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Zu Boffs Werk "Kleine Sakramentenlehre"

Inhalt – Aufbau – Rezension

Titel: Zu Boffs Werk "Kleine Sakramentenlehre"

Rezension / Literaturbericht , 2014 , 20 Seiten

Autor:in: Elisabeth Esch (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit Leonardo Boffs Werk Kleine Sakramentenlehre. Sie wurde angefertigt für eine mündliche Staatsexamensprüfung, in der sich mit einer Monographie in einem kritischen Blick beschäftigt werden muss.
Eingangs handelt es sich um eine Nacherzählung, die seinen Gedankengang wiederspiegelt. Es wird sich an die Reihenfolge seines Buches gehalten, wobei manche Kapitel sinnhaft zusammengefasst und die Thesen seines letzten Kapitels zu den jeweiligen Stellen hinzugezogen werden.
Daraufhin wird auf der Autor vorgestellt und sein Werk kritisch reflektiert.
Zum Schluss wird nur kurz dargestellt, was laut Lexikonartikeln ein Sakrament ist, da Boff dazu ausführlich Stellung nimmt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Eingangstor zum Gebäude der Sakramente

2.2. Gegenstände als Sakramente

2.3. Lebensgeschichten als Sakramente

2.4. Personen als Sakramente

2.5. Das Sakrament des Hauses

2.6. Die sieben Sakramente

2.7. Ex opere operato und non ponentibus obicem

2.8. Sacramentum

2.9. Dia-bolisches und Sym-bolisches im Universum des Sakraments

3. Zum Autor

4. Rezension

5. Was sind Sakramente?

6. Literatur:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Leonardo Boffs Werk „Kleine Sakramentenlehre“ im Rahmen einer kritischen Monographie-Betrachtung inhaltlich nachzuerzählen, einzuordnen und zu reflektieren, um ein tieferes Verständnis für die sakramentale Struktur der Alltagswelt zu entwickeln.

  • Die sakramentale Bedeutung alltäglicher Gegenstände und Lebensgeschichten.
  • Die christologische Grundlegung der Sakramente als „Ur-Sakrament“.
  • Die kritische Reflexion über die sieben Sakramente der katholischen Kirche.
  • Die Wechselbeziehung zwischen Glaube, Konversion und sakramentaler Feier.
  • Die Unterscheidung zwischen symbolischen und diabolischen Momenten im sakramentalen Handeln.

Auszug aus dem Buch

2.2. Gegenstände als Sakramente

Ein Aluminiumbecher kann zu einem Symbol werden, indem er schon lange im Familienbesitz ist und somit keinem anderen Becher gleicht, da schon viele von ihm getrunken haben, die für die Familie von Bedeutung sind. Wenn das Wasser im Becher innerhalb der familiären Geborgenheit getrunken wird, schmeckt es anders und besser. Jeder, der von ihm getrunken hat, hat seine eigene Geschichte erzählt. Der Becher wurde unter den Familienmitgliedern weitergereicht und somit hat der Becher eine eigene Geschichte bekommen, womit er „beginnt zu sprechen“ (SL,26). Dem Becher wird ein subjektiver Wert verliehen und wird so zu einem Zeichen, „das mich auf etwas hinweist (e-vocar), mich herausfordert (pro-vocar) und zusammen mit anderen Menschen für Situationen, Erinnerungen und Sinngehalte zusammenruft (con-vocar), das die Sache konkretisiert und darstellt“ (SL,27).

Auch ein aufbewahrter Zigarettenstummel kann zu einem Sakrament werden, wenn eine Bedeutung bekommt, indem es beispielsweise die letzte Zigarette darstellt, die ein Mensch geraucht hat, womit die Erinnerung an ihn weiterlebt. Infolgedessen erzählt der Zigarettenstummel von der Eigenart des Gestorbenen, da er seine Vorliebe repräsentiert, und bekommt besonderen Wert für die Hinterbliebenen. Der Stummel wird von einem Objekt zu einem Subjekt und ist keine einfache Sache mehr. Es „lebt, spricht vom Leben und begleitet […] [das] Leben“ (SL,31), wie ein Sakrament. „Wenn eine weltliche Wirklichkeit […] an eine andere, von ihr verschiedene Größe erinnert, übernimmt sie eine sakramentale Funktion“ (SL,31).

Ein Brot ist ein Sakrament, wenn es beispielsweise die rituelle Funktion hat, nicht nur zu sättigen, sondern die Familie an einen Tisch zu führen. Das besondere „sakramentale Brot“ (SL,36) unterscheidet sich von anderen Broten, da mit ihm individuelle Erfahrungen verknüpft sind und es jeweils anderen Sinn erhält. Das wegen seiner Beschaffenheit aus verschiedenen Zutaten immanente Brot wird zu etwas Transzendentem, dadurch dass es „trans-parent für eine trans-zendente Wirklichkeit“ (SL,39) wird und alle Erfahrungen, die hinter diesem Brot stecken, durchlässig werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Aufbau der Ausarbeitung, die sich primär als kritische Nacherzählung und Reflexion von Boffs Werk für eine Prüfungssituation versteht.

