Häusliche Gewalt. Entscheidung Frauenhaus?!


Bachelorarbeit, 2013
76 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1. Kapitel
2. Definition: Häusliche Gewalt
2.1. Formen häuslicher Gewalt
2.2. Mögliche Ursachen und Entstehungsmechanismen
2.3. Mögliche Folgen

2. Kapitel
3. Frauenhaus
3.1. Entstehung/Geschichte
3.2. Frauenhaus heute

3. Kapitel
4. Der Schritt ins Frauenhaus
4.1. Positive Konsequenzen
4.2. Negative Aspekte
4.3. Mögliche Gründe für den Weg zurück oder dem Verbleib beim gewalttätigen Partner
5. Resümee
6. Literaturverzeichnis
7. Internetquellen
8. Filme
9. Sonstiges/Anlagen

An dieser Stelle ist vorweg ein Wort des Dankes angebracht, da ich ohne gewisse, für mich ganz besondere Menschen, nicht an diesem Punkt meines Lebens angelangt wäre, an dem ich mich heute befinde.

Ich danke von ganzem Herzen meinem Ehemann Thorsten, der es mir mit viel Unterstützung ermöglicht hat meinen Traum vom Studium zu verwirklichen.

Ebenso danke ich meinen Kindern Robin, Elisa, Alena und Jalon, die trotz erster Verwunderung meinen Wunsch respektiert und akzeptiert haben.

Für alle meine Lieben bedeutete diese Zeit ein Prozess der Verselbständigung, oftmals blanke Nerven und Fastfood in Prüfungs- und Lernphasen. Dennoch haben sie es mit viel Geduld und verständnisvoller Toleranz hingenommen.

Ich liebe Euch!

Ein weiterer Dank geht an das „Haus für Frauen in Not“ in Bad Schwalbach, welches mir während meines sozialpädagogischen Praktikums einen Einblick in die Frauenhausarbeit verschaffte und meinen Berufswunsch festigte. Die MitarbeiterInnen und KlientInnen haben mir viel gegeben.

Und zu guter Letzt bedanke ich mich bei Herrn Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Fricke, der mich mit viel Engagement während der Erstellung der Bachelor-Arbeit unterstützt und begleitet hat.

1. Einleitung

Der Wunsch, mit von Gewalt betroffenen Frauen arbeiten zu wollen, hat mich bewegt, mit Ende 30 das Studium der Sozialen Arbeit zu beginnen. Somit ist es wenig verwunderlich, dass dieses Thema auch die Aufmerksamkeit meiner Bachelor-Arbeit genießt.

Leider befinden sich in unserer Gesellschaft eine Menge von Fehlinformationen, Stereotype und Vorurteile gegenüber der Thematik von häuslicher Gewalt und deren Täter, Opfer und Hilfsangeboten.

Im Artikel 2 des Grundgesetzes wird garantiert, dass jeder Mensch ein Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, sowie auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat.[1]

Gewaltfreiheit gehört demnach zu den zentralen Grundwerten des menschlichen Zusammenlebens und die Ausübung von Gewalt verletzt Menschen in ihren gesetzlich verbürgten Grundrechten und beschränkt sie in ihrer Entfaltung und Lebensgestaltung.[2]

Aber wie sieht die Realität aus?

Die Familie, ein Hort der Liebe und Geborgenheit? Ein Platz, mit dem Ruhe, Frieden, Glück, Nähe, Sicherheit und Vertrauen assoziiert wird? Ein Schonraum, frei von Wettbewerb und Auseinandersetzung? [3]

Statistisch gesehen ist die Gefahr für Frauen, misshandelt und vergewaltigt zu werden, zu Hause viel größer als auf der Straße.[4] Denn auch hier gilt oft das Recht des körperlich Stärkeren.[5]

Die Gesellschaft sieht Gewalt vielfach als legitime Verhaltensweise zur Konfliktaustragung an. Betroffenen Frauen wird Mitschuld oder sogar die alleinige Schuld durch die Öffentlichkeit zugewiesen.[6]

Lange Zeit wurde häusliche Gewalt gegen Frauen kulturell, sozial und rechtlich nicht einmal als Unrecht angesehen, sondern galt aufgrund des Herrschaftsanspruchs des Mannes als legitim, gerechtfertigt und entschuldbar.[7]

Heutzutage wird immer noch dahin gehend tendiert, sich innerlich von der Gewalterfahrung misshandelter Frauen zu distanzieren, denn „die Wahrnehmung, dass andere Menschen leiden, unglücklich oder elend sind, löst Unbehagen, Ärger, Ängste aus, und widerspricht der zugrunde liegenden Vorstellung von Gerechtigkeit und rüttelt an unserem Glauben.“[8]

Doch wer Gewalt ausübt, verletzt stets die psychische Identität und hinterlässt Spuren der Schädigung, wenn auch nicht sichtbare. Der Misshandelte wiederum wird immer sowohl in der eigenen Persönlichkeit als auch in der Entwicklung beeinträchtigt und verwendet oftmals seine so notwendigen Energien und Ressourcen darauf, die Misshandlungen überleben zu können.[9]

Während meines sozialpädagogischen Praktikums im „Haus für Frauen in Not“ des Caritasverbandes Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. in Bad Schwalbach konnte ich viele Beobachtungen sowie Erfahrungen sammeln und Gespräche mit von Gewalt betroffenen bzw. bedrohten Frauen sowie deren Kindern führen.

Es ist daher keine neue und fremde Materie, mit der ich mich hier befasse, sondern beruht neben der erarbeiteten Literatur und dem vermittelten Wissen der Hochschule RheinMain ebenfalls auf eigenen Erfahrungsberichten.

Mein Anliegen ist es, mit meiner Arbeit ein Stück weit zu verdeutlichen, was es für betroffene Frauen bedeutet, sich für das Hilfsangebot Frauenhaus zu entscheiden und welche Konsequenzen der Schritt mit sich trägt. Ebenso möchte ich einen kleinen Beitrag zur Transparenz des Hilfsangebots leisten, denn nur die wenigsten wissen, was unter einem Frauenhaus wirklich zu verstehen ist und leben mit mystischen Vorurteilen und Vorstellungen.

Ich beziehe mich in meinem Text ausschließlich auf nur eine Form der häuslichen Gewalt, der der Gewalt gegen Frauen in heterosexuellen Paarbeziehungen. Nicht, dass die anderen Formen der häuslichen Gewalt weniger von Bedeutung wären, nur meine Arbeit auf alle Formen explizit auszuweiten, würde den Rahmen dieser Bachelor-Arbeit sprengen.

Daraus ergibt sich, dass im nachfolgenden Text mit Opfer grundsätzlich die Frau und mit Täter grundsätzlich der Mann in einer von Gewalt betroffenen Paarbeziehung gemeint ist.

