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Epiphänomenalismus. Pro und Kontra

Title: Epiphänomenalismus. Pro und Kontra

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Renata Ellermann (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Die subjektive Erfahrung unseres Daseins ist, dass unsere Wahrnehmungen, Überzeugungen und Absichten unser Verhalten beeinflussen können. Wie können aber geistige Ereignisse in die materielle Welt eingreifen und dort Veränderungen verursachen?
Die epiphänomenalistische Antwort auf diese Frage ist, dass unser Verhalten nicht von mentalen Ereignissen sondern von Gehirnprozessen gesteuert wird, wobei uns diese Prozesse zum Teil auch bewusst werden.
Ist die epiphänomenalistische Sicht plausibel? Welche Argumente sprechen für den Epiphänomenalismus? Sind die Argumente gegen den Epiphänomenalismus stichhaltig? Die Beantwortung dieser Fragen bildet den Kern dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Epiphänomenalismus: Pro und Kontra

1. Das Leib-Seele-Problem

2. Ursprung und Begriff des Epiphänomenalismus

3. Argumente für den Epiphänomenalismus

4. Argumente gegen den Epiphänomenalismus

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Plausibilität des Epiphänomenalismus im Kontext des Leib-Seele-Problems. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob mentale Ereignisse tatsächlich eine kausale Wirkung in der materiellen Welt entfalten können oder ob sie lediglich Begleiterscheinungen neuronaler Prozesse sind.

  • Historische und begriffliche Herleitung des Epiphänomenalismus
  • Ontologische und kausalitätstheoretische Analyse der Position
  • Empirische Evidenz durch die Libet-Experimente zur Willenshandlung
  • Kritische Auseinandersetzung mit Einwänden gegen die Theorie

Auszug aus dem Buch

3. Argumente für den Epiphänomenalismus

Das Ergebnis der systematischen Einschätzung des Epiphänomenalismus aus ontologischer, kausalitätstheoretischer und empirischer Perspektive fällt positiv aus: Der epiphänomenalistische Lösungsversuch des Leib-Seele-Problems gegenüber anderen Hypothesen scheint eindeutig der adäquatere zu sein.

Drei Argumente werden hier hervorgehoben.

1. Das ontologische Modell des Epiphänomenalismus ist einfach und sparsam.

Der ontologische Dualismus von psychischen und physischen Ereignissen ist uneliminierbar. Der Epiphänomenalismus geht von der Verschiedenheit des Psychischen und Physischen aus (Bieri, 1.). Das Psychische ist kein selbständiges, sondern ein unselbstständig Seiendes. Die ontologische Kategorie des Psychischen ist nicht die der Substanz, sondern die der Eigenschaft oder Funktion. Es existiert nicht für sich, sondern ist sie an die Existenz eines substanziellen, zeitlich konstanten Trägers, des Physischen, gebunden. Das entspricht dem Gebot der ontologischen Sparsamkeit.

Das ontologische Modell des Epiphänomenalismus ist einfach und hierarchisch strukturiert. Das Physische hat die ontologische Priorität, das Psychische ist das emergente Produkt des Physischen. Die Welt des Physischen ist kausal geschlossen (Bieri, 2.). Das Psychische spielt kausal keine Rolle (Broad, 2.+3.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Leib-Seele-Problem: Dieses Kapitel skizziert den historischen Hintergrund sowie die zentralen ontologischen und kausalitätstheoretischen Fragestellungen des Leib-Seele-Diskurses.

2. Ursprung und Begriff des Epiphänomenalismus: Hier werden die begrifflichen Grundlagen sowie die Entwicklung des Epiphänomenalismus von Platon bis hin zu zeitgenössischen Vertretern dargestellt.

3. Argumente für den Epiphänomenalismus: Dieser Abschnitt führt ontologische, methodologische und empirische Argumente an, die für die Plausibilität der epiphänomenalistischen Theorie sprechen.

4. Argumente gegen den Epiphänomenalismus: Hier werden zentrale Einwände, etwa zur vermeintlichen Absurdität der Theorie oder zur Willensfreiheit, analysiert und einer kritischen Prüfung unterzogen.

Schlüsselwörter

Epiphänomenalismus, Leib-Seele-Problem, Dualismus, Monismus, Kausalität, Mentale Verursachung, Bewusstsein, Neuronale Korrelate, Benjamin Libet, Bereitschaftspotenzial, Willensfreiheit, Ontologische Sparsamkeit, Emergentismus, Interaktionismus, Philosophie des Geistes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Theorie des Epiphänomenalismus, welche besagt, dass mentale Zustände zwar durch physische Gehirnprozesse verursacht werden, selbst aber keine kausale Wirkung auf physische Ereignisse haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der ontologischen Einordnung des Geistes, der kausalen Geschlossenheit der physikalischen Welt sowie der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Willensfreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Plausibilität des Epiphänomenalismus gegenüber alternativen Leib-Seele-Modellen zu bewerten und sowohl pro- als auch kontra-Argumente kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die systematische Argumentationsstrukturen mit Ergebnissen aus den Neurowissenschaften, insbesondere den Libet-Experimenten, kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Hinführung, eine systematische Darlegung der Theorie, die Analyse von Stützargumenten sowie die kritische Untersuchung von Einwänden gegen den Epiphänomenalismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Epiphänomenalismus, Leib-Seele-Problem, mentale Kausalität und neuronale Korrelate definieren.

Welche Rolle spielen die Libet-Experimente für die Argumentation?

Die Experimente dienen als empirischer Beleg dafür, dass neuronale Prozesse zeitlich vor dem bewussten Willensakt eintreten, was die Position stützt, dass der Wille keine eigenständige kausale Ursache für Handlungen ist.

Wie begegnet die Arbeit dem Vorwurf, der Epiphänomenalismus mache Willensfreiheit unmöglich?

Die Arbeit diskutiert, dass Willensfreiheit eventuell durch eine Art „Veto“-Funktion oder eine komplexe Integration des Willens in den Prozess interpretiert werden kann, ohne eine direkte kausale Rolle der mentalen Ebene vorauszusetzen.

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Details

Title
Epiphänomenalismus. Pro und Kontra
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,3
Author
Renata Ellermann (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V268722
ISBN (eBook)
9783656589525
ISBN (Book)
9783656589495
Language
German
Tags
epiphänomenalismus kontra
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Renata Ellermann (Author), 2009, Epiphänomenalismus. Pro und Kontra, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268722
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