Der Wunsch einen möglichst angenehmen, schmerzfreien Tod sterben zu dürfen führt uns zu der Thematik dieses Essays: Das Für und Wider der aktiven Sterbehilfe. Diese kann, je nach Diagnose und verbleibende Behandlungsmethode, diesem Wunsch entsprechen.
Der Begriff der Sterbehilfe muss dabei differenziert betrachtet werden: derzeit unterscheidet man zwischen: erstens, Beihilfe zur Selbsttötung, zweitens, indirekte Sterbehilfe, drittens, passive Sterbehilfe und viertens, direkte oder aktive Sterbehilfe. Die Sterbebegleitung, auch mit den Schlagwörtern Palliativmedizin und Hospizbewegung verbunden, wird differenziert betrachtet: So wird sie in der einschlägigen Literatur teilweise als fünfte Form der Sterbehilfe genannt, teilweise als Alternative zur Sterbehilfe an sich gesehen. Auf diesen Punkt soll im Schlussteil ein gegangen werden. Im Folgenden sollen Argumente untersucht werden, die für bzw. gegen die aktive Sterbehilfe sprechen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Formen der Sterbehilfe Definition..
2. Die aktuelle Rechtslage und die Situation in Europa
3. Die Debatte über aktive Sterbehilfe: Argumente
3.1 Prinzipielle Argumente
3.2 Pragmatische Argumente
3.3 Slipery Slope - Dambruchargumente.
4. Die Palliativmedizin als Alternative zur aktiven Sterbehilfe?
5. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?
Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Herbeiführung des Todes durch ein Medikament, während passive Sterbehilfe das Unterlassen oder Abbrechen lebensverlängernder Maßnahmen (z.B. Beatmung) beschreibt.
Wie ist die aktuelle Rechtslage zur Sterbehilfe in Deutschland?
Direkte aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Die Beihilfe zur Selbsttötung sowie die passive und indirekte Sterbehilfe unterliegen spezifischen rechtlichen Regelungen und ethischen Debatten.
Was versteht man unter dem „Slippery Slope“-Argument?
Das Dammbruchargument warnt davor, dass eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Ausnahmefällen langfristig zu einer Aufweichung des Tötungsverbots und zum Missbrauch führen könnte.
Gilt die Palliativmedizin als echte Alternative zur Sterbehilfe?
Ja, die Palliativmedizin und Hospizbewegung zielen darauf ab, Schmerzen und Leiden so weit zu lindern, dass der Wunsch nach einem vorzeitigen Tod durch aktive Sterbehilfe oft hinfällig wird.
Was ist „indirekte Sterbehilfe“?
Hierbei werden starke Schmerzmittel verabreicht, deren Nebenwirkung eine unbeabsichtigte, aber in Kauf genommene Verkürzung der Lebenszeit sein kann, um unerträgliche Schmerzen zu lindern.
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- Diplom Designer Tobias Schmidt (Author), 2012, Verbot der aktiven Sterbehilfe in Deutschland. Eine philosophische Beurteilung., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268590