder mehrere Jahre alt.

Geändert hat sich nicht nur die Berufsbezeichnung von Krankenpflege auf Gesundheits­und Krankenpflege, sondern es kam auch zu einer Neuformulierung der Ausbildungsziele. Präventive, gesundheitsfördernde, rehabilitative und palliative Aspekte stehen neben der kurativen Ausrichtung im Mittelpunkt, statt der Mitwirkung bei der Verhütung, Erkennung, und Heilung von Krankheiten. Die Vermittlung von Theorie und Praxis in der Ausbildung liegt nun ausdrücklich in der Verantwortung der Schulen. Eine Praxisbegleitung vor 2004 war wünschenswert, aber keine Pflicht, heute ist sie gesetzlich vorgeschrieben und an definierte Bedingungen geknüpft.

Nachdem alten Krankenpflegegesetz entfiel auf die praktische Ausbildung 3.000 Stunden, welche zum grö fen Teil in der Ausbildungseinrichtung Krankenhaus geleistet wurden. Zu einer Erweiterung der Ausbildungseinrichtungen auf den ambulanten und rehabilitativen Bereich kam es mit der Gesetzesänderung. Demzufolge schrumpfte der Krankenhauseinsatz und zusätzlich wurde die praktische Ausbildung auf 2.500 Stunden reduziert (vgl. Mamerow 2006: 35f.).

Der letzte Fakt, die Reduzierung der praktischen Stunden, begründet, warum eine optimale Einarbeitung so wichtig ist und warum die praktische Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege an Qualitätgewinnen muss.

Bevor es zur konkreten Planung des Projektes kommt, werden Begriffsdefinitionen vorangestellt.

1.3 Begriffsdefinitionen

Das Wort Projekt wird in Unternehmen oft gebraucht und vieles wird als Projekt tituliert, welches keines ist. Die nachfolgende Definition hilft sich vor Augen zu führen, ob ein Vorhaben den Kriterien eines Projektes entspricht.

Anschließend folgt die Definition der Matrix - Projektorganisation, welche - wie bei den meisten durchgeführten Projekten im Gesundheitswesen - zum Einsatz kommt.

1.3.1 Definition: Projekt

Ein Projekt ist, definiert nach der DIN 69901, „ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B.

- Zielvorgabe,
- zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzungen,
- Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben sowie
- projektspezifische Organisation.“ (vgl. Mayrshofer, Kröger 2011: 13)

In der Literatur werden vier Projektarten beschrieben: Standardprojekte, Akzeptanzprojekte, Potenzialprojekte und Pionierprojekte. Das gegenwärtige Projekt gehört in die Gruppe der Potenzialprojekte, welche gekennzeichnet sind, durch eine offene Aufgabenstellung mit vielen inhaltlichen und vorgehensmäßigen Möglichkeiten, welche ein geringes Risiko haben. Dabei ist die Projektorganisation meist klein und einfach gehalten (vgl. Kuster et al. 2006: 6).

1.3.2 Definition: Matrix-Projektorganisation

Wie bereits angesprochen ist die Matrix - Projektorganisation das Organisationsmodell, neben reiner Projektorganisation und Projekt - Koordination (vgl. Wagner Studienbrief 1 o.J.: 21) welches am häufigsten im Gesundheitswesen Anwendung findet.

Kennzeichnend ist die exakte Aufteilung von Kompetenzen und Verantwortungen zwischen Projekt und Linie. Passiert dies nicht, haben die Projektteammitglieder erhebliche Schwierigkeiten, zielgerichtet zu arbeiten, da sie dem Projektleiter und dem Linienvorgesetzten unterstellt sind. Projektleiter und Projektteammitglieder sind immer auch Linienmitarbeiter.

Ein weiteres Merkmal ist die Verantwortung des Projektleiters über die Erreichung der Termin- und Kostenziele. Die Linienvorgesetzten tragen entsprechend den ihnen übertragenen Aufgaben eine Mitverantwortung (vgl. Kraus, Westermann 1997: 40f). Eine hohe Konfliktfähigkeit aller Beteiligten ist Voraussetzung für eine funktionierende Matrix - Projektorganisation, da ständige Prioritätsentscheidungen zum Projektalltag gehören (vgl. Gassmann 2006: 14).

2 Projektdefinition

Eine Projektplanung nach bestem Wissen und Gewissenist eine intuitive Planung und erfordert keine Systematik, welche bei sehr einfachen Projekten angebracht seien, kann. Jedoch ohne eine Festlegung von Zielen und Bezug zum Unternehmen werden in der Regel diffuse, ineffiziente und unrealistische Planungen aufgebaut (vgl. Gassmann 2006:62).

