Eine literatursoziologische Betrachtung des Märchens Brüderchen und Schwesterchen nach der Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie Pierre Bourdieus

Er nahm sie an der Hand


Seminararbeit, 2009

25 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literatursoziologie
2.1 Pierre Bourdieus Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie
2.1.1 Feldtheorie und sozialer Raum
2.1.2 Der Begriff des Habitus
2.1.3 Die vier Kapitalarten

3. Das (literarische) Feld der Kinder- und Hausmärchen: Produktion – Distribution – Rezeption
3.1 Soziales Kapital der Brüder Grimm und seine Auswirkungen
3.1.1 Kritiken an den Kinder- und Hausmärchen bewirken eine Entwicklung
3.2 Entwicklungen im Medienbereich und das Leseverhalten in Hinblick auf die Lesesozialisation von Kindern in der Biedermeierzeit

4. Er nahm sie an der Hand – Brüderchen und Schwesterchen ( KHM 11)
4.1 Quellen, Tradierung und die soziale Position der Beiträgerin
4.2 Vergleiche der Textfassungen von 1810, 1812 Anhang, 1812 und 1837 (= 1819/1857): Abriss der Inhalte in Hinblick auf betrachtungsrelevante Unterschiede
4.2.1 Goldner Hirsch
4.2.2 Zum Brüderchen und Schwesterchen. No. 11.
4.2.3 Brüderchen und Schwesterchen (1812)
4.2.4 Brüderchen und Schwesterchen (1837)
4.3 Analyse der Unterschiede: Feld, Sozialstruktur, Habitus, Kapital und gesellschaftsbedingte Einflüsse
4.3.1 Das soziale Feld in Brüderchen und Schwesterchen
4.3.1.1 Standesunterschiede im Feld
4.3.1.2 Die Figuren
4.3.1.2.1 Der König als Herrschender
4.3.1.2.2 Brüderchen und Schwesterchen
4.3.1.2.3 Widersacherinnen
4.3.1.2.4 Die Kinderfrau
4.3.2 Gesellschaftsbedingte Einflüsse und Veränderungen
4.3.2.1. Darstellung juristischer Entwicklungen und Belehrung durch das Aufzeigen von Bestrafung
4.3.2.2 Veränderungen in der Figurenzeichnung: Mutterbild und Stiefmutter
4.3.2.3 Veränderung der Bedeutung verbaler Kommunikation
4.3.2.4 Biblische Motive und Gott
4.3.2.5 Darstellung des Lebens in der Natur

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis
6.1 Primärtexte
6.2 Sekundärliteratur

1. Einleitung

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Grimmsche Märchen Nr. 11, Brüderchen und Schwesterchen, nach Pierre Bourdieus literatursoziologischen Ansätzen. Obwohl die Darstellung des Märchens an einigen Stellen werkimmanent bleiben muss, ist es literatursoziologisch notwendig, empirische Rahmendaten zum Betrachtungsbereich anzuführen, denn nach Heinz Rölleke ist „[d]as einigermaßen komplizierte Phänomen des Grimmschen Märchens [...] zu einem gewichtigen Teil durch seine Schöpfungs­epoche und die Persönlichkeiten seiner Schöpfer bestimmt“[1]. Deswegen ist es für eine literatursoziologische Analyse eines fiktionalen Werkes und im Sinne Bourdieus aufschlussreich, auch das (literarische) Feld der Kinder- und Hausmärchen zu beachten. Da jedoch die Betrachtung des Textes Brüderchen und Schwesterchen nach der Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie Bourdieus im Vordergrund dieser Arbeit stehen soll, werden lediglich die wichtigsten Eckpunkte der zeitgenössischen Produktion, Distribution und Rezeption der Kinder- und Hausmärchen berücksichtigt.

