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Der Ur-Rhein in Rheinhessen

Title: Der Ur-Rhein in Rheinhessen

Textbook , 2014 , 211 Pages

Autor:in: Ernst Probst (Author)

Geography / Earth Science - Geology, Mineralogy, Soil Science
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Summary Excerpt Details

Der Rhein war vor etwa zehn Millionen Jahren noch ein kleines Flüsschen. Er erreichte nur eine Länge von schätzungsweise 400 Kilometern statt 1324 Kilometern wie heute. Ursprünglich floss er nicht durch die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Stattdessen bahnte er sich ab etwa Worms – streckenweise mehr als 20 Kilometer vom jetzigen Rheinbett entfernt – seinen Weg durch Rheinhessen. Im Raum Eppelsheim unweit von Alzey hatte er nur eine Breite von ungefähr 45 bis 60 Metern. Heute ist er bis zu 400 Meter breit.
Über diesen frühen Fluss informiert das Taschenbuch „Der Ur-Rhein in Rheinhessen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Gewidmet ist es dem Paläontologen Dr. Jens Lorenz Franzen in Titisee-Neustadt, Altbürgermeister Heiner Roos in Eppelsheim und der Bürgermeisterin Ute Klenk-Kaufmann in Eppelsheim, die sich – jeder auf seine Weise – um die Erforschung der Tierwelt am Ur-Rhein und um den Aufbau des „Dinotherium-Museums“ in Eppelsheim verdient gemacht haben.
Am Ur-Rhein existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Funde bei Eppelsheim, am Wissberg bei Gau-Weinheim und bei Dorn-Dürkheim weiß. In der Gegend von Eppelsheim etwa lebten Rüsseltiere, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Tapire, Nashörner, krallenfüßige Huftiere, Ur-Pferde und sogar Menschenaffen. Eppelsheim genießt weltweit in der Wissenschaft einen guten Ruf. Zusammen mit dem Pariser Montmartre gehört der kleine Ort südlich von Alzey zu jenen großartigen Fossillagerstätten, mit denen die Erforschung ausgestorbener Säugetiere in Europa begonnen hat.
Zum Gelingen dieses Taschenbuches haben Altbürgermeister Heiner Roos, Bürgermeisterin Ute Klenk-Kaufmann, der Förderverein Dinotherium-Museum Eppelsheim, die Gemeinde
Eppelsheim, Dr. Jens Lorenz Franzen, Dr. Jens Sommer, Dr. Gerhard Storch, Dr. Frank Holzförster, Professor Dr. Wolfgang Schirmer, Dr. Winfried Kuhn, Dr. Ursula Bettina Göhlich, Mag. Thomas Bence Viola, Dr. Oliver Sandrock, Dr. Thomas Keller und Thomas Engel beigetragen.
Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein in Rheinhessen“ enthält ein Gemälde und zahlreiche Zeichnungen von Tieren aus den Dinotheriensanden bei Eppelsheim in Rheinhessen. Diese Bilder wurden im Auftrag der Gemeinde Eppelsheim und des Fördervereins Dinotherium-Museum Eppelsheim von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag angefertigt und mit freundlicher Genehmigung im vorliegenden Taschenbuch veröffentlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Der Rhein in einem anderen Bett

Dank

Die Anfänge des Rheins

Mainz und Wiesbaden lagen nicht am Ur-Rhein

Die Entdeckung des „Schreckenstieres“

Ein Paradies für Rüsseltiere

Das Huftier mit Krallenfüßen

Die Bärenhunde oder Hundebären

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen am Ur-Rhein

Umstrittene Menschenaffen

Die Tierwelt am Ur-Rhein vor zehn Millionen Jahren

Was man bisher nicht gefunden hat

Daten und Fakten

Fundorte am Ur-Rhein und dort entdeckte Tierarten

Der Autor

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Buches ist es, die geologische Geschichte und die faszinierende, längst ausgestorbene Tierwelt des Ur-Rheins in der Region Rheinhessen vor etwa zehn Millionen Jahren wissenschaftlich fundiert und allgemeinverständlich darzustellen.

  • Geologische Entstehung des Ur-Rhein-Verlaufs in Rheinhessen
  • Dokumentation der fossilen Tierwelt, insbesondere der Rüsseltiere und Raubtiere
  • Die Entdeckungsgeschichte des "Schreckenstieres" (Deinotherium giganteum)
  • Diskussion über Fundorte wie Eppelsheim und Dorn-Dürkheim
  • Einordnung paläontologischer Funde und deren wissenschaftliche Bedeutung

Auszug aus dem Buch

Die Entdeckung des „Schreckenstieres“

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab der Boden des kleinen rheinhessischen Dorfes Eppelsheim viele Überreste von zumeist großen ausgestorbenen Tieren preis, die sehr zum Verständnis der Entwicklungsgeschichte der Säugetiere beigetragen haben. Besonders abenteuerlich hört sich die Entdeckung des so genannten „Schreckenstieres“ an, um dessen Erforschung sich der Inspektor des „Großherzoglichen Naturalien-Cabinets“ in Darmstadt, Johann Jakob Kaup (1803–1873), verdient gemacht hat.

Die Entdeckungsgeschichte des „Schreckenstieres“ wurde 1982 von dem damals in Darmstadt und später in Bonn arbeitenden Paläontologen Wighart von Koenigswald in einem Sonderheft der „Alzeyer Geschichtsblätter“ ausführlich und eindrucksvoll geschildert. Sein lesenswerter Beitrag trug den Titel „Das Dinotherium von Eppelsheim“.

