Kurzer Überblick darüber, welche infrastrukturellen Auswirkungen die Grube Göttelborn auf den Ort hatte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Grube Göttelborn während des Bergbaus
2.1 Historische Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung
2.2 Einfluss auf Infrastruktur, Siedlungsbild und gesellschaftliches Leben
3. Strukturwandel nach der Bergbauzeit
3.1 Nachnutzung des Grubengeländes durch die Industriekultur Saar GmbH
3.2 Ökologische und touristische Aspekte der ehemaligen Grube
3.3 Integration in das Netzwerk der Industriekultur
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den historischen und soziokulturellen Einfluss der Grube Göttelborn auf die gleichnamige Gemeinde und analysiert die nach der Stilllegung eingeleiteten Prozesse des strukturellen Wandels zur Industriekultur.
- Historische Entwicklung der Kohleförderung in Göttelborn
- Prägung des Ortsbildes und der sozialen Identität durch den Bergbau
- Umnutzung ehemaliger Industrieanlagen für Wirtschaft und Tourismus
- Ökologische Transformation des Grubenareals
- Integration in die regionale Industriekultur-Strategie
Auszug aus dem Buch
Die Grube Göttelborn und ihr Einfluss auf die Gemeinde
So arbeiteten viele der Einwohner des Ortes in dieser Anlage oder aber im Bergbau allgemein, was eine tiefe emotionale Bindung zwischen den Menschen und der Bergbauindustrie schuf. Das Bergbaugelände, insbesondere die hoch aufragenden Fördertürme wie der im Volksmund als „Weißer Riese“ bezeichnete Schacht IV, aber auch zahlreiche andere, dem Unternehmen der Saarbergwerke AG unterstellte Gebäude wie z.B. der Wasserturm (auch als Wasserschloss bezeichnet), prägten jahrzehntelang bis heute das äußere Erscheinungsbild des Ortes, was ebenfalls zur Identifikation der Einwohner mit dem Kohlebergbau beitrug.
Doch nicht nur die Industriebauten prägten Göttelborn, sondern auch die als Wohnhäuser insbesondere für höhere Angestellte untertage (z.B. für Steiger) errichteten sogenannten Bergmannshäuser. Sie stehen mittlerweile unter Denkmalschutz, ebenso wie Förderschacht III des Grubengeländes und die ehemalige Bergwerksdirektion oberhalb der Anlage. Hinzu kommen zahlreiche weitere Denkmäler wie das Stollenmundloch, das an die Eröffnung der Grube 1887 erinnert, eine Seilscheibe, ein Kohlewagen und sogar eine sogenannte Grubenlok, die rund um die ehemaligen Zugangswege zum Grubengelände aufgestellt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die geografische Lage und die tiefe historische Verwurzelung der Gemeinde Göttelborn mit dem Bergbau.
2. Die Grube Göttelborn während des Bergbaus: Darstellung der wirtschaftlichen Blütezeit, der industriellen Errungenschaften und der prägenden Wirkung auf das soziale und bauliche Umfeld.
3. Strukturwandel nach der Bergbauzeit: Analyse der Nachnutzungskonzepte, ökologischen Umgestaltungen und touristischen Erschließung des ehemaligen Grubengeländes.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der dauerhaften Bedeutung des Bergbaus für die Identität des Ortes und Ausblick auf die Bewahrung des Erbes durch die Industriekultur Saar.
Schlüsselwörter
Göttelborn, Bergbau, Strukturwandel, Industriekultur Saar, Kohleförderung, Industriedenkmal, soziale Identität, Standortentwicklung, Schacht IV, Bergbaugeschichte, Nachnutzung, Saarkohlenwald, Denkmalschutz, Wirtschaftsförderung, Region Saarland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung der ehemaligen Grube Göttelborn für die Infrastruktur und das gesellschaftliche Leben der Gemeinde vor und nach der Schließung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Industriegeschichte, die städtebauliche Prägung, soziale Bindungen an den Bergbau und der gelungene Strukturwandel zum Standort für moderne Unternehmen und Tourismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Bergwerk den Ort geformt hat und wie nach dem Ende der Kohleförderung eine kulturelle und wirtschaftliche Neuorientierung erfolgte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine analytische Aufarbeitung anhand historischer Dokumente, Fachliteratur und Berichten zum Strukturwandel in der Industriekultur Saar.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die physischen Hinterlassenschaften wie Industriebauten und Denkmäler als auch die soziale Prägung durch Vereine und das tägliche Leben beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Strukturwandel, Industriekultur Saar, Bergbaugeschichte und Standortentwicklung.
Welche Rolle spielt Schacht IV in diesem Kontext?
Schacht IV, bekannt als der höchste Förderturm der Welt, dient als Symbol für die einstige wirtschaftliche Kraft und heute als markantes Industriedenkmal für die Identifikation des Ortes.
Was versteht man unter der "Cité der Industriekultur Saar"?
Es ist ein Konzept zur Nachnutzung der Grubenanlagen als Zentrum für Kreativität und Wissen, um den Wandel von der Industrie zur Wissensgesellschaft zu manifestieren.
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- Patrik Grün (Author), 2010, Die Grube Göttelborn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268680