Eine literatursoziologische Untersuchung rein nach den Theorien Bourdieus zu betrei­ben, wirft mehrere Schwierigkeiten auf. Es sollte von einem fiktionalen Feld innerhalb des Märchens, das imaginäre Akteure mit ebensolchen Habitus- und Kapitalarten bekleidet, auf ein soziologisch belegbares zeitgenössisches Feld geschlossen werden. Hier steht außer Frage, dass eine derartige Umlegung von Fiktionalität auf die Realität nicht in allen Punkten schlüssig sein kann; so enthalten die Märchen laut Ingeborg Weber-Kellermann zwar „Erzählinhalte, die das Ergebnis einer längeren Überlieferungs­geschichte sein können und damit möglicherweise Elemente verschiedenster Epochen und Zeitstile in sich aufgenommen haben“, doch die Märchensammlungen seien „kaum jemals authentisch“[2].

Wesentliche Resultate, die auf durch die Gesellschaft geprägte Details im analysierten Text schließen lassen, können unter Einbeziehung der Theorien Pierre Bourdieus in dieser Betrachtung durch Vergleiche der verschiedenen Fassungen des Märchens erzielt werden und hier vor allem aufgrund (mehr oder weniger) deutlicher Veränderungen in den Figurenzeichnungen und -positionen sowie der Darstellung des sozialen Lebens innerhalb eines definierten Feldes.

2. Literatursoziologie

Das Feld der Literatursoziologie erforscht „gesellschaftlich[e] Zusammenhänge, in denen Literatur entsteht und wirksam wird“ und stellt die sozialen Umstände in den Vorder­grund, „in denen Literatur als eine beliebige Art sozialer Interaktion neben anderen erscheint“[3]. Literarische Texte werden nach literatursoziologischen Methoden „mit star­kem Bezug zur Erfahrungswirklichkeit gelesen [und] im Rahmen der sozialen Zustände ihrer Entstehungszeit referentialisiert“[4]. Die wichtigsten Punkte, die es bei der Umlegung des Inhaltes eines literarischen Textes auf die Verhältnisse einer (zeitgenössischen) Gesellschaft zu beachten gilt, sind Produktion, Distribution und Rezeption des behandelten Textes.[5]

2.1 Pierre Bourdieus Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie

Eine unter etlichen literatursoziologischen Methoden stellt Pierre Bourdieus[6] Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie dar, nach welcher Brüderchen und Schwesterchen analysiert und das literarische Feld der Kinder- und Hausmärchen einführend konturiert wird. Die drei Konzepte Bourdieus stehen miteinander in engem Zusammenhang und bestimmen sich gegenseitig; so wird der, vom Besitz verschiedener Kapitalarten beeinflusste Habitus einer Person erst durch das Handeln des Akteurs innerhalb eines spezifischen Feldes, das wiederum nur bestimmte Arten von Handlungen zulässt, sichtbar.

2.1.1 Feldtheorie und sozialer Raum

Bourdieus Konzept des Feldes entstand in den 1970er-Jahren,[7] indem er den relativ undifferenzierten Begriff ‚Gesellschaft’ in den des ‚sozialen Raumes’ umgewandelt hat.[8] Innerhalb dieses Raumes, der nicht hierarchisch gedacht werden darf,[9] positionieren sich so genannte Akteure. Felder existieren in jedem gesellschaftlichen Kontext, ob in Kunst, Wissenschaft oder Religion und sind relativ autonom, denn „[d]ie Grenze, die das Feld zwischen den Kompetenzen und Charakteristika seiner Akteure und den Akteuren anderer Felder errichtet, bestimmt den Grad seiner Autonomie“[10]. Felder werden durch Konfigurationen von objektiven Beziehungen zwischen Positionen, die die Handelnden einnehmen, skizziert.[11] Sie sind zugleich Kraft- und Machtfelder, in welchen Handelnde bestimmte Positionen einnehmen und sowohl herrschen als auch beherrscht werden können. Jedem Feld sind eigene Spielregeln zugewiesen, die ein Akteur vor allem dann beherrschen muss, wenn er einem anderen Feld ‚beitreten’ möchte.

Vor allem das Konzept der (dominanten und dominierten) Positionen der Akteure sowie die Überbrückung sozialer Ungleichheiten ist für die Analyse von Brüderchen und Schwesterchen bedeutend, da die „Struktur des Feldes […] den Stand der Machtver­hältnisse zwischen den am Spiel beteiligten Akteuren und Institutionen wieder[gibt]“[12].