Weiterhin differenziere ich in von Gewalt betroffene und von Gewalt bedrohte Frauen. Ich beziehe mich ausschließlich auf von Gewalt betroffene Frauen.

Aufgrund der herangezogenen Literatur und der dort nicht einheitlich verwendeten Begrifflichkeiten möchte ich ebenfalls erwähnen, dass „sozialer Nahraum“ dem Begriff der „Paarbeziehung“ entspricht, sowie „häusliche Gewalt im Geschlechterverhältnis“ und „Gewalt in Paarbeziehung“ identisch zu betrachten sind.

Das Hauptaugenmerk in dieser Arbeit liegt auf die im 3. Kapitel herausgearbeiteten Konsequenzen, die sich ergeben, wenn eine von Gewalt betroffene Frau das Hilfsangebot Frauenhaus annimmt, um ihr eigenes Leben, frei von Gewalt zu leben. Was kommt auf sie zu? Was lässt sie hinter sich?

Ebenso sollen in diesem Kapitel die Gründe näher beleuchtet werden, weshalb es von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen oftmals so schwerfällt, sich aus einer Misshandlungsbeziehung (endgültig) zu lösen.[10]

Dem vorweg werde ich im 1. Kapitel, als notwendiges Fundament, die Formen der häuslichen Gewalt definieren und ihre möglichen Entstehungsmechanismen sowie Folgen erläutern. Diese werden von mir lediglich benannt und nicht explizit beschrieben, untersucht und belegt, da es nicht das Thema meiner Bachelor-Arbeit darstellt und nur zur eingehenden Erläuterung und dem Verständnis dient. Meine Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Das 2. Kapitel beschreibt die Entstehung des ersten Frauenhauses in Deutschland, die verfolgten Ziele, die entstandenen unterschiedlichen Arten sowie die aktuelle Situationen der Frauenhäuser. Auch dieses Kapitel dient der Verdeutlichung und besserem Verständnis meines Fokus - den Konsequenzen.

Im abschließenden Resümee folgen die Kernaussagen meiner Arbeit im Diskurs mit meinen persönlichen Erkenntnissen, Ansichten und Zukunftserwartungen.

1. Kapitel

2. Definition: Häusliche Gewalt

Seit Beginn der Menschheit ist Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen ein gesellschaftliches Thema und schon immer gab es Versuche, diese zu vermindern oder ganz zum Verschwinden zu bringen.[11]

Den Begriff „Häusliche Gewalt“ gibt es erst sein einigen Jahren, er ist durch die neue Frauenbewegung in den 1980er Jahren entstanden, dessen Hauptthema Gewalt von Männern gegen Frauen war. Anfänglich wurden die Begrifflichkeiten „Männergewalt gegen Frauen“ bzw. „Misshandlung von Frauen“ oder „geschlagene Frauen“ verwendet. International redete man von „ domestic violence“.[12] In den 1990er Jahren hat sich der Sprachgebrauch einer Veränderung unterzogen und heute spricht man vorwiegend von „Häuslicher Gewalt“, „Gewalt in Ehe und Partnerschaft“ oder von „Gewalt im sozialen Nahraum“.[13]

Die genaue Definition von häuslicher Gewalt gestaltet sich sehr schwierig, da sie zum einen historischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen unterliegt und zum anderen abhängig ist von der Sichtweise des Betrachters und dem Zweck der Definition. Die Vorstellungen und Wahrnehmungen der Definierenden können sehr stark voneinander abweichen.[14][15]

Im wissenschaftlichen Bereich wird häusliche Gewalt u.a. wie folgt definiert:

„Häusliche Gewalt umfasst jede Verletzung der körperlichen oder seelischen Integrität einer Person, die unter Ausnutzung eines Machtverhältnisses durch die strukturell stärkere Person zugefügt wird“ (Büchler, 1998).[16]

„[...] Zufügung seelischen und körperlichen Leids, das von der Verletzung bis hin zur Zerstörung der Persönlichkeit und zu einer Verhinderung von Entfaltung und Entwicklung im seelischen, körperlichen, sexuellen, geistigen, sozialen und kulturellen Bereich führt“ (Strasser, 2001).[17]

„Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen“ (Schwander, 2003).[18]

Eine aktuelle Definition für häusliche Gewalt gibt Carol White-Hagemann 2009: „Häusliche Gewalt wird heute verstanden als Gewalt zwischen Erwachsenen, die in einer Paarbeziehung leben oder gelebt haben. Sie ist in diesem Sinne häuslich (d.h. sie durchdringt das Zuhause und prägt das alltägliche Leben), obwohl die Gewalt auch an anderen Orten ausgeübt wird und auch Beziehungen ohne Zusammenleben und vor allem ehemalige Beziehungen solche Gewaltmuster aufweisen können.“[19]

Häusliche Gewalt gegen Frauen ist also eine Form von Gewalt, die im familiären Umfeld stattfindet, da wo „Frau“ sich eigentlich am sichersten fühlen sollte. Die persönliche Solidarität, Würde und Selbstbestimmungsrecht des Opfers werden verletzt, durch das Ausnutzen der Privat- und Vertrautheit der Verhältnisse zum Zwecke des persönlichen Macht- und Kontrollverlangen des gewalttätigen Partners über die Frau.[20]

Die in den Jahren 2002 bis 2004 im Auftrag des BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) durchgeführte Repräsentativstudie: „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“[21], belegt, dass bei den mehr als 10.000 befragten Frauen im Altern von 16-85 Jahren, jede vierte Frau im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Übergriffe in einer Paarbeziehung erlebt hat und Frauen keineswegs nur in sozialen Brennpunkten von ihrem männlichen Partner geschlagen, vergewaltigt, beschimpft oder gedemütigt werden.[22][23]

2.1. Formen häuslicher Gewalt

Gewalt ist nicht gleich Gewalt, jedoch immer rechtswidrig und gegen die Menschenrechte und Würde des anderen gerichtet. Um einen Eindruck zu bekommen, was es für eine Frau heißt, häusliche Gewalt in Paarbeziehungen zu erleben, stelle ich nachfolgend die einzelnen Formen der häuslichen Gewalt zusammengefasst vor, basierend auf den weitgehend übereinstimmenden Ergebnissen aus der erarbeiteten Literatur.

Allerdings ist eine scharfe Trennung der Gewaltformen nicht möglich, da in der Realität in den meisten Fällen mehrere Formen der häuslichen Gewalt gleichzeitig auftreten und ineinander übergehen.[24][25]

2.1.1. Physische Gewalt

Physische Gewalt, die auch als körperliche Aggression definiert wird, ist nach außen sichtbar und das Resultat eines körperlichen Aktes des Täters mit der Absicht, das Opfer körperlich zu verletzten. Die Frau ist der Gewalt und dem Schmerz in den meisten Fällen ohnmächtig ausgeliefert. Jeder tätliche Angriff, der die Unversehrtheit der Frau beeinträchtigt, gehört zur Sparte der physischen Gewalt. Zur Verdeutlichung hier nur einige Beispiele für diese Gewaltform, wenngleich auch das Repertoire unermesslich ist:

Schubsen, Stoßen, Schläge, Tritte, an den Haaren ziehen, Ohrfeigen, Fesseln, Würgen, Beißen, Zufügen von Brandwunden, Nahrungsmittelentzug, Mord/Totschlag und Angriffe mit Gegenständen und Waffen.

