Kurzfassung
In den letzten Jahren gewann das Thema Projektkommunikation zunehmend an Bedeutung, da Projekte häufig aufgrund schlechter oder mangelnder Kommunikation scheitern.
Gegenstand dieser Arbeit ist es, auf Basis des aktuellen Stands der Literatur die Kommunikationserfordernisse
der Projektteilnehmer/innen in differenzierten Projektarten zu unterscheiden und hinsichtlich ihrer Intensität in unterschiedlichen Projektphasen zu bewerten.
Im Anschluss werden verschiedene Web-2.0-Tools vorgestellt und definiert, ob diese die Kommunikation in einem Standardprojekt, einem Akzeptanzprojekt, einem Potentialprojekt oder einem Pionierprojekt unterstützen können.
Abstract
In recent years the topic of project communication has become increasingly important, as projects often fail due to poor communication or lack of communication. Subject of this work is to discriminate communication requirements of project participants into differentiated types of projects on the basis of the current state of literature, and evaluate its intensity in different phases of the project. Following, several Web-2.0-tools will be introduced,
and defined whether they can support communication in a standard project, a project acceptance, a potential project or a pioneering project.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Ausgangslage und Motivation
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Methode
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Projektmanagement
2.1.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs „Projekt“
2.1.2 Projektphasen
2.1.3 Projektarten
2.2 Kommunikation
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs „Kommunikation“
2.2.2 Klassische Kommunikationsmodelle
2.3 Kommunikationsformen
2.3.1 Direkte Kommunikation versus mediale Kommunikation
2.3.2 Kommunikation mit Social Media
3 Kommunikationserfordernisse in differenzierten Projektarten
3.1 Was sind Kommunikationserfordernisse eines Projekts?
3.1.1 Kommunikationserfordernisse im Standardprojekt
3.1.2 Kommunikationserfordernisse im Akzeptanzprojekt
3.1.3 Kommunikationserfordernisse im Potentialprojekt
3.1.4 Kommunikationserfordernisse im Pionierprojekt
3.2 Zwischenfazit
4 Einsatz von Social Media
4.1 Welche Charakteristika gibt es zum Einsatz von Social Media in Projekten?
4.1.1 Einsatz Social Media im Standardprojekt
4.1.2 Einsatz Social Media im Akzeptanzprojekt
4.1.3 Einsatz Social Media im Potentialprojekt
4.1.4 Einsatz Social Media im Pionierprojekt
4.2 Zwischenfazit
5 Zusammenfassung und Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Implikation für Wissenschaft und Praxis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis der aktuellen Literatur zu untersuchen, wie sich die Kommunikationserfordernisse in differenzierten Projektarten unterscheiden und ob diese durch den gezielten Einsatz von Web-2.0-Tools sinnvoll unterstützt werden können.
- Differenzierung von Kommunikationserfordernissen in verschiedenen Projektarten (Standard-, Akzeptanz-, Potential- und Pionierprojekt)
- Analyse der Intensität von Kommunikationsbedarfen in unterschiedlichen Projektphasen
- Evaluation von Social-Media-Tools zur Unterstützung der Projektkommunikation
- Einsatzmöglichkeiten von Wikis, Blogs, Podcasts und Social Networks im Projektkontext
- Anwendung des Media-Richness-Modells auf moderne Web-2.0-Kommunikation in Projekten
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangslage und Motivation
„Die weichen Erfolgsfaktoren, insbesondere die Kommunikation, werden für den Projekterfolg immer wichtiger“, bemerkt Professor Heinz Schelle von der Universität der Bundeswehr in München (Börsch 2008: 20). Diese Aussage wird durch die Studie „Kommunikation in Projekten“ belegt, in der 85 % der 754 befragten Projektmanager/innen die Kommunikation in Projekten als sehr wichtig bewertet haben (vgl. Artreus 2013: 10). Insofern ist unklar, warum Kommunikation trotz des hohen Stellenwertes als „Luxus-Thema“ in Unternehmen behandelt wird (Börsch 2008: 20) und nach wie vor in Studien zu finden ist, dass ein Hauptgrund für das Scheitern von Projekten die schlechte Kommunikation darstellt.
