Die vorgestellte Arbeit beschäftigt sich mit der barrierefreien Gestaltung einer Webseite, also das Gestalten einer Webseite oder eines Internetauftritts für Menschen mit Behinderungen. Die Webseite ist dabei nur symbolisch zu betrachten. Die Ausarbeitung gilt für alle per Computer erzeugten Artefakte, welche mit einer gewöhnlichen Internet-Browser-Software dargestellt werden können. Barrierefreiheit zielt nicht nur auf Menschen mit Behinderung ab, sondern auch auf ältere Menschen und Personen mit kleinen Kindern, oder Kinder selbst, welche in die frei zugängliche Nutzung der Webseite miteinbezogen werden. In diesem Zusammenhang wird auch vom „Design für Alle“ oder vom „universellen Design“ gesprochen.
Das Internet sowie Computergestützte Medien sind bereits heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bereits im Kindergraten lernen Kinder den Umgang mit Computer und Medien. Dies setzt sich fort über die Ausbildung, im Berufslebeben bis zum Ruhestand. Das Stichwort „Silver-surfer“ sei hier genannt. Allein für Deutschland prognostiziert das statistische Bundesamt, dass bis zum Jahr 2050 sich die Zahl der 80-jährigen Menschen nahezu verdreifachen wird. Vor diesem Hintergrund des demografischen Wandels unserer Gesellschaft gewinnt eine Barrierefreie Gestaltung von Webseiten und Computergestützten Medien zunehmend an Bedeutung. Diese Arbeit soll deshalb technische Möglichkeiten und Wege einer barrierefreien Gestaltung von Webseiten aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Einordnung und Vorgehensweise
1.2 Ziele
2 Grundlagen
2.1 Barrierefreiheit
2.1.1 Prinzipien
2.1.2 Richtlinien
2.1.3 Erfolgskriterien
2.1.4 Techniken
2.2 Behinderungen
2.3 Gesetzliche Regelung
2.4 Arten von Barrieren
2.5 Grenzen der Barrierefreiheit
3 Lösungen
3.1 Voraussetzungen
3.2 Technische Hilfsmittel
4 Fallbeispiel
4.1 Internet Webseite
4.1.1 Skalierbare Schriftgröße
5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zusammenfassung und Fazit
5.2 Ausblick
6 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Möglichkeiten zur Reduzierung von Technikbarrieren bei der Erstellung von Webseiten und Internetauftritten, um Menschen mit verschiedenen Behinderungen einen uneingeschränkten Zugang zu digitalen Informationen zu ermöglichen.
- Grundlagen und Definition der Barrierefreiheit nach WCAG 2.0.
- Analyse verschiedener Arten von Behinderungen und daraus resultierenden Barrieren.
- Übersicht technischer Hilfsmittel für barrierefreies Webdesign.
- Praktisches Fallbeispiel zur Umsetzung skalierbarer Schriftgrößen.
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen des demografischen Wandels.
Auszug aus dem Buch
3.2 Technische Hilfsmittel
Standardisierte Ein- und Ausgabegeräte wie Monitor, Maus, Tastatur können von Menschen mit Behinderungen häufig nicht verwendet werden und sind bei der Bedienung eines Computers oder einer Website auf unterschiedlichste Hilfsmittel angewiesen. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Anforderungen wurden auch dementsprechend viele Lösungen entwickelt. Nach Hellbusch gibt es auf diesem speziellen Markt mittlerweile mehr als 2000 Unternehmen die über 20.000 Produkte anbieten. Die technischen Hilfsmittel beschränken sich jedoch nicht nur auf zusätzliche Produkte, es ist auch bereits mit einfacheren Maßnahmen, wie zum Beispiel Design-anpassungen möglich, eine Webseite zu gestalten, welche für Menschen mit Behinderungen einfacher zu bedienen ist.
Einige dieser Produkte und Möglichkeiten sollen im Folgenden vorgestellt werden:
Schriftgröße anpassen: In den Web-Browser Einstellungen können Schriftgrößen durch den Nutzer eingestellt werden. Diese Einstellungen der Größenangaben für Texte sind jedoch nur dann möglich, wenn Größenangaben in relativen Einheiten wie zum Beispiel in Prozent und nicht in festen Einheiten wie Punkte oder Pixel eingetragen wurden. Deshalb sollten Fließtexte nicht grundsätzlich in absoluten Maßangaben wie in Pixel festgelegt werden. Dies ist darin begründet, da ältere Webbrowser inkompatibel zu einer variablen Schriftgrößenänderung sind.
Eigene Stylesheets festlegen: Cascading Style Sheets definieren das Layout der Webseiten. Ein Kernpunkt des barrierefreien beziehungsweise barrierearmen Webdesign ist die Abkapselung der Inhalte von den Darstellungsinformationen. Es macht die Website zugänglicher für ein breites Spektrum von Geräten, erleichtert umfangreiche Änderungen, schafft kleinere Dateien und ermöglicht ein bedürfnisorientiertes Anpassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Barrierefreiheit im Kontext der digitalen Mediengestaltung und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente, insbesondere die WCAG 2.0 Richtlinien, gesetzliche Regelungen sowie verschiedene Arten von Barrieren dargestellt.
3 Lösungen: Dieses Kapitel beschreibt technische Voraussetzungen und konkrete Hilfsmittel zur Reduzierung von Barrieren im Web.
4 Fallbeispiel: Die Anwendung theoretischer Lösungsansätze wird anhand der praktischen Umsetzung skalierbarer Schriftgrößen in einem Web-Szenario demonstriert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die zukünftige Relevanz von barrierefreiem Design angesichts des demografischen Wandels.
6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.
Schlüsselwörter
Barrierefreiheit, Webdesign, WCAG 2.0, Technikbarrieren, Behindertengleichstellungsgesetz, Softwareentwicklung, Digitale Medien, Screenreader, Braillezeile, Skalierbare Schriftgröße, universelles Design, Usability, Internetauftritt, Demografischer Wandel, Benutzeroberflächen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Abschlussarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der barrierefreien Gestaltung von Webseiten, um digitalen Zugang für Menschen mit Behinderungen sowie ältere Menschen zu gewährleisten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des barrierefreien Webdesigns, den rechtlichen Anforderungen, den verschiedenen Arten von Barrieren und den technischen Lösungsansätzen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen, wie Technikbarrieren bei der Erstellung von Internetauftritten reduziert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?
Es handelt sich um einen projektorientierten Abschlussbericht, der eine theoretische Fundierung mit einer praktischen Implementierung anhand eines Fallbeispiels verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen der Barrierefreiheit sowie die Vorstellung technischer Hilfsmittel und deren praktische Anwendung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?
Wichtige Begriffe sind Barrierefreiheit, WCAG 2.0, Usability, Webdesign und Inklusion im digitalen Kontext.
Warum sind relative Einheiten wie "em" oder "%" bei der Schriftgröße so wichtig?
Relative Einheiten ermöglichen es Benutzern, die Schriftgröße über ihre Browser-Einstellungen anzupassen, was bei fixen Pixel-Angaben oft zu Darstellungsproblemen führt.
Welchen Stellenwert nimmt das "Design für Alle" in dieser Arbeit ein?
Das "Design für Alle" wird als ein grundlegender Ansatz gesehen, der nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern die gesamte Nutzerschaft bei der Bedienung digitaler Medien unterstützt.
- Quote paper
- Dipl.-Inform. (FH) Tobias Landstorfer (Author), 2013, Leitfaden zur Gestaltung von barrierefreien Webseiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268656