2.1.2. Sexuelle Gewalt

Sexuelle Gewalt ist die Gewaltform mit der höchsten Tabuisierung und dem größten Dunkelfeld. (Dunkelfeld beschreibt die Gewalt-Delikte, die den Behörden nicht bekannt geworden sind).[26]

Nach wie vor herrscht in unserer Gesellschaft vereinzelt noch die Vorstellung, die Frau müsse den „ehelichen Pflichten“ nachkommen. Gemeint ist die Ausübung des Geschlechtsverkehrs mit dem Partner zu dem Zeitpunkt und auf die Art und Weise, wie er es wünscht. In der Literatur heißt es dazu:

„[.] Geschlechtsverkehr kann auf der Grundlage traditioneller Geschlechterbeziehungen als eine Art erwartbare oder zu erbringende Leistung der Frau betrachtet werden, die von Seiten des Mannes mit Gewalt durchgesetzt werden kann"[27]

Erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar und wird auf Antrag verfolgt.[28] 2004 wurde es dann zu einem Offizialdelikt[29], was bedeutet, dass eine strafbare Handlung von der Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgt wird[30].

Sexuelle Gewalt umfasst jedoch nicht nur die Vergewaltigung der Frau durch ihren Partner. Ebenso gehören verbale sexuelle Belästigung und Beleidigung, erzwungenes Anschauen von Pornographie, sowie die Nötigung zu unerwünschten sexuellen Handlungen und Praktiken (auch mit Dritten) zu dieser weniger sichtbaren Gewaltform, die die Integrität der betroffenen Frau verletzt. [31]

2.1.3. Psychische Gewalt

„Es ist sehr schwer, genau zu bestimmen, wo psychische Gewalt in Paarbeziehungen beginnt und wo es sich lediglich um eine Form von negativem, belastendem oder destruktivem Partnerverhalten handelt. Relevant sind auch der (Macht)-Kontext, die Bedeutung und die Zielrichtung sowie die Interaktionen und Folgen der Handlungen innerhalb der Paarbeziehung, um einschätzen zu können, ob und in welchem Ausmaß es sich um psychische Gewalt gehandelt hat“ [32]

Das ist auch ein Grund dafür, warum psychische Gewalt oftmals nicht als Gewalt wahrgenommen wird, es sei denn, es kommen noch andere sichtbare Gewaltformen, wie z.B. sexuelle oder körperliche Gewalt, dazu.

Das Gefährliche hierbei ist zu übersehen, dass die psychische Gewalt bereits ein Vorbote für bevorstehende andere Gewaltformen in der Paarbeziehung sein kann.

Unter psychischer Gewalt kann man Handlungen und Verhaltensweisen bzw. Worte des Täters verstehen, die die Identität, den Willen, die Gefühle, die Fähigkeiten und den Selbstwert der Frau gefährden und beeinträchtigen.[33]

Einige Erscheinungsformen psychischer Gewalt sind:

Demütigung, soziale Isolation, Mord- und Suizidandrohungen, Erpressungen, Druckausübungen, Rufmord, Ignoranz, Bevormundung, Beleidigungen, Einschüchterungen, Drohungen, Nötigungen, ständige Kontrolle, Schreien, Verspottung, Beschimpfen, Entwertung, Sarkasmus, Ironie, Vorwürfe und Kritik.

Weitere Ausprägungen psychischer Gewalt sind die soziale und die ökonomische Gewalt, die ich in den nachfolgenden Punkten beschreibe.

2.1.4. Ökonomische Gewalt

Von ökonomischer Gewalt ist die Rede, wenn die Frau in der Paarbeziehung in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht, aufgrund des Agierens des Partners, von diesem abhängig ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Frau nicht über ihr eigenes Geld oder auch das Familieneinkommen verfügen und entscheiden darf und/oder der Partner alle Geldgeschäfte der Frau genau vorgibt und kontrolliert. Ebenso gehören ein vom Partner ausgesprochenes Arbeitsverbot für die Frau und die Zerstörung bzw. Beschädigung von Besitz oder wichtigen Dokumenten der Frau zur ökonomischen Gewalt.

Der Täter versucht so die Frau in der Paarbeziehung festzuhalten, denn die Angst vor Verarmung und sozialem Abstieg im Falle einer Trennung kann für die Opfer oftmals größer sein, als die ausgeübte Gewalt ihres Partners zu erkennen und sich dieser zu widersetzen.[34]

2.1.5. Soziale Gewalt

Bei der sozialen Gewalt geht es dem Täter darum, das Opfer von sich emotional abhängig zu machen. Das Isolieren des Opfers von anderen Kontakten verstärkt und stabilisiert diese Abhängigkeit. In einer von sozialer Gewalt geprägten Paarbeziehung hat der dominierende Mann die Entscheidungsmacht über alle Familienangelegenheiten, er verbietet und unterbindet seiner Partnerin den Kontakt zu Freunden und Familie. Ferner kontrolliert er, wohin sie wann geht. Auch persönliche Post und Telefonanrufe unterliegen seiner Kontrolle. Auffällig bei dieser Form der Gewalt ist das Zugestehen des Täters von eigenen Freiheiten, wie z.B. einer Affäre, aber die Partnerin wird von ihm mit krankhafter Eifersucht gequält.

2.2. Mögliche Ursachen und Entstehungsmechanismen

Bei häuslicher Gewalt gegen Frauen gibt es nicht den einen monokausalen alles erklärenden Ansatz für Ursachen, Entstehungsmechanismen, Faktoren und Motive.

Vielmehr entsteht häusliche Gewalt durch eine Vielzahl zusammenwirkender Faktoren auf der individuellen-persönlichen und/oder gesellschaftlichen sozialen Ebene.[35]

Neben individuellen und lebensgeschichtlichen Faktoren spielen auch gesellschaftliche, kulturelle und politische Rahmenbedingungen eine große Rolle.[36]

Anstatt von Ursachen sollte man besser von Bedingungsfaktoren und Dynamik in Beziehungen sprechen, die einem ständigen Wandel unterworfen sind. Einige davon werde ich nachfolgend vorstellen.

Im Rahmen der Forschung wird versucht zu erklären, wann und unter welchen Umständen es zu häuslicher Gewalt kommt. Nicht zuletzt aus dem Wunsch heraus, häusliche Gewalt frühzeitig zu erkennen und ihr entgegenzuwirken bzw. zu intervenieren.[37]

Das BMFSFJ (2010) unterscheidet bei der Untersuchung nach den fördernden Faktoren für häusliche Gewalt in soziostrukturelle und individuelle, beziehungsdynamische Faktoren.[38]

Im Folgenden werde ich diese Einteilung übernehmen und mich ebenfalls auf diese Untersuchung beziehen.

