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Medienkunst in Osteuropa

Titel: Medienkunst in Osteuropa

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marlene Mertsch (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte mich in dieser Arbeit nicht der westlichen Medienkunst zuwenden, sondern einen Blick auf die Medienkunst aus Osteuropa werfen. Gibt es Medienkunst in Osteuropa? Wenn es sie gibt, seit wann gibt es sie? Welche Rolle spielt dabei die Öffnung des Eisernen Vorhangs Ende der 80er Jahre? Gibt es Unterschiede zwischen der Medienkunst vor und nach der Wende? Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern in Osteuropa oder ist es ein großer Block der die gleichen Meinungen und Interessen verfolgt? Welche Unterschiede bestehen zur westlichen Medienkunst und gibt es heute, knapp 25 Jahre nach der Zusammenführung von Ost- und Westeuropa, Annäherungsversuche der Medienkunstszenen oder Punkte und Anreize, die von der jeweils anderen Szene beeinflusst werden? Ich bin interessiert an den Themen, die die Medienkünstler in Osteuropa bewegt und wie sie ihr Medium gezielt
einsetzen um ihre Meinung kund zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Osteuropa im Wandel

2.1 Osteuropäische Medienkunst vor und nach der Wende

2.2 Vernetzte Medienkunst und Annäherungsversuche zwischen Ost- und Westeuropa

2.3 Das vereinte Europa und die Frage der eigenen Identität nach der Wende

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der Medienkunst in Osteuropa vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sowie deren Verhältnis zu westlichen Kunstströmungen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, ob und wie osteuropäische Medienkünstler ihre Identität in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs sowie der zunehmenden Globalisierung im Medium verarbeiten.

  • Geschichte und Struktur der osteuropäischen Medienkunst
  • Einfluss des Systemwechsels auf die Medienlandschaft und Kunstproduktion
  • Internationale Vernetzungsplattformen und ihre Rolle für den Ost-West-Austausch
  • Identitätssuche und die kritische Auseinandersetzung mit dem Medium
  • Fallbeispiele zeitgenössischer Künstlerinnen (Milica Tomic, Tanja Ostojić)

Auszug aus dem Buch

2.3 Das vereinte Europa und die Frage der eigenen Identität nach der Wende

„Auf der Videokassette des Lebens gibt es keinen Rückspulknopf, und das was wichtig ist, geschieht nur einmal.“

Auch das Unwichtige geschieht nur einmal, jedoch gibt es keine Taste, die es einem erlaubt zurück zu gehen und Fehler zu korrigieren oder zu ändern. Auch Alexei Shulgin fordert 1996 in seinem Text „Art, Power, and Communication“ die Menschen auf, aufzuhören über die Vergangenheit und die Zukunft nachzudenken und sich ganz der Gegenwart zuzuwenden. Denn durch das Vernachlässigen der Gegenwart hören die Menschen auf zu kommunizieren. Ebenso ist die Gegenwart die einzige Zeitform die man nicht greifen oder beschreiben kann und somit kann sie nicht von jemandem kontrolliert und gelenkt werden.

Mit dem Zeitalter der neuen Medien scheint es jedoch ganz selbstverständlich geworden zu sein eine Vergangenheit zu haben. Jeder Computer legt eine „History“ des Users an und speichert somit die Vergangenheit und der User kann beliebig in dieser Historie springen und seine Vergangenheit ändern. Zum anderen aber sucht man vergeblich nach Dokumenten oder Historienverläufen, die mehrere Jahre alt sind. Die Geschwindigkeit und Schnelllebigkeit der neuen Medien erlaubt es nicht etwas für längere Zeit zu speichern und das was gestern geschehen ist, ist längst vergessen und alles was nicht digitalisiert ist scheint von Grund auf als unzugänglich und veraltet. So kann sich also gar keine Chronik der Medienkunst in Osteuropa entwickelt haben, da das Medium, welches es benutzt, gar nicht darauf ausgelegt ist, sich über mehrere Jahre hinweg an etwas zu erinnern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der osteuropäischen Medienkunst, Abgrenzung zur westlichen Kunstgeschichte und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.

2. Osteuropa im Wandel: Analyse der politischen und sozialen Transformation Osteuropas nach der Wende und wie diese die Bedingungen für Medienkunst nachhaltig veränderte.

2.1 Osteuropäische Medienkunst vor und nach der Wende: Untersuchung der unterschiedlichen künstlerischen Strategien und Mediennutzung vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

2.2 Vernetzte Medienkunst und Annäherungsversuche zwischen Ost- und Westeuropa: Darstellung von Plattformen und Netzwerken wie Syndicate und SCCA, die den Ost-West-Austausch förderten.

2.3 Das vereinte Europa und die Frage der eigenen Identität nach der Wende: Auseinandersetzung mit Identitätskonstruktionen und der Rolle des Mediums in den Arbeiten von Milica Tomic und Tanja Ostojić.

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Problematik der Identitätsfindung osteuropäischer Künstler im westlich dominierten Kunstbetrieb und Forderung nach mehr Struktur.

Schlüsselwörter

Medienkunst, Osteuropa, Wende, Identität, Interaktivität, Netzwerke, Ost-West-Austausch, Internetkunst, Politische Transformation, Digitalisierung, Kunstgeschichte, Milica Tomic, Tanja Ostojić, Archivierung, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der spezifischen Situation der Medienkunst in Osteuropa im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs nach der Wende.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Medienkunst im Ostblock, der Bedeutung internationaler Netzwerke, der Identitätssuche osteuropäischer Künstler und der Rezeption dieser Kunst durch den Westen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Eigenheiten osteuropäischer Medienkunst zu ergründen und aufzuzeigen, wie Künstler diese nutzen, um Identitätsfragen im Kontext eines sich vereinigenden Europas zu verarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte mit der Untersuchung spezifischer künstlerischer Projekte und theoretischer Texte verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Transformation Osteuropas, die Entwicklung vor und nach 1989, die Rolle von Vernetzungsplattformen sowie die Analyse von Fallbeispielen zu Identitätskünstlern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Medienkunst, Osteuropa, Identität, Wende, Vernetzung und kulturelle Transformation.

Warum spielt die Archivierung in der osteuropäischen Medienkunst eine so schwierige Rolle?

Die Arbeit argumentiert, dass die Schnelllebigkeit digitaler Medien und das Fehlen stabiler institutioneller Strukturen nach der Wende die dauerhafte Dokumentation und historische Einordnung erschwert haben.

Welche Rolle spielen die Künstlerinnen Milica Tomic und Tanja Ostojić in der Untersuchung?

Sie dienen als Fallbeispiele, um die Problematik der Identitätssuche und die bewusste Zurschaustellung von Identität oder deren Ablehnung im Kontext europäischer Integration zu verdeutlichen.

Wie bewertet die Autorin die Wahrnehmung osteuropäischer Kunst im Westen?

Die Autorin kritisiert, dass der Westen osteuropäische Kunst oft nur dann beachtet, wenn sie ein gewisses „Spektakel“ bietet, und alltägliche, tiefgreifende Themen dabei häufig ausgeblendet werden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienkunst in Osteuropa
Hochschule
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig  (Institut für Medienforschung)
Veranstaltung
Medienkunst
Note
2,0
Autor
Marlene Mertsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V268582
ISBN (eBook)
9783656598114
ISBN (Buch)
9783656693765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
medienkunst osteuropa vernetzte medienkunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marlene Mertsch (Autor:in), 2013, Medienkunst in Osteuropa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268582
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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