Im Film Monty Python and the Holy Grail der britischen Komikergruppe Monty Python werden die Ritter durchweg als „knights“ bezeichnet, was dem deutschen Begriff „Ritter“ entspricht. Der Film wurde im Jahr 1975 veröffentlicht und war der vierte gemeinsame Film von Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones und Michael Palin. Der Film parodiert die Erzählung von König Artus und der Suche nach dem Heiligen Gral. Er spielt im Jahr 932 , also etwa fünf Jahrhunderte später als die eigentliche Sage, im mittelalterlichen England. In diesem Film reitet König Artus durch England, um Ritter zu finden, die ihn an seinen Hof nach Camelot begleiten möchten. Nachdem sich ihm einige Ritter angeschlossen haben, erscheint ihnen Gott und beauftragt sich mit der Suche nach dem Heiligen Gral. Im Zuge dieser Aufgabe erleben die Ritter zahlreiche Abenteuer, manche allein, manche in der Gruppe, bis schließlich nur noch Sir Bedevere und Artus zu einer besetzten Burg gelangen. Als sie diese Burg stürmen wollen, werden sie von einer Gruppe vorbeifahrender Polizisten verhaftet.
Die Ritter der Tafelrunde sowie König Artus stehen im Zentrum der Handlung des Films, weshalb gerade ihr Aussehen und ihr Verhalten das Bild prägt, welches der Zuschauer durch diesen Film vom Mittelalter aufnimmt. Daher soll in dieser Arbeit untersucht werden, wie die Ritter äußerlich und charakterlich dargestellt werden, was ihre Handlungsmotive sind und wie sie ausgewählte Situationen zu bewältigen versuchen. Da es sich bei diesem Film um eine satirische Komödie handelt, müssen auch die zahlreichen Brechungen und Überzeichnungen klischeebehafteter Darstellungen in die Analyse mit einfließen, wobei dieser Punkt jedoch eher im Hintergrund bleiben soll.
Problematisch an der Quellenlage zum Krieg im Mittelalter ist, dass die Texte oftmals tendenziös geschrieben waren, mitunter eindeutige Lügen waren oder zu Propagandazwecken formuliert und daher häufig fern der Realität gehalten waren. Daher wird für diese Arbeit in erster Linie auf wissenschaftliche Literatur zurückgegriffen, die sich ausgiebig mit den mittelalterlichen Quellen beschäftigt hat, um den aktuellen Stand der Forschung zum Thema des Ritterbildes zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
2. Die Ausrüstung
2.1 Die Schutzausrüstung der Ritter
2.2 Die Bewaffnung
2.3 Pferde und Kokosnüsse
3. Benehmen und Verhalten der Ritter
3.1 Das ritterliche Streben
3.2 Die Ritter der Tafelrunde
a) Der strahlende Herrscher - König Artus
b) Weisheit und Gerechtigkeit - Sir Bedevere
c) Sündenfreiheit - Sir Galahad
d) Tapferkeit und religiöser Dienst - Sir Lancelot und Sir Robin
4. Fazit
5. Quellen
6. Literaturangaben
7. Anhang
Häufig gestellte Fragen
Wie werden Ritter in „Monty Python and the Holy Grail“ dargestellt?
Der Film zeigt die Ritter der Tafelrunde auf satirische Weise, wobei ihre Charaktereigenschaften wie Tapferkeit oder Weisheit oft ins Absurde übersteigert werden.
Was parodiert der Film im Kern?
Er parodiert die Sage von König Artus und die Suche nach dem Heiligen Gral sowie klischeehafte Vorstellungen vom mittelalterlichen Rittertum.
Warum spielen Kokosnüsse eine zentrale Rolle im Film?
In einer berühmten Szene werden Kokosnussschalen aneinandergeschlagen, um das Geräusch von Pferdehufen zu imitieren, da die Ritter im Film keine echten Pferde besitzen.
Wie verhält sich die Darstellung im Film zur historischen Realität?
Die Arbeit vergleicht die filmische Ausrüstung und Bewaffnung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über das tatsächliche Rittertum im Mittelalter.
Welche Rittercharaktere werden in der Arbeit analysiert?
Analysiert werden unter anderem König Artus als Herrscher, Sir Bedevere (Weisheit), Sir Galahad (Sündenfreiheit) sowie Sir Lancelot und Sir Robin.
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- Patrik Grün (Author), 2012, Von Pferden und Kokosnüssen. Das Ritterbild in „Monty Python and the Holy Grail“., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268682