2.1.2 Der Begriff des Habitus

Das Handeln der einzelnen Akteure innerhalb eines Feldes erklärt Bourdieu nicht mit dem populäreren Begriff der ‚Rolle’, sondern mit der Kategorie des ‚Habitus’. Durch die eigenen Erfahrungen im Laufe der (primären und sekundären) Sozialisation[13] eines Men­schen und die Struktur des Feldes, in dem sich ein Einzelner befindet, konstituiert sich der individuelle Habitus einer Person als „Instrument der praktischen Erkenntnis“[14]. Zwischen dem Feld und dem eigenen Habitus besteht folglich ein „ajustement“[15] – eine „Abgestimmtheit“[16], die „eine zentrale Konfiguration in der sozialen Welt“[17] und „die Verinnerlichung objektiver Strukturen des einzelnen Feldes“[18] ist. Das Subjekt wird dem­nach immer von einem (weitestgehend strukturierten) Feld beeinflusst, es selbst kann dieses Feld aber auch mitgestalten,[19] da das jeweilige Feld zwar in sich geschlossen, allerdings auch dynamisch ist. In Anlehnung an Noam Chomsky spricht Bourdieu vom Habitus als einer „generativen Grammatik der Handlungsmuster“[20]. Das Agieren eines Menschen, seine Sprache und Sprechweise, seine Kleidung und in gewisser Hinsicht auch sein Charakter werden demgemäß mit der Kategorie des Habitus erklärbar, welcher den Menschen aber nicht bewusst determiniert, da durch den Habitus geprägte Handlungskonzepte meist unbewusst ablaufen.

2.1.3 Die vier Kapitalarten

Bourdieus Kapitaltheorie umfasst vier verschiedene Kapitalarten, die ein Akteur in einem Feld besitzen kann und die ihm die Position eines Beherrschten respektive eines Herr­schenden ermöglichen können. Die erste Form stellt das ‚ökonomische Kapital’ dar, welches all jenes einschließt das „unmittelbar in Geld konvertierbar ist“[21][22]. Die zweite Form bezeichnet Bourdieu als ‚kulturelles Kapital’, das sich in drei Unterformen gliedert: ‚Inkorporiertes kulturelles Kapital’ stellt das durch Erfahrung und Bildung bedingte Wissen eines Menschen dar, das ‚objektivierte kulturelle Kapital’ den Besitz kultureller Güter und das ‚institutionalisierte kulturelle Kapital’ die durch Ausbildung erworbenen Titel oder Stellen einer Person. Die dritte Form bezeichnet Bourdieu als soziales Kapi­tal[23], das durch ein dichtes beziehungsweise weniger dichtes Netzwerk sozialer Beziehungen und Verpflichtungen gewonnen oder dezimiert werden kann. Die vierte Form ist jene, die nach Bourdieu vor allem für den Erfolg eines Akteurs im literarischen Feld entscheidend ist: das symbolische Kapital, das durch den Besitz anderer Kapital­arten gewonnen werden kann und gemeinhin als Ansehen oder ‚Ruf’ einer Person gilt.[24]

Jede Kapitalart bleibt jedoch immer individuell, denn sie ist meist nur innerhalb eines bestimmten Feldes gültig resp. ermöglicht einen höheren Stellenwert des Akteurs nur dort, wo sie vonnöten ist.[25]

3. Das (literarische) Feld der Kinder- und Hausmärchen: Produktion – Distribution – Rezeption

Das Feld der Kinder- und Hausmärchen zeichnet sich durch die Sammeltätigkeit der Grimms, die Produktion und die anschließende (anfangs langsame) Distribution der Sammlungen aus. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Rezeption der Mär­chen und etwaige darauf folgende Kritik eine abermalige Produktion bewirkt hat, denn vor allem Wilhelm Grimm hat Meinungen anderer und Kritik an den Texten sehr ernst ge­nommen und deshalb die Märchen wiederholt umgeschrieben.[26] Mit der Zeit und nach vermehrter Kritik an den Sammlungen sowie gegen den Willen Jacob Grimms wurden durch inhaltliche und stilistische Änderungen Kinder zu den Hauptadressaten der Mär­chen. Daher stellt die Lesesozialisation von Kindern in der Biedermeierzeit einen wich­tigen Faktor des Rezeptionsrahmens dar. Die Sammlungen der Brüder Grimm hatten ihre ersten größeren Erfolge nicht schon mit den ersten Ausgaben (1812/1815), sondern erst mit der so genannten Kleinen Ausgabe im Jahr 1825, denn erst durch bessere Distributionsverhältnisse sind sie breitenwirksam bekannt geworden. Aus diesem Grunde sind die Entwicklungen im Medienbereich für vorliegende Arbeit ebenso erwähnenswert.

3.1 Soziales Kapital der Brüder Grimm und seine Auswirkungen

Dem Einfluss der frühkindlichen Umwelt der Brüder Grimm in Hanau und Steinau werden „das Interesse an allen Lebensäußerungen des sogenannten ‚einfachen Volks’ in Glau­be, Sitte, Brauchtum, Recht, Kultur, Sprache und eben vor allem auch in seinen literari­schen Hervorbringungen“[27] zugeschrieben. Im Laufe der Zeit ermöglichte den Grimms umfangreiches soziales Kapital in Form von wissenschaftlichen Beziehungen zu Gelehrten und schon auf dem Gebiet Forschenden die Aufnahme ihrer Sammeltätigkeit sowie ein tiefgehendes Engagement durch die Beiträger der Märchen.[28] In der Forschungsliteratur findet sich dagegen auch der Hinweis auf eine „isolierte Stellung der Brüder Grimm“, der „auf die wenig arrivierte gesellschaftliche Position der jugendlichen Brüder Grimm an[spielt], zugleich aber wohl auch auf eine gewisse Scheu im persön­lichen Umgang mit anderen, zumal ganz fremden Leuten“[29]. Dieser Umstand würde genau genommen gegen ein ausgedehntes soziales Netzwerk sprechen und eine um­fassende Sammeltätigkeit ausschließen. Doch die Grimms veranlassten, dass die Märchenbeiträger zu ihnen kamen, und sie „gerieten dabei an eloquente, gebildete junge Damen aus gutbürgerlichen Kreisen“[30]. Die erste Sammeltätigkeit der Grimms, die bis zum Frühjahr 1811 andauerte, wurde maßgeblich von Clemens Brentano beeinflusst, die erste Drucklegung der KHM veranlasste Brentanos Freund Achim von Arnim, der den Grimms den Berliner Verleger Georg Andreas Reimer vermittelte.[31] Für Reimer war die Sammlung der Kinder- und Hausmärchen „[d]as bekannteste Werk, das [er] je verlegt hat […], [d]ie freundschaftliche Beziehung zwischen Reimer und den Brüdern Grimm wurde gelegentlich getrübt durch harte Geschäftsbedingungen Reimers“[32]. Doch erst „nach dem Wechsel zur Dieterichschen Verlagsbuchhandlung in Göttingen [brachte] die dritte Auflage von 1837 den Durchbruch auch für die Große KHM-Ausgabe, deren plötzlicher Erfolg allerdings nicht nur durch die inzwischen dank der Kleinen Ausgabe gewonnene Popularität und das Bemühen des neuen Verlegers, sondern auch durch ein verändertes Leseverhalten und entsprechendes Publikumsinteresse zu erklären ist“[33]. Das zeigt wie­derum, dass gesellschaftliche Phänomene den Erfolg der Kinder- und Hausmärchen bewirkt haben und eine verbesserte Distribution, zusammen mit symbolischem Kapital, das durch die Kleine Ausgabe schon gewonnen worden war, den Veröffentlichungen der Märchen einen Aufschwung verschafft haben.

[...]


[1] Heinz Rölleke: Die Märchen der Brüder Grimm. Eine Einführung von Heinz Rölleke. München, Zürich: Artemis-Verl. 1985. (= Artemis-Einführungen. 18.) S. 26.

[2] Ingeborg Weber-Kellermann: Die deutsche Familie. Versuch einer Sozialgeschichte. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1974. (= suhrkamp taschenbuch. 185.) S. 35.

[3] Rainer Baasner: Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft. Berlin: Schmidt 1996, S. 209.

[4] Ebda, S. 212.

[5] Vgl. ebda, S. 210.

[6] Bourdieu (1930-2002) war ein weltweit anerkannter französischer Soziologe, Philosoph und Ethnologe. (Vgl. Joseph Jurt: Bourdieu. Stuttgart: Reclam 2008. (= rtb. 20319.) S. 7f.)

[7] Vgl. absolute Pierre Bourdieu. Hrsg. v. Joseph Jurt. Freiburg: orange-press 2007, S. 114.

[8] Vgl. Jurt, Bourdieu, S. 90.

[9] Vgl. absolute Pierre Bourdieu, S. 115.

[10] Ebda.

[11] Vgl. Pierre Bourdieu: Praktische Vernunft. Zur Theorie des Handelns. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1985, S. 63.

[12] Jurt, Bourdieu, S. 100.

[13] Der Habitus ist nach Bourdieu kein angeborenes Handlungsschema.

[14] Jurt, Bourdieu, S. 100.

[15] absolute Pierre Bourdieu, S. 116.

[16] Jurt, Bourdieu, S. 100.

[17] absolute Pierre Bourdieu, S. 116.

[18] Jurt, Bourdieu, S. 101.

[19] Vgl. auch Pierre Bourdieu: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1987, S. 98.

[20] Jurt, Bourdieu, S. 63.

[21] Vgl. ebda, S. 72.

[22] Ebda.

[23] Vor allem soziales Kapital ermöglichte Jacob und Wilhelm Grimm ihre Sammeltätigkeit und den späteren Verlag der Sammlungen. Darauf wird unter Kapitel 3.1 dieser Arbeit genauer eingegangen.

[24] Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung der Grimmschen Sammlungen: Bekanntheit der Sammlungen bewirkt größeren Erfolg.

[25] Vgl. Jurt, Bourdieu, S. 100.

[26] Er opferte verschiedene Texte oder Textstellen, sobald an ihnen beispielsweise pädagogische Kritik geübt wurde. (Vgl. Rölleke, Einführung, S. 79.)

[27] Rölleke, Einführung, S. 27f.

[28] Rölleke nennt drei Faktoren, die Jacob und Wilhelm Grimm „zu Wertschätzung und historisch-wissenschaftlicher Betrachtung aller Formen der Volkspoesie (vornehmlich der Volkslieder, der Märchen, Sagen und der Volksbücher)“ angeregt hätten: „das Studium bei dem Rechtshistoriker Friedrich Carl von Savigny, die folgenreiche Begegnung mit [...] dem romantischen Dichter Clemens Brentano, und die gleichsam initialzündende Begeisterung für die romantische Mittelalterrezeption, wie sie ihnen erstmals in den Minnesangbearbeitungen Ludwig Tiecks von 1803 vor Augen trat“ (ebda, S. 28.).

[29] Ebda, S. 72.

[30] Ebda.

[31] Vgl. ebda, S. 75.

[32] Doris Reimer: Passion & Kalkül. Der Verleger Georg Andreas Reimer (1776 – 1842). Berlin [u.a.]: de Gruyter 1999, S. 362.

[33] Rölleke, Einführung, S. 85.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Eine literatursoziologische Betrachtung des Märchens Brüderchen und Schwesterchen nach der Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie Pierre Bourdieus
Untertitel
Er nahm sie an der Hand
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Germanistik)
Veranstaltung
Grundlagen der germanistischen Literaturwissenschaft (Methoden und ihre Umsetzung)
Note
1
Autor
Jahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V268609
ISBN (eBook)
9783656596356
ISBN (Buch)
9783656596332
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grimm, Bourdieu, Märchen, Literatursoziologie, Brüderchen und Schwesterchen, Habitus, Feldtheorie, Kapital, Kapitaltheorie, Brüder Grimm, Hausmärchen
Arbeit zitieren
Bakk. MA Claudia Stoiser (Autor), 2009, Eine literatursoziologische Betrachtung des Märchens Brüderchen und Schwesterchen nach der Feld-, Habitus- und Kapitaltheorie Pierre Bourdieus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268609

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