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Zur sowjetischen Sprachpolitik Am Beispiel des Georgischen

Title: Zur sowjetischen Sprachpolitik Am Beispiel des Georgischen

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Die vorliegende Seminararbeit hat sich zum Ziel gesetzt, einen Einblick in die Tendenzen der Sprachpolitik in der Sowjetunion in chronologischer Reihenfolge zu verschaffen. Der Fokus der Arbeit liegt themenbezogen auf der Sprachpolitik der ehemaligen Sowjetunion, das politische Zentrum des Ostblocks, der von 1921 bis 1991 existierte. Es wird versucht die Frage zu beantworten, ob und in welcher Weise die Sprachpolitik Russlands Auswirkungen auf die georgische Sprache hatte, wen sie betrifft und wer die Hauptspieler der Sprachpolitik sind. Im ersten Abschnitt wird zunächst auf die Frage eingegangen, was Sprachpolitik ist, worauf sie abzielt und welche Vorgehensweise die Sowjetunion anwandte. Daraufhin ist es unerlässlich, auf die Sprachpolitik Russlands in sowjetischer Zeit einzugehen, ohne das Verbot der ukrainischen Sprache und die Verfolgung des Esperanto im zaristischen Russland zu erläutern. Im Anschluss wird die „Russifizierung“ der Völker in Georgien durch Festigung der russischen Sprache behandelt. Der letzte Abschnitt fasst die Ergebnisse zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zur Sprachpolitik

3. Sprachpolitik der Sowjetunion

3.1. Das zaristische Russland - Verfolgung des Esperanto

3.2. 14. April 1978

3.3. Auswirkungen auf die georgische Sprache

3.4. Das Eigene und das Fremde

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit analysiert chronologisch die Tendenzen der sowjetischen Sprachpolitik und untersucht dabei insbesondere deren Auswirkungen auf die georgische Sprache unter Berücksichtigung historischer und politischer Einflussfaktoren.

  • Grundlagen der Sprach- und Sprachenpolitik
  • Die Rolle der russischen Sprache in der Sowjetunion
  • Der 14. April 1978 und der Status des Georgischen
  • Einfluss der Sprachpolitik auf die kulturelle Identität
  • Sprachkolonialismus und Reaktionen der Bevölkerung

Auszug aus dem Buch

Auswirkungen auf die georgische Sprache

Georgisch und Russisch haben sich historisch eigenständig entwickelt. Das Georgische ist eine Sprache der kartwelischen Sprachfamilie, die lediglich aus drei Sprachen besteht: Georgisch, Swanisch und Mengrelisch-Lasisch. Georgisch ist die einzige Literatur- und Schriftsprache innerhalb dieser Sprachfamilie. Die kartwelische Sprachfamilie wiederum gehört zu der kaukasischen Sprachfamilie. Russisch ist neben Ukrainisch und Weißrussisch eine ostslawische Sprache und gehört zu der großen indoeuropäischen Sprachfamilie. Dieser Fakt, dass die zwei Sprachen Russisch und Georgisch nicht miteinander verwandt sind, hat eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der georgischen Sprache gespielt.

In Georgien herrscht territoriale Mehrsprachigkeit. Die georgische Gesellschaft setzt sich aus vielen Sprachgruppen zusammen. Trotz vieler äußerer Einflüsse wurde das Spracherbe im Verlauf der historischen Entwicklung über Jahrhunderte aufrechterhalten. Dennoch haben sich durch das Verbreiten der russischen Sprache Veränderungen in der georgischen Gesellschaft bemerkbar gemacht, vor allem in der Kultur des Sprachgebrauchs. Jede Kultur hat eigene Besonderheiten und Orientierungen, die das Denken, die Werte und das Wahrnehmen der Gesellschaft beeinflussen und deren Identität formen. Kulturelle Identitäten sind heterogen. Jede kulturelle Identität weist in sich bestimmte Gemeinsamkeiten auf, unter anderem auch die Sprache. Für Jürgen Habermas bedeutet kulturelle Identität „kollektive Identität“, also gemeinsame Identität einer Gesellschaft, die Kontinuität und Wiedererkennbarkeit sichert. Die Sprache und Kommunikationsstile gehören somit zu der kulturellen Identität. Die Verbreitung des Russischen hat dementsprechend die sprachlichen kulturellen Merkmale des Georgischen in Hinblick auf kommunikatives Verhalten beeinflusst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der sowjetischen Sprachpolitik ein und definiert das Ziel, die Auswirkungen der russischen Sprachdominanz auf das Georgische zu untersuchen.

