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Legale, zweifelhafte und illegale Bilanzierungspraktiken

Titel: Legale, zweifelhafte und illegale Bilanzierungspraktiken

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Guido Martins Kück (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Jahresabschluss ist zu einer wichtigen Visitenkarte des Unternehmens geworden. Er dient der zahlenorientierten Abbildung des Betriebsgeschehens und Betriebserfolgs (Gewinn- und Verlustrechnung), informiert über die Finanzierungsverhältnisse (Bilanz), erläutert im Anhang die wichtigsten Positionen aus Bilanz und GuV und weist mit der Abgabe eines Lageberichts, auch auf Risiken und Entwicklungen des Unternehmens hin. Anleger und Kapitalgeber können somit aus den Abschlussdaten wertvolle Informationen ziehen, um ein Gespür dafür zu bekommen, ob sich ein Investment in eine Firma lohnen kann. Wirtschaftliche Extremlagen, drohende Zahlungsfähigkeit und unter anderem auch der Druck durch Investoren die angekündigten Umsatz- und Gewinnwerte kurzfristig erreichen zu müssen, zwangen die Unternehmen offenbar dazu, immer häufiger durch legale (Bilanzpolitik), zweifelhafte (Windowdressing) oder sogar illegale Bilanzierungspraktiken (Bilanzdelikte) im Rahmen des Jahresabschlusses, ihre wirtschaftliche Lage besser oder schlechter darstellen als sie in der Wirklichkeit ist. Dies hatte zahlreiche Bilanzskandale zur Folge, welche abgesehen von der Vernichtung von großen Vermögenswerten und Arbeitsplätzen bei den unmittelbar betroffenen Unternehmen, zu einem großen Vertrauensverlust bei Gesetzgeber, Öffentlichkeit und den Geschäftspartnern der Unternehmen geführt haben. Es wurden gesetzliche Regelungen (z.B. BilMoG , SOX ) erlassen, aber auch erhöhte interne Kontrollen (IDW PS 210) eingeführt, um insbesondere die illegalen Bilanzierungspraktiken aufzuspüren und zu bekämpfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ziel dieser Arbeit

1.2 Aufbau dieser Arbeit

2 Begriffliche Grundlagen und Definitionen

2.1 Bilanzpolitik

2.2 Windowdressing

2.3 Bilanzdelikte

3 Bilanzierungspraktiken

3.1 Legale Bilanzierungspraktiken/Bilanzpolitik

3.2 Zweifelhafte Bilanzierungspraktiken/Windowdressing

3.3 Illegale Bilanzierungspraktiken/Bilanzdelikte

3.3.1 Bilanzverschleierung

3.3.2 Bilanzfälschung

4 Konsequenzen fragwürdiger Bilanzierungspraktiken in der Praxis

4.1 WorldCom (USA)

4.2 Philipp Holzmann AG (BRD)

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die wesentlichen Begrifflichkeiten im Bereich der Bilanzierung zu geben, die Unterschiede zwischen legalen, zweifelhaften und illegalen Praktiken aufzuarbeiten und die Konsequenzen mittels Praxisbeispielen darzustellen.

  • Differenzierung zwischen legaler Bilanzpolitik, Windowdressing und Bilanzdelikten.
  • Analyse der verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten des Jahresabschlusses.
  • Unterscheidung von Bilanzverschleierung und Bilanzfälschung.
  • Untersuchung von Bilanzskandalen anhand der Fälle WorldCom und Philipp Holzmann AG.
  • Diskussion der Grenzen zwischen zulässigem Ermessen und gesetzwidrigem Handeln.

Auszug aus dem Buch

3.1 Legale Bilanzierungspraktiken/Bilanzpolitik

Die Bilanzpolitik darf sich bei der Wahl ihrer Mittel nicht über die gesetzlichen Bilanzierungsvorschriften hinwegsetzen. Was über die Ausnutzung der gesetzlichen Wahlrechte und Bewertungsfreiheiten hinaus geht und was mit den anerkannten Bilanzierungsgrundsätzen nicht zu vereinbaren ist, wird dem Windowdressing oder der Bilanzmanipulation zugeordnet. Die Bilanzpolitik wird durch die nachfolgenden legalen Bilanzierungspraktiken umgesetzt. Hierbei ist zwischen den sachverhaltsabbildenden Maßnahmen (formell oder materiell) und den sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen (Ergebnisbeeinflussung oder originäre Gestaltungen) zu unterscheiden.