2.1. Eingangstor zum Gebäude der Sakramente: Dieses Kapitel führt in Boffs Verständnis der Welt als ein Geflecht aus Zeichen ein, bei dem der Mensch durch einen „unsichtbaren Geist“ die sakramentalen Dimensionen der Wirklichkeit wahrnehmen kann.

2.2. Gegenstände als Sakramente: Anhand von Alltagsgegenständen zeigt Boff auf, wie materielle Objekte durch individuelle Geschichte und subjektive Wertschöpfung eine sakramentale Funktion annehmen können.

2.3. Lebensgeschichten als Sakramente: Das Kapitel verdeutlicht, dass Vergangenheit und biografische Erfahrungen durch den Glauben als „Sakrament der Gegenwart“ interpretiert werden können.

2.4. Personen als Sakramente: Hier wird dargelegt, wie Menschen als Symbole für Grundwerte fungieren und insbesondere Jesus Christus als zentrales „Quell-Sakrament“ die menschliche Erfahrung mit göttlicher Wirklichkeit verbindet.

2.5. Das Sakrament des Hauses: Das Haus und die Kirche werden als Orte beschrieben, die durch ihre sakramentale Ausrichtung das menschliche Leben in eine umfassende Heilsgemeinschaft einbinden.

2.6. Die sieben Sakramente: Das Kapitel analysiert die sieben Sakramente der katholischen Kirche als „existenziellen Knotenpunkte“, an denen sich das göttliche Handeln mit den Lebensphasen des Menschen berührt.

2.7. Ex opere operato und non ponentibus obicem: Es wird die theologische Wirkweise der Sakramente erläutert, wobei betont wird, dass Gnade zwar objektiv im Ritus gegeben ist, aber die innere Öffnung des Menschen voraussetzt.

2.8. Sacramentum: Dieser Abschnitt beleuchtet die etymologische Herkunft des Begriffs als „heilige Verpflichtung“ zur Umkehr und zum Engagement im christlichen Leben.

2.9. Dia-bolisches und Sym-bolisches im Universum des Sakraments: Abschließend wird die Gefahr des „Sakramentalismus“ thematisiert, bei dem der Glaube und die notwendige Umkehr zugunsten eines rein äußerlichen Vollzugs vernachlässigt werden.

3. Zum Autor: Kurzer biografischer Abriss über das Leben und Wirken des Befreiungstheologen Leonardo Boff.

4. Rezension: Eine kritische Würdigung des Buches, die Boffs anschauliche, narrative Sprache und seinen lebensnahen Ansatz hervorhebt.

5. Was sind Sakramente?: Eine definitorische Zusammenfassung, die den Begriff in theologischer und historischer Perspektive verortet.

6. Literatur:: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Leonardo Boff, Sakramentenlehre, Sakramentalität, Immanenz, Transzendenz, Transparenz, Ex opere operato, Heilsgeschichte, Symbolik, Glaube, Befreiungstheologie, Liturgie, Christologie, Kirche, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Nacherzählung und kritische Reflexion von Leonardo Boffs „Kleiner Sakramentenlehre“, um zu verstehen, wie Alltag, Leben und Glaube in einen sakramentalen Zusammenhang gebracht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die sakramentale Qualität von Alltagsobjekten, die Bedeutung von Lebensgeschichten als „Sakrament der Gegenwart“ sowie die theologische Einordnung der sieben Sakramente innerhalb der Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser einen roten Faden durch Boffs Werk zu bieten und aufzuzeigen, wie der „sakramentale Blick“ Gott auch in profanen Dingen und alltäglichen Erfahrungen erfahrbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Verfasserin nutzt eine strukturierte Nacherzählung entlang der Kapitelreihenfolge von Boffs Buch, ergänzt durch eine kritische Einordnung und Reflexion der theologischen Kernaussagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die Begriffe wie „Immanenz“, „Transzendenz“ und „Transparenz“ erläutern sowie die sakramentale Funktion von Personen, Gegenständen und religiösen Riten untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sakramentalität, Transzendenz, Heilsgeschichte, Ex opere operato, Glaube und Befreiungstheologie.

Was versteht Boff unter dem „diabolischen“ Moment im Sakrament?

Als „diabolisch“ wird eine Form der Sakramentenfeier bezeichnet, die rein formal erfolgt, ohne dass eine echte Umkehr oder ein gelebter Glaube stattfindet, wodurch der Mensch letztlich von der wahren Verbindung zu Gott getrennt wird.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem „Symbolischen“ und dem „Diabolischen“ für Boff so wichtig?

Sie unterstreicht, dass Sakramente keine magischen Handlungen sind, die „aus sich selbst“ wirken, sondern ein Engagement und eine innere Offenheit des Menschen erfordern, um als echte Begegnung mit der göttlichen Gnade zu fungieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu Boffs Werk "Kleine Sakramentenlehre"
Untertitel
Inhalt – Aufbau – Rezension
Hochschule
Universität zu Köln
Autor
Elisabeth Esch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V268426
ISBN (eBook)
9783656594208
ISBN (Buch)
9783656594154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Boff Sakramentenlehre Sakrament Sieben Sakramente
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Esch (Autor:in), 2014, Zu Boffs Werk "Kleine Sakramentenlehre", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268426
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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