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Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital bei stillen Gesellschaften unter Betrachtung nach HGB und IFRS

Title: Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital bei stillen Gesellschaften unter Betrachtung nach HGB und IFRS

Project Report , 2012 , 34 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Bachelor of Arts Vivian Ziegenhagen (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Erfassung der stillen Beteiligung stellt in der handelsrechtlichen Rechnungslegung ein
umstrittenes Thema des Bilanzrechts dar. Dies liegt daran, dass es sich je nach gesellschaftsrechtlicher
Ausgestaltung der Beteiligung entweder um Eigenkapital oder Fremdkapital
handeln kann. Zudem kommt hinzu, dass es unzählig viele zivilrechtliche Ausgestaltungsformen
der stillen Gesellschaft gibt, bei welchen die Grenze zwischen Eigen- und Fremdkapitalcharakter
nicht immer eindeutig zu erkennen ist. Der Schwerpunkt in der Diskussion liegt
vor allem im Handelsrecht darin, die stille Gesellschaft mit überwiegendem Fremdkapitalcharakter
von derjenigen mit überwiegendem Eigenkapitalcharakter abzugrenzen und in der
Folge den entsprechenden Ausweis zu treffen. Deshalb liegt hinsichtlich der Passivierungsproblematik
der Beteiligung des Stillen noch kein einheitliches Meinungsbild vor.1
Zur Untersuchung des Abgrenzungsproblems wird in der folgenden Projektarbeit zunächst
auf die grundlegenden Begriffe der Thematik, wie Stille Gesellschaft, Mezzanine sowie auf
Eigen- und Fremdkapital eingegangen. Im Anschluss wird die Bilanzierung der stillen Einlage
als Fremd- oder Eigenkapital nach den Rechnungslegungsvorschriften HGB und IFRS dargestellt
und verglichen. Als letztes werden die Konsequenzen der Bilanzierung unter dem
Aspekt von Basel II aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stille Gesellschaft

2.1 Atypisch und typisch stille Gesellschaft

2.2 Vorteile und Nachteile der stillen Gesellschaft

3. Mezzanine

3.1 Formen der Mezzanine

3.1.1 Vorteile von Mezzaninen Finanzierungsinstrumenten

3.1.2 Nachteile von Mezzaninen Finanzierungsinstrumenten

4. Erläuterungen der Begriffe Eigenkapital und Fremdkapital

4.1 Eigenkapital

4.2 Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital

5. Bilanzielle Behandlung der stillen Gesellschaft nach HGB und IFRS

5.1 Bilanzierung nach Handelsrecht

5.1.1 Handelsrechtliche Abgrenzung von typisch und atypisch stiller Beteiligung und damit Einstufung der stillen Einlage als Fremd- oder Eigenkapital

5.1.2 Drei Arten von Gleichstellungen mit Eigenkapital

5.1.3 Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IFRS

5.1.4 Einstufung als Fremd- oder Eigenkapital der stillen Einlage nach IFRS

5.2 Zusammenfassender Vergleich von HGB- mit IFRS- Bilanzierung

5.3 Kritikpunkte an der Bilanzierung nach IFRS

6. Konsequenzen bei der Bilanzierung hinsichtlich Basel II

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Projektarbeit untersucht die komplexe bilanzielle Abgrenzung von stillen Beteiligungen zwischen Eigenkapital und Fremdkapital unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS. Ziel ist es, die Auswirkungen der unterschiedlichen Klassifizierungen auf die Finanzierungsstruktur und das Rating nach Basel II zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der stillen Gesellschaft und Mezzanine-Kapital.
  • Differenzierung zwischen typisch und atypisch stiller Gesellschaft.
  • Handelsrechtliche versus IFRS-basierte Bilanzierung stiller Einlagen.
  • Einfluss der Kapitalausweis-Logik auf die Bonitätsbewertung gemäß Basel II.
  • Kritische Würdigung der internationalen Rechnungslegung bei KMU.

Auszug aus dem Buch

3.1 Formen der Mezzanine

Die vielzähligen Gestaltungsmöglichkeiten der Mezzanine-Finanzierung weisen allesamt folgende Wesensmerkmale auf:

• Nachrangigkeit in Bezug auf die sonstigen Gläubiger;

• Vorrangigkeit gegenüber dem haftenden Eigenkapital;

• Verzicht auf Sicherheiten;

• Höheres Entgelt für die Kapitalbereitstellung im Vergleich zum klassischen Fremdkapital aufgrund der Nachrangigkeit;