2.2.1. Soziostrukturelle Faktoren

„Die sozialen Unterschiede, die innerhalb der Gesellschaft: existieren, beeinflussen weit weniger die Wahrscheinlichkeit, häusliche Gewalt zu erfahren, als vielmehr den Unterstützungsbedarf, die eigene Handlungsfähigkeit und die Wege, auf denen Frauen Hilfe suchen, um ein gewaltfreies Leben führen zu können.“[39]

2.2.1.1. Bildung der Frau

„Im Zusammenhang mit Gewalt allgemein und Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen im Besonderen wird in der öffentlichen Diskussion oft die Vermutung angestellt, es handle sich um ein Problem, von dem in erster Linie die untersten Bildungs- und Sozialschichten betroffen seien. Dass das auf Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen in dieser Verallgemeinerung nicht zutrifft, betonen nicht nur Praxiskräfte aus verschiedenen Bereichen des psychosozialen Unterstützungssystems, sondern das wird auch in den Befunden der zugrundeliegenden Repräsentativstudie sichtbar.“[40]

Was sich allerdings durch die Repräsentativstudie herauskristallisierte war, dass Frauen ohne qualifizierte Bildung etwa doppelt so häufig eine Betroffenheit von häuslicher Gewalt angaben, im Vergleich zu Frauen mit niedriger, mittlerer und höher qualifizierter Bildung. Ebenso ergab die Analyse, dass tendenziell lediglich jüngere Frauen ohne Bildungsressourcen ein erhöhtes Risiko haben, häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen zum Opfer zu fallen.[41]

Offen bleiben Forschungsergebnisse über betroffene höher gebildete Frauen. Denn diese Gruppe wurde bislang noch weitgehend in Forschung, Politik und Interventions/Unterstützungspraxis weder thematisiert noch adressiert. [42]

2.2.1.2. Alter der Frau

Alle Altersgruppen können potentiell gefährdet sein, Opfer von häuslicher Gewalt zu werden.

Studien der BMFSFJ haben lediglich nachgewiesen, dass jüngere Frauen und die Frauen mittlerer Altersgruppen häufiger von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch ihren Partner betroffen sind, als ältere Frauen. Bei der psychischen Gewalt gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Altersgruppen.[43]

Schwere Formen der Gewalt waren laut der Repräsentativstudie von 2004 häufiger bei jüngeren Frauen ohne Berufsausbildung und mit geringen Ressourcen aufgetreten, ebenso bei Frauen ab 45 Jahren mit höherer Bildung/Beruf oder gleichen beruflichem/bildungsmäßigem Niveau wie ihre Männer.[44]

2.2.1.3. Berufliche und ökonomische Situation

Die berufliche Situation der Frau hat laut BMFSFJ nachweislich kaum Auswirkungen auf die Betroffenheit der Frauen von häuslicher Gewalt. Ausschlaggebend scheint vielmehr die berufliche Situation des männlichen Partners in der Beziehung zu sein. Besonders risikobehaftet stellt es sich dar, wenn keine beruflichen Ressourcen vorhanden sind oder beide Partner sich in einer schwierigen sozialen Lage befinden.

Ein geringeres Einkommen, niedrigere berufliche Position oder Bildungsstand können dazu führen, dass der Mann sich der Frau gegenüber unterlegen fühlt und aus verletztem Selbstwert zum Täter wird.[45]

Laut BMFSFJ sind 21% der gewalttätigen Männer arbeitslos, aber in 65% der gewaltbelasteten Beziehungen ist der Täter erwerbstätig.[46] Arbeitslosigkeit sei daher auch lediglich ein begünstigender Faktor für die Entstehung von häuslicher Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen.

Gewaltbetroffenheit ist keine Frage der Schichtzugehörigkeit, jedoch der Zugang von Frauen zu Hilfeeinrichtungen ist schichtspezifisch. Frauen in mittleren und gehobenen sozialen Lagen nehmen seltener Systeme der institutionellen Unterstützung und Intervention in Anspruch, Frauenhäuser zum Beispiel werden eher von ärmeren Frauen aufgesucht. Dies erklärt u.a. die fehlenden Forschungsergebnisse in der gehobenen und mittleren Bevölkerungsschicht.[47]

Die Annahme, dass Armut ein Faktor für häusliche Gewalt sei, lässt sich nur dahingehend bestätigen, dass der Armutsprozess zum Zusammenbruch der häuslichen Ökonomien beiträgt und damit der Nährboden für Gewalt und Feindseligkeit in der zwischenmenschlichen Beziehung gelegt werden kann.[48]

Die Stereotypisierung, von der Gewaltproblematik seien ausschließlich Menschen in schwierigen sozialen Lagen betroffen, scheint mir aufgrund vieler Studienergebnisse nicht haltbar.

2.2.1.4. Migrationshintergrund

Eine veröffentliche Sonderauswertung der Daten zum Thema „Gewalt, Gesundheit, Migration“ im Auftrag des BMFSFJ ergab, dass Frauen mit türkischem Migrationshintergrund häufiger und auch schwere Gewalt in Paarbeziehungen durch ihre aktuellen Partner erlebt haben.[49]

Dabei sei nicht die ethnische Herkunft maßgebend, sondern der Migrationszusammenhang und die mit ihm einhergehenden sozialen Spannungen und Belastungen im Geschlechterverhältnis, die eine gewaltfördernde Rolle spielen. Dazu gehören u.a. traditionelle Werte und Normen, die die Unterordnung von der Frau in der Paarbeziehung verlangt, sowie die Akzeptanz von Dominanzverhalten und Gewalt des Mannes gegen die Frau.[50]

Im Vergleich belegt die Studie, dass Migrantinnen generell schwerere Grade und Muster von Gewalt erlebt haben, als deutsche gewaltbetroffene Frauen. Erklärungsansätze hierfür können die schwierigen sozialen Lagen und mangelnde Bildung- und ökonomischen Ressourcen einer oder beider Partner der Beziehung sein. Die Frauen verfügen oft über keinerlei deutsche Sprachkenntnisse und befinden sich dadurch in einer ökonomischen Abhängigkeit zum Partner, was wiederum eine Trennung aus der Gewaltbeziehung verhindert und die Gewaltprävalenz erhöht. Ein weiterer Ansatz können die traditionellen Werte und Normen der Herkunft sein, die die Unterordnung der Frauen im Geschlechterverhältnis und das männliche Dominanzverhalten und die Akzeptanz von Gewalt gegen Frauen in der Partnerschaft unterstützt.[51][52]