• Sachverhaltsabbildende Maßnahmen (formell): Einfluss auf die Darstellung durch Ausweis-, Gliederungs- und Erläuterungsrechte mit der Art bzw. die Struktur der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflusst werden. Beispielsweise können bestimmte Wertpapiere im Anlage- oder Umlaufvermögen ausgewiesen werden;

• Sachverhaltsabbildende Maßnahmen (materiell): Steuerung der Höhe der ausgewiesenen Abschlussdaten insbesondere des Eigenkapitals und der Bilanzsumme. Bei der Beeinflussung der Darstellung sind Bilanzierungs- und Bewertungsalternativen mit ihren Ermessensspielräumen zu berücksichtigen. Bilanzierungsalternativen betreffen die Frage, welche Vermögensgegenstände in die Bilanz zu aktivieren (z.B. derivativer Firmenwert, Disagio, latente Steuern) oder Schulden zu passivieren (z.B. Aufwandsrückstellungen für große Reparaturen) sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Jahresabschlusses ein und thematisiert den Druck auf Unternehmen, der sie zu Bilanzmanipulationen verleiten kann.

2 Begriffliche Grundlagen und Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Bilanzpolitik, Windowdressing und Bilanzdelikte definiert und voneinander abgegrenzt.

3 Bilanzierungspraktiken: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von der legalen Bilanzpolitik über zweifelhaftes Windowdressing bis hin zu illegalen Bilanzdelikten wie Verschleierung und Fälschung.

4 Konsequenzen fragwürdiger Bilanzierungspraktiken in der Praxis: Anhand der prominente Beispiele WorldCom und Philipp Holzmann AG werden die negativen Auswirkungen und Konsequenzen von Bilanzmanipulationen aufgezeigt.

5 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und fordert strengere Regulierungen sowie ein verantwortungsvolleres Verhalten der Akteure auf dem Kapitalmarkt.

Schlüsselwörter

Bilanzpolitik, Jahresabschluss, Windowdressing, Bilanzdelikte, Bilanzverschleierung, Bilanzfälschung, Bilanzmanipulation, Wirtschaftskriminalität, WorldCom, Philipp Holzmann AG, Bilanzskandale, Wahlrechte, Bewertungsfreiheit, Kapitalmarkt, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Bilanzierung, insbesondere mit der Differenzierung und den Konsequenzen von korrekter Bilanzpolitik, zweifelhaftem Windowdressing und illegalen Bilanzdelikten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition bilanzpolitischer Spielräume, der Identifikation von Bilanzmanipulationen sowie der Analyse historischer Bilanzskandale.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, dem Leser die Grenzen zwischen legaler Bilanzgestaltung und rechtswidrigen Handlungen aufzuzeigen und die Risiken durch Praxisbeispiele zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachbegriffe sowie eine Fallstudienanalyse zur Veranschaulichung der Konsequenzen fragwürdiger Praktiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bilanzmanipulation, die detaillierte Klassifizierung der Praktiken (legal, zweifelhaft, illegal) und deren praktische Anwendung in konkreten Unternehmensskandalen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bilanzpolitik, Windowdressing, Bilanzfälschung, Bilanzdelikte, Bilanzskandale und gesetzliche Wahlrechte.

Inwieweit unterscheiden sich Windowdressing und Bilanzfälschung?

Während Windowdressing oft als eine kurzfristige, häufig noch im rechtlichen Graubereich operierende Maßnahme zur optischen Aufbesserung verstanden wird, stellt die Bilanzfälschung ein bewusst rechtswidriges Handeln dar, das zu direkten Sanktionen führt.

Welche Rolle spielt die WorldCom-Pleite in der Analyse?

WorldCom dient als prominentes Praxisbeispiel für massive, illegale Bilanzmanipulationen, die durch die Aktivierung von Betriebsausgaben als Investitionen erzielt wurden und schließlich zum wirtschaftlichen Untergang des Konzerns führten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Legale, zweifelhafte und illegale Bilanzierungspraktiken
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Note
1,3
Autor
Guido Martins Kück (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V268132
ISBN (eBook)
9783656587064
ISBN (Buch)
9783656587033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanzpolitik Window Dressing Bilanzierungspraktiken Bilanzdelikte Bilanzfälschung Bilanzskandal Jahresabschluss Rechnungswesen Bilanzverschleierung legale Bilanzierungspraktiken illegale Bilanzierungspraktiken Bilanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Guido Martins Kück (Autor:in), 2013, Legale, zweifelhafte und illegale Bilanzierungspraktiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268132
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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