• Zeitliche Befristung der Kapitalüberlassung auf ca. sechs bis zehn Jahre.38

Mezzanine-Kapital werden dem Unternehmen formalrechtlich als Fremdkapital zugeführt. Jedoch werden die Mittel wegen der Nachrangigkeit in der Insolvenz im Ratingprozess wirtschaftlich als Eigenkapital qualifiziert.39 Das bedeutet, Mezzanine gelten ihrer Funktion nach, also in materieller Hinsicht als Eigenkapital, weshalb sie auch Eigenkapital-Surrogate oder Quasi-Eigenkapital genannt werden.40 Die Renditeerwartungen der Mezzanine-Investoren sind wegen der höheren Risikoposition durch die Nachrangigkeit und dadurch, dass die gewährten Mittel unbesichert sind weit höher als bei traditionellen Kreditgebern.41 Sie liegen etwa 5-10% über den marktüblichen Fremdkapitalzinsen. Das Risiko liegt jedoch wegen den vertraglich geregelten Verzinsungs- und Zahlungsvereinbarungen unterhalb des vollen Verlustrisikos für Eigenkapital, weshalb die Verzinsung auch niedriger als beim Eigenkapital ausfällt.42 Der Verzicht auf Sicherheiten wird ausgeglichen, indem Mezzanine stärker als beim Fremdkapital gegen zukünftige Cash-flows geliehen werden. Insofern bewähren sich Mezzanine vor allem dann, wenn ein Unternehmen wegen seines hohen Verschuldungsgrades keine weiteren Kredite mehr aufnehmen kann, in Zukunft aber hohe Cash-flows generieren wird.43

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der bilanziellen Einordnung stiller Beteiligungen und Vorstellung des methodischen Vorgehens.

2. Stille Gesellschaft: Definition der stillen Gesellschaft als Innengesellschaft und Differenzierung in typische sowie atypische Formen.

3. Mezzanine: Einordnung hybrider Finanzierungsformen und Diskussion ihrer Vor- und Nachteile insbesondere für KMU.

4. Erläuterungen der Begriffe Eigenkapital und Fremdkapital: Klärung der theoretischen Grundlagen und ökonomischen Unterscheidungsmerkmale beider Kapitalbegriffe.

5. Bilanzielle Behandlung der stillen Gesellschaft nach HGB und IFRS: Detaillierter Vergleich der Bilanzierungsvorschriften, deren Kriterien und Auswirkungen auf den Ausweis stiller Einlagen.

6. Konsequenzen bei der Bilanzierung hinsichtlich Basel II: Analyse der Auswirkungen der Bilanzierung auf das Rating von Unternehmen und die Verfügbarkeit von Krediten.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der regulatorischen Unterschiede und deren Bedeutung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.

Schlüsselwörter

Stille Gesellschaft, Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Fremdkapital, HGB, IFRS, Basel II, Rating, Haftungsfunktion, Bilanzierung, Unternehmensfinanzierung, KMU, Nachrangigkeit, Kapitalüberlassung, Eigenkapitalquote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, stille Gesellschaftsbeteiligungen korrekt als Eigen- oder Fremdkapital in der Bilanz auszuweisen, da dies rechtlich und ökonomisch unterschiedlich bewertet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das Handelsrecht (HGB), internationale Standards (IFRS), Mezzanine-Finanzierungsinstrumente und deren Einfluss auf das Basel II Rating.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Bilanzierung stiller Beteiligungen auf das Rating von Unternehmen zu untersuchen und aufzuzeigen, wie die unterschiedliche Behandlung in HGB und IFRS die Kreditwürdigkeit beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Normenanalyse, um die verschiedenen Interpretationsspielräume bei der Bilanzierung stiller Einlagen gegenüberzustellen und kritisch zu würdigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Unterscheidung zwischen typisch und atypisch stiller Gesellschaft, die Kriterien für den Eigenkapitalausweis nach HGB sowie die strengeren Anforderungen der IFRS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Stille Gesellschaft, Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Fremdkapital, Basel II, Rating und Bilanzierung.

Warum sind IFRS-Vorschriften für KMU oft kritisch?

Die IFRS-Vorschriften führen oft dazu, dass stilles Kapital als Verbindlichkeit statt als Eigenkapital ausgewiesen wird, was die Eigenkapitalquote verschlechtert und das Rating nach Basel II negativ beeinflussen kann.

Was unterscheidet das HGB vom IFRS bei der Bilanzierung?

Während das HGB primär auf die materielle Haftungsfunktion des Kapitals abstellt, fokussiert sich der IFRS stärker auf die rechtliche Rückzahlungsverpflichtung.

Welche Rolle spielt die "Nachrangigkeit"?

Die Nachrangigkeit ist ein wichtiges Kriterium, da sie bei einer Insolvenz die Gläubiger vorrangig bedient und somit das stille Kapital im HGB eher als Eigenkapital qualifizieren kann.

Welchen Einfluss hat das Rating auf die Kreditkonditionen?

Ein besseres Rating aufgrund einer höheren Eigenkapitalquote ermöglicht Unternehmen den Zugang zu Krediten mit günstigeren Konditionen und Zinsen.

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Details

Title
Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital bei stillen Gesellschaften unter Betrachtung nach HGB und IFRS
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,8
Author
Bachelor of Arts Vivian Ziegenhagen (Author)
Publication Year
2012
Pages
34
Catalog Number
V268767
ISBN (eBook)
9783656597469
ISBN (Book)
9783656597452
Language
German
Tags
abgrenzung eigen- fremdkapital gesellschaften betrachtung ifrs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Vivian Ziegenhagen (Author), 2012, Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital bei stillen Gesellschaften unter Betrachtung nach HGB und IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268767
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