2.2.2. Individuelle und beziehungsdynamische Faktoren

2.2.2.1. Alkohol- und Drogenkonsum

Alkohol und Drogen haben ohne Zweifel einen hohen Einfluss auf die Entstehung von Gewalt und sind oftmals der Auslöser und Verstärker von Gewalt, aber nicht als eigentliche Ursache zu verstehen! Sie senken die Hemmschwelle zur Gewaltbereitschaft und steigern das Aggressionspotenzial.[53]

Nachgewiesen ist allerdings, dass in zwei Drittel der Fälle schwerster Gewalt diese mit Alkoholkonsum des Täters verbunden war. Und 51% der aktuellen Paarbeziehungen, die von körperlicher Gewalt betroffen sind und von dem BMFSFJ untersucht wurden, weisen einen erhöhten Alkoholkonsum des männlichen Beziehungspartners nach. Dennoch ist Alkohol- und Drogenkonsum nicht der alleinige oder hauptsächliche Entstehungsfaktor häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen, da ein relevanter Teil der häuslichen Gewalt nicht im Kontext von erhöhtem Alkoholkonsum verübt wird.[54][55]

2.2.2.2. Traditionelle Rollenverteilungen im Geschlechterverhältnis

„Männliche Macht und die Forderung von Männern nach Unterordnung der Partnerin hat gesellschaftliche Tradition. Erst im Jahre 1948 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet, in dem es im Artikel 3 Absatz 2 heißt:

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. [...]“[56]

Männer, die sich mit dem traditionellen Rollenbild identifizieren, müssen sich von den Werten ihrer Mutter abwenden, denn männlich ist nach ihrer Vorstellung nur, was nicht weiblich ist. Ihre Angst liegt darin, von der Öffentlichkeit als Schwächlinge oder Versager gesehen zu werden, sollten sie nicht diesem Rollenverständnis entsprechen.

Daraus ergibt sich, dass der gewalttätige Mann, der die patriarchalische Ideologie der männlichen Überlegenheit und der grundsätzlichen Minderwertigkeit der Frau dermaßen verinnerlicht hat, sich in seiner Rolle im Recht sieht, seine Partnerin bei möglichen Abweichungen zu reglementieren und auch körperliche Gewalt anzuwenden. Hier geht es um Unabhängigkeit, Durchsetzungsvermögen, Macht und Kontrolle seitens des Mannes gegenüber der Frau, gestützt durch das traditionelle Rollenbild. Auch in der Rolle des Beschützers untergräbt er mit seiner Dominanz jegliche Bestrebungen der Frau auf Selbständigkeit und Autonomie.[57][58]

„Das traditionelle Konzept heterosexueller Paarbeziehungen beinhaltet [...]. Der Mann gilt als Familienernährer und damit implizit als berechtigt, Ansprüche zu stellen oder zu verwehren. ‘[59]

Das gesellschaftlich akzeptierte Männerbild verbreitet die Bereitschaft und Fähigkeit zur Gewaltanwendung, meist schwächeren und jüngeren gegenüber. Dabei sind Männlichkeit und das potentielle Ausüben von Gewalt eng miteinander verwoben. Weiblichkeit hingegen ist eng mit dem Aushalten von Gewalt und der Verantwortung für die Herstellung von Harmonie in Paarbeziehungen verknüpft. Nach dem tradierten Rollenverständnis der Frauen sind sie es, die in Konflikten eher stillhalten, vieles erdulden, schlichten, sich zurücknehmen und sich mit voller Hingabe für das Wohlergehen aller Familienmitglieder verantwortlich fühlen, selbstlos bis hin zur Selbstaufgabe.[60][61] Der authentische Bezug zum eigenen Frausein scheint zu fehlen. Frauen übernehmen eine vorgefertigte Rolle, weil es sich so geziemt, aber nicht weil es ihren individuellen persönlichen und emotionellen Vorstellungen entspricht.[62]

Das geschlechtsspezifische Rollenbild erwartet auch heute noch von Frauen Unterordnung und Selbstlosigkeit bis hin zur Selbstaufgabe. [63]

Dieses Verdrängen von Wut, Ärger und Aggressionen kann wiederum zu einem verstärkten Gefühl der Machtlosigkeit führen, was Frauen dazu prädestiniert zum Opfer von häuslicher Gewalt zu werden.[64]

Traditionelle Paarbeziehungskonzepte und Geschlechterkonstruktionen können weiterhin dazu beitragen, dass Gewalt als „normal“ erlebt wird und die Grenzen zwischen „Normalität“ und „Gewalt“ für das Opfer nicht trennscharf sind.[65][66]

2.2.2.3. Trennungs- und Scheidungssituationen

Kritische Lebensereignisse wie Trennung und Scheidung gehören zu den Hochrisikosituationen für Frauen Opfer von häuslicher Gewalt zu werden oder die Häufigkeit und Intensität nimmt in dieser Phase zu. Besonders dann, wenn die Trennung von Seiten der Frau ausgeht. [67][68]

Die Gründe hierfür scheinen offensichtlich. Der Mann fühlt sich als Versager und in seiner Männlichkeit gekränkt. Dazu kommen Eifersucht, Verletztheit und (Kontroll)verlust. Weitere Gründe können im Zusammenhang mit Elternschaft die Regelung des Unterhalts, Umgangsrecht etc. sein.

Auch noch nach längerer Zeit der Trennung kommt es des Öfteren während der Übergabe der Kinder oder Besuchen des Vaters erneut zu Bedrohungen und Misshandlungen.[69]

2.2.2.4. Gewalterfahrungen in der Kindheit

„Gewaltsame Kindheitserfahrungen in Form von selbst erlebter körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt, aber auch in Form der Zeugenschaft elterlicher Gewalt, bildeten im Rahmen der Untersuchung den mit Abstand stärksten Prädiktor für die Betroffenheit der Frauen durch schwere Gewalt und Misshandlungen im späteren Erwachsenenleben.“[70]

Konkret bedeutet dies, dass Mädchen, die bereits einmal Gewaltopfer gewesen sind, ein zwei- bis dreimal so hohes Risiko haben, später erneut Opfer von Gewalt (Alle Formen von Gewaltkriminalität!) zu werden.[71]

50-77 Prozent der in ihrer aktuellen Paarbeziehung von Gewalt betroffenen Frauen gaben an, bereits in ihrer Kindheit Gewalt erfahren zu haben.[72]

Aussagen von Gewalt betroffenen Frauen sind unter anderem: „Ich hab' auch früher in meiner Kindheit nur Prügel bezogen. [...] Mein Vater wollte mich immer umbringen [...].“[73]

Oder: „Immer hab ich Schläge bekommen, ich kann nicht sagen, dass ich jemals Mutterliebe erfahren habe.“[74]

„Gewalt in der Herkunftsfamilie gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für Mädchen, als Erwachsene erneut Opfer von Gewalt zu werden.“[75]