Wagner hingegen stellt ein 4 - Stufen - Schema zur Projektübersicht vor, welches eine Hilfestellung zur konkreten Planung bietet. Dieses stellt sich wie folgt dar:

- Definition
- Planung
- Durchführung
- und Abschluss (vgl. Wagner Studienbrief 2 o.J.: 9).

Die Ist - Analyse der derzeitigen Einarbeitungssituation, die Projektziele sowie der Projektauftrag kennzeichnen die Projektdefinition und werden nachfolgend näher erläutert.

2.1 Ist - Analyse der derzeitigen Einarbeitungssituation

Eine geplante und strukturierte praktische Ausbildung wird wie in Punkt 1.2 beschrieben, seit 01.01.2004 vom Gesetzgeber gefordert. An jeder Ausbildungseinrichtung, wo Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler praktisch ausgebildet werden, sollen Praxisanleiter arbeiten.

Geeignet als Praxisanleiter sind Personen, welche eine Ausbildung in der Gesundheits­und Krankenpflege absolviert haben, über eine zweijährige Berufserfahrung verfügen und eine berufspädagogische Weiterbildung von mindestens 200 Stunden erfolgreich bestanden haben (vgl. Mamerow 2006: 35f.).

Die Station des Krankenhauses, verfügt über 28 Betten, welche mit 17 Vollzeitstellen pflegerisch versorgt werden. 3 der 17 Gesundheits- und Krankenpflegekräfte haben die berufspädagogische Weiterbildung von mindestens 200 Stunden absolviert und betreuen die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler in ihrem täglichen Arbeitsalltag. Die 3 Praxisanleiter sind in den Stationsablauf komplett eingebunden und werden unterstützt von einer hauptamtlichen Praxisanleiterin, welche vorrangig die geplanten Praxisanleitungen und die Modulabschlüsse, beziehungsweise die Zwischenprüfungen abnimmt.

Meist führt einer der Praxisanleiter die Einarbeitung durch, doch aufgrund von Teilzeitbeschäftigung, Urlaub, Fortbildung oder Krankheit ist das nicht immer gewährleistet. Eine konfuse, unstrukturierte Einarbeitung ist die Folge, welche zu Frustration aufseiten der Station, der Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler sowie aufseiten der Krankenpflegeschule führt.

2.2 Projektziele

Projekte ohne klar zuvor definierte Ziele werden schnell konfus und unübersichtlich, kurz sie werden, beispielsweise aus Frustration nicht zu Ende gebracht.

Deshalb ist es so wichtig, Ziele im Vorfeld möglichst genau zu formulieren, damit unterschiedliche Erwartungshaltungen frühzeitig erkenn- und korrigierbar sind, eine klare Zielformulierung ergebnisorientiertes Handeln fördert und damit der Projekterfolg quantitativ und qualitativ gemessen werden kann. Denn erst eine klare Zieldefinition ermöglicht den Projektablauf konkret zu planen und zu begründen.

Ebenfalls ermöglichen messbare Ziele die Auswirkungen von Änderungen im Projektablauf qualifiziert beurteilen zu können (vgl. Lessel 2008: 21).

Demzufolge ist eine klare Zieldefinition für einen konstruktiven Projektverlauf unabdingbar. Gleichfalls ist eine klare Zieldefinition notwendige Voraussetzung für die abschließende Erfolgskontrolle. Somit gehört die verbindliche Definition der Projektziele zu einer der ersten Tätigkeiten des Projektleiters.

Um eine gute Erreichbarkeit der Projektziele zu gewährleisten, kann die „SMART“- Methode angewandt werden, diese hat sich auch schon in anderen Managementzusammenhängen bewährt und sagt Folgendes aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aufgrund der vorangestellten Erkenntnisse über Projektziele kam es im gegenwärtigen

[...]

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Details

Titel
Erstellung eines Einarbeitungskonzepts für Gesundheits- und Krankenpflegeschüler einer Station im Krankenhaus
Note
3,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V267970
ISBN (eBook)
9783668095410
ISBN (Buch)
9783668095427
Dateigröße
947 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erstellung, einarbeitungskonzepts, gesundheits-, krankenpflegeschüler, station, krankenhaus
Arbeit zitieren
Janine Schluzy (Autor), 2012, Erstellung eines Einarbeitungskonzepts für Gesundheits- und Krankenpflegeschüler einer Station im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267970

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