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Begriffsstudie zu Karl Jaspers "Einführung in die Philosophie"

Titel: Begriffsstudie zu Karl Jaspers "Einführung in die Philosophie"

Essay , 2013 , 8 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Maria Meschkat (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Ewigkeiten befasst sich die Menschheit mit der Beantwortung der Frage nachdem Sein. Wie begründet sich das Entstehen, das Sein und das wieder Vergehen? Wenn etwas entsteht, war dann davor nichts? Und wenn etwas vergeht, wo bleibt es dann? Oder wird aus etwas existierendem schlussendlich Nichts? Lassen sich diese offensichtlich vorherrschenden Prozesse überhaupt erfassen oder sind sie gar sichtbar?

Viele helle Köpfe haben sich mit diesen Gedanken befasst und sie zu beantworten versucht. Einer von ihnen ist Karl Jaspers. In seinem Buch „Einführung in die Philosophie“ erörterte er „den Sinn eigentlich[en] philosophischen Denkens“ und sieht in der Frage „Was ist?“ gleichfalls den Beginn der Philosophie überhaupt. Im Folgenden befasse ich mich damit wie Jaspers das Sein zu erklären versucht und inwiefern die Forderung nach ethischen Glaubenssätzen befriedigt werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ursprung der Philosophie und das Sein

3. Die Subjekt-Objekt-Spaltung und das Umgreifende

4. Die ethische Forderung der philosophischen Glaubenssätze

5. Aufklärung und Glaube im Kontext der Transzendenz

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht Karl Jaspers' Konzeption der Subjekt-Objekt-Spaltung, den damit verbundenen Begriff des Ganzheitlichen sowie die Frage, wie die Forderung nach ethischen Glaubenssätzen innerhalb seiner Philosophie legitimiert und verstanden werden kann.

  • Die Grundfrage der Philosophie nach dem Sein
  • Die Problematik der Subjekt-Objekt-Spaltung
  • Das Konzept des Umgreifenden
  • Die Bedeutung und Begründung der fünf philosophischen Glaubenssätze
  • Das Spannungsfeld zwischen Aufklärung, Verstand und Glauben

Auszug aus dem Buch

Die Subjekt-Objekt-Spaltung und das Umgreifende

Hier greift Jaspers Gedanke von der Subjekt-Objekt-Spaltung ein. Das Sein wird zum Ganzheitlichen, da es weder Subjekt noch Objekt sein kann. Es umgreift alles. Es ist das „Umgreifende“, das selbst weder das eine (Subjekt) noch das andere (Objekt) sein, aber durch beide im philosophischen Denken und Erkennen zur Erscheinung treten - „erhellt werden" – kann.

Das Umgreifende der Subjekt-Objekt-Spaltung erfasst sich im Denken und Erkennen. Es bildet die Beziehung zwischen mir und dem was ich denke. Ein Beispiel: der Baum wird mir erst durch mein Denken bewusst und je mehr Erfahrungen mir zugrunde liegen, desto klarer und heller tritt der Baum aus dem Umgreifenden an mich heran. Sowie der Baum mir Gegenstand wird, trete gleichsam ich als Subjekt aus dem Umgreifenden heraus. Die Spaltung – das Verhältnis - zwischen Baum und mir befindet sich auf der Bewusstseinsebene. Die Transzendenz in das Umgreifende erfasst alles Werdende, Seiende und Vergehende im Zusammenhang zwischen Subjekt und Objekt. Die Ausformulierung des Umgreifenden durch die Vernunft macht es zu einem harmonischen Ganzen, das sich dem Erkennen und Denken, nicht aber Gesetzmäßigkeiten unterwerfen kann.

Der Verstand als Bewusstsein überhaupt, der uns Menschen miteinander vereint und somit von Objekten unterscheidet, ist hierbei eine von drei Weisen auf der wir (die Subjekte) uns in der Subjekt-Objekt-Spaltung befinden können. Die zwei anderen seien ebenfalls genannt. Zum Einen wäre es das Dasein, das den Menschen als lebendiges und besonderes Individuum darstellt und das sich seiner Existenz in der Welt bewusst wird indem er an ihr teilhat, sie wahrnimmt und auf sie einwirkt. Der Geist letztendlich ist es der das Bewusstsein des Menschen zur totalen Wahrheit annähern lässt und so seine Existenz vor dem Hintergrund von wiederkehrenden, unabdingbaren Grenzsituationen (Tod, Leid, Zufall,..) verwirklicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die anthropologische und philosophische Fragestellung nach dem Sein ein und verortet Jaspers als zentralen Denker für die Untersuchung des philosophischen Glaubens.

2. Der Ursprung der Philosophie und das Sein: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Ursprung der Philosophie in der Antike und kritisiert den Totalitätsanspruch früherer Weltanschauungen bei dem Versuch, das Sein objektiv zu erfassen.

3. Die Subjekt-Objekt-Spaltung und das Umgreifende: Hier wird Jaspers' Kerngedanke erläutert, dass das Sein als das „Umgreifende“ jenseits der Trennung von Subjekt und Objekt liegt und durch die Modi Dasein, Bewusstsein und Geist erfahrbar wird.

4. Die ethische Forderung der philosophischen Glaubenssätze: Das Kapitel widmet sich den fünf Glaubenssätzen nach Jaspers, betont deren Unbeweisbarkeit und ordnet sie als Appell zur Selbstvergewisserung in der Transzendenz ein.

5. Aufklärung und Glaube im Kontext der Transzendenz: Die Abschlussbetrachtung differenziert zwischen falscher und wahrer Aufklärung und zeigt auf, wie echter Glaube durch die Öffnung gegenüber Deutungen und die Transzendenz in das Umgreifende den Verstand ergänzt.

Schlüsselwörter

Karl Jaspers, Einführung in die Philosophie, Sein, Subjekt-Objekt-Spaltung, Umgreifendes, Philosophischer Glaube, Ganzheitliches, Transzendenz, Dasein, Bewusstsein, Geist, Aufklärung, Wahrheit, Grenzsituationen, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht zentrale Aspekte der Philosophie von Karl Jaspers, insbesondere seine Theorie über das Sein und die Rolle philosophischer Glaubenssätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Erkenntnistheorie der Subjekt-Objekt-Spaltung, das Konzept des Umgreifenden sowie die ethische Dimension des Glaubens innerhalb der Existenzphilosophie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erläutern, wie Jaspers das Sein definiert und inwiefern seine „Glaubenssätze“ keine objektiven Wahrheiten, sondern Hilfen zur existentiellen Selbstvergewisserung darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und Exegese von Jaspers' Werk „Einführung in die Philosophie“ unter Berücksichtigung systematischer Zusammenhänge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Unmöglichkeit, das Sein objektiv zu denken, führt das Konzept des „Umgreifenden“ ein und diskutiert die Bedeutung von Vernunft und Aufklärung für den Glauben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Umgreifende, Subjekt-Objekt-Spaltung, Transzendenz, philosophischer Glaube und Existenz.

Warum lehnt Jaspers Beweise für seine Glaubenssätze ab?

Weil sie nach Jaspers keine objektiven Tatsachen sind, die man beweisen kann, sondern „erhellende“ Appelle an das eigene Selbst darstellen.

Wie unterscheidet Jaspers zwischen falscher und wahrer Aufklärung?

Die falsche Aufklärung begrenzt sich auf rein verstandesmäßige und beweisbare Zusammenhänge, während die wahre Aufklärung den Glauben integriert und die Transzendenz als notwendige Dimension erkennt.

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Details

Titel
Begriffsstudie zu Karl Jaspers "Einführung in die Philosophie"
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Philosophiegeschichte)
Veranstaltung
Proseminar
Note
2,3
Autor
Maria Meschkat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
8
Katalognummer
V268158
ISBN (eBook)
9783656880875
ISBN (Buch)
9783656880882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karl Jaspers Philosophie Ganzheitlich Subjekt-Objekt-Spalte Geschichte Philosophiegeschichte philosophische Glaubenssätze
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Meschkat (Autor:in), 2013, Begriffsstudie zu Karl Jaspers "Einführung in die Philosophie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268158
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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