Aber auch für die Täter gilt die Theorie der Gewalterfahrungen in der Kindheit. Hat der Mann in seiner Kindheit selbst häufig Gewalt erlebt oder zwischen den Eltern beobachtet, so ist dies ein massiver Risikofaktor, selbst Gewalt an anderen auszuüben. Er rechtfertigt das als ein angemessenes erfolgsversprechendes Mittel zur Austragung und Lösung von Konflikten, um seine Ziele zu erreichen. Die Opfer hingegen haben schon als Kinder erfahren, dass Gewalt scheinbar „normal“ ist.[76]

Die Vermutung ist, dass erlittene und beobachtete Gewalt in der Kindheit zum einen erlernt und reproduziert wird und zum anderen zu verminderter eigenen Stärke und Ressourcen sowie zur verringerten Fähigkeit zur Abgrenzung führt.[77]

2.2.2.5. Persönlichkeit des Täters

Die Vorstellung, gewalttätige Männer handeln aufgrund von frühen Entwicklungsstörungen, angeborener Trieb, psychischen Erkrankungen oder geringer Frustrationstoleranz legt nahe, dass die Täter unkontrolliert gewalttätig werden. Das BMFSFJ belegt allerdings anhand von Erfahrungsberichten von gewaltbetroffenen Frauen und Beratungsstellen, dass Männer ihre Gewaltausbrüche durchaus „planen“ und bewusst durchführen. Häufig schlagen sie zu, wenn keine Zeugen in der Nähe sind und versuchen, ihre Schläge so zu platzieren, dass äußerlich dem Opfer nichts anzusehen ist. [78]

„Die meisten Männer, die Gewalt gegenüber ihren Frauen ausüben, sind sozial unauffällig und gesellschaftlich integriert.“[79]

In der von mir bearbeiteten Literatur sehen gewalttätige Männer ihre Partnerin als ihr Eigentum, sie betonen den Anspruch auf die Unterordnung der Frau, den sie zur Not auch gewaltsam einfordern. [80] (siehe hierzu auch Punkt 2.2.2.2.)

Fühlt ein Täter sich seiner Partnerin unterlegen, so empfindet er möglicherweise Hilflosigkeit und Schwäche. Es wird vermutet, dass gewalttätige Männer bei entstehenden Konflikten nicht in der Lage sind, ihre Meinungen und Gefühle, wie Ärger und Wut, verbal auszudrücken, daher treten an diese Stellen von Gefühlsdefiziten oft explosionsartige Gewalthandlungen.[81][82][83]

Ein weiterer individueller Faktor könnten Defizite in der Wahrnehmung seitens des Täters sein. Alltagssituationen würden verzerrt und der Täter fühle sich verletzt oder betrogen. Er rechtfertige seine Gewalttaten mit der Begründung, die Partnerin habe ihn gereizt und bewusst provoziert. Somit projiziere er die Schuld auf die Frau und ziehe sich aus der Verantwortung.

Wie bereits in Punkt 2.2.2.4. erwähnt, spielen auch hier die vom Täter in der Kindheit erlebten Gewalterfahrungen eine Rolle.

Auch die situativen Faktoren, die sich auf die äußeren Lebensumstände des Täters beziehen, wirken sich begünstigend auf sein Gewaltpotential aus. Diese können sein: emotionale Isolation, Stress, Arbeitslosigkeit, Unzufriedenheit in Bezug auf Wohn- und Arbeitssituation, sowie überhöhte Erwartungen an die Partnerschaft oder Beziehungsängste. Aber auch die Eifersucht auf das eigene Kind bzw. auf die Zuneigung, die dieses von der Mutter erhält, kann als Auslöser ausreichen, wie Aussagen von betroffenen Frauen belegen. So ist es ggfs. die Geburt des gemeinsamen Kindes, die die Gewalt in der Beziehung beginnen lassen kann. Das BMFSFJ nennt dies in seiner Studie: neue oder kritische Lebensereignisse.

„Für den Gewalttäter ist seine Partnerin oft der Mensch, den er am meisten liebt und von dem er sich in besonderem Maße abhängig fühlt. Sie kann ihn am leichtesten kränken, verunsichern und destabilisieren. Viele dieser Männer werden daher ausschließlich gegen ihre Partnerin gewalttätig. Ein vermeintlich oder tatsächlich drohender Verlust des geliebten Menschen ist nicht nur die größte Kränkung, sondern löst auch die meisten Ängste und Ohnmachtsgefühle aus. (Dies erklärt auch die manchmal irrational eskalierenden Handlungen eines Mannes, der seine Frau in einer Trennungssituation tötet und als Grund angibt, dass er ohne sie nicht leben kann.)'“[84]

2.3. Mögliche Folgen

Häusliche Gewalt ist in Europa die Hauptursache für Tod oder Gesundheitsschädigung von Frauen.[85]

„ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit, sondern positiv als Zustand völligen, körperlichen , geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens‘“[86]

Anhand dieser Definition muss demnach bei von Gewalt betroffenen Frauen von einer einschneidenden Beeinträchtigung der Gesundheit ausgegangen werden. Denn Gewalt in Paarbeziehungen bedeutet u.a. kontinuierlichen Stress, der sich wiederum negativ auf die Gesundheit der betroffenen Frauen auswirken und somit zu Erkrankungen führen kann.

„Solange sich die Frauen in der Gewaltsituation befinden und für sich keinen Ausweg sehen, entwickeln sie Strategien des Erduldens von Demütigungen und Verletzungen, die sie psychisch gefährden und körperlich krank machen.“[87]

Jede Gewalt ist für die betroffene Frau demütigend und verletzt ihr Selbstwertgefühl. Sie fühlt sich verraten, verliert das Vertrauen und erfährt zumindest zeitweilig totale Ohnmacht.[88]

Selbst Gewalterfahrungen im sozialen Nahraum, die bereits länger zurückliegen, können nachhaltige Beeinträchtigungen der gesundheitlichen und psychosozialen Situation der Opfer haben.[89]

Es gibt in der von mir gelesenen Literatur verschiedene Arten, die Gewaltfolgen der Opfer zu benennen und schematisch einzugruppieren, wobei eine Systematisierung und Abschätzung sämtlicher Auswirkungen aufgrund der Komplexität der Folgen und ihrer Wechselwirkungen nur in Ansätzen gelingen kann.[90] Nachfolgend werden daher die signifikanten und übereinstimmenden Erkenntnisse zu einer einheitlichen Beschreibung zusammengefasst.[91] Auf die durchaus gravierenden Folgen von Gewalt in Bezug auf die Volkswirtschaft, Täter und Kinder bzw. Jugendlichen gehe ich in meiner Bachelor-Arbeit nicht ein, da hier die Folgen der Opfer von Gewalt in heterosexueller Paarbeziehungen (Frauen) und die Entscheidung für oder gegen den Schritt ins Frauenhaus im Fokus stehen.