2. Allgemeines zur Sprachpolitik: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Sprachpolitik und Sprachenpolitik und erläutert theoretische Grundlagen sowie das Territorialitätsprinzip.

3. Sprachpolitik der Sowjetunion: Der Hauptteil beleuchtet die historische Umsetzung russischer Sprachdominanz, inklusive des zaristischen Erbes und der Verfolgung des Esperanto.

3.1. Das zaristische Russland - Verfolgung des Esperanto: Es wird die Unterdrückung des Ukrainischen sowie die politische Verfolgung der künstlichen Sprache Esperanto im zaristischen Russland dargelegt.

3.2. 14. April 1978: Dieses Kapitel analysiert die Proteste gegen den geplanten Entzug des Status des Georgischen als Amtssprache und die daraus resultierenden politischen Folgen.

3.3. Auswirkungen auf die georgische Sprache: Der Fokus liegt hier auf den strukturellen und soziolinguistischen Veränderungen des Georgischen durch den intensiven Kontakt mit dem Russischen.

3.4. Das Eigene und das Fremde: Das Kapitel thematisiert die Phase der Nationalisierung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und die Herausforderungen für ethnische Minderheiten in Georgien.

4. Fazit: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei die negative Wirkung der sowjetischen Sprachpolitik auf die georgische Identität hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Sprachpolitik, Sowjetunion, Georgisch, Russisch, Sprachkolonialismus, Territorialitätsprinzip, Sprachstandardisierung, Linguistik, Identität, Zweisprachigkeit, Mat, Nationalisierung, Kultur, Minderheiten, Sowjetzeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Tendenzen und Auswirkungen der sowjetischen Sprachpolitik unter besonderer Berücksichtigung der georgischen Sprache zwischen 1921 und 1991.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Sprachpolitik, die Rolle des Russischen als dominantes Kommunikationsmittel sowie der Widerstand gegen sprachliche Unterdrückung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Sprachpolitik Russlands die georgische Sprache beeinflusste, wer die Akteure waren und ob dies zu einer Verdrängung der Muttersprache führte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit nutzt einen chronologischen Ansatz und verknüpft historische Analysen mit soziolinguistischen Theorien, um die sprachlichen Entwicklungen in Georgien einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil behandelt die historische Sprachpolitik, inklusive Exkurse zum Ukrainischen und Esperanto, den 14. April 1978, die sprachlichen Veränderungen des Georgischen sowie die Post-Sowjetzeit.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachkolonialismus, Territorialitätsprinzip, künstliche Sprachen, ethnische Identität und die Abgrenzung von Sprach- und Sprachenpolitik.

Warum wird in der Arbeit auch das Esperanto erwähnt?

Das Esperanto dient als historisches Beispiel für eine Sprache, die im zaristischen Russland politisch verfolgt wurde, um den allgemeinen Umgang mit sprachlichen Minderheiten und alternativen Sprachmodellen zu verdeutlichen.

Welche Rolle spielte der 14. April 1978 für Georgien?

Dieser Tag markiert einen Wendepunkt, an dem massive öffentliche Proteste den Versuch Moskaus vereitelten, dem Georgischen offiziell den Status als Amtssprache zu entziehen.

Was versteht der Autor unter dem "russischen Mat"?

Der "Mat" wird als derbe russische Vulgärsprache beschrieben, die durch den Sprachkontakt in die georgische Jugendsprache und Alltagskultur Eingang fand.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Zur sowjetischen Sprachpolitik Am Beispiel des Georgischen
College
University of Heidelberg  (IDF)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V268465
ISBN (eBook)
9783656595083
Language
German
Tags
sprachpolitik beispiel georgischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Zur sowjetischen Sprachpolitik Am Beispiel des Georgischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268465
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