Heute ist nicht mehr zu ermitteln, wann in den Sandgruben im Gewann „Jörgenbauer“ bei Eppelsheim die ersten fossilen Knochen und Zähne zum Vorschein kamen. Beim Abbau von Sand, den man für Bauarbeiten benötigte, wurden zwar immer wieder Tierreste entdeckt, aber in der Anfangszeit achtlos weggeworfen. Erst ab 1817 hat man Urzeitfunde aus Eppelsheim nach Darmstadt gebracht. Vermutlich geschah dies, weil der Direktor des „Großherzoglichen Naturalien-Cabinets“, Ernst Schleiermacher (1755–1844), dafür Prämien ausgesetzt hatte. An der Sucharbeit beteiligte sich auch der Mitarbeiter dieses Museums, Johann Jakob Kaup.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Anfänge des Rheins: Das Kapitel erläutert die geologische Entstehung des Rheins durch Plattentektonik und die Bildung des Oberrheingrabens.

Mainz und Wiesbaden lagen nicht am Ur-Rhein: Hier wird der historische, von heute abweichende Verlauf des Ur-Rheins durch Rheinhessen beschrieben.

Die Entdeckung des „Schreckenstieres“: Dieses Kapitel widmet sich der abenteuerlichen Auffindung und wissenschaftlichen Erstbeschreibung des Rüsseltieres Deinotherium.

Ein Paradies für Rüsseltiere: Eine detaillierte Übersicht über die verschiedenen Rüsseltiergruppen, die einst in der Region lebten.

Das Huftier mit Krallenfüßen: Hier wird das ungewöhnliche Chalicotherium goldfussi vorgestellt, dessen systematische Einordnung lange Zeit rätselhaft war.

Die Bärenhunde oder Hundebären: Eine Untersuchung der ausgestorbenen Raubtierfamilie der Amphicyonidae.

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen am Ur-Rhein: Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Arten räuberischer Katzenartigen, ihre Jagdmethoden und Funde.

Umstrittene Menschenaffen: Eine Diskussion über die Bedeutung der Menschenaffenfunde aus Eppelsheim und deren Einordnung in die Stammesgeschichte.

Die Tierwelt am Ur-Rhein vor zehn Millionen Jahren: Eine Zusammenfassung der Fauna und des Ökosystems im Obermiozän.

Was man bisher nicht gefunden hat: Dieses Kapitel beleuchtet das Fehlen bestimmter Tiergruppen im Fundgut und diskutiert die Erhaltungsbedingungen.

Daten und Fakten: Eine chronologische Auflistung wichtiger historischer Funde und paläontologischer Meilensteine.

Fundorte am Ur-Rhein und dort entdeckte Tierarten: Ein systematisches Verzeichnis der Fundstellen und der jeweils nachgewiesenen Arten.

Schlüsselwörter

Ur-Rhein, Rheinhessen, Eppelsheim, Paläontologie, Deinotherium, Säbelzahnkatze, Menschenaffen, Miozän, Fossillagerstätten, Dinotheriensande, Johann Jakob Kaup, Wirbeltierpaläontologie, Chalicotherium, Bärenhunde, Erdgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch befasst sich mit der geologischen Geschichte des Ur-Rheins und der außergewöhnlichen, ausgestorbenen Tierwelt, die vor etwa zehn Millionen Jahren im heutigen Rheinhessen, insbesondere bei Eppelsheim, lebte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Rekonstruktion des Ur-Rhein-Verlaufs, die Vorstellung bedeutender fossiler Funde (wie Rüsseltiere, Raubkatzen und Menschenaffen) sowie die Forschungsgeschichte dieser Fundstätte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die fossile Fauna des Obermiozäns in Rheinhessen und die Bedeutung der dortigen Grabungen für die Paläontologie.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Das Buch stützt sich auf paläontologische Analysen, geologische Datierungen, Fundberichte und die Auswertung historischer sowie moderner Grabungsunterlagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel zu spezifischen Tiergruppen wie Rüsseltieren, Säbelzahnkatzen, Bärenhunden und Menschenaffen sowie geologischen Entwicklungen der Region.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ur-Rhein, Rheinhessen, Eppelsheim, Deinotherium, Paläontologie und fossile Tierwelt charakterisiert.

Wer war Johann Jakob Kaup?

Johann Jakob Kaup war ein bedeutender Darmstädter Paläontologe des 19. Jahrhunderts, dessen Arbeit maßgeblich zur Entdeckung und Erforschung der fossilen Schätze von Eppelsheim beitrug.

Warum ist Eppelsheim weltweit bekannt?

Eppelsheim ist ein weltweit bedeutender Fundort, da hier im 19. Jahrhundert erstmals das "Schreckenstier" (Deinotherium giganteum) sowie einer der ersten fossilen Menschenaffen entdeckt wurden.

Welche Rolle spielt die Fundstelle Dorn-Dürkheim?

Dorn-Dürkheim dient als wichtige Vergleichsfundstelle, die eine enorme Artenvielfalt aus einer etwas jüngeren Periode (Turolium) dokumentiert und Hinweise auf die Verlagerung des Rheins nach Osten liefert.

Wie unterscheidet sich der Ur-Rhein vom heutigen Rhein?

Vor zehn Millionen Jahren war der Ur-Rhein ein deutlich kürzeres Flüsschen ohne alpine Zuflüsse, das einen völlig anderen Lauf durch das rheinhessische Hinterland nahm und nicht durch das heutige Mainzer Becken floss.

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Details

Title
Der Ur-Rhein in Rheinhessen
Author
Ernst Probst (Author)
Publication Year
2014
Pages
211
Catalog Number
V268288
ISBN (eBook)
9783656584032
ISBN (Book)
9783656584230
Language
German
Tags
Rhein Urrhein Ur-Rhein Rheinhessen Ernst Probst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ernst Probst (Author), 2014, Der Ur-Rhein in Rheinhessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268288
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