So belegt die gemeinsame Studie der PA Consulting Group, Frankfurt am Main, und der GPM auf Basis einer Befragung von 82 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen, dass 61 % der Projekte aufgrund "schlechter Kommunikation" scheitern (vgl. GPM Studie 2007). Darüber hinaus liefert Abbildung 1 einen Überblick über weitere Faktoren, die das Projektergebnis negativ beeinflussen und belegen im Umkehrschluss, dass Kommunikation als entscheidender Erfolgsfaktor zu betrachten ist.
Durch das Ergebnis der Studie wird deutlich, dass Kommunikation und Kollaboration entscheidende Erfolgsfaktoren im Projektmanagement darstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Projektkommunikation als kritischen Erfolgsfaktor und definiert die forschungsleitende Fragestellung hinsichtlich des Einsatzes von Social Media.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert fundamentale Begriffe des Projektmanagements, verschiedene Kommunikationsmodelle und die Charakteristika von Social Media im geschäftlichen Kontext.
3 Kommunikationserfordernisse in differenzierten Projektarten: Hier werden spezifische Anforderungen an die Kommunikation in Abhängigkeit von Projektart und Projektphase analysiert und in einer Matrix differenziert.
4 Einsatz von Social Media: Dieses Kapitel untersucht, wie Web-2.0-Tools wie Wikis und Blogs gezielt zur Erfüllung der ermittelten Kommunikationsbedarfe in verschiedenen Projekttypen eingesetzt werden können.
5 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet Implikationen für die wissenschaftliche Forschung sowie die praktische Anwendung im Projektmanagement ab.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Kommunikation, Web 2.0, Social Media, Kommunikationserfordernisse, Projektphasen, Projektarten, Standardprojekt, Akzeptanzprojekt, Potentialprojekt, Pionierprojekt, Kollaboration, Media-Richness-Modell, Projektkommunikation, Wissensmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Master Thesis grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Kommunikation im Projektmanagement und analysiert, wie moderne Web-2.0-Tools dazu beitragen können, spezifische Kommunikationsanforderungen in verschiedenen Projektarten zu erfüllen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Projektarten (nach Komplexität und Neuartigkeit), der Erläuterung von Kommunikationsmodellen und der Evaluation des praktischen Einsatzes von Social-Media-Werkzeugen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie Social Media die Kommunikation in Projekten verbessern kann, um die Erfolgschancen zu erhöhen und Missverständnisse zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine sachlich-analytische Forschungsstrategie verfolgt, um basierend auf dem aktuellen Stand der Literatur Kommunikationserfordernisse in verschiedenen Projektarten zu identifizieren und zu bewerten.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kommunikation und des Projektmanagements sowie die anschließende Analyse und Zuordnung von Web-2.0-Tools zu den spezifischen Bedürfnissen der identifizierten Projektarten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Konzepte sind Projektkommunikation, Web 2.0, Komplexitätsmanagement, Projektphasen und das Media-Richness-Modell.
Wie unterscheidet sich der Kommunikationsbedarf in einem Pionierprojekt von einem Standardprojekt?
Während in Standardprojekten aufgrund geringer Komplexität oft traditionelle Kommunikationsmittel ausreichen, erfordern Pionierprojekte aufgrund hoher Unsicherheit und fachlicher Komplexität eine weitaus intensivere und strategisch geplante Kommunikation.
Welche Rolle spielt das Media-Richness-Modell für die Tool-Auswahl?
Das Modell dient als Entscheidungshilfe, um zu bestimmen, welches Kommunikationsmedium (z. B. Face-to-Face oder digitale Tools) aufgrund seiner „Reichhaltigkeit“ für die Komplexität einer spezifischen Aufgabe am besten geeignet ist.
- Arbeit zitieren
- Miriam Dittert (Autor:in), 2013, Kommunikationserfordernisse im Projektmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268115