2.3.1. Nicht tödliche Folgen

Zu den nicht tödlichen Folgen zählen die psychische und psycho-(somatischen) Folgen, die sozialen Folgen, die finanziellen Folgen, der Großteil der körperlichen/physischen Folgen sowie die gesundheitsgefährdenden (Überlebens-) Strategien.

2.3.1.1. Psycho-(somatische) und psychische Folgen

Die psycho-(somatischen) und psychischen Folgen werden auch indirekte Folgen genannt und häufig als nicht so gravierend bewertet, da sie nicht gleich sichtbar wie die direkten Folgen von Gewalt sind.

Typische psycho-(somatische) Folgen sind: Chronische Schmerzsyndrome (z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen), Reizdarmsydnrom, Magen-Darm-Störungen, Atemwegbeschwerden, Herzkreislaufbeschwerden und Allergien.

Typische psychische Folgen sind: Posttraumatische Belastungsstörungen, dauerndes Grübeln/Passivität, Ärger, Rachegefühle, Depressionen, Ängste/Phobien, Schlafstörungen, Panikattacken, Essstörungen, Verlust von Selbstachtung und Selbstwertgefühl, Schüchternheit/Verlegenheit, Suizidalität, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Selbstverletzung, Verwirrtheit, Schreckhaftigkeit, häufiges Weinen, Scham und Schuldgefühle, sexuelle Störungen, Zwangsstörungen und Probleme mit sozialen Kontakten.

Besonders die psychischen Folgen werden im öffentlichen Bewusstsein meist mit den Ursachen verwechselt und demnach unterstellt, dass misshandelte Frauen nichts zur Veränderung der Situation beitragen wollen bzw. Frauen nur deswegen misshandelt werden, weil sie einer der oben genannten psychischen Folgen aufweisen.[92]

2.3.1.2. Soziale Folgen

Zu den sozialen Folgen zählt man: Ungewollte Schwangerschaften, Beziehungs- und Kommunikationsstörungen, Arbeitsplatzverlust, Isolation, Verlust der Familie/des Freundeskreises, Angst vor Kindesentzug und Angst vor Ächtung.

2.3.1.3. Finanzielle Folgen

Finanzielle Folgen beinhalten: Überschuldung, Armut, Arbeitslosigkeit und Rentenminderung.

2.3.1.4. Gesundheitsgefährdende (Überlebens-) Strategien

Betroffene Frauen finden Strategien, um mit den Schmerzen und den verletzten Gefühlen fertigzuwerden, damit sie im Stande sind, mit großer Kraftaufwendung ihren Alltag zu organisieren und zu überleben. Einige Frauen nehmen in diesen psychisch stark belastenden, kaum erträglichen Situationen Psychopharmaka und Tabletten, manche versuchen auch, Angst und Spannung durch Alkohol oder Drogen abzubauen.[93] Wieder andere rauchen exzessiv, verletzen sich selbst oder flüchten sich in risikoreiches Sexualverhalten.

2.3.1.5. Körperliche Folgen

Unter körperlichen Folgen versteht man die direkten Verletzungen, die durch physische Gewalt entstehen. Beispiele für direkte körperliche Folgen sind z.B.: Hämatome, Prellungen, Frakturen, Rupturen, Platzwunden, Ungewollte Schwangerschaften, Gynäkologische Probleme/Fehlgeburten, Infektionskrankheiten einschließlich HIV.

[...]


[1] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.33

[2] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Aktionsplan II der Bundesregierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Berlin, September 2007, Vorwort

[3] Hanetseder, Christa: Frauenhaus: Sprungbrett zur Freiheit?, Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, 1992, S.3-4

[4] Brückner, Magrit: Grundlagen und Entwicklungslinien der Frauenhausarbeit. In: Chasse, Karl August; von Wensierski, Hans- Jürgen: Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Juventa Verlag, Weinheim und München, 2008, S.259

[5] Kraemer, Brigitte: Frauenhaus, Acht Frauen erzählen, Konkret Literatur Verlag, Mühlheim/Ruhr, 1983, Vorwort

[6] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.10, letzter Zugriff 14.04.2013, 10.19 Uhr

[7] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.35

[8] Hanetseder, Christa: Frauenhaus: Sprungbrett zur Freiheit?, Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, 1992, S.3

[9] Hanetseder, Christa: Frauenhaus: Sprungbrett zur Freiheit?, Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, 1992, S.101

[10] Schmid, Gabriella: Die Situation von Frauen, die Gewalt in der Paarbeziehung erleben. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.37

[11] Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Fachlexikon der sozialen Arbeit, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, S.415

[12] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.72

[13] Gloor, Daniela; Meier, Hanna: Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.17

[14] Brückner, Margrit: Wege aus der Gewalt gegen Mädchen und Frauen, Eine Einführung, Fachhochschulverlag, Frankfurt am Main, 2002, S.21

[15] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale

Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.19

[16] Gloor, Daniela; Meier, Hanna: Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.18

[17] http://www.frauenhaeuser-brandenburg.de/pdf/kinder_frauenhaus.pdf, letzter Zugriff 14.04.2013, 9.38 Uhr

[18] Gloor, Daniela; Meier, Hanna: Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt

Zürich, Frauenklinik Maternité, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.18

[19] Hagemann-White, Carol: Gewalt in der Paarbeziehung – Für die frühen Hilfen ein familiärer Belastungsfaktor neben anderen?

In: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH); Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK):

Materialien zu frühen Hilfen 3, Tagungsdokumentation, Frühe Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Köln, 2009, S.11-12

[20] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.68, 73

[21] Im Folgenden Repräsentativstudie genannt.

[22] Schröttle, Monika: Gewalt aus der Mitte der Gesellschaft; Ergebnisse und widerlegte Vorurteile aus Studien. In: pro familia magazin 03/10 Gewalt, Frankfurt am Main, 2010, S.6-7

[23] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen.

Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung

nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.6

[24] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.22, letzter Zugriff 14.04.2013, 11.07 Uhr

[25] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.54

[26]GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.20

[27] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale

Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S. 115

[28] Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.: Fachlexikon der sozialen Arbeit, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, S. 342

[29] http://die-traurige-seele.beepworld.de/vergewaltigung.htm, letzter Zugriff 18.04.2013, 21.06 Uhr

[30] https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/Seite.991418..html, letzter Zugriff 18.04.2013, 21.10 Uhr

[31] Hanetseder, Christa: Frauenhaus: Sprungbrett zur Freiheit?, Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, 1992, S.98

[32] BMFSFJ (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.18

[33] http://www.diagnose-gewalt.eu/haeusliche-gewalt/definition-haeuslicher-gewalt/formen-haeuslicher-gewalt, letzter Zugriff

15.04.2013, 20.42 Uhr

[34] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.53

[35] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Bundesministerium der Justiz (BMJ), (Hrsg.): Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt, Berlin, 2010, S.8

[36] Müller, Ursula; Schröttle, Monika: Gewalt gegen Frauen in Deutschland - Ausmaß, Ursachen und Folgen, Fachwissenschaftliche Analyse. In: Heitmeyer/Schröttle (Hrsg.): Gewalt; Beschreibungen-Analysen-Prävention, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Bonn, 2006, S.85

[37] Gloor, Daniela; Meier, Hanna: Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hsrg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.25

[38] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.26

[39] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.207

[40] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.28

[41] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S. 29-32

[42] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.32

[43] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.26-27

[44] Hagemann-White, Carol: Gewalt in der Paarbeziehung - Für die frühen Hilfen ein familiärer Belastungsfaktor neben anderen? In: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH); Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK): Materialien zu frühen Hilfen 3, Tagungsdokumentation, Frühe Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Köln, 2009, S.11

[45] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.16, letzter Zugriff 14.04.2013, 22.17 Uhr

[46] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.32-36

[47] Brückner, Magrit: Grundlagen und Entwicklungslinien der Frauenhausarbeit. In: Chasse, Karl August; von Wensierski, Hans- Jürgen: Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Juventa Verlag, Weinheim und München, 2008, S.260

[48] Groschoff, Nancy: Häusliche Gewalt und ihre Folgen, Eine Darstellung der Kernfragen von Frauen im Frauenhaus, Diplomica Verlag, Hamburg, 2009, S.18

[49] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.36

[50] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.37

[51] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen.

Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung

nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010, S.37

[52] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen.

Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung

nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.36

[53] Gloor, Daniela; Meier, Hanna: Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.26

[54] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen.

Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung

nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.39

[55] Müller, Ursula; Schröttle, Monika: Gewalt gegen Frauen in Deutschland – Ausmaß, Ursachen und Folgen,

Fachwissenschaftliche Analyse. In: Heitmeyer/Schröttle (Hrsg.): Gewalt; Beschreibungen-Analysen-Prävention, Bundeszentrale

für politische Bildung (bpb), Bonn, 2006, S.89

[56] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.16, letzter Zugriff 15.04.2013, 12.40 Uhr

[57] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.14-15, letzter Zugriff 15.04.2013, 12.13 Uhr

[58] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.85

[59] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.126-127

[60] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale

Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.127

[61] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.15, letzter Zugriff 15.04.2013, 12.33 Uhr

[62] Hanetseder, Christa: Frauenhaus: Sprungbrett zur Freiheit?, Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, 1992, S.131

[63] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.15, letzter Zugriff 15.04.2013, 12.33 Uhr

[64] Hanetseder, Christa: Frauenhaus: Sprungbrett zur Freiheit?, Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, 1992, S.37

[65] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale

Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.126

[66] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Bundesministerium der Justiz (BMJ), (Hrsg.): Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt, Berlin, 2010, S.7

[67] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale

Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.29

[68] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen.

Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung

nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.42

[69] Schmid, Gabriella: Die Situation von Frauen, die Gewalt in der Paarbeziehung erleben. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.42-43

[70] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.43

[71] Hagemann-White, Carol: Gewalt in der Paarbeziehung - Für die frühen Hilfen ein familiärer Belastungsfaktor neben anderen? In: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH); Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK): Materialien zu frühen Hilfen 3, Tagungsdokumentation, Frühe Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Köln, 2009, S.11

[72] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen. Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt. Kurzfassung, Berlin, Juni 2010 und Januar 2012, S.44

[73] Kraemer, Brigitte: Frauenhaus, Acht Frauen erzählen, Konkret Literatur Verlag, Mühlheim/Ruhr, 1983, S.32

[74] Kraemer, Brigitte: Frauenhaus, Acht Frauen erzählen, Konkret Literatur Verlag, Mühlheim/Ruhr, 1983, S.69

[75] Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.: Fachlexikon der sozialen Arbeit, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, S.342

[76] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.17, letzter Zugriff 14.04.2013, 22.24 Uhr

[77] GIG-net (Hrsg.): Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.68

[78] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.77

[79] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, Seite 10, letzter Zugriff 14.04.2013, 10.24 Uhr

[80] Brückner, Magrit: Grundlagen und Entwicklungslinien der Frauenhausarbeit. In: Chasse, Karl August; von Wensierski, Hans- Jürgen: Praxisfelder der Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Juventa Verlag, Weinheim und München, 2008, S.260

[81] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.17, letzter Zugriff 14.04.2013, 22.31 Uhr

[82] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.88

[83] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (Hrsg.): Gewalt in Ehe und Partnerschaft – ein Leitfaden für Beratungsstellen, Berlin, 1999, S.25

[84] http://www.frauenhaus-kempten.de/zum-weiterlesen/, S.4, letzter Zugriff 14.04.2013, 22.34 Uhr

[85] http://www.humanrights.ch/de/Themendossiers/Gleichstellung/International/idart_4755-content.html, letzter Zugriff

20.04.2013, 18.03 Uhr

[86] GIG-net (Hrsg.), Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.50

[87] Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa; Hessisches Ministerium des Innern und für Sport; Hessisches Sozialministerium; Landespräventionsrat Arbeitsgruppe „Häusliche Gewalt“: 2.Aktionsplan des Landes Hessen zur Bekämpfung der Gewalt im häuslichen Bereich, Landespräventionsrat Hessen, Kabinettbeschluss vom 12.09.2011, Präambel

[88] http://www.ifk-vehlefanz.de/sites/curriculum-site/currend.pdf, S.27, letzter Zugriff 14.04.2013, 22.39 Uhr

[89] Gloor, Daniela; Meier, Hanna: Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hsrg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.35

[90] GIG-net (Hrsg.), Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.49

[91] Haupt-Quellennachweise für die im Text genannten Folgen von häuslicher Gewalt sind:

GIG-net (Hrsg.), Gewalt im Geschlechterverhältnis, Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis, Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills, 2008, S.49-79

Frauen informieren Frauen - FIF e.V.: Wege aus der Gewalt in Partnerschaft und Familie, Informationshandbuch für Frauen, Eigenverlag, Kassel, 2012, S.136-138

Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternite, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren, Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung, Hans Huber Verlag, Bern, 2010, S.29-35

[92] Schweikert, Birgit: Gewalt ist kein Schicksal, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden, 2000, S.58

[93]http://www.diagnose-gewalt.eu/haeusliche-gewalt/auswirkung-haeuslicher-gewalt/folgen-von-gewalt-doc, letzter Zugriff 16.04.2013, 21.12 Uhr

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Häusliche Gewalt. Entscheidung Frauenhaus?!
Hochschule
Hochschule RheinMain
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
76
Katalognummer
V268663
ISBN (eBook)
9783656590200
ISBN (Buch)
9783656590170
Dateigröße
3075 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Häusliche Gewalt, Frauenhaus
Arbeit zitieren
Nicole Jost (Autor), 2013, Häusliche Gewalt. Entscheidung Frauenhaus?!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268663

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