In mainstream classes, children with special educational needs are taught together with children who do not have such special needs. In a society where efficiency is considered highly important, many parents are concerned whether a mainstream class will meet their non-handicapped children’s needs as well as a regular class.
This diploma thesis will introduce an empirical study on Viennese primary school children’s mathematical performance. The results are in accordance with research findings in this regard insofar, as there is no significant difference between the performance of non-handicapped children in mainstream classes and that of non-handicapped children in regular classes. With an equally high standard of performance, on the one hand, as well as a commitment to mainstreaming by all political parties, on the other hand, the continuity and improvement of mainstream classes in Austria is to be expected.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Problembegegnung
2. Begriffsklärung
2.1 Nicht behinderte Kinder
2.2 Behinderte Kinder
2.3 Integration
2.4 Sonderpädagogisches Zentrum
2.5 Sonderpädagogischer Förderbedarf
2.6 Integrationsklasse
2.7 Zusammenfassung der Kapitel 1 und 2
3. Forschungsstand
4. Untersuchungsdesign
4.1 Pretest
4.2 Modus der Stichprobengewinnung
4.2.1 Auswahl der Schulklassen
4.2.2 Stichprobe und Population
4.3 Zeitraum der Datenerhebung
4.4 Aufbau des Tests
4.5 Die Test-Items
4.5.1 Soziografische Daten
4.5.2 Items zur Leistungsfeststellung, abhängige Variablen
4.6 Durchführung der Testung
4.7 Auswertung
4.8 Wissenschaftliche Gütekriterien
4.8.1 Objektivität
4.8.2 Reliabilität
4.8.3 Validität
5. Statistische Auswertung
5.1 Beschreibung des Datenmaterials
5.2 Soziogene Daten
5.2.1 Verteilung der Geschlechter
5.2.2 Muttersprache der Probandinnen und Probanden
5.3 Test-Items
5.4 Itemschwierigkeiten
5.5 Dimensionen der Test-Beispiele (Datenreduktion)
5.6 Untersuchung der Arbeitshypothesen
5.6.1 Unterschiede zwischen Regel- und Integrationsklassen
5.6.2 Unterschiede zwischen den Geschlechtern
5.6.3 Unterschiede zwischen den Kindern hinsichtlich der Muttersprache
5.7 Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse
6. Resümee und Diskussion der Ergebnisse
6.1 Relevanz der Forschungsfrage
6.2 Ausblick
6.2.1 Die Meinung der Österreichischen Volkspartei
6.2.2 Die Meinung der Freiheitlichen Partei Österreichs
6.2.3 Die Meinung der Grünen
6.2.4 Die Meinung der Sozialdemokratischen Partei Österreichs
6.2.5 Konklusion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht empirisch, ob sich die mathematischen Leistungen von nicht behinderten Kindern in Wiener Integrationsklassen signifikant von denen gleichaltriger Kinder in Regelklassen unterscheiden. Ziel ist es, den weit verbreiteten Vorwurf zu prüfen, dass die Integration behinderter Kinder zu einer Leistungsdeprivation bei nicht behinderten Mitschülern führt.
- Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in das Regelschulwesen.
- Vergleichende Analyse der mathematischen Schulleistungen zwischen Regel- und Integrationsklassen.
- Überprüfung von Hypothesen zur Leistungsentwicklung in heterogenen Lerngruppen.
- Rolle der pädagogischen Rahmenbedingungen und der Lehrereffekte in der Integrationspädagogik.
- Diskussion bildungspolitischer Standpunkte zur Zukunft der Integration in Österreich.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung und Problembegegnung
In Österreich haben Kinder mit Behinderungen ein verbrieftes Recht auf schulische Integration. Dieses Recht de facto umzusetzen bedarf es einer bestimmten Anzahl von nicht behinderten Kindern, deren Eltern einer Integration zustimmen. Freiwilligkeit ist von beiden Seiten gefordert und auch sinnvoll.
Im Rahmen meiner 25-jährigen Tätigkeit als Volksschullehrerin in Wien begegnet mir jedoch oft das Problem, dass Eltern nicht behinderter Kinder sich weigern, ihre Söhne und Töchter in Integrationsklassen einschulen zu lassen. Der weit verbreitete Hauptvorwurf lautet, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf würden durch ihr intensives Beanspruchen pädagogischer Obsorge den Lernfortschritt auch der nicht behinderten Mitschülerinnen und Mitschüler bremsen und damit das Leistungsniveau der gesamten Klasse drücken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Problembegegnung: Einführung in die Thematik der schulischen Integration in Österreich und Darstellung des Vorwurfs der möglichen Leistungsverschlechterung durch Integration.
2 Begriffsklärung: Definition zentraler Begriffe wie Integration, Behinderung, Integrationsklasse und Sonderpädagogisches Zentrum, um eine wissenschaftliche Basis zu schaffen.
3 Forschungsstand: Überblick über existierende empirische Studien zur schulischen Integration im deutschsprachigen Raum und deren Ergebnisse zur Leistungsentwicklung.
4 Untersuchungsdesign: Detaillierte Beschreibung der angewandten Testmethodik, der Stichprobengewinnung in Wiener Schulen sowie der statistischen Gütekriterien.
5 Statistische Auswertung: Darstellung und Analyse der erhobenen Daten, inklusive der Überprüfung der Arbeitshypothesen mittels inferenzstatistischer Verfahren.
6 Resümee und Diskussion der Ergebnisse: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf die politische Zukunft der Integration in Österreich.
Schlüsselwörter
Schulische Integration, Integrationsklasse, Regelklasse, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Mathematische Leistung, Empirische Untersuchung, Wien, Volksschule, Bildungsforschung, Leistungshypothese, Inklusion, Sonderpädagogik, Schülerleistungen, Testverfahren, Bildungspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelschulen Auswirkungen auf die mathematischen Leistungen der nicht behinderten Mitschüler hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die schulische Integration in Österreich, die empirische Messung mathematischer Lernleistungen in heterogenen Gruppen und der Vergleich zwischen Integrations- und Regelklassen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, zu überprüfen, ob der Vorwurf, dass durch Integration die Leistung der nicht behinderten Kinder sinkt, empirisch haltbar ist oder ob dieser als Vorurteil widerlegt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt einen schriftlichen Gruppentest (basierend auf modifizierten standardisierten Tests wie AST 2 und AST 3) an 441 Schülern, um mathematische Kompetenzen zu erheben, und wertet diese statistisch mit Programmen wie SPSS aus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes, die detaillierte Beschreibung des Untersuchungsdesigns sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schulische Integration, Integrationsklasse, sonderpädagogischer Förderbedarf, mathematische Leistung, empirische Leistungsvergleiche und Bildungspolitik in Österreich.
Gibt es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern bei den Ergebnissen?
Ja, die Auswertung ergab in einigen Dimensionen signifikante Unterschiede, wobei Knaben in den gemessenen mathematischen Fähigkeiten insgesamt tendenziell bessere Ergebnisse erzielten als Mädchen.
Welche Rolle spielt die Muttersprache für die Leistungen?
Die Studie konnte keine signifikanten Mittelwertunterschiede feststellen, die darauf hindeuten würden, dass die Muttersprache einen entscheidenden Einfluss auf die untersuchten mathematischen Testergebnisse hat.
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- Edda Böhm (Author), 2003, Schulleistungen in heterogenen Gruppen - Eine empirische Studie über Integrationsklassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26822