Attila und der Mythos "flagellum Dei"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Literatur- und Quellenlage

II. Biographischer Abriss

III. Das Hunnen- und Attilabild in den spätantiken und frühmittelalterlichen
Quellen
III.1 Das Hunnenbild des Ammianus Marcellinus
III.2 Das Attilabild des Jordanes
III.3 Gregor von Tours und das christliche Attilabild
III.4 Attila und die Hunnen als Gog und Magog und „flagellum Dei“

IV. Die positive Seite der „Geißel Gottes“

Fazit

Abkürzungen der antiken Quellen

Literatur- und Quellenverzeichnis

Einleitung

Die historische Gestalt Attila ist eine bekannte und gleichzeitig stark diffamierte Personen der Antike beziehungsweise des frühen Mittelalters. Er ist einer der wenigen Menschen, der einen direkten Einfluss auf den Lauf der Geschichte genommen hat, indem er durch seine Taten zum Untergang des weströmischen Reiches beitrug – ob bewusst oder unbewusst.[1] Dadurch ist eine breite Rezeption entstanden, die von Beginn an ein negatives Bild des Hunnenkönigs zeichnete und bis in die Gegenwart seine pejorative Reputation nicht verlor. Vor allem die Bezeichnung als „flagellum Dei“, also als „Geißel Gottes“ ist im 20. Jahrhundert als Titel von verschiedenen Publikationen sowie Filmen wieder aufgegriffen worden. Nachstehend seien an dieser Stelle chronologisch einige bekannte Beispiele erwähnt: Zum einen das letzte Werk des berühmten Schriftstellers Jewgenij Iwanowitsch Samjatin „Attila, die Geißel Gottes“[2], in dem dieser mit der Geschichte des jungen Hunnenkönigs die „These von der dialektischen Spannung zwischen Starrheit und Bewegung anhand eines Beispiels aus der Vergangenheit für die Gegenwart [versuchte,] sichtbar“[3] zu machen. Dann als bildliche Umsetzung der bereits 1954 gedrehte Film „Attila, die Geißel Gottes – Ein Mann, der die Welt in Atem hielt“[4] unter anderen mit dem zweifachen Oscargewinner Anthony Quinn und dem italienischen Regisseur Pietro Francisci. Zum anderen der 1959 unter dem Titel „The Darkness And The Dawn“ publizierte und ein Jahr später ins Deutsche übersetzte Roman „Die Geißel Gottes“[5] von dem kanadischen Journalisten Thomas Bertram Costain und abschließend das belletristische Werk von William Dietrich, das den gleichen Titel wie Samjatins Buch trägt.[6]

In der vorliegenden Arbeit soll die Entstehung des negativen Attilabildes anhand der frühen Quellen zu seiner Person untersucht und eine sich steigernde verleumdende Tendenz dargestellt werden, an deren Ende die Bezeichnung „Geißel Gottes“ stand. Dabei werden ausgewählte Zeugnisse unter Berücksichtigung der zentralen Fragestellung zitiert und im Abgleich zueinander analysiert. Weiter werden die entsprechenden antiken beziehungsweise mittelalterlichen Autoren kurz biographisch vorgestellt, mit besonderem Augenmerk auf deren Bezug zum Christentum.

Zu Beginn wird ein schemenhafter Überblick über die wissenschaftliche Literatur und die verwendeten Quellen, die für das vorliegende Thema relevant sind, gegeben (I). Da ein Herrscherbild immer im Kontext der Handlungen und Taten einer jeweiligen historischen Person steht, ist es nötig, zu Beginn der Untersuchung kurz einen biographischen Abriss von Attilas Leben zu skizzieren (II) – auf Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Studien. Folgend wird der Frage nach dem Ursprung der abschätzigen Hunnendarstellung nachgegangen und anschließend werden verschiedene antike Autorenmeinungen über Attila wiedergegeben und kritisch hinterfragt (III). Schlussendlich steht eine punktuelle Richtigstellung des historischen Geschehens an, das heißt, dass dem Mythos auf der Grundlage der neuesten Forschungsergebnisse die sakrale Relevanz genommen wird (IV).

I. Literatur- und Quellenlage

Trotz der ungünstigen Quellenlage zum Thema der Hunnen und speziell zu Attila – die nur aus der Feder von römischen oder griechischen Autoren stammen, da es keine überlieferten hunnischen Zeugnisse gibt – ist dennoch eine breite allgemein gehaltene Publikationslage zu jenem historischen Geschehen vorhanden. Jedoch halten sich die wissenschaftlichen Arbeiten in einem überschaubaren Rahmen. Die neueste und umfangreiche Arbeit namhafter Historiker mit dem Titel „Attila und die Hunnen“[7] stammt aus dem Jahr 2007. Eine ebenso fundierte Untersuchung ist die etwas ältere Studie von Gerhard Wirth, „Attila. Das Hunnenreich und Europa“[8]. Weiter ist eine aktuelle, wenngleich nicht auf dezidiert wissenschaftlichen Maßstäben beruhende Ausgabe des Werkes von dem Historiker Christopher Kelly mit dem Titel „Attila the Hun“[9] zu nennen. Ältere, dennoch nicht zu vernachlässigende Bücher stammen von Otto Maenchen-Helfen, „Die Welt der Hunnen“[10], welches als ein Standardwerk zur hunnischen Geschichte betrachtet werden kann, und von Franz Altheim, „Attila und die Hunnen“[11].

Als antikes Quellenmaterial dienen für die angeführten Fragestellungen chronologisch geordnet folgende Werke: Als einer der ersten Berichte über die Hunnen Ammianus Marcellinus mit seiner Schrift „Res gestae“ (Tatenbericht)[12], darauf zurückgreifend und mit neuen Aspekten das sich stärker auf Attila beziehende Werk von Jordanes, „De origine actibusque Getarum“[13], („Vom Ursprung und den Taten der Goten“) – kurz Getica genannt, weiter die Schrift von Gregor von Tours, „historiarum libri decem“[14] („Zehn Bücher Geschichten), hier besonders das zweite Buch der „Historiarum Francorum“ und schlussendlich Isidor von Sevilla mit seiner Schrift „Historia de regibus Gothorum, Vandalorum et Suevorum“[15] („Geschichte der Goten, Vandalen und Sueven“).

II. Biographischer Abriss

Eine größere Bedeutung gewannen die Hunnen im Blick der antiken römischen Autoren erst mit dem Herrscher Uldin (reg. um 400 bis ca. 408)[16], der um 400 n. Chr. eine erste „wirkliche“ Autorität in den Reihen der Hunnen darstellte und verschiedene Stämme einer Einigung unterzog.[17] Die nachfolgenden Oberhäupter der Hunnen konnten das Vakuum, welches nach Uldins Tod entstand, nicht füllen und sind daher in den antiken Quellen kaum überliefert und verschwanden in der geschichtlichen Bedeutungslosigkeit.[18] Es folgten die Brüder Octar (reg. bis 430)[19] und Rua (reg. 432 bis ca. 435)[20], die sich wahrscheinlich die Herrschaft in verschiedenen Territorien teilten. Durch die Führung Ruas – der von den beiden womöglich der einflussreichere war – kam es zu einer Konsolidierung des Hunnenreiches, in dem ein Verwaltungsapparat sowie eine hierarchisch gegliederte Machtstruktur installiert wurden.[21] Über die Verbindung zwischen diesem Herrschergeschlecht und Attila weiß der antike Autor Jordanes[22] Folgendes zu berichten: „Dieser Attila war nämlich der Sohn Mundzucus, des Bruders Octars und Roas‘, die vor Attila wie es heißt, Könige gewesen seien, wenn sie auch nicht über all das herrschten wie später er selbst. Nach deren Tod folgte er ihnen mit seinem Bruder Bleda in das Königsamt der Hunnen [...].“[23]

Demzufolge erlangte Attila (reg. 435 bzw. 445 bis 453)[24] zusammen mit seinem Bruder Bleda (435 bis 445)[25] nach dem Tod Ruas um 434/435 die Macht. Bleda erhielt, als der Ältere der beiden, den wichtigeren Westteil – Attila hingegen „nur“ den Ostteil des Reiches. Beide scheinen jedoch zunächst in Eintracht miteinander geherrscht zu haben. So führten sie auch den durch Rua errungenen Status quo mit den römischen Reichen weiter fort.[26] Dieser hielt bis in das Jahr 441, wo eine hunnische Invasion in Thrakien erfolgte – wahrscheinlich, weil das byzantinische Reich die Tributzahlungen, die in dem Friedensschluss von 435 festgesetzt worden waren, aussetzte.[27] Als Vorwand wurde eine Begebenheit mit dem Bischof aus Margus angeführt, der die hunnische Grenze überschritten, Gräber hunnischer Fürsten geplündert und diese Beute für seine Kirche verwendet haben soll. Als Racheakt hierfür sei Margus von den Hunnen zerstört worden.[28]

Nach einem erneuten Friedensschluss zwischen den beiden Mächten, der zu den gleichen Konditionen wie der vorhergehende geschlossen wurde, kam es 445 zum inneren Konflikt im Hunnenreich. Ein Jahr darauf ermordete Attila seinen Bruder, um die Alleinherrschaft zu erlangen. Nähere Umstände dieser Tat sind nicht bekannt. Vermutlich stand Bleda den expansionistischen Bestrebungen Attilas im Weg, da er an einer Aussöhnung mit den beiden römischen Reichen interessiert war. Nachdem Attila sich das Machtmonopol gesichert hatte, verlegte er seinen Herrschaftssitz nach Westen in die heutige ungarische Tiefebene, um seine geplanten territorial ausgreifenden Ziele zu verwirklichen.[29] Zwei Jahre später fiel Attila mit seinen Truppen erneut in Thrakien ein. Damit verband er zwei Ziele, nämlich zum einem Beute einzubringen, um seine Machtstellung weiter auszubauen, und zum anderen, die Bledaanhänger durch einen erfolgreichen Feldzug an den neuen Machthaber zu binden. Attila gelang damit ein großer Erfolg, welcher die „Blütezeit“ des Hunnenreiches einläutete. So wurde ein vorteilhafter Friedensschluss für die Hunnen erreicht. Byzanz verpflichtete sich, die verdreifachten Tributabgaben in Höhe von 2.100 Pfund Gold jährlich und eine einmalige Zahlung von 6.000 Pfund Gold zu leisten. Weiter wurde eine entmilitarisierte Zone in einer Weite von fünf Tagesmärschen an der Donau vereinbart.[30] Doch trotz dieser großen Errungenschaften befand sich Attila in einem Dilemma. Auf der einen Seite benötigte er militärischen Erfolg, um seine Herrscherposition zu festigen und auszubauen, auf der anderen waren die Provinzen Ostroms nun verwüstet und geplündert, sodass ein weiterer Feldzug kaum Aussichten auf Erfolg hatte. Deshalb wandte Attila seine Aufmerksamkeit zunehmend auf das westliche römische Reich. Um einer gewaltsamen Auseinandersetzung vorzubeugen, wurde Attila der Titel eines magister militum von Seiten des weströmischen Reiches verliehen.[31] Dieser vorübergehende Konsens zwischen dem Hunnenreich und den beiden römischen Reichen währte jedoch nur für kurze Zeit. Als nämlich 450 der Kaiser des oströmischen Reiches Theodosius II. starb, stellte sein Nachfolger Marcian die Tributzahlungen ein. Gleichzeitig ereignete sich die sogenannte Honoria-Affäre, die eine wichtige Zäsur in den weiteren politischen Geschehnissen bildete und die Gesamtlage weiter zuspitzte.

Justa Grata Honoria, die Schwester des weströmischen Kaisers Valentinian III., hatte sich unerlaubterweise[32] mit einem Hofbeamten eingelassen. Als diese Liebschaft aufflog, wurde der Hofbeamte hingerichtet und Honoria mit einem lokalen Senator verheiratet. Daraufhin sandte Honoria einen Boten zu Attila, der ihn um Hilfe bitten sollte. Dieser verstand das Angebot jedoch als ein Eheversprechen. Folglich forderte er die Herausgabe der Honoria sowie die Hälfte des weströmischen Reichs.[33]

Im Anschluss daran, im Jahr 450, überfiel Attila mit seinem Heer Gallien, um Westrom einen wichtigen Verbündeten zu entziehen. Die Abwehrmaßnahmen waren unkoordiniert und wurden zumeist von lokalen Bischöfen und anderen Vertretern der Kirche organisiert.[34] Bei der so bezeichneten Schlacht auf den Katalaunischen Feldern musste Attila sich das erste Mal geschlagen geben. Dabei verlor er die Grundlage des Handelns und war fortan von innenpolitischen Verhältnissen sowie von der außenpolitischen Sachlage abhängig.[35]

Folgend sah sich der Hunnenherrscher mehreren Problematiken ausgesetzt. Zum einen verlor er durch diesen großen Misserfolg Ansehen bei seinen Verbündeten, zum anderen kam er in finanzielle Not, da der Feldzug nur wenig Beute einbrachte und die Tributzahlungen aus Ostrom weiterhin ausblieben. Daher unter Zugzwang gesetzt, unternahm er 451/452 einen Kriegszug gegen das weströmische Reich. Nach anfänglichen Erfolgen wurde sein Heer jedoch durch Versorgungsschwierigkeiten und Seuchen dezimiert. Ein letzter, fast schon verzweifelter und wahrscheinlich nicht mit letzter Konsequenz geführter Versuch, die Stadt Rom zu erobern, misslang jedoch. Eines seiner wichtigsten Ziele, die Herausgabe der Honoria zu erzwingen, wurde vereitelt.[36]

[...]


[1] So konstatiert der deutsche Althistoriker Alfred Heuss, dass die Hunneneinfälle, speziell unter der Führung Attilas, durch die Verwüstung und Zerstörung sowie durch die innenpolitischen Zerwürfnisse, die diese in Westrom auslösten, zu dessen Untergang in einer beschleunigenden Art und Weise beitrugen. Vgl. dazu Heuss, Alfred: Römische Geschichte: Braunschweig 1960, S. 483 f.

[2] Vgl. Samjatin, Jewgenij Iwanowitsch: Attila, die Geißel Gottes (1937), übersetzt von Xaver Schaffgotsch, München 1965.

[3] Zitiert aus: Ebd., hinterer Klappentext.

[4] Vgl. Attila, die Geißel Gottes – Ein Mann, der die Welt in Atem hielt, von Pietro Francisci (Regisseur), 1954, 81 Minuten, DVD (2004).

[5] Vgl. Costain, Thomas Bertram: Die Geißel Gottes (1959), übersetzt von Margret Haas, Bern/Stuttgart/Wien 1960.

[6] Vgl. Dietrich, William: Attila. Die Geißel Gottes, Augsburg 2009.

[7] Vgl. Historisches Museum der Pfalz Speyer (Hrsg.): Attila und die Hunnen, Stuttgart 2007.

[8] Vgl. Wirth, Gerhard: Attila. Das Hunnenreich und Europa, Stuttgart 1999.

[9] Vgl. Kelly, Christopher: Attila the Hun. Barbarian Terror and the Fall of the Roman Empire, London 2008.

[10] Vgl. Maenchen-Helfen, Otto J.: Die Welt der Hunnen. Eine Analyse ihrer historischen Dimension, Wien/Köln/Graz 1978.

[11] Vgl. Altheim, Franz: Attila und die Hunnen, Baden-Baden 1951.

[12] Ammianus Marcellinus: Res gestae, lateinisch und deutsche Ausgabe, hrsg. von Wolfgang Seyfarth in 4 Bänden, Darmstadt 1971, hier speziell Band 4.

[13] Vgl. Jordanes: Die Gotengeschichte, übersetzt, eingeleitet und erläutert von Lenelotte Möller, Wiesbaden 2012.

[14] Gregor von Tours: Historiarum libri decem, lateinische und deutsche Ausgabe, übersetzt von Wilhelm von Giesebrechts, überarbeitet und hrsg. von Rudolf Buchner, Berlin 1956.

[15] Isidor von Sevilla: Geschichte der Goten, Vandalen und Sueven, übersetzt von David Coste, hrsg. von Alexander Heine, 2. Aufl., 1990.

[16] Vgl. Maenchen-Helfen: Die Welt der Hunnen (wie Anm. 10), S. 343.

[17] Vgl. ebd., S. 43–53; ferner Kelly. Attila the Hun (wie Anm. 8), S. 41 ff; sowie Stickler, Timo: Die Hunnen, München 2007, S. 45 ff.

[18] Vgl. Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 40; sowie Maenchen-Helfen: Die Welt der Hunnen (wie Anm. 10), S. 53–59.

[19] Vgl. Maenchen-Helfen: Die Welt der Hunnen (wie Anm. 10), S. 343.

[20] Vgl. ebd.

[21] Vgl. Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 40 ff.

[22] Vgl. dazu S. 11 f.

[23] Iord. Get. 180 (wie Anm. 13), S. 125 f.

[24] Vgl. Maenchen-Helfen: Die Welt der Hunnen (wie Anm. 10), S. 343, sowie Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 7.

[25] Vgl. Maenchen–Helfen: Ebd., sowie Jordanes: Die Gotengeschichte (wie Anm. 13), S. 126 Anm. 505.

[26] Vgl. Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 52 f.

[27] Dies geschah womöglich wegen des Konfliktes zwischen dem oströmischen und persischen Reich.

[28] Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wird der Konflikt zwischen den Hunnen bzw. Attila und der katholischen Kirche deutlich. Vgl. dazu: Ebd., S. 60 ff.

[29] Vgl. Historisches Museum der Pfalz Speyer (Hrsg.): Attila (wie Anm. 7), S. 51, sowie Altheim, Franz: Attila (wie Anm. 11), S. 101.

[30] Vgl. Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 75 ff.

[31] Vgl. ebd., S. 78.

[32] Als Angehörige der kaiserlichen Familie sollte sie ein Vorbild sein, welches christliche Werte im Sinne eines zurückhaltenden und enthaltsamen Leben vollzieht.

[33] Vgl. Historisches Museum der Pfalz Speyer (Hrsg.): Attila (wie Anm. 7), S. 53.

[34] Hierbei zeigt sich der nächste direkte Konflikt zwischen den Hunnen bzw. Attila und der katholischen Kirche, was wiederum ein Indiz für die spätere Titulierung des Hunnenkönigs als „Geißel Gottes“ darstellt.

[35] Vgl. Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 98 ff.

[36] Dieses Unterfangen wurde angeblich durch Papst Leo I. vereitelt, der Attila vor den Toren Roms entgegengetreten war und so Rom vor der „Hunnengefahr“ bewahrt haben soll. Hier ist der Dritte direkte Zusammenstoß zwischen den Hunnen bzw. Attila und dem Christentum zu verorten. Jedoch ist diese Tatsache durch sakrale Quellen stark mystifiziert worden, sodass diese Begegnung eine überhöhte Stellung in der Historie einnahm. Wissenschaftliche Arbeiten widersprechen jedoch deutlich dieser christlichen Auffassung. So konstatiert Stickler: „Es bedurfte nicht des Papstes, um Attila in dieser Situation zu Zugeständnissen substantieller Art zu bewegen.“ Zitiert aus Stickler: Die Hunnen (wie Anm. 17), S. 97; vgl. dazu weiter Wirth: Attila (wie Anm. 8), S. 109 f., sowie Historisches Museum der Pfalz Speyer (Hrsg.): Attila (wie Anm. 7), S. 54 f.,

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Attila und der Mythos "flagellum Dei"
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
27
Katalognummer
V268662
ISBN (eBook)
9783656596721
ISBN (Buch)
9783656596714
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
attila, mythos
Arbeit zitieren
Mario Müller (Autor), 2013, Attila und der Mythos "flagellum